Dunja Hayali
Moderatorin Dunja Hayali erhält den Hajo-Friedrichs-Preis für kritischen Fernsehjournalismus / picture alliance/dpa | Hannes P Albert

Auszeichnung für Dunja Hayali - Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ist jetzt ein Scherzartikel

Journalistenlegende Hajo Friedrichs soll guten Journalismus so definiert haben: sich nicht gemein machen mit einer Sache. Nun erhält ausgerechnet Dunja Hayali einen nach ihm benannten Journalistenpreis. Damit macht die Jury die Auszeichnung endgültig zum Scherzartikel.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Es ist der im deutschsprachigen Raum wohl am meisten zitierte Satz über die Aufgabe von Journalismus. Sein Urheber war die Journalistenlegende Hanns-Joachim Friedrichs. Tatsächlich hat er diesen Satz aber wohl nicht eins zu eins so gesagt.

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Walter Bühler | Fr., 2. Oktober 2026 - 14:33

... Unterhaltungsaffen, diese "Comedians" und "Moderator:innen" werden von normalen und qualitätsbewussten Menschen niemals ein Lob oder einen Preis bekommen.

Gerade deshalb ist es doch ganz logisch, dass sich die ÖRR-Seilschaften gegenseitig (wie einst die allseits beliebten Parteifunktionäre in der DDR) massenhaft Orden an die stolzgeschwellte Brust kleben. Für diese Art von Menschen ist Relotius nach wie vor der klassische Prototyp .
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Eigentlich kann man stolz darauf sein, wenn man für einen solchen Preis nicht nominiert wird.
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Ceterum censeo: Als nächste Bundespräsident*in sollte Barbara Schöneberger gekürt werden, am besten in einer Veranstaltung des nächsten ESC.

Nix für ungut!

Barbara Schöneberger – das ist nun nicht gerade die Allerschlimmste. (Da ich seit vielen Jahren keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr schaue, basiert meine Aussage auf Kenntnissen aus einer Zeit, die schon länger zurückliegt. Ich bitte, das zu berücksichtigen und gnädig mit mir zu sein.)

... da staune ich oft selbst.
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Für meinen Barbara-Komplex weiß ich keine stichhaltige Begründung - ich fürchte, das kommt aus meinem Bauch.
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Nix für ungut und einen schönen Feiertag!

hiermit den renommierten Preis (Name muss noch gefunden werden) für einen der besten Leserkommentare unter der genialen Kolumne von Herrn Krischke. Danke, hat mir den Vormittag versüßt.

Sebastian Habel | Fr., 2. Oktober 2026 - 14:42

Die gute Frau ist also Mitarbeiterin des Jahres geworden. Was ihre Untergebenen wohl davon halten? Vielleicht hat wenigstens der arme Hund was davon, wenn sie ihm vom Preisgeld (!) ein paar leckere Steaks kauft.

Es drängt sich der Vergleich zum Achsel-Springer-Award auf. Und alleine wer wen auszeichnet sagt schon alles:

Wen zeichnet Springer aus?
-Macher und Visionäre!

Wen zeichnen die Öffis aus?
- Sich selbst........

Christa Wallau | Fr., 2. Oktober 2026 - 14:55

die sich bei vielen Preisverleihungen heutzutage in Deutschland zeigt, nimmt immer größere Dimensionen an.
Es ist nicht nur der "Hans-Joachim-Friedrichs-Preis", der - wie hier überzeugend von Herrn Krischke dargelegt - die Falschen ehrt, sondern es sind jede Menge anderer Preise ebenfalls, so z. B. das Bundesverdienstkreuz.

Allein die Tatsache, daß Angela Merkel mit immer neuen Preisen überhäuft wird, obwohl sie für die meisten Fehlentwicklungen in Deutschland verantwortlich ist, läßt keinen Zweifel mehr zu:
Hier ist etwas gewaltig in eine Schieflage geraten!
Die Bezeichnung "Scherzartikel" für viele Preise ist daher durchaus zutreffend.

Aber warum sollte es denn auch angesichts des
arroganten und entsprechend beschränkten Geistes, der ganz Deutschland (außer im Osten) durchweht, ausgerechnet bei der Verteilung von Preisen vernünftiger zugehen als in der Politik und in den öffentlich-rechtlichen Medien?

"Der Fisch stinkt vom Kopf her."

Markus Michaelis | Fr., 2. Oktober 2026 - 14:55

Hayali ist auch aktivistisch, das habe ich auch so wahrgenommen (ohne den Überblick über all ihr Schaffen oder das von anderen Medienschaffenden zu haben). Aber ich habe sie schon so wahrgenommen, dass sie mehr als etwa Reschke oder Theveßen auch ein intrinsisches Interesse, Neugier hat auch nachzufragen, Dinge zu verstehen.

Ich nehme es so wahr, dass es bei ihr weniger fehlendes Interesse/Neugier auf andere Sichtweisen ist als die tiefe emotionale Verbundenheit mit dem "vorderasiatischen Raum" (oder was immer genau). Natürlich fährt sie auch woanders hin, aber aus diesem Raum speißen sich die tiefen Emotionen.

Ein Friedrichs hatte es einfach: zu seiner Zeit war Deutschland Deutschland, alles war irgendwie klar, gut aufwärts. Den Rest der Welt konnte man mit Distanz betrachten.

Deutschland ist heute anders, es geht nicht nur aufwärts und es leben viele Menschen hier, die die emotionale Bindung zu anderen, schwierigen Regionen tief umtreibt. Friedrichs hatte das nicht.

Markus Michaelis | Sa., 3. Oktober 2026 - 13:34

Antwort auf von Sunstreet

Klar, wenn ich eine Gruppe von Leuten haben will, die irgendwas zusammen machen (Firma, Partnerschaft, Familie, Gesellschaft, Religion, Nation ...), muss ich auch mal sagen, was (für diese Gruppe) gilt und nicht endlos alles zerreden. An irgendeinem Punkt muss ich auch mal für irgendwas stehen.

Das ist aber nicht mein Punkt. Mit meine Kommentaren will ich keine Gruppe begründen. Solche Entscheidungen für irgendwas sind eben immer Entscheidungen, dann gemeinsame Wege, auf denen man sich zusammen entwickelt. Wogegen ich meist anschreibe sind all die Versuche irgendwas oder irgendwen als grundsätzlich falsch oder richtig zu überführen.

Es ist wohl so, dass sich von der Roten Hilfe bis zur identitären Bewegung und den religiösen oder nationalen, kulturellen migrant. Strömungen die meisten darin einig sind, dass es um ein grundsätzliches Erkennen und Durchsetzen grundsätzlicher Wahrheiten geht. Ist auch ok, aber ich betone mehr, dass es Entscheidungen sind und nicht alles zusammenpasst.

Danke für die Erläuterung,
die mich an die Nachmittage erinnert, an denen ich beruflich an Lehrerkonferenzen teilnehmen musste. Das waren für mich quälende Stunden. Unendliche, mühsame Erläuterungen ohne auf den Punkt zu kommen und oft nicht wirkliche Argumente zum Thema. Ich fand es sehr anstrengend und mir ist eine direkte Ansprache und zielführendes Handeln oder Argumentieren viel lieber.

Markus Michaelis | Fr., 2. Oktober 2026 - 14:59

Hayali macht das, was irgendwie zu erwarten ist. In derselben Situation hätte Friedrichs vielleicht auch nicht viel anders gehandelt. Es gehört zu einem weltoffenen, vielfältigen Deutschland. Mehr als Hayali (die mehr oder weniger das Erwartbare macht, und offener als etwa Reschke oder Theveßen in meiner Wahrnehmung) finde ich die weltoffene, vielfältige Mitte in der Pflicht zu erklären, wie sie sich das ganze gedacht hat, all die Bindungen, Zugehörigkeiten, Emotionen, Gegensätze. Wie war der Umgang damit vorgesehen?

Dr. Oliver Strebel | Fr., 2. Oktober 2026 - 15:06

Schon 14 Tage nach dem Bericht über das Potsdamer "Deportations-Geheimtreffen" Anfang Januar 24 hatte die Correctiv-Chefin im ARD-Presseclub widerufen, dass es bei dem Treffen um Deportationen ging. Dennoch befragte Hayali noch Monate nach dem Treffen AfDler über Deportationen.

Wie kann man so dämlich sein und mit haltlosen Anwürfen die AfD in die Opferrolle zu heben? Wen wundert es noch, dass die AfD-Ergebnisse durch die Decke gehen?

... man kann von einer ZDF-Top-Journalistin erwarten, dass sie den ARD-Presseclub sieht, versteht und in ihre Arbeit mit einbezieht und nicht Monate nach dem Presseclub noch von Deportationen schwafelt. Das ist groteskes journalistisches Versagen.

Thomas Veit | Fr., 2. Oktober 2026 - 16:03

Antwort auf von Thomas Hechinger

Vielleicht ist es aber auch nur ganz trivial...??

"Wie kann man so DÄMLICH sein und mit haltlosen Anwürfen die AfD in die Opferrolle zu heben?"

Linke Ideologie vernebelt u.U. auch die Synapsen..., kann ich aus meiner DDR-Lebenserfahung mehrfach belegen..., auch aus der eigenen Familie, leider...

ideologische... (😉) sind nicht immer hilfreich..., auf keinen Fall beim Ausüben des 'Journalismus'..., wenn man das überhaupt noch so bezeichnen kann/sollte, was 'die da beim ÖRR' mittlerweile so regelmäßig 'abliefern'... ... - aus ihrer gepflegten Bubble.

zu gravierenden Fehlern führt, jedenfalls meiner Berufserfahrung nach. Daher war bei mir immer ausgeschlafen sein, höchste Pflicht. Aber dass die ÖRR-Medien im kollektiven Dauerstress stecken und nicht mehr durchblicken ist eher weniger wahrscheinlich.

Der Grund für den fehlenden Durchblick ist aber eigentlich egal. Deren Leistung is zu häufig offensichtlich unterirdisch.

führt auch zu einer Art Vernebelung. Wer mal unter Tage „vor Ort“ war, kann dies bestätigen. Überall Staub und Dunkelheit. Wer sich also quasi in der Unterwelt der Gesinnungsethik bewegt, dürfte ständig im Nebel stochern.

Thomas Veit | Fr., 2. Oktober 2026 - 15:51

"Fast alle deutschen Journalistenpreise sind heute Gesinnungspreise, die sich ein linksgrünes Medienmilieu gegenseitig verleiht. Das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben." -- hat sich herumgesprochen, sehr geehrter Herr Krischke. Im Grunde nichts wirklich neues... ... [...trotzdem natürlich DANKE! für diesen Artikel!]

Letztendlich - bei genauerer Betrachtung... - ist das alles doch nur das jetzt immer sichtbarer werdende Ergebnis des 'Gangs durch die Institutionen' des linksgrünwoken Milieus, mittlerweile angekommen in den 'oberen Etagen' der gesamten! Gesellschaft... 🤔

>> Unter anderem genau DESHALB! ist auch der AfD-Wahlspruch "Holen wir uns unser Land zurück!" schlicht und ergreifend RICHTIG! (Punkt! 😉)

Klaus Funke | Fr., 2. Oktober 2026 - 16:09

Das politische Pack belobigt seine Anhänger und zeichnet die seinen aus. Wen wundert das? Mich nicht. Wie gesagt, es erinnert mich fatal an die DDR-Zeiten. Auch damals schlugen sich die Partei-Mächtigen gegenseitig auf die Schultern und schoben sich die Preise zu. Ja, wir nähern uns medienseitig in beängstigender Weise den DDR-Verhältnissen. Dies bestärkt mich zu gleich in der Hoffnung, dass eine neue Wende dringend ansteht. Es müssen die Fenster aufgerissen werden, damit der Mief aus alter Bundesrepublik und neuer linker Politik abziehen kann. Jagt sie davon, die neuen Alten und die alten Neuen.

Kim Freigang | Sa., 3. Oktober 2026 - 11:58

Antwort auf von Klaus Funke

Talaren der Muff von tausend Jahren.

Der Spruch erlangt, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen, offenkundig eine neue Aktualität.

S. Kaiser | Fr., 2. Oktober 2026 - 17:20

Lieber Herr Krischke,
wenn Krieg Frieden ist, Sklaverei Freiheit und Unwissenheit Stärke, dann ist Dunja Hayali eine gute Journalistin.
Oder?

Achim Koester | Fr., 2. Oktober 2026 - 18:17

mit denen die untergegangene Sowjetunion ihre um den Kommunismus verdienten (?) Genossen ausgezeichnet hat, dann eine Parallele zu den heutigen Auszeichnungen (Hayali, Merkel usw.) ziehen, und man weiß sofort, was die Blechdinger wirklich wert sind. Ich respektiere lediglich den britischen Hosenbandorden, und zwar wegen der Aufschrift: "Hony soit qui mal y pense" (Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.)

Jens Böhme | Fr., 2. Oktober 2026 - 20:55

Herr Krischke, Sie nähern sich in Sprache der DDR-Bevölkerung bis Spätsommer 1989 an, wenn über offizielle Anlässe berichtet oder informiert wurde.

Dieter Schäfer | Fr., 2. Oktober 2026 - 21:38

Es wird Zeit, dem ÖRR die Zwangsgebühren zu streichen, dann hört dieser ganze teilweise schon gemeingefährliche Unsinn von ganz alleine auf.

IH | Fr., 2. Oktober 2026 - 23:18

Mir reichen schon die Auszüge der Preisjury-Rede. Dieser Pathos. Unglaublich. Das ist Satire in Reinform. Wieso nur sehen das nicht ALLE Erwachsenen? Politik, sogenannte Leitmedien, ÖRR haben sich ihrer linksgrünen Blase verschworen, und dienen ihrer Agenda. Das alles ist so erschütternd wie abstoßend!

Urban Will | Sa., 3. Oktober 2026 - 09:59

weil er es nie für möglich gehalten hätte, dass all seine in 1984 erdachten Visionen von der Realität in Deutschland noch übertroffen würden und der andere, weil Deutschland in diesen Zeiten sogar die Satire schlägt.

Ich werde mal – Bezug nehmend auf die Tatsache, dass ich Bürger Deutschlands bin – einen Brief nach Oslo schreiben und anregen, Putin den Friedensnobelpreis zu verleihen. Vielleicht zusammen mit Trump.
Es käme vom Niveau her dem gleich, was in diesem Irrenhaus Deutschland so allgemein abgeht und da ja Deutschland in Sachen Klima, Haltung und überhaupt sich wieder als Oberlehrer des Planeten sieht, wäre das doch passend.

Hajo Friedrichs rotiert gerade durch den Erdkern. Möge er irgendwann, wenn in diesem Lande mal wieder die Vernunft einkehrt, auch beim Journalismus (vielleicht an dem Tag, an dem die Zwangsgebühr wegfällt und sie wieder ordentlich arbeiten müssen), seine Ruhe finden.

Gerhard Weißenberger | Sa., 3. Oktober 2026 - 10:53

Lügen sind hässlich, auch wenn sie zu Ehren führen.
Erfreulicherweise ist Dunja Hayali eine Schönheit.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 3. Oktober 2026 - 11:49

Die Verleihung dieses Preises an diese Frau kommt einer Leichenschändung gleich. Widerlich, einfach nur widerlich und heuchlerisch.

Stefan Teschner | Sa., 3. Oktober 2026 - 15:36

Auch diese als "Preisverleihung" verbrämte Selbstbeweihräucherung folgt m. E. einem bekannten Muster: Ein "linkes" Medienmilieu "missbraucht" eine einstmals renommierte Ehrung, um in trotziger Solidarität einer vollkommen zurecht heftig kritisierten Gesinnungsgenossin "beizustehen".
Nichts anderes als diese, wie ich finde, kindisch-"bockige" Motivation lässt sich auch aus der Begründung der Jury herauslesen.

Dass ausgerechnet jemand wie Frau Hayali, deren raunende Kommentare noch kein Ausweis für journalistische Tätigkeit sind, dennoch diesen Preis erhält, degradiert vor allem jene Preisträger, die diese Ehrung tatsächlich - und verdientermaßen - für besondere journalistische Leistungen erhalten haben.