Grüner Pfeffer / picture alliance / blickwinkel/Steidi | Steidi

Fehleinkauf als Inspirationsquelle - Dann eben grüner Pfeffer statt Kapern

Unser Genusskolumnist hat neulich versehentlich grünen Pfeffer statt Kapern im Glas gekauft. Damit hat er eher wenig Erfahrung, aber dann kam ihm die Idee für zwei Würzpasten, eine für Fischfilets und eine für Kalbsleber. Und beides hat richtig gut funktioniert.

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Alles begann mit einem kleinen Einkaufsunfall. Denn eigentlich wollte ich ein Glas eingelegte Kapern besorgen, mit denen Basmatireis verfeinert werden sollte, der als Beilage für ein Fischgericht vorgesehen war. Es folgte ein achtloser Blick in das entsprechende Regal und der Zugriff. Ich hätte wohl etwas genauer hinschauen sollen, denn beim Auspacken meiner Einkäufe wurde klar, dass ich keine Kapern, sondern eingelegten grünen Pfeffer erstanden hatte. Wobei ich zu meiner Entschuldigung anführen kann, dass sich diese Produkte auf den ersten Blick tatsächlich kaum unterscheiden, aber dafür gibt es ja Etiketten.

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Achim Koester | Sa., 26. April 2025 - 09:28

Lieber Herr Balcerowiak, bisher haben wir grünen Pfeffer nur in der klassischen Form in einer Pfefferrahmsauce zu Filetsteaks (rare) verwendet, aber dieses Gewürz ist offenbar sehr viel vielseitiger, wir werden Ihre Vorschläge gern umsetzen.

Bettina Strauß | So., 27. April 2025 - 11:29

Intuitives Kochen - das ist für mich das einzig wirklich schöne Kochen. Und dazu eine Schulung der Sinne. Mit einem großen Garten, etwa 20 Obstbäumen, Kräutern und zahlreichen Wildkräutern, Gemüsepflanzen gibt es immer genug zu testen, weil ja auch nicht immer alles gleichzeitig reif zur Verfügung steht. Und solche unbeabsichtigten Zufallskäufe bei mir kein Einzelfall. Mit etwas Erfahrung und Vorstellungskraft lässt sich vieles gut kombinieren; und immer einmal Neues probieren. Der einzige Nachteil: so unsystematisch ich vorgehe, lässt sich kein besonders gelungenes Gericht reproduzieren. Ihr Anregung, Herr Balcerowiak, werde ich gerne aufnehmen - klingt sehr nach meinem Geschmack. Danke!