Campact TB
Campact ist ein 2004 gegründeter, heute in Berlin ansässiger Kampagnenverein / Illustration: Karsten Petrat

Die offenen Fragen hinter Campact - Simulierte Demokratie

Die Kampagnen-Organisation Campact gibt sich als meinungsstarke Bürgerbewegung: unabhängig, gemeinnützig, transparent. Hinter der Fassade aber verbirgt sich ein Lobbynetzwerk, das den Wählerwillen verfälscht und Millionen gezielt für politische Kampagnen einsetzt.

Autoreninfo

Cornelia Stolze ist Wissenschafts- journalistin in Hamburg.

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Wer es wagt, die Lobbyorganisation Campact genauer unter die Lupe zu nehmen, muss sich auf einiges gefasst machen. Vor allem, wenn es um die Herkunft der millionenschweren Einnahmen der Organisation geht. Das macht sie auf ihrer Website unmissverständlich deutlich: Immer wieder würden „Demokratiefeind*innen, Rechtsextreme und Hetzer*innen“ Campact angreifen, heißt es dort. „Sie unterstellen uns Wahlmanipulation und Missbrauch von Steuergeldern.“ Das sei Teil einer Taktik. Vor allem „rechte bis rechtsextreme Akteure“ würden immer wieder versuchen, die Kampagnen-­Organisation durch Unwahrheiten in Verruf zu bringen. „Sie wollen unsere Glaubwürdigkeit untergraben und unser Engagement für die Demokratie schwächen.“ Doch das lasse man sich nicht bieten. „Sowohl Influencer*innen als auch Politiker*innen und Journalist*innen wurden in der Vergangenheit für die Verbreitung von Falschaussagen gerichtlich abgemahnt“, teilt Campact mit und listet zur Warnung eine lange Reihe von Fällen auf. 

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Maria Arenz | Di., 31. März 2026 - 20:16

lebt von Voraussetzungen, die sie nicht selbst herstellen kann. Hat ein kluger alter weißer Mann (Böckenförde) gesagt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist ein Wahlvolk, das aus ausreichend vielen Bürgern besteht, die den Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Stammt von einem anderen alten weißen Mann. Man kommt in's Gruseln, wenn man sich anschaut, was dabei herauskommt, wenn solche Menschen unter Generalverdacht gestellt und in Acht und Bann getan werden, weil allenthalben immer stärker ihr glattes Gegenteil zum Zug kommt. und das erringt, was man als "kulturelle" Hegemonie bezeichnet.

Walter Buehler | Mi., 1. April 2026 - 11:09

Antwort auf von Maria Arenz

... die Demokratie selbst.

Der promovierte Politik-"Wissenschaftler" Felix Kolb hat offenbar schon früh begriffen, wie man auf bequeme Weise mit Politik privat Geld und politischen Einfluss erreichen kann, ohne selbst in demokratischen Strukturen politisch aktiv und sichtbar werden zu müssen.

Ähnlich wie die Umwelthilfe ist der Verein Campact in erster Linie ein Subventions-Inkasso-Unternehmen, das von seinen Agenten in den linken politischen Parteien mit Steuermitteln alimentiert wird.

So wird der grün-linke politische Kampf gegen andersdenkende Individuen und Gruppen in raffinierter Weise großenteils von den Bekämpften selbst finanziert.

Wie jeder größere Steuerbetrüger dieser Welt hat sich offenbar auch Campact in ein dichtes Gestrüpp von Schein- und Briefkastenfirmen und Stiftungen zurückgezogen, um die Geldflüsse zu verschleiern.
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Die Demokratie hat viele Feinde, die hartnäckig an ihrer Zerstörung arbeiten. Nur dazu setzen solche Menschen ihren Verstand ein.

IngoFrank | Di., 31. März 2026 - 20:57

wie Linke zum Geld stehen …… und ihr Geld verdienen denn nichts im Leben ist umsonst !
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik

Wolfgang Borchardt | Di., 31. März 2026 - 22:06

diesen gefährlichen Strukturen entgegenzutreten. Ihr Anspruch, allein die Demokratie zu vertreten, soll alle Andersdenkenden zu Demokratiefeinden machen, nur um die eigenen Einkünfte zu sichern. Aber Demokratie ist für alle da. Und Unzählige leben Demokratie, ohne Geld dafür zu bekommen oder zu erwarten.

"Und Unzählige leben Demokratie, ohne Geld dafür zu bekommen oder zu erwarten."
Vor allem der Kanzler Merz und Lars Klingbeil.
Gehen sie mal zur Bank und sagen sie benötigen 100.000 € und nach einem halben Jahr gehen sie erneut zur Sparkasse und wollen nochmals 100.000 € und dann wieder kurz drauf erneut, was glauben sie was der Bankmann ihnen sagt ???
Bei Lars Klingbeil und Merz geht das offenbar mit ganz anderen Summen.
Da fragt man sich doch, was macht eigentlich der Bundesrechnungshof eigentlich ???
Demokratisch soll das alles sein ???

Gisela Hachenberg | Di., 31. März 2026 - 22:34

Warum regt sich CDU Dame von Treuenfels aus Hamburg auf. Weiß sie nicht, dass Campact und „Hate Aid“ von Ihrer CDU Kollegin Prien, Bundesfamilienministerin, über „Demokratie leben“ mit Millionen unterstützt werden? Prien will zwar Mittel für Organistionen kürzen. Aber, wahrscheinlich aus Angst vor linken Gegenwind, können gecancelte Orgas sich wieder bewerben. Wahnsinn, für welchen linken Irrsinn Steuergelder verschwendet werden. Die NGOs sind halt knallhart. Und (leider) schwache Politiker knicken ein. Wer gedacht hat, dass sich mit der CDU etwas ändern würde an der Finanzierung dieser NGOs, wird/wurde leider eines Besseren belehrt.

Stefan | Di., 31. März 2026 - 23:24

"Hinter der Fassade aber verbirgt sich ein Lobbynetzwerk, das den Wählerwillen verfälscht und Millionen gezielt für politische Kampagnen einsetzt."
Mit "Gegen Rechts" und "Regenbogenfahne" lässt sich dieser Tage zum einen das Volk verdummen und zum anderen die Taschen füllen.
Nie war es einfacher Geld 💸💰 zu verdienen, als mit gespielter Empörung.

Karl-Heinz Weiß | Mi., 1. April 2026 - 10:50

"Fast 29 Millionen Euro an Schenkungen und lebzeitigen Zuwendungen" - das ist für eine Kampagnenorganisation ein ordentlicher Betrag. Nur durch eine Namensnennung könnte man feststellen, ob damit rein altruistische Ziele verfolgt werden. Eine diesbezügliche Offenlegung wäre glatt einer Kampagne wert.

Walter Wissenbach | Mi., 1. April 2026 - 11:36

in dem ausgezeichneten Artikel leider.
Dabei ist der Umgang mit dieser von Frau Erika Steinbach geleiteten Institution ein Skandal, der einen eigenen Artikel rechtfertigen würde.

S. Kaiser | Mi., 1. April 2026 - 12:00

Wie formulierte es Seehofer: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“
Wenn von Treuenfels meint, dass direkte Demokratie von Bürgern lebe, und nicht von finanzstarken Lobby­organisationen mit politischer Agenda, dann hat sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Man sollte nie die Bequemlichkeit des deutschen Wählers unterschätzen, den selbst ein paar Regentropfen abhalten, wählen zu gehen.
Und das eigenständige Denken lässt er sich gern und vertrauensvoll von ÖRR und Qualitätsmedien abnehmen.
„Wie frei ist eine demokratische Entscheidung, wenn professionelle Kampagnenorganisationen mit sechsstelligen Summen das Meinungsbild beeinflussen?“
Jeder ist für seine Meinung doch selbst verantwortlich, oder?
Wenn die Mehrheit also zu faul ist, sich eigenverantwortlich zu informieren oder ihren Ar*** nicht hochbekommt, um gegen die Schwarmnaivität abzustimmen, so ist das immer noch Demokratie. Pech für den Rest.