Großes, buntes Plakat mit Herz auf Glasfassade am Wiener Westbahnhof, keine Personen erkennbar, Foto.
Ganz so herzig wird der ESC in Wien wohl nicht werden / picture alliance / APA-Images | Klaus Titzer

Eurovision Song Contest in Wien und die neue Sicherheitskultur Europas - Mehr als ein Musikwettbewerb

Zwischen Terrorwarnstufe, Cyberabwehr und Anti-Israel-Protesten wird der ESC zum Symbol einer neuen europäischen Realität: Kulturveranstaltungen stehen heute im Spannungsfeld von Sicherheit, Geopolitik und digitaler Eskalation. Unpolitisch war Europas größte Musikshow allerdings nie.

Florian Hartleb

Autoreninfo

Dr. Florian Hartleb ist Professor für International Relations an der Modul-Universität Wien sowie Autor des im Herbst 2025 erschienenen Buchs „Teenager-Terroristen. Wie unsere Kinder radikalisiert werden – und wie wir sie schützen können“.

 

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Der Eurovision Song Contest in Wien ist auf den ersten Blick ein Fest der Popkultur: Musik, Inszenierung, Glitzer, nationale Eigenheiten, europäische Selbstironie. Doch 2026 ist dieses Ereignis zugleich ein sicherheitspolitischer Lackmustest. Der ESC steht exemplarisch für eine neue Lage, in der selbst scheinbar unpolitische Großveranstaltungen nicht mehr außerhalb geopolitischer Konflikte, digitaler Bedrohungen und extremistischer Mobilisierung gedacht werden können. Wien wird damit nicht nur zur Bühne europäischer Unterhaltung, sondern auch zum Brennglas einer veränderten Sicherheitsordnung.

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Walter Buehler | Fr., 8. Mai 2026 - 09:53

Der Satz

"Der Eurovision Song Contest in Wien ist damit ein Testfall für die demokratische Sicherheitskultur Europas."

mag wohl in irgendeinem Sinne stimmen.
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Aber es tut mir leid: Der "Eurovision Song Contest" selbst ist für mich kein Teil der Kultur, sondern ein Ausdruck der Unkultur.

Nix für ungut.