- Wie es leuchtet
Der deutsche Medienkünstler Dieter Jung ist ein Pionier der Holografie. Zu seinem 85. Geburtstag ehrt ihn das Budapester Vasarely-Museum mit einer Werkschau. Sein Werk kreist seit Jahrzehnten um Licht, Wahrnehmung und die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit.
Otto Piene strahlt noch immer. Auch wenn das Lebenslicht der 2014 in Berlin verstorbenen Kunstlegende längst erloschen ist, irgendwo dort draußen ist Piene weiterhin präsent. Gut 346 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt und 200 Kilometer von der Erde.
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Aber ich oute mich als Kunstbanause, zumindest, was den hier vorgestellten Dieter Jung betrifft. Ich kenne ihn nicht, sein Werk nicht, seine Äußerungen nicht. Und ich glaube nicht, dass ich dadurch ein dummer Mensch bin. Ich frage mich, lieber Herr Hanselle, was wollen Sie mit der Vorstellung dieses Künstlers beweisen. Dass wir, die wir ihn nicht kennen, Banausen sind? Dass wir uns deshalb schämen sollten? Was ist die Aussage dieses Künstlers, die man im Gedächtnis behalten sollten? "Was Jung am MIT lernte, war das Spiel mit Widersprüchen. Sie prägen sein Werk noch heute: Nach über 50 Jahren geht es Jung noch immer um das Licht, das erscheint und das doch nicht da ist. Nie ist das Bild auf seinen Holografien mit sich selbst identisch. So gesehen ist auch Asteroid 359.103 nicht einfach nur eine Hommage an einen fernen Freund. Das durch die Zeit reisende Licht des weit entfernten Himmelskörpers ist vielmehr wie ein Kommentar auf Jungs eigenes Werk. Es ist etwas Großes..." Und nun????
