WM

St.-Pauli-Clubchef startet Scheindebatte - Ein WM-Boykott wird nicht kommen – und das ist auch gut so

St.-Pauli-Clubchef Oke Göttlich hat eine Scheindebatte ausgelöst über einen möglichen WM-Boykott, der niemals kommen wird. Das weiß er als DFB-Vize selbst. Doch der FC St. Pauli ist eben ein linkes Lifestyleprodukt, bei dem Moralisierung zum Marketingkonzept gehört.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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„Die Geschichte wiederholt sich, das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce“, notierte einmal Karl Marx. Dieser Satz kam mir dieser Tage in den Sinn, als DFB-Vizepräsident Oke Göttlich forderte, mindestens eine Diskussion über einen möglichen Boykott der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft zu führen. „Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden. Und für mich ist dieser Zeitpunkt definitiv gekommen“, sagte Göttlich im Interview mit der Hamburger Morgenpost.

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Peter William | Sa., 31. Januar 2026 - 17:14

die Linken so langsam kapieren, dass sie auf allen Feldern komplett versagt haben und jetzt Aufmerksamkeit mit dem größten Unsinn generieren müssen.

Heute erst gelesen, laut einer Allianz Studie ist die Jugend zweigeteilt. Der konservative Teil wünscht sich zurück in die Zeit der heteronormativen Beziehung und der Marginalisierung von Minderheiten. Also in die Realität von Mann und Frau und die Herrschaft der Mehrheit, nicht, so denke ich zumindest, mittels Unterdrückung der Minderheit, sondern durch deren Gleichbehandlung basierend auf die entsprechenden Zahlenverhältnisse.

Nach wie vor konnte mir niemand erklären was Minderheitenrechte sind und wozu diese gut sein sollen! Ich warte geduldig auf eine Antwort die Sinn ergibt.

Thomas Veit | So., 1. Februar 2026 - 01:10

Antwort auf von Peter William

besonderen Rechte von besonderen Minderheiten..., z.B. derjenigen die such mal ihr Geschlecht wechseln möchten..., und ggf. bei Nichtgefallen auch wieder zurück... - das ist Freiheit!

Und wozu sie gut sind ist doch auch klar: damit die Legislative Arbeit und eine Existenzberechtigung hat..., zumindest jener Teil der wo nix anderes gelernt hat oder kann.

>> 'Win-Win' also - ganz klar! 👍

PS: das funktioniert natürlich nur in Systemen in denen Minderheiten sowieso schon geschützt und das Gleichbehandlungsprinzip wie z.B. bei uns im GG gilt..., denn wenn nicht sind es eh Diktaturen von z.B. Minderheiten, so wie im Irak zu Saddams Zeiten..., da machen Minderheitenrechte natürlich keinen wirklichen Sinn... ..., unter Diktaturen 🤔 [...außerdem will doch kein(e) Grüner:innen wirklich in den Irak..., und für Minderheitenrechte kämpfen... ... - zu schlechtes Internetz!]

Sunstreet | Sa., 31. Januar 2026 - 20:10

St Pauli das scheinheilige, unehrliche, „queere“, linke Medien- und Lifestyle-Produkt im deutschen Fussball mit einem Umsatz von mehr als 100 Mio. hat leider nichts mehr mit dem Kultverein von früher zu tun. Er ist wie alle anderen Vereine ein Betrieb im Geschäftsfeld Fussball und der angebliche spezielle „Kult“ ein cleveres Marketing- und Medienkonzept, wie die Zahlen des Merchandisings und der Vermarktung beweisen.

C. Schnörr | Sa., 31. Januar 2026 - 20:10

… dass die fussballinteressierten St. Pauli Fans diesem Club die Stange halten, ohne diesem göttlich-woken, aufgeplusterten Dummkopf in der Fan-Kurve die Meinung zu geigen.
Fans anderer Clubs zeigten da mit Blick auf den woken DFG mehr Haltung.

Jens Böhme | Sa., 31. Januar 2026 - 20:18

Auf den WM-Boykott-Brainstorming hat die "ZDF-Heute-Show" am 30.01.2026 bereits reagiert:"Der DFB zeigt klare Kante. Das hat die Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften in Schurkenstaaten immer getan. In Russland sind wir aus Protest schon in der Vorrunde rausgeflogen. In Katar sind wir schon wieder aus Protest in der Vorrunde rausgeflogen. Und diese schöne Tradition werden wir auch in den USA fortsetzen. Und wenn wir gegen Curacao rausfliegen, dann ist das halt so. DFB - Verkacken mit Haltung!"

Sunstreet | So., 1. Februar 2026 - 09:42

Antwort auf von Jens Böhme

Dieses typisch deutsche Moralisieren gegenüber anderen Staaten geht mir richtig auf den Keks. Fangt doch endlich mal mit dem Kehren vor der Haustüre hier in D an. Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung, angeblicher Verbraucher- und Datenschutz, Steuer- und Abgabenlast, „unabhängige“ Propagandamedien, und meinungsbildende, manipulierende, unter der Strafbewehrung agierende denunziatorische NGO“s, Faktenchecker und parteinahe „Unternehmen“,„Kriegstüchtigkeit, Abgeordnete nur ihrem Gewissen verpflichtet-Parteiendiktatur und, und und. Es gibt absolut keine Gründe auf andere (Schurken-) Länder mit dem Finger zu zeigen. Vielleicht hilft schon weniger ÖRR-Konsum und der Verzicht auf die Süddeutsche, Zeit und Spiegel. Erweitert den Horizont enorm ;-)

Sabine Lehmann | So., 1. Februar 2026 - 11:57

Göttlich diese Einstellung, ein Name, eine Haltung. Als Alternativ-Protest schlage ich Herrn Göttlich das bewährte „Nancy-Binden-Konzept“ vor:
Mit 11 Ärmchen-Binden laufen dann die 11 deutschen „Tena-Ladys“ auf den grünen Rasen und zeigen der Welt ihre Haltung, wofür auch immer. Kreative Binden-Vorschläge bitte bis zum 01.April direkt an den DFB. Wir schaffen das.