- Es geht nicht um Kunstfreiheit, sondern linken Milieuschutz
Der Eingriff von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in die Vorschläge zum Deutschen Buchhandlungspreis ist nicht skandalös, sondern inkonsequent. Er sollte den Preis abschaffen. Buchhändler haben genauso wenig Recht auf Steuergeld wie andere Händler.
Die Affäre um den Deutschen Buchhandlungspreis zeigt, dass in der deutschen Öffentlichkeit und vor allem im Kulturbetrieb etwas völlig verrutscht ist: nämlich der Begriff der Freiheit. Die öffentliche Empörung, die Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit seiner Entscheidung ausgelöst hat, drei von der Jury vorgeschlagene Buchhandlungen wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ (nämlich Linksextremismus) nicht mit Steuergeld zu alimentieren, hängt sich an der vermeintlich verletzten „Kunstfreiheit“ auf. Ein Linken-Politiker namens David Schliesing beispielsweise fordert Weimers Rücktritt, weil er „in die Kunst- und Kulturfreiheit hineindirigiert“. Die betroffenen Buchhandlungen erwägen eine Dienstaufsichtsbeschwerde.
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Als Autor und einer, der naturgemäß einen engen Kontakt zu Buchhandlungen pflegt, oder besser pflegte, denn ich bin aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr so aktiv, weiß ich, dass die linke Hydra ihre Tentakel sehr nach Buchhandlungen ausstreckt, um ihren Einfluss zu vergrößern. Viele Buchhändler, die, wie Sie richtig hervorheben, in erster Linie Händler und keine Buchkünstler sind, erliegen diesem Einfluss, natürlich zunächst in dem Bestreben neue Kundenkreise zu akquirieren. Ich kenne das aus der Dresdner Neustadt, einem stark linksorientierten Milieu, was auch zunehmende Tendenzen in Richtung Anarchismus hat. Buchhändler sind häufig politisch indifferent, weil sie immer zuerst ihren Umsatz im Blick haben. Deshalb sind auch viele Freundschaften zu Autoren in die Brüche gegangen. Auch greifen feministische und avantgardistische Tendenzen immer häufiger in diesem Milieu um sich. Konsequent wäre tatsächlich, den Buchhandelspreis komplett abzuschaffen. Er bringt nichts.
Auf einer schon älteren Plastiktüte meiner ehemaligen Buchhandlungsinhaberin steht in der einer Zigarettenschachtel nachempfundenen Aufmachung die Warnung:
"Lesen gefährdet die Dummheit!"
Was ich als stolze Besitzerin dieser Tüte nicht nur lustig, sondern auch als eine Art Auszeichnung meiner immer äußerst neutral bleibenden Händlerin, die meinen Büchergeschmack mit Sicherheit nicht teilte empfand. Doch wenn ich Dank Ihnen lieber Herr Knauß lese, aus wem sich diese sogenannte, von wem eigentlich berufene? Jury zusammensetzt, hat Minister Weimer wohl keine oder die falsche Lesebrille aufgehabt.Weshalb ich all diesen Preisverleihungen und Oscarnachahmungsveranstaltungen nichts abgewinnen kann, da man noch nicht mal in der Lage zu sein scheint eine ausgewogene, die ganze Gesellschaft abbildende und unpolitische bzw. von Eigeninteressen geleitete Jury auf die Beine zu stellen. Doch so geht es nun einmal zu im XXL-Selbstbedienungsladen - Deckname "Steuersäckel". MfG
Danke dir diesen erhellenden Bericht. Ich bin immer wieder erstaunt, in welche Kanäle unsere Steuergelder verschwinden. Und die unverschämte Chuzpe dieser linken Meschpoke, sich mit hahnebüchenen Fabulierungen unser Geld zu erschleichen lässt mich zutiefst misstrauisch gegenüber unseren Gewählten werden. Händler haben sich ihr Geld zu verdienen, Punkt!
In diesem Artikel ist alles gesagt, was dazu gesagt werden muß.
Buchhändler sind Händler und keine Künstler. Sie müssen sich dem freien Wettbewerb stellen.
Daß ich als Rentnerin mit meinem Steuergeld auch noch solche linksradikalen Haltungsinstitutionen unterstützen muß, ist eine Unverschämtheit.
Sie haben absolut Recht, Herr Knauss! Wir leben offenbar in einem Land, in dem man eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen kann, wenn man keinen steuerfinazierten Preis bekommt. Das muss man sich auf der Zunge vergehen lassen. Deshalb ist die Abschaffung des Preises nicht genug: Das Amt des Kulturstaatsministers muss weg! Vollkommen wurscht, ob Wolfram Weimer, Claudia Roth oder irgendwann Elsässer oder Kubicheck in diesem Amt in die Sessel furzen und viel zu viel Steuergeld verteilen und einstreichen. Kunst und erst recht Kunsthandel brauchen kein Staatsgeld. Jimi Hendrix hat auch keins bekommen. Entweder man ist guter Künstler und schafft es alleine oder sucht sich Geldgeber, oder es gilt die Devise: "So you want to be a painter? PAINT. MY. HOUSE!
der neue Staat schnüffelt halt (unkoordiniert?) reflexartig tatsächlich in alle Richtungen... - das hätte Erich M. genauso gemacht, bzw. hat er es gemacht, auch im Kulturbetrieb natürlich (siehe Film: Das Leben der Anderen)
>> DAS ist konsequent! Ganz eindeutig...
fließende Geld ist da völlig fehl am Platze, mMn, bzw. nur ein untergeordneter Aspekt...
Das ist ja wohl selbstverständlich, dass der Buchhandel kein Steuergeld erhält, verknüpft mit kruden 'Pseudo-Auszeichnungen'. Und zwar nur dafür, dass so ein Laden existiert und mit Büchern handelt. Was soll das? Ich bin davon ausgegangen, dass mit dem Abschied von Roth auch dieser Unsinn weg ist. Als letztes Mal in unserer Stadt eine Buchhandlung 'ausgezeichnet' wurde und Roth persönlich dort rumhing, hatte ich mein letztes Buch dort gekauft. Habe ich der Buchhändlerin genauso kundgetan. Sie war doch so stolz auf den Besuch von Roth. Erhält Susanne Dagen eigentlich auch Steuergeld? Sie wäre die einzige, die es verdient hätte. Vor allem, nachdem links-grüne Helferlein ihr den Laden abgefackelt hatten.
Ein wirklich verstörendes Bild - finde ich...
Sind 'wir' das wirklich...? Oder wurden wir bereits transformiert...? - Eine ernst gemeinte Fragestellung, angesichts der vielen verstörenden Bilder dieser Kategorie seit einiger Zeit... ..., z.B. "Nathanael Liminski beim Iftar in der Staatskanzlei Düsseldorf", Cicero "Pausenbrot-Affäre in Kleve" vom 11. März 2026 ... ... 🤔
...und viele weitere...
Geld der Steuerzahler für sich beanspruchen und das mit „Schutz „unserer“ Demokratie" begründen, und nun herum heulen, weil die nun nicht geförderten linksgrünen, Deutschland hassenden Buchhändler-Aktivisten(an einer der Buchhandlungen prangert der Spruch „Deutschland verrecke“) kein Steuergeld mehr in den Hintern gepumpt bekommen, entspricht in etwa der Selbstverständlichkeit, mit der sie alles nicht-Linke niederschreien und canceln.
Wie heißt es im ebenfalls gerade erschienen, hervorragenden Interview mit Bonelli? „Wir leben in einer Zeit kollektiver Denkstörung“. Einen besseren Beweis könnte man kaum finden.
Ich stimme Ihnen zu, Herr Knauß, dieser Preis kann (und muss) weg. Es wäre ein weiterer Schritt hin zur Vernunft und ein weiterer in Richtung längst überfälliger geistig-moralisch-kultureller Wende. Ein Annehmen des längst von links geführten Kulturkampfes, der aber gefochten werden muss, sonst fliegt uns dieses Land irgendwann um die Ohren.
Hierfür fehlt der Union aber der Mut
ausgefochten werden, um eine dringend notwendige geistig-moralisch-kulturelle Wende einzuleiten. Eine Rückbesinnung auf das was unsere Nation moralisch, ideell und kulturell ausmacht... - und das ist vieles, teils auch schlechtes (12J), aber es ist auf jeden Fall nicht linksgrünwoke Multikulti-Kulurpolitik oder der Ramadan...
Für einen erfolgreichen Kulturkampf unter den aktuellen demokratischen Bedingungen von "unserer Demokratie" fehlt rechts/national/konservativ allerdings eine effiziente Struktur und eine führende politische Kraft die sich frei im demokratischen System entfalten kann... ... 🤔☹
Das fängt schon damit an, wer SCHNELL UND EFFIZIENT eine 'Demo gegen irgendwas!" initiieren kann... ?? Linksgrünwoke kann das... ...
Oder wer welche Vorfeldunterstützung aktivieren kann/könnte... ..., dazu gehören u.a. auch die ÖRR's >> Ja-ja, soetwas brauch man im realen Kulturkampf... - sonst verliert man ihn... ... 🤔
Brandmauer einreißen und mit einer neuen Regierung den NGO's, linken Buchhändlern, all den linksgrünwoken Instanzen, die seit Jahrzehnten auf Steuerkosten gepimpert werden und deren Aufgabe nichts anderes ist, als diesen Kulturkampf – auch gegen die Union (!) also ihren eigenen Geldgeber, der zu dumm und feige ist, dies zu kapieren – zu führen, den Geldhahn zudrehen würde. Sofort und komplett.
Eine Weidel würde und wird dies sofort tun, inklusive der Abschaffung der ÖRR-Zwangsgebührt (hier gäbe es wohl zunächst juristische Hürden zu überwinden, aber wo ein Wille ist, findet sich ein Weg). Hinzu müsste eine konsequente, knallhart durchgezogene Strafverfolgen aller Antifa-Schläger und deren Konsorten kommen.
Ich bin mir sicher, den Linksgrünwoken würde bald die Lust vergehen.
Es braucht halt Mut, Standhaftigkeit und v.a. Durchhaltevermögen, dies zu tun. Die Merz-Union hat hiervon absolut nichts. Daher muss da erst mal jemand aufwachen und aufräumen.
Auch bei den Wählern.
ausser Ihrem letzten (Nach-) Satz: "Auch bei den Wählern." - den kann ich leider nicht so richtig einordnen, wie er wohl gemeint ist... ...!?? 🤔
zu streichen, ließ ihn aber doch stehen. Die Crux der 1000 Zeichen. Da fehlt halt dann der Platz, es genauer zu umschreiben.
Letztendlich geht es mir nur um das „Aufwachen“ der Wähler, nicht das „Aufräumen“. Der Wähler ist der Souverän in einer Demokratie. Da steht es niemandem zu, „aufzuräumen“.
Aber der Wunsch, dass endlich mehr von ihnen „aufwachen“, steht wiederum jedem zu.
Wer das möchte, was derzeit im Lande abgeht, ist hiermit (mit dem Aufwachen) nicht gemeint. Jeder möge weiterhin Linksgrünwoke wählen und fordern, deren Bodentruppen, also alle linksgrünwoken „NGOs“ (das „N“ ist natürlich blanker Hohn, diese Truppen sind nichts anderes als Hörige der Regierung) mit Geld zuzusch...n, aber ich bin der festen Überzeugung, dass viele, die Union wählen, einfach nicht verstehen (wollen), dass diese Partei meilenweit weg von dem ist, was sie glauben. Und dass sie mit der Wahl dieser Partei das genaue Gegenteil von dem wählen, was sie wollen.
Ein Aufwachen könnte wirklich helfen.
Danke für die Ergänzung..., bin voll bei Ihnen.
Ein schönes Wochenende...
Stringent argumentiert, Herr Knauß, denn wie kommt der Staat überhaupt dazu mit Steuerzahlergeld HÄNDLER zu prämieren?
Wer hat sich diesen Preis im Ursprung ausgedacht, wer hat ihn bewilligt und seit wann gibt es ihn?
Hier zeigt sich, wie sehr der linke Filz sich in staatlichen Organisationen breit gemacht hat, und sich gegenseitig Gelder zuschachert.
Und darüber hinaus - das Geschrei von wegen Einschränkung der KunstFREIHEIT hat damit aber auch so gar nichts zu tun. Keiner verbietet einem den größten linken Schwachsinn in Worte zu fassen und zu verbreiten, er hat schlicht nur keinen Anspruch darauf dafür von der Allgemeinheit finanziert zu werden.
Das Milieu, das jetzt Zeter und Mordio schreit, ist das gleiche, das Menschen die eigenständige wirtschaftliche Grundlage durch Boykottaufrufe, Auftrittsverbote und Anschwärzen beim Arbeitgeber entziehen will, die von ihrer MeinungsFREIHEIT Gebrauch machen.
Das zu erkennen hat nicht mal was mit der eigenen politischen Ausrichtung zu tun.
Dieser sog. Preis (wofür eigentlich genau?) zeigt exemplarisch, wie die vereinte Linke sich den Staat, resp. das Geld der Steuerzahler, zur Beute gemacht haben.
Viel schlimmer, weil unendlich viel teurer, sind die Luxussanierungen Stadttheater, die in der Regel zu Indoktrinationsinstituten auf niedrigem künstlerischen Niveau mutiert sind. Man hält es in der Szene für selbstverständlich, dass bankrotte Kommunen dreistellige Millionenbeträge in die Hand nehmen, um vor allem Schauspielern und ihrem Tross einen schönen Arbeitsplatz zu bieten. Die Politik macht willfährig mit.
Wie völlig abgehoben dieses Milieu ist, zeigt sich gerade am Thalia Theater, wo es ernst gemeinte Forderungen nach
einem Reinigungsritus gibt, weil bei der Inszenierung Prozess gegen Deutschland in den Sesseln und auf der Bühne Rechte, Rassisten und Sexisten gesessen hätten. Das ist paranoid und zeigt in welch geistigem Zustand man in diesen Kreisen ist.
Die gesamte Kulturförderung in der jetzigen Form kann weg.
