Collien Fernandes
Spontane Empörung oder strategisch vorbereitete Kampagne? Demonstration vor dem Brandenburger Tor / picture alliance / dts-Agentur | -

Fall Ulmen/Fernandes - Spontane Empörung oder vorbereitete Kampagne?

Der Fall Ulmen/Fernandes erhitzt die Gemüter. Die Chronologie der Ereignisse lässt allerdings Zweifel an den spontanen Solidarisierungswellen aufkommen. Von der Interview-Veröffentlichung über die Rolle von HateAid bis zum Gesetzesentwurf wirkt alles wie eine kuratierte Kampagne.

Autoreninfo

Antje Jelinek ist Apothekerin und Biologie-Chemie-Lehrerin. Nach Pharmaziestudium und Promotion arbeitet sie in öffentlichen Apotheken und bildet verschiedene Gesundheitsberufe aus. Sie unterrichtet an einer Regelschule und hält Vorlesungen zur Klinischen Pharmazie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Elsevier-Verlag hat sie mehrere Bücher zu Arzneimitteln herausgegeben und ist Autorin für pharmazeutische Fachzeitschriften und das Blog Ruhrbarone

So erreichen Sie Antje Jelinek:

„Virtuelle Vergewaltigung“ wirft Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor. Das Thema ist überpräsent in den Medien und erhitzt die Gemüter. Nachdem der Spiegel die Geschichte veröffentlicht hat, werden in kürzester Zeit Großdemonstrationen aus dem Boden gestampft. Bei diesen Protesten werden auch detailliert ausgearbeitete Forderungskataloge präsentiert, die die Politik moralisch unter Druck setzen sollen.

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Klaus Funke | Do., 26. März 2026 - 10:21

Alles andere ist für naive, den Medien gläubige Gemüter gemacht. Die Fernandes hat schon vor zwei Jahren mit Frau von Hodenberg gekungelt, schon damals war von der ominösen virtuellen Vergewaltigung die Rede, gegen die man etwas tun müsse. Besonders perfide an der Sache ist, dass durch dieses aufgeblähte "Nichts" die reale Unterdrückung und Repression gegenüber Frauen weggedrückt wird. Das reale Leid interessiert nicht, jetzt ist das virtuelle en vogue dran. Etwas für die Besserverdienenden und uper class ladies. Perverser geht kaum. Wo ist das Mitgefühl für die erstochene, geschlagene, herabgewürdigte Frau aus der Unterschicht bzw. der Migrantenszene? Ein Ablenkungsmanöver allererste Güte. Natürlich der Spiegel macht eine Story daraus, die Bildzeitung für Abiturienten, ein ohnedies perverses und politisch linksextremes Blatt, das keiner, der Takt und Anstand hat, mehr lesen sollte. Mich widert diese Kampagne an. Ein Grund mehr, Filme oder Fernsehbeiträge mit der Fernandes zu meiden.

Marco Riccardi | Do., 26. März 2026 - 11:52

Es ist schon erstaunlich wie schnell die NGO's in den Startlöchern stehen wenn so etwas passiert. Zumindest bis man, wie in diesem Artikel feststellt dass solche Dinge über lange Zeit im Hintergrund geplant werden um sie dann wie ein Ass aus dem Ärmel zu holen wenn man sie braucht.
Und brauchen tun sie unsere lieben NGO'S, oder wie ich sie gerne mitsamt des ÖRR klassifiziere das Wahrheitsministerium, ein Ass im Moment, denn das Steuergeld droht zu verschwinden und ohne das wären sie arbeitslos, immerhin gibt es nicht viele Jobs in denen die einzige Qualifikation die ist ein linker Aktivist zu sein

Brigitte Miller | Do., 26. März 2026 - 13:47

Zum Verhalten der rotgrünen Unterstützerinnen Lisa Paus, Claudia Roth und vielen anderen mehr hat in meinen Augen Sofia Taxidis bei TE gefunden : „ Deutschland ist ein Täterparadies“ – Fernandes’ Satz wird zum Bumerang. Wer schweigt, stimmt zu“ – dann gilt das auch für Fernandes, Hubig, HateAid und Co.

Wer zu realer Gewalt gegen Mädchen und Frauen in diesem Land schweigt, sie relativiert oder wegmoderiert, verrät diese Mädchen und Frauen. Deren Schicksale sind denen egal. An jedem Tag. Der Fall Fernandes zeigt diese moralische Verkommenheit auf ihrem Höhepunkt und in aller Härte.“

Sabine Lehmann | Sa., 28. März 2026 - 00:12

Antwort auf von Brigitte Miller

Super Kommentar, liebe Frau Miller. Voll auf die Zwölf! Treffer. Versenkt;-)

Heidemarie Heim | Do., 26. März 2026 - 20:29

Und wie man an Frau Jelineks Beitrag sieht, lohnt es ab und zu einfach abzuwarten, bis jemand alles in eine chronologische Reihenfolge bzw. zeitliche Abläufe wie, wer und was alles mit allem zusammenhängt bringt;) Ich gebe ehrlich zu, dass mich dieser medial ausgefochtene Rosenkrieg und die inzwischen auf Parlamentsebene stattfindenden Schlachten zum m.E. Nachteil von oft jahrelang missbrauchten und nicht nur digital vergewaltigten Frauen und Kindern, bisher nicht sonderlich interessierte. Warum kann ich nicht genau sagen, aber vielleicht lag es tatsächlich daran, dass ich bei Frau Priens "Spar-Ankündigungen" dachte: "Da hängen morgen wie in der Schlussszene des Films Rosenkrieg aber nicht nur zwei am Kronleuchter;)!" oder gehen wie das HB-Männchen aus meiner Kindheit steil😂.
Und wir hätten weiß Gott im Augenblick wichtigeres anstehen, als die Eheprobleme von Schauspielern politisch instrumentalisiert zu lösen oder ob sich eine linkslastige NGO nicht mehr ihr Personal leisten kann!

Volle Zustimmung, liebe Frau Heim. Ich denke nur, dass tatsächlich für sehr viele unserer Problemzonen gerade diese unerträglichen NGO‘s den Nährboden und Motor dieser allgegenwärtigen Verwerfungen darstellen.

Ralf Straube | Fr., 27. März 2026 - 10:15

... was ist denn nach der Anzeige der Fernandes passiert? Wurden Ulmens Smartphones und PCs beschlagnahmt? Müsste doch sein, wenn die Anzeige auf eine Straftat hindeutet, für die Beweise gesichert werden müssen. Aber man bekommt dazu gar keine Infos - auch nicht über den Stand der Ermittlungen in Spanien.
Solche Merkwürdigkeiten werden von den üblichen Hetz- und Verleumdungsmedien gar nicht erst thematisiert. Und bis dahin klingt das nach einen neuen Gina-Lisa-Fall. Diesmal "virtuell". Hat schon ein Geschmäckle, wenn sich eine Dame, die sich u.a. für FHM ausgezogen hat und damit eine W*vorlage geliefert hat, sich lauthals über virtuelle Vergewaltigung echauffiert. Bisschen einfach, die Geschichte.

Sabine Lehmann | Fr., 27. März 2026 - 21:43

Nach der heutigen Stellungnahme von Ulmens Anwalt klingt auf einmal alles auch ganz anders. Die gute Collien Fernandes, die in Wahrheit vielleicht eher Collien Erfandes(;-)) heißt, soll ihrerseits ihren Mann laut spanischer Ermittlungsakten der Polizei körperlich angegriffen haben. Und auch diese angeblichen "Deepfake-Videos" seien nicht von Ulmen. Das alles klang in der Relotius-Presse die vergangenen Tage aber ganz anders.
Fragen über Fragen, die dieses C-Promi-Pärchen da hinterlässt. Das Fragwürdigste und Kurioseste an dieser Veranstaltung aber ist die gesellschaftspolitische Reaktion der Hafermilchbourgeoisie(sorry, Herr Krischke, den musste ich jetzt klauen, mea culpa). Einfach irre diese ganze Orchestrierung und ganz ehrlich: Ich kann diese Collien Fernandes nicht ausstehen, heißt aber jetzt nicht, dass ich ihren Göttergatten Ulmen sympathisch finde. Diese Sitcom "Jerks" war z.T. unterirdisch unappetitlich und geschmacklos. Man wollte Grenzen sprengen, war aber dann nur peinlich!