Darstellung der Justitia
Darstellung der Justitia / Abb.: Sammlung Rauch/INTERFOTO

Fehlender Gemeinschaftsgeist - Merz zwischen Argwohn und Ungeduld

Der Kanzler ist eingeklemmt zwischen Antifa-Paranoia und enttäuschten Konservativen, für die er keine Botschaft hat. Gerichte und Experten schnüren den Handlungsspielraum – und der Kanzler sucht nach einer konservativen Erzählung.

Bernd Stegemann

Autoreninfo

Bernd Stegemann ist Dramaturg und Professor an der Hochschule für Schauspielkunst (HfS) Ernst Busch. Zuletzt ist von ihm erschienen: „Was vom Glauben bleibt. Wege aus der atheistischen Apokalypse“ bei Klett-Cotta (2024) und „In falschen Händen. Wie grüne Eliten eine ökologische Politik verhindern“ bei Westend (2025).

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Der Fernsehkomiker Jan Böhmermann folgt inzwischen Konrad Adenauer. Er liefert getreu dem Motto „Nur keine Experimente“ übersichtliche Kost für seine Fans. Bei seiner Ausstellung in Berlin wollte er „kapitalismuskritisch“ Milliardäre vor ihrem Ableben beerdigen und stellte ein Fernrohr auf, das ins Arbeitszimmer des Kanzlers gerichtet war. Der Auftrag ist klar: Schaut Friedrich Merz auf die Finger, sonst verscherbelt der Blackrock-Manager „unsere“ Demokratie an die neuen Nazis.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 27. Oktober 2025 - 08:28

zuhöre, beschleicht mich ein bisschen das Gefühl, dass "wir" versuchen unsere wunderbare verfasste parlamentarische Demokratie in allen ihren Facetten zu pflegen und zu erhalten, was in den letzten Jahren auch den Schutz der CDU beinhaltete?
Was hier im Forum gerne als deren jetzige Schwäche beschrieben wird, ist nach meinem Dafürhalten oder sagen wir hoffentlich auch so etwas wie eine Dankbarkeit gegenüber dem historisch auch schon mal "verhaßten" linken Lager?
Vielleicht tut sich gerade ein Schüler Adenauer und Schäubles, Merz also, nun ein bisschen schwer, altgediente und aber mittlerweile als auch untauglich erkannte politische Instrumente auszupacken?
Mein Tipp dazu, es sieht evtl. aus wie Merkel, ist es aber nicht.
Obschon der Schein auch nicht nur trügt.
Die großen SPD´ler, wie Oppermann, Steinmeier und Gabriel bewirkten viel.
Wenn es gut ging, war es medial evtl. immer Merkel, wenn es nicht klappte, die "unfähige" Opposition, die der "edlen" Merkel in den Arm fiel?
"WIR" sind..

IngoFrank | Mo., 27. Oktober 2025 - 08:38

Wohl war !
Doch diese Feststellung ist nur die halbe Wahrheit. Richtig wäre: in der „selbst verursachten und einer selbst gewählten Klemme ……“

Er ist ein Kanzler der Angst weil er sich an Merkels „Unvereinbarungsbeschluss“ gegenüber der AfD hält, gegenüber den SED- Erben aber weit aus toleranter ist und mit diesen kooperiert wie z.B. bei seinem „2“ ten Wahlgang zum Kanzler……
Das er sich mit dieser, jüngst wieder „bekräftigten Bestehen der Brandmauer“ sich jeglicher Option zu Regierungssbildung außer mit SPD & Grünen sowie notfalls mit den SED- Nachfolgern beraubt hat, ist das Elend in dem sich Merz befindet selbst gewählt
Es liegt einzig und allein an ihm & der CDU diesen Zustand zu beenden. Dazu fehlt ihm persönlich der Mut und auch noch der Rückhalt in seiner eigenen Partei, um den zu erwartenden
Aufschrei der Links Grünen Parteien & deren Mainstream zu wiederstehen.
Allerdings wird die CDU diese Entscheidung treffen müssen, mit od. ohne Merz !
MfG a d Erfurter Republik

Achim Koester | Mo., 27. Oktober 2025 - 08:46

aus dem Merz nicht hinauskommt, wenn er sich weiter der Erpressung der SPD unterwirft. Die linksgrüne Phalanx hat mit ihrem (leider erfolgreichen) Marsch durch die Institutionen alle Schlüsselpositionen besetzt, Kitas, Schulen, Universitäten, Gerichte und Verwaltung, um nur einige zu nennen. Ihr Artikel arbeitet dieses Dilemma sehr gut heraus, zeigt aber leider auch keinen Ausweg auf. So müssen wir halt warten, bis die AfD 50.1% erhält.

Wenn das passiert, ist weder von der Union und von diesem Land etwas übrig.
Das ist schlicht zu spät ! !
Die CDU muß sich entscheiden. Entweder in „Merkels- Treue“ sterben oder mit der SPD und oder der Grünen Sekte gemeinsam untergehen. Das Ergebnis beim weiteren beharren auf der Brandmauer ist letztendlich das Gleiche…..
Diese vin links angeführte Politik ist zum scheitern verurteilt wie jede linke Regierung auf der Welt gescheitet ist. Da macht das Buntland Germany keine Ausnahme trotz der Schwüre von SPD, Grünen, des SED Erben oder dem BSW..
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Danken Sie mal an Frau Meloni, die einst als Faschistin von den linken Faschisten bezeichnet wurde und heute die beste und stringenteste Politik in der EU macht. Ich denke, ähnlich würde es mit der AFD.

Urban Will | Mo., 27. Oktober 2025 - 09:22

mit rigoroser Abschiebung nicht Aufenthaltsberechtigter verhindern können, glaube ich nicht. Wenn Ungarn oder andere EU-Länder es schaffen, diesen Ansturm abzuwehren, könnte es auch Deutschland. Einfach machen.
Den Klimaquatsch aus der Verfassung streichen könnte man auch wieder, wenn man beherzt dafür eintreten und sich eine Zweidrittelmehrheit im BT holen würde (nicht in dieser Legislatur, aber in der nächsten, denn die Mehrheit im Volke hat kein Interesse, sich selbst zu zerstören).
Merz steckt in keiner Zwickmühle, er ist nur ein erbärmlicher Feigling. Wer Angst vor einem Böhmermännchen oder dem linksgrünwoken Dilettantenstadl ÖRR hat, taugt nicht für dieses Amt.
Merz könnte längst den Volkeswillen umgesetzt haben und mit den Blauen dieses Land wieder auf Kurs bringen. Traut er sich nicht.
Ja, es gäbe einen Kulturkampf wie wir ihn noch nie hatten, aber der steht eh an. Muss er, denn sonst ist dieses Land in wenigen Jahren komplett kaputt.
„Dank“ der Union. Das überlebt sie nicht.

Jens Böhme | Mo., 27. Oktober 2025 - 09:23

Diesen Zweifrontenkampf ist Friedrich Merz nicht gewachsen, entstammt er doch aus einer dieser Fronten (von Angela Merkel in die politische Wüste geschickt). Merz verkörpert das alte, politische Deutschland. Von dort ist kein frischer Wind zu erwarten. Dass Jan Böhmermann metaphorisch ein Fernrohr installiert, um ins Kanzleramt zu schauen, ist hildebrandtverdächtig. Dieter Hildebrandts Zitat lautet:"Man soll auf Politiker nicht hören, sondern auf sie achten."

Hans v. Weissensand | Mo., 27. Oktober 2025 - 09:56

ist schnell erzählt: "Eigenverantwortung, Hilfe für die Schwächsten, weniger Staat, Steuereinnahmen aus einer laufenden Wirtschaft und nicht aus steuerlichen Mehrbelastung". Einer Politik der roten Linie gegenüber der AFD verweigert sich Merz und gibt damit das Florett gegen die Hegemonie der Linken aus der Hand. Aber was heißt Geduld, wenn einem als Unternehmer das Wasser bis zum Hals steht dann wird man sicherlich etwas unwirsch...

Heidemarie Heim | Mo., 27. Oktober 2025 - 10:04

Wie soll der bitte schön entstehen geehrter Herr Prof. Stegemann? Was hält unsere Gesellschaft u. allen voran unter den aktuell politisch herrschenden Verhältnissen noch zusammen, außer Misstrauen und der unbedingte Wille zur Macht? Der Ungeduldige von links u. insbesondere der Wertkonservative aus der ehemaligen Mitte sowie rechts davon wird doch seit mindestens 10 Jahren bei immer weniger unterscheidbaren Parteienkoalitionen der sog. Etablierten entweder mit "Alternativlosigkeiten" o. vorher auf Krawall gebürsteten "Kompromissen" abgespeist. Was das Vertrauen in Politik und Staat bzw. das Verhältnis der Bürger/Wähler dazu betrifft,
so kann ich mich als Westgewächs nicht erinnern, dass dies jemals seit Adenauer derlei gestört u. massiv beschädigt gewesen wäre! So lange wie die Union nicht nur nicht ihre Merkelchen Klatschhasen aussortiert u. als Allererstes!! die von totalitären Systemen bekannten "Denunziationsportale" abschafft, gibt es für mich auch keinen Gemeinschaftsgeist mehr!

Stefan | Mo., 27. Oktober 2025 - 10:09

Wenn man doch wie hier beschrieben die Ursachen der Klemme kennt, Gerichte, Medien etc., warum geht Merz nicht als erstes dieses Problem an.
Man ruft ob, der Linken die Staatskrise aus, geht mit den Blauen in Koalition und erlässt Notstandsgesetze.
Wieso schafft es eigentlich Dänemark den Zuzug von Migranten rigoros zu begrenzen ?
Laut der Böhmermann'schen These muß die dänische sozialdemokratische Regierung ja erst recht faschistoid geworden sein.
Nee, der Kanzler ist schwach, greift nicht durch gegen Medien und skurrile Leute wie Böhmermann.
Es war von Anfang an ein Fehler mit der Linken zu paktieren.
Ein kluger Politiker wie beispielsweise Franz Josef Strauß hätte sowas nicht gemacht.
Dieser dürfte heutzutage wohl unter den gegebenen Umständen nicht einmal mehr im Bundestag sprechen.
Am besten wären sofort Neuwahlen für dieses Land.
Merz war von Anfang an der falsche Mann auf der falschen Seite.
Die Koalitionspartner gehen ja mittlerweile schon gegen ihn auf die Straße.
Unglaublich

Karl-Heinz Weiß | Mo., 27. Oktober 2025 - 10:53

Wenn ein Spitzenpolitiker "knackige" Verlautbarungen seit Jahren ständig im Nachhinein "erläutern" muss, wäre etwas Selbstkritik und anschließende Kursänderung angebracht. Davon ist bei Friedrich Merz nichts zu bemerken. Der für seine rhetorischen Fähigkeiten einst respektierte Politiker hatte zwei Parteitagsreden grandios versemmelt und die Kandidatur erst im dritten Anlauf geschafft. Seither fehlt ihm der konservative "schwarze" Faden.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 27. Oktober 2025 - 10:56

Er macht auf nur erschreckende Weise sichtbar, was viele bereits der UNION schon seit Jahren vorwerfen und deren Anfang alles mit den Merkel Regierungen nahm. Die Brandmauer wurde bereits unter Merkel begonnen aufzubauen und eigentlich sollten wir Merz dankbar sein, dass er durch seine Lügen und seine Wankelmütigkeit mehr als deutlich und merkbar eigentlich auch dem letzten Skeptiker zeigen müsste, dass er ein konservativ erscheinender Märchenerzähler ist.
Lt. Umfragen glauben 2/3 der Menschen nicht mehr seinen Worten, halten die Regierung für so fragil, das sie davon ausgehen, dass sie bald auseinanderbrechen wird. Und so wie das linke Lager um sich beißt und jeden Tag mehr und mehr die Verlogenheit der UNION sichtbar macht, umso mehr wachen Bürger auf und wenden sich ab, hin zur AFD. Übrigens. Was macht eigentlich Weimer? Müsste der nicht längst zurückgetreten sein? Wieviel Anzeigen wurden gegen ihn gestellt und wer verklagt ihn? Wäre mal eine exklusive Recherche wert Cicero.

S. Kaiser | Mo., 27. Oktober 2025 - 11:12

In der Tat, man wartet sehnsüchtig darauf, dass endlich die Zeit vorbei ist, „wo die Dümmsten die Debatte bestimmen, nur weil sie die Lautesten sind.“ Allein man sieht das Ende nicht, und statt eines Endes mit Schrecken, befinden wir uns immer noch im Schrecken der Abwärtsspirale ohne das ein Ende in Sicht wäre
Die Analyse stimmt, und was das größte Problem ist, ist Merz Schwäche und die Gelähmtheit der CDU es überhaupt zu versuchen die Deutungshoheit an sich zu ziehen.
Was sind die momentanen 2 Hauptthemen: Migration und Wirtschaft, wobei man letztere thematisch mit der Energiepolitik verbinden kann. Und während ersteres von links noch von-Papen-mäßig entsprechend geframt werden kann, ist letzteres evidenzbasiert. Physik ist nicht links oder rechts, warum also kann die CDU diesem „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“-Schwachsinn nicht mal resolut entgegentreten. Wenn man selbst hier zaudert und buckelt, ist man wirklich in der totalen Unterwerfung.

an sich zu ziehen ……
Würde Merz das tun, wäre er sein Amt als BK los und es würde Neuwahlen geben ! Die Ergebnisse sind vorhersehbar …. Die AfD als stärkste Kraft und eine gefledderte mehr als geschwächte Union mit SPD & grüner Sekte in einer Koalition gegen die AfD.
Selbst w e n n es für die FDP reichen würde, reicht es für Union & FDP nicht …..
Da bleibt Merz lieber unter Klingbeils Knute BK und reißt die Zeit, solange er überhaupt noch welche hat, ab.
Je höher die Zustimmungswerte der AfD werden, um so mehr grummelt es im AdenauerHaus und Merzens Verweildauer als Parteichef & Kanzler nimmt parallel dazu rapide ab. Die ersten Anzeichen dazu (Linnemann‘s offne Kritik an der letzten CDU Klausur und dem Thema Brandmauer) sind schon da.
Warten wir das Abscheiden der CDU bei den LT Wahlen 26 ab und was danach noch Merzens Nervenkostüm übrig sein wird und wie hoch die Unterstützung der schwarzen Genossen noch ist.
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik

Markus Michaelis | Mo., 27. Oktober 2025 - 11:56

Ja, so im Prinzip stimmt es: man muss mit Realismus machen, was geht, und versuchen Menschen mitzunehmen. Allerdings lebt das eben auch von realistischen Zielen.

Merz Problem ist vielleicht auch, dass er letztlich wie die Linken und die Gerichte die ganze Menschheit und die universelle Gesellschaft in Deutschland mit universellen Werten vertreten will, nur besser.

Vielleicht ist dieses Ziel nicht nur unerreichbar sondern auch prinzipiell nicht gut. Dann würden auch realistische kleine Schritte nichts bringen?

In jedem Fall scheint mir vieles offen, unbekannt und widersprüchlich.

Thomas Veit | Mo., 27. Oktober 2025 - 12:32

"Was hingegen jedem einzelnen Zeitgenossen vorgeworfen werden kann, ist der linke Argwohn oder die rechte Ungeduld." möchte ich mich ausdrücklich bei 'rechte Ungeduld' einordnen...

Dazu: das Problem ist, dass wir/Deutschland de facto keine Zeit mehr haben eine echte Politik- und auch Wirtschafts- und Energiewende (von der Energiewende) einzuleiten, wenn wir/Deutschland nicht in der DRITTKLASSIGKEIT verschwinden wollen. In der Zweitklassigkeit sind wir politisch (global) und wirtschaftlich nachgewiesenermaßen (Wirtschaftszahlenwerk) bereits angekommen!!

WIE LANGE bitte kann/darf Ihrer Meinung nach Herr Merz mit seiner Regierung - "eingeklemmt zwischen Antifa-Paranoia und enttäuschten Konservativen" - denn noch brauchen für den tatsächlichen Richtungswechsel... - denn die aktuelle Richtung zeigt nach wie vor nur eines: nach unten!?

Tja, das sehen wir zwei wahrscheinlich allein so …… da heute Abend in den Nachrichten die Meldung flatterte, dass immer mehr Deutsche zufriedener seien……. Wahrscheinlich wurden vorwiegend die Deutschen mit Turboeinbürgerung & Bürgergeld im Westteil des Landes befragt …..oder die Hamburger Pfeffersäcke die einen auf Öko machen …..
Mit einem nicht ganz Ernst gemeinten Gruß a d Erf. Republik

Peter William | Mo., 27. Oktober 2025 - 16:21

Die linken können rumhampeln wie sie wollen und die "öffentliche" Kritik bis auf den Mount Everest der Moral-Apostel-Heuchelei treiben während sie dafür Steuergelder kassieren da sie bei (N)GO' s oder dem ÖRR angestellt sind.

Brandmauer einreißen, mit Schwarz-Blau die Wahlversprechen beider Parteien umsetzen. Es ist megaeinfach!

Bin im Moment auch ein bisschen ratlos, möchte aber auf keinen Fall, dass die CDU "unter die Räder kommt".
Die FDP hat es evtl. schon erwischt, die SPD könnte folgen?
Was dann "übrig" bleibt wäre zumindest politisch unwägbarer in meinen Augen.
Immerhin hat es eine ganze Weile gedauert, bis sich die SPD erst den Grünen und dann den Linken öffnete.
CDU und FDP oder CSU und Freie Wähler haben sich lange schon gefunden.
Die AfD hat es selbst in der Hand, sagte doch Ministerpräsident Woidke?
Vor allem haben es SPD, FDP und CDU/CSU selbst in der Hand, möchte ich erinnern.
Wenn in der Bundesrepublik die politischen Verhältnisse stabiler bleiben als in den meisten anderen europäischen Ländern ist m.E. schon viel gewonnen.
Mag sein, dass die AfD vor allem als Alternative zur Merkel-CDU gedacht war oder jetzt ist?
Man muss nur Kommentare lesen, um die Abwehr einer rot/grün/roten Koalition als fast wichtigeres Ziel zu erkennen.
Entsprechend wenig Vertrauen wird in die jetzige Koalition gesetzt.

Gerhard Fiedler | Mo., 27. Oktober 2025 - 18:03

"Mir ist der Argwohn der Linken und der Pessimismus der Rechten gleichermaßen langweilig. Die Zeit ist vorbei, wo die Dümmsten die Debatte bestimmen, nur weil sie die Lautesten sind."
Diesen beiden Sätzen kann ich nicht zustimmen, Sie lassen damit beide Seiten gleich schlecht aussehen. Das wird der Sache und dem Ernst der Lage, in der sich Deutschland mit dieser Regierung befindet, nicht gerecht. In diesen Tagen braucht unser Land eine lautstarke Opposition. Wer sonst sollte diese wichtige Aufgabe in einer Demokratie wahrnehmen. Die AfD erfüllt sie bestens, laut, deutlich und nachvollziehbar. Sie findet damit die Zustimmung großer Teile unseres Volkes. Und zu den Dümmsten zählen ihre Vertreter ohnehin nicht, denkt mani bloss an Frau Weidel. Diese Frau ist Spitze. Das Gesäusel vom Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist finde ich wiederum langweilig. Beim Zusammenfallen von Kühltürmen unter Gejohle der Dümmsten nicht pessimistisch zu werden, dazu gehöre ich nicht.

Sabine Lehmann | Di., 28. Oktober 2025 - 01:14

Wer sich jeden Abend mit seinem ärgsten Feind ins Bett legt, wacht zwangsläufig jeden verflixten Morgen mit ihm auf. Jetzt weiß ich nicht was für mich schlimmer wäre, neben Klingbeil oder Merz aufzuwachen, aber das ist jetzt ein anderes Thema. Feststeht, dass die SPD eine der unfähigsten, verantwortungslosesten und vor allem realitätsverweigerndsten Parteien ever geworden ist. Ihre absolute Inkompetenz illustriert gerade diese unsägliche Stadtbild-Debatte, die zu einer typisch deutschen Groteske mutiert. Die aktuellen Vorschläge der SPD für weiterhin „romantische“ deutsche Innenstädte, gemeinsam mit der Messerschwingenden EinMannMesser-Täterklientel aus dem Nahen Orient:
Bessere Beleuchtung
Besseres Wegekonzept
Begegnungsräume(damit Täter mit ihren Opfern ihre Ruhe haben u. nicht gestört werden von besorgten Wutbürgern)
Bessere Bodenpolitik(!!!???¥£$#%}]?*)??(verstehen nur SPD-Irre)
Fazit:
Die Beleuchtung bräuchte es im Oberstübchen dieser Bekloppten, denn dort ist es verdammt dunkel!

Elisa Laubeth | Di., 28. Oktober 2025 - 07:40

.. nicht nur die Debatte! Genau das ist das Problem: das Humankapital! Die Listenplatz - Demokratie hat Menschen ins Parlament und in höchste Regierungsämter befördert, die in der wertschöpfenden Wirtschaft nicht über die Sachbearbeiterebene hinausgekommen wären. Ohne Erfahrung außerhalb der Parteienblase, mäßig ge- bis ungebildet, und im Linken Spektrum gefangen in mystisch-religiöser Ideologie mit Glaubenssätzen wie:“Wind und Sonne schicken keine Rechnung“oder“kein Mensch ist illegal“.Die einzige Erfahrung im effektiven Netzwerken ermöglicht keine sachorientierte, pragmatische Politik. Es fehlt der Horizont, die intellektuelle Fähigkeit. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Die CDU könnte damit anfangen, Terrain zurückzuholen indem sie die von Beginn an falsche Energiewende, die letztlich ein Kampf der verblendeten Dümmsten gegen die Physik war,zu revidieren.Stattdessen lässt man sich auf eine sinnlose Stadtbild-Debatte ein. Derweil geht es der Wirtschaft wie Kühltürmen.