Mönche des Klosters Neuzelle
Ein Holzkreuz im Wald deutet an, dass hier ein geistlicher Ort entstehen soll / Foto: Andreas Pein

Die Mönche von Neuzelle - Ein Kloster im Stasi-Wald

Vor 200 Jahren wurden die Mönche aus Neuzelle vertrieben. Jetzt sind sie wieder da. Doch in die prachtvolle Barockanlage wollen sie nicht mehr einziehen. Sie haben eine neue Idee für eine Gegend, der das Christentum fremd geworden ist.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Es regnet. Der weiche Boden gibt bei jedem Schritt nach. Die langen Kiefernstämme ragen in den Himmel und bieten kaum Schutz vor dem Unwetter. Mitten im Wald versperrt plötzlich ein längliches Metalltor den Weg. Es sieht nicht so aus, als ließe es sich noch öffnen. Pater Kilian dreht den Schlüssel um, vier Mönche in ihrem weiß-schwarzen bodenlangen Habit müssen sich in die Streben hängen, um die rostigen Rollen in Bewegung zu setzen. Die Ordenstracht ist nicht ganz die passende Kleidung für den Ausflug ins Grüne.

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Hans v. Weissensand | Mi., 14. Januar 2026 - 07:49

Das erwartete ich von der Kirche, zu den Menschen hingehen und trotz aller Unterschiede gemeinsam Gott schauen! Danke für den Artikel

A. Brand | Mi., 14. Januar 2026 - 10:42

Die Aussage „liberaler Mainstream“ ist grundfalsch, die Kirchen stehen heute weit links und links ist niemals liberal! Genau da ist auch das Problem, denn Christen wollen konservativ und nicht links.

Das zweite große Problem, weswegen ich ausgetreten bin, ist die Anmaßung der Kirchen sich politisch positionieren zu dürfen und zu müssen! Der Glaube hat mit Politik NICHTS zu tun und die Kirche DARF hier keine Position beziehen, sie MUSS neutral sein, IMMER! Die Kirche hat kein Recht zu definieren welche politische Richtung die richtige/die falsche ist.

Diesen Fehler machen die angeblich konservativen Neuzeller offensichtlich auch, er wird sie hoffentlich viele potentielle Mitglieder kosten.

Die Kirche(n) sollten sich grundsätzlich aus der Politik raushalten!

Jesus hat dies vorgelebt, indem er sich nicht in die politischen
Bewegungen seiner Zeit auf Erden eingemischt hat - weder in die Politik der Römer noch in die Querelen zwischen den unterschiedlichen Gruppen bei den Juden. Ausdrücklich hat er betont: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
Und: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist."

Auf Erden herrschen nun mal Gesetze, die anders sind als diejenigen, welche das Zusammenleben innerhalb einer christlichen Gemeinde auszeichnen sollen.
Dieser Realität muß sich jeder vernünftige und verantwortungsvolle gläubige Mensch (ob als Wähler o. Politiker) stellen. Sonst richtet er nur Unheil an.

Leider haben sich weder die katholische noch die diversen protestantischen Kirchen (in der Mehrheit) nicht daran gehalten, ihren Mitgliedern klar zu vermitteln, daß es ihrem eigenen, christlichen Gewissen überlassen bleibt, wen sie wählen.
Im Gegenteil: Sie mischen sich weiter ein

Thomas Veit | Mi., 14. Januar 2026 - 10:52

Solche 'weichen Themen' aus Politik und Gesellschaft sind allgemein etwas unterrepräsentiert beim Cicero - nach meinem Empfinden.

>> Dank an Herrn Resing!

PS: ... vielleicht ist 'das Abendland' doch noch nicht ganz verloren...? Würde ich mir als 'streng gläubiger Atheist' zumindest wünschen...