Deutsche Muslime - Eine Selbstbezeichnung, die provoziert

Wer sich selbst als „deutscher Muslim“ bezeichnet wird von ganz unterschiedlichen Seiten angefeindet. Eren Güvercin über deutsch-identitäre Kreise, ultrakonservative Deutschtürken und muslimischen Widerstand

Zwei junge Muslime hören am 03.10.2017 in Hamburg in der Centrum Moschee einem Vortrag zu.
Als Muslim hat man keinen großen Einfluss darauf, welches Label man verpasst bekommt / picture alliance

Autoreninfo

Eren Güvercin, geboren 1980 als Sohn türkischer Eltern in Köln, arbeitet als freier Journalist für verschiedene Hörfunksender und Zeitungen. Er ist Mitinitiator der „Alternativen Islamkonferenz“. 2012 erschien von ihm das Buch „Neo-Moslems“ bei Herder.

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Als Muslim hat man in der öffentlichen Debatte keinen großen Einfluss darauf, mit welchem Label man versehen wird. Je nachdem, wie man sich zu einem Thema äußert, kann es ganz schnell passieren, dass man sich in einer Schublade wiederfindet, die einem nicht gerecht wird. Die Auswahl ist groß. Wir haben den „liberalen“, „humanistischen“ und „toleranten“ Muslim, oder den „konservativen“, „traditionellen“ oder „islamistischen“. Man ist schnell dabei, jemanden zu markieren. Nach Definitionen und Inhalten wird selten gefragt.

In der letzten Zeit ist ein weiteres Phänomen zu beobachten: Wenn man sich als ein in Deutschland geborener, aufgewachsener und verorteter Muslim ganz selbstverständlich als „deutscher Muslim“ bezeichnet, wird das von eigentlich ganz unterschiedlichen Kreisen als Provokation wahrgenommen.

Identitäre gibt es auf beiden Seiten

Da sind zum einen die deutschen Identitären, die bei der Bezeichnung regelrecht kollabieren und die deutsche Kultur bedroht sehen. Es hat etwas Amüsantes, die Anhänger dieser Gesinnung lediglich mit der Selbstbezeichnung des deutschen Muslim in Rage zu bringen, ihr Koordinatensystem zu erschüttern. Für sie ist Islam per se etwas Fremdes und eine Gefahr. Sie brauchen ein Feindbild, um sich definieren zu können. Sie sind kaum in der Lage zu formulieren, wofür sie eigentlich stehen, aber sie wissen, wogegen sie sind: gegen Islam, gegen Muslime. Sie reden von einem christlichen Abendland als Konstrukt, aber ohne Inhalt. 

Doch jenseits dem Denken deutscher identitärer Kreise, die unter dem Deckmantel der Islamkritik eine Dämonisierung betreiben, gibt es auch eine andere Seite, die einer identitären und völkischen Gesinnung anhängt. Die Rede ist von Identitären unter den Deutschtürken, die ebenso wie ihre Gesinnungsgenossen aus dem Pegida- und AfD-Umfeld Schnappatmung bekommen, wenn sie Muslimen begegnen, die sich deutsche Muslime nennen.

Gemeinsame Definition über den äußeren Feind

Insbesondere die jüngsten aufgeheizten Diskussionen über die Türkei haben bei nicht wenigen jungen Deutschtürken zu einer Entfremdung von der deutschen Gesellschaft geführt und sie empfänglich gemacht für die Parolen nationalistischer und identitärer Kreise. Auch sie sprechen von „Lügenpresse“ und Manipulation, um emotional jene jungen Deutschtürken zu beeinflussen, die die Medienberichterstattung und die Haltung der deutschen Politiker zur Türkei als zu einseitig wahrnehmen. Insbesondere in den sozialen Medien, aber auch im türkischen Fernsehen wird die Saat des Ressentiments gesät. Die jungen Menschen sollen das Gefühl bekommen, man werde nie als türkeistämmiger Muslim in Deutschland akzeptiert werden.

Wir erleben so das Wiedererstarken einer nationalistisch-völkischen Gesinnung, die sich nur über den äußeren Feind definiert. Ein äußerer Feind, der permanent überhöht werden muss, der permanent am Leben erhalten wird. Türkische Fernsehserien und -sendungen erinnern immer wieder daran, dass es kein Zufall sei, dass die westlichen „Kreuzfahrernationen“ die Türkei im Visier haben. Denn die Türken seien das auserwählte Volk. Es werde die Muslime befreien.

Die Identitären beider Seiten zeigen auf die jeweils andere Seite, um die eigene Haltung, das eigene Schwarz-Weiß-Denken zu rechtfertigen. Hier der Verweis auf die „schleichende Islamisierung“, dort der tief liegende Hass der „Kreuzfahrernationen“ gegen „den Islam“. Im Grunde genommen aber brauchen beide Seiten sich und sind sich ähnlicher, als sie denken. Das zeigt sich eben in ihrer verstörten Reaktion auf deutsche Muslime. Für Identitäre auf beiden Seiten ist Islam gleichzusetzen mit Kultur. Für sie ist es unmöglich, Deutscher und Muslim zu sein. Doch kann man etwa im Fastenmonat Ramadan deutsch oder türkisch fasten? 

Die wahren Muslime?

Islam ist ein Filter für Kulturen und kompatibel mit jeder Kultur. Manche muslimische Identitäre haben die Zugehörigkeit zu einer Kultur oder einem Volk derart überhöht, dass sie einen quasi-religiösen Rang bekommen hat. Es handelt sich hierbei um eine perverse Instrumentalisierung und Politisierung des Glaubens, die keine Grundlage in der Theologie hat und nur dem Zweck dient, die Menschen aus politischem Kalkül heraus in eine gewünschte Richtung zu lenken.

Gerade in den aktuellen deutsch-türkischen Spannungen werden jene Muslime, die sich als deutsche Muslime bezeichnen, schnell als solche angesehen, die ihre Religion und ihr Volk verraten und den wahren Weg verlassen haben. Diese Vorstellung stammt vor allem aus Legenden und Mythen, die sich Identitäre zusammenschustern. Mit der islamischen Lehre und Tradition hat es nicht viel zu tun. Muslime waren immer flexibel, wenn es um kulturelle Anpassung ging. Ansonsten hätte der Islam von Andalusien über Nordafrika bis tief nach Asien nicht diese unterschiedlichen Ausprägungen angenommen, die wiederum neue Kulturen hervorbrachten. Islamische Vielfalt verträgt sich nicht mit einem starren und homogenen Kulturverständnis. 

Widerstand ist geboten

Die geistigen Grenzmauern in den Köpfen der Identitären beider Seiten sind moderne Götzen, die man insbesondere als Muslim zum Erschüttern bringen muss. Nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung: Als deutscher Muslim, weil man mit beiden Beinen hier im Leben steht, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Weil man ohne Wenn und Aber und ohne faule Kompromissen seinen Glauben hier mit Leben füllt. Weil man die über 1400-jährige islamische Tradition reflektiert und weiterdenkt, um sich den Herausforderungen dieser Gesellschaft und dieser Zeit zu stellen. Weil man jenseits der Opferhaltung etwas Positives stiften will. Weil man sowohl von der islamischen Tradition schöpft als auch von der deutschen Kultur mit Goethe, Schiller und vielem mehr. Es ist ein gutes Zeichen, wenn die Richtigen sich davon gestört fühlen. 

Tomas Poth | Mi, 25. Oktober 2017 - 11:22

Es wäre interessant zu hören was Herr Güvercin über die Kairoer Erklärung der OIC zu den Menschenrechten denkt. Ich zitiere z.B. aus Artikel 2 d) - Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird garantiert. Jeder Staat ist verpflichtet, dieses Recht zu schützen, und es ist verboten, dieses Recht zu verletzen, außer wenn ein von der Scharia vorgeschriebener Grund vorliegt.- Wie ist das mit unserer Kultur in Deutschland kompatibel?

Ich zweifle diese kühne Aussage des Herrn Güvercin genauso an wie Sie, Herr Poth. Ist die Scharia, von deren Richtigkeit und Ausübung viele in nicht islamischen Ländern lebende Muslime überzeugt sind, mit den dort herrschenden westlichen Gesetzen kompatibel? Sind Beschneidungen von Jungen und kleinen Mädchen - einfach grauenhaft - mit der westlichen Vorstellung der körperlichen Unversehrheit vereinbar? Und wie steht es mit der Gleichberechtigung der Frauen im Islam? Und und und .... Der Platz hier reicht leider nicht, alle Fragen zu stellen und zu beantworte, die das Christentum mit dem daraus entwickelten Menschenbild wesentlich von dem des Islam unterscheidet. Inzwischen gibt es viele aus dem Islam kommende Kritiker, die entweder mit einer Fatwa belegt sind oder Todesdrohungen durch islamische Fundamentalisten erhalten oder die Idee eines modernen europäischen Islam (Bassam Tibi) aufgegeben haben. Kompatibel mit jeder Kultur? Ja, wenn sie sich vom Islam unterdrücken läßt!!!

Der Koran mit seinem totalen Anspruch, seiner totalen Vereinnahmung des einzelnen Menschen steht im vollen Widerspruch zu unserer Kultur. Frau Philipp, lesen Sie mal die Kairoer Erklärung. Dann versteht man auch das Spannungsverhältnis dem wir und natürlich auch die hier lebenden Muslime ausgesetzt sind. Je mehr Muslime wir in unser Land einladen desto mehr verstärkt sich diese Spannung und gleichzeitig holen wir uns auch deren Konflikte untereinander (Schiiten vs. Sunniten, Clan-Strukturen etc.) nach Deutschland. Wo soll das hinführen?

danke für den Tip, die Kairoer Erklärung zu lesen. Das werde ich schnellstens nachholen. Ihre Frage, wo das alles hinführen soll, wird wohl kaum jemand richtig beantworten können. Ich für meinen Teil befürchte, daß es hier in Europa, insbesondere in Deutschland und Frankreich zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen (darf man das überhaupt noch sagen oder ist das Wort "Einheimische" schon ausgrenzend?) und Moslems (auch untereinander: Schiiten ./. Sunniten) kommen wird. Ich frage mich schon lange, warum die Brüsseler und die Staatschefs Europas zugesehen haben, wie Lampedusa schon vor vielen Jahren mit Flüchtlingen überschwemmt wurde, ohne über wirksame Eindämmungen nachzudenken. Es ist ein Versagen auf der ganzen Linie, was die meisten Europäer werden ausbaden müssen. Leider nicht die, die dafür verantwortlich sind, weil die, wenn's knallt, aus der Schußlinie sind.

Ralph Lewenhardt | Mi, 25. Oktober 2017 - 11:44

Sie machen es sich zu einfach. Ihre Kategorisierung in Identitäre und Normale beider Seiten ist ein ideologischer, abstrakter Konstrukt. Er ignoriert die freie Entscheidung von Staatsbürgern, eine gesellschaftliche Entwicklung, die es in dem Maße bisher nicht gab, so wie sie sich derzeit konkret abspielt, zu wollen oder so nicht zu wollen. Religionsfreiheit ist unbestritten. Gesellschaftsentwicklung aber ist eine temporäre, sensible politische Aufgabe, die über die Geschlossenheit entscheidet. Dies dogmatisch und scheinmoralisch zu überblenden und grundsätzlich zu stigmatisieren, dürfte auch weiterhin das Gegenteil bewirken. Übrigens grundgesetzlicher Souverän und Bestimmer dieses Landes sind gem. Artikel 20 (2) die wahlberechtigten deutschen Staatsbürger, somit auch die bereits fast 4 Millionen mit Migrationshintergrund.

... die sich in ihrem Land derart frei äußern und offen Forderungen stellen dürfen wie dieser "deutsche Muslim" in Deutschland, wo es eine überwältigende Mehrheit von Christen bzw. Konfessionslosen gibt?
Wohl kaum.

Sobald die wichtigsten Länder (Saudi-Arabien, Iran, Türkei usw.), in denen der orthodoxe (unaufgeklärte) Islam große Teile der Politik und des Alltags bestimmt,
C h r i s t e n als vollwertige Mitbürger anerkennen, bin ich bereit, den Islam als unproblematische Religionsgemeinschaft in Deutschland zu bezeichnen.
Erst dann darf die im GG garantierte Religionsfreiheit uneingeschränkt für den Islam gelten.
Eins bedingt das andere.
Vorleistungen bringen nichts.

Markus Michaelis | Mi, 25. Oktober 2017 - 11:54

Herr Güvercin, ich finde auch Sie denken hier noch zu eng und identitär. Jeder bekommt ohne eigenen Einfluss Label verpasst und alle Label und Gruppen sind selbstverständlich weitgehend Konstrukte (was sonst?). Sie erzählen Ihre Geschichte zu sehr aus dem Blickwinkel die "richtige Sicht" zu haben (und beschränken sich doch ganz auf Islam+Deutschland, alleine das eine ziemliche Reduktion des Weltbilds - die Welt hat viel mehr zu bieten).

Ich denke andererseits jeder Mensch hat ein sehr reduziertes Weltbild, das Teil seiner Identität ist. An den Identitäten (weder türkisch, islamisch, deutsch etc.) ist nichts grundfalsch. Jetzt gibt es eben viel Vermischung und auf allen Seiten Identitätsschmerzen. Das gilt aber genauso für Weltoffene und alle möglichen anderen Identitäten. Deswegen sollte man auch andere Identitäten nicht abwerten - die eigene wird sich ja auch nicht durchsetzen, sondern irgendetwas Neues wird entstehen (höchst wahrscheinlich). Vielleicht aber etwas vom Gas gehen.

Robert Schmidt | Mi, 25. Oktober 2017 - 12:26

"Islam ist ein Filter für Kulturen und kompatibel mit jeder Kultur."
- eine kühne Behauptung - man lese nur die Intergrationsberichte für Deutschland, die Spannungen in China, Libanon, Thailand, Chile, Indien, Myanmar, England, Frankreich - you name it!

Winfried Sautter | Mi, 25. Oktober 2017 - 15:55

In reply to by Robert Schmidt

Der Islam war seit jeher nur "kompatibel" mit anderen Kulturen, wenn er die herrschende war. Und die "Kompatibilität" bestand darin, Andersgläubigen einen Dhimma-Status zuzubilligen. Heute würde man es als Schutzgelderpressung bezeichnen.

Robert Müller | Mi, 25. Oktober 2017 - 12:31

Ich habe den Text mit Interesse gelesen, weil ein Begriff wie "deutscher Muslim" ganz sicher provokant ist. Was ist der Inhalt dieses Begriffs? Also wenn man mehr als nur Abgrenzung will. Der Rückgriff auf die flexible Tradition des Islam ist für mich nachvollziehbar, aber "deutsche Kultur mit Goethe, Schiller und vielem mehr" ist mir zu flach. Die sind heute nicht mehr relevant. Ich selber würde den deutschen Ingenieur als prägend sehen und zwar nicht nur bei Autos. Ich denke, DE ist bei der Technologie vom oberen mittleren Bereich bis ganz nach oben engagiert und das prägt hierzulande sehr vieles. Kulturell sind andere Länder engagierter, z.B. Frankreich. Wo sind da Verbindungen zum Islam? Muslime waren Träger antikem Wissens, dass sie dann an die Europäer weitergaben. Vielleicht gibt es in der einstigen Wissensbejahung einen Anknüpfungspunkt? Ist allerdings schon länger her.

Petra Wilhelmi | Mi, 25. Oktober 2017 - 17:19

In reply to by Robert Müller

Ich widerspreche Ihnen entschieden, dass Goethe, Schiller usw. nicht mehr relevant wären. Sie gehören zu unserer Kultur, ob sich nun jemand dafür interessiert oder nicht. Goethe IST relevant. Unsere Sprache wurde von ihm beeinflusst. Beachten Sie bitte auch, dass er nicht "nur" ein Dichter war. Man muss Goethe nicht immer in den Mund nehmen und darf nicht nur an die Kids denken, die man in Interviews sieht. Es gibt auch Jugendliche, die sehr wohl wissen, dass es Goethe und Schiller gab. Nicht nur die Gegenwart ist für Kultur relevant. Wir sind das, was wir sind, durch eine Kette von kulturellen Leistungen, ob wir das nun selbst wissen, wissen wollen oder auch nicht.

Es gibt viele Leute und Dinge in der deutschen Geschichte ohne die wir nicht da wären wo wir heute sind - im negativen, wie im positiven Sinne. Bsw Luther und der Westfälische Frieden, weil DE sich damals dazu entschied, dass die beiden christlichen Strömungen gleichzeitig existieren können. Nach der NS-Zeit ist dann auch das Judentum in diesen Konsens aufgenommen worden. Ähnlich ist das mit der deutsch-französischen Geschichte, die nach dem 2. Weltkrieg eine entscheidende Wende fand und erst die EU möglich machte. Goethe und Schiller gehören da sicher auch rein, ich denke da an 1848 (nicht das Kommunistische Manifest). Problem ist, dass es Neuankömmlingen in DE wenig nutzt das zu kennen. Jemand aus Syrien hilft es mehr, wenn er erfährt, dass er ohne Bildung hier Null Chancen hat - anders als das in Syrien vielleicht möglich war. Auch das das Sozialsystem nicht mit dem isl. 10% Spendensystem vergl. ist, sondern Hilfe zur Selbsthilfe ist und vor dem Absturz ins Nichts schützen soll.

Robert Müller | Fr, 27. Oktober 2017 - 13:33

In reply to by Robert Müller

Noch einen Hinweis, warum das mit der Bildung ein Ansatz sein könnte. Die Gülen-Bewegung hat hierzulande mit Bildungs-Anstrengungen Zustimmung bei den Deutsch-Türken bekommen. Ich lasse da die in den Hinterzimmern praktizierte Missionierung weg, weil Nachhilfe und eigene Schulen wohl der Köder waren und das zeigt, dass Interesse vorhanden ist. Warum dieses Interesse nicht in den normalen Schulen befriedigt werden kann, ist mir allerdings ein Rätsel. Möglicherweise ist der hiesige Schulbetrieb nicht autoritär genug? Die Themen sind jedenfalls bei den Gülen-Schulen die selben wie sonst auch.

Nein, genau die Missionierung darf man nicht weglassen. Die Türkdeutschen können in unseren Schulen genaus so gut lernen, wenn sie denn anerkennen wollten, dass es hier Frauen gibt, die Lehrkräfte sind und die man respektieren muss, wenn sie denn lernen wollten, dass "Lernen" mit Anstrengungen verbunden ist, dass "Lernen" bedeutet, Hausaufgaben zu machen, Gedichte zu lernen, in der Schule Deutsch zu sprechen, sich unterzuordnen auch als kleiner Pascha und noch viele andere weitere Punkte. Sie leben HIER und haben HIER und nicht irgendwo in ihren Clans etwas zu lernen.

Petra Wilhelmi | Fr, 27. Oktober 2017 - 15:16

In reply to by Robert Müller

Ihr Zitat: " aber "deutsche Kultur mit Goethe, Schiller und vielem mehr" ist mir zu flach. Die sind heute nicht mehr relevant."
Darum ging es. Mir ist es völlig egal, was den Leuten nützt, die in DE ankommen. Ich will nicht, dass sie einfach so in Deutschland ankommen und einfach reingelassen werden, aber darum ging es ja auch gar nicht. Das ist deren Sache, womit sie sich beschäftigen wollen. Sie werden sich auch nicht mit dem deutschen Ingenieurwesen beschäftigen, weil, wie eine Muslima der TAZ sagte, unsere Kultur eine Dreckskultur wäre. WIR als Deutsche müssen selbst begreifen, was alles zu unserer Kultur gehört. Und genau darum ging es.

Claus Bänsch | Mi, 25. Oktober 2017 - 12:42

sollten immer getrennt werden. Alle Bürger sind zuallererst Staatsbürger und haben sich an die entsprechenden Gesetze zu halten. Welcher Religion sie anhängen, ist in einem säkularen Staat zweitrangig. Wenn sie sich ihrem religiösen Dogmatismus aber stärker verpflichtet fühlen als dem Staat, in dem sie leben, sind sie in meinen Augen keine Staatbürger mehr, auch wenn sie einen entsprechenden Pass haben.
Demzufolge ist die Bezeichnung "deutscher Muslim", mindestens irreführend, da sich das GG und der Koran in einigen Bereichen widersprechen. Man kann nicht Diener zweier Herren sein.

P.S. Das gilt übrigens für alle Religionen

Politikverdruss | Mi, 25. Oktober 2017 - 12:56

Herr Güvercin, Sie behaupten: „Islam ist ein Filter für Kulturen und kompatibel mit jeder Kultur.“

Ich kann diese Behauptung überhaupt nicht nachvollziehen. Dazu habe ich mir mal den Weltverfolgungsindex angeschaut. Bis auf Nord-Korea stehen auf den Plätzen 1-10 nur islamische Länder. Aber auch darüber hinaus bis zum Platz 50 sind sehr viele islamische Länder vertreten.

Ich will keinem friedliebenden Muslim zu nahe treten. Aber auf mich macht das den Eindruck, dass islamisch geprägte Länder keineswegs „mit jeder Kultur kompatibel sind.“

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 25. Oktober 2017 - 12:56

ich bleibe skeptisch.
Die Verbreitung des Islam ist mir allerdings ein großes Rätsel, das Christentum verbreitete sich hauptsächlich durch die europäische Kolonialpolitik bzw. in dessen Zuge.
Das Christentum wird sich m.E. langfristig auf Europa konzentrieren.
Der Islam könnte ebenfalls zurückgehen auf seine ursprünglich zugrundeliegende Kultur, es sei denn, dass die anderen Kulturen nicht so weit entfernt sind von z.B. der Scharia.
Dass der Islam kompatibel sei mit europäischen Werten und Gesellschaften will ich für denselben hoffen, denn eines wird niemals freiwillig sein, dass Europa kompatibel zum Islam wird.
Die europäische Toleranz hat sich - noch unerforscht? - schwer getan mit jeglichem -tum, man beachte z.B. die Aufklärung.
Meine These lautet, weil es sich im Kern um Gesellschaften Freier handelt, nicht um hierarchische, tributpflichtige.
Gesellschaften mit einem hohen Mass an Verständigung haben eher Probleme mit Ausschliesslichkeiten als da wäre "ohne Wenn und Aber"..

Walter Meiering | Mi, 25. Oktober 2017 - 13:13

Ich kann mit dem Begriff 'Deutscher Moslem' nichts anfangen. Ich habe überhaupt ein Problem mit Leuten, die sich nach außen primär über ihre Religion definieren. Liebe religiös Bewegte: es ist mir völlig egal, ob ihr Allah, irgendeinen anderen Gott oder was auch immer anbetet. Verschont mich damit! Religion ist Privatsache, dass sollten auch 'Deutsche Moslems' zur Kenntnis nehmen. Mir reicht es, wenn Ihr Euch als Deutsche fühlt und definiert. Mit dem Islam hat dieses Land bisher nicht gerade die besten Erfahrungen gemacht. Die Gründe hierfür muss ich hier nicht nochmals wiederholen, sie sind hinlänglich bekannt.

Und was den Begriff 'Deutscher Moslem' betrifft: wir hatten hier schon mal Deutsche Christen. Kein Wunder, dass viele deutsche Zeitgenossen hier allergisch reagieren.

Der deutsche Protestantismus hat nach 1933 dem "Führer" zugejubelt und sich gleichgeschaltet. Nach 1945 kam die Selbstkasteiung für alle, die heute noch Staatsdoktrin ist.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 26. Oktober 2017 - 17:42

In reply to by Winfried Sautter

...und heute gibt es die Gutmenschen, die Berufsbetroffenen, die Humitätsdudler, die Asche-auf-das-deutsche Haupt streuende, Die Alles-Versteher, die Alles-Tolerierenden, die Antifa der Postmoderne, die linke Facebook-Generation, die zumeist gar nichts über den Nationalsozialismus wissen aber sich anmaßen alles und jenen, die nicht ihrem Weltbild entsprechen, das Nazi-Etikett anzuhängen.

Christa Wallau | Mi, 25. Oktober 2017 - 13:43

Ja, das ist wohl ein "weites Feld", um es wie der alte Briest am Ende von Fontanes Roman auszudrücken.
Hier schreibt jemand, der sich "deutscher Muslim" nennt. Wenn er das in dem Sinne und mit der Einstellung zu seinem Heimatland meint, wie dies viele "deutsche J u d e n" früher meinten o. heute wieder meinen, dann ist das jemand, den man wohl als integriert ansehen kann.
Allerdings bezweifle ich, daß es davon sehr viele in D gibt. Die jämmerliche Demonstration in Köln, bei der von solcherart Anhängern des Islams der Gegenbeweis angetreten werden sollte, hat mich in meiner Überzeugung leider bestärkt.
Es ist unverantwortlich leichtsinnig, daß in Deutschland im Hinblick auf den Islam immer von einem demokratie-kompatiblen Idealzustand ausgegangen wird, während wir es de facto um die Einwanderung einer aggressiven, traditionellen Form des Islams per Verkündigung in der Mehrheit der Moscheen zu tun haben.
Diese gilt es in Deutschland in die Schranken zu weisen.

Karin Zeitz | Mi, 25. Oktober 2017 - 13:48

steckt dahinter, wenn die türkische Propaganda meint, dass die Türken das auserwählte Volk seien, das bestimmt dazu ist, die Muslime zu befreien. In Deutschland - einem christlich geprägte m Land - gibt es keine religiös motivierte Verfolgung von Muslimen durch Christen oder Atheisten; lediglich die Muslime der unterschiedlichen Glaubensrichtungen verfolgen sich gelegentlich gegenseitig selber. Allerdings muss jeder Muslim, der in Deutschland leben will, die hier geltenden Gesetze einhalten, die hier herrschenden Sitten und Gebräuche achten und darf nicht der Scharia anhängen. Damit tun sich türkische Muslime offensichtlich zunehmend schwerer, seitdem
der Islam in der Türkei immer stärker zur Staatsreligion avanciert. Wer sich in die deutsche Gesellschaft nicht integrieren will kann gerne in die Türkei oder einen Gottesstaat auswandern, der seiner Glaubensausrichtung entspricht.

wolfgang Spremberg | Mi, 25. Oktober 2017 - 13:50

Das der Islam ( den Islam gibt es nicht ?) mit allen anderen Kulturen compatibel ist wird von vielen Mensch nicht so gesehen. Aktuell in Myanmar. Daher gibt es auch viele Menschen die das gar nicht in größerem Stil ausprobieren wollen. Wenn man z.B. meint das der Islam (den es ja nicht gibt.), dort wo er Macht und Einfluss hat, nicht gerade im Sinne der Menschenrechte wirkt, wenn man den Islam eher als Ideologie als, als Religion sieht, ist man ein Islamkritiker und wird deshalb nicht zum Vizepräsidenten des Bundestages gewählt. Wenn man dem Islam (den es ja gar nicht gibt) unkritisch gegenübersteht und meint das der Islam (den es ja gar nicht gibt) zu Deutschland ( gibt es das eigentlich ?) gehört......dann wird man gewählt.
Ich wünsche mir das die Islamexperten, die den wahren, kompatiblen, friedlichen Islam kennen ihn nicht mir / uns, sondern den Islamgelehrten z.B. in Iran und Saudiarabien erklären. Dann wären wir ein gutes Stück weiter.

Peter Wagner | Mi, 25. Oktober 2017 - 13:56

Von uns Deutschen kann nicht erwartet werden, dass wir alle Islamwissenschaften studieren, um die Befindlichkeiten der in D lebenden Muslime zu verstehen!
Fakt ist, dass wir mit Muslimen die größten Probleme (innere Sicherheit) haben. Gemäßigte Muslime, unter ihnen auch Islamwissenschaftler, die sich bemühen den Islam zu reformieren, werden mit dem Tode bedroht! Sie können sich nur noch mit Polizeischutz auf die Straße wagen! Und Weltweit werden Terroranschläge fast immer von Islamisten begangen!
Solange sich an dieser Sachlage nichts ändert, sollte eine weitere Aufnahme von Muslimen verhindert werden, auch im Interesse der in D sich an Recht und Gesetz haltenden, völlig unauffällig lebenden Muslime!
Wir Deutsche sind viel zu lange tolerant gegenüber den Intoleranten gewesen!

Torsten Knecht | Mi, 25. Oktober 2017 - 14:26

... Das klingt wohlwollend aber die Erfahrung lehrt uns etwas anderes.

Deutsche Identitäre sind eine ganz kleine Truppe von Waffenliebhabern und Autarkie-Anhängern. Die haben genaue Vorstellung von "ihrem" Land.

Ich halte den Artikel für eine Nebelkerze ganz im Sinne des politischen Mainstreams: Der rechte Rand u. Extreme werden entweder nicht für voll genommen o. man lässt Diskussionen auf Augenhöhe ins Leere laufen. Totschlagargument Nazikeule.

"Widerstand ist geboten!" ... gegen die Bevormundung des Souverän hinsichtlich der Zuwanderungspolitik seiner Regierung. Schließlich will sich niemand eine neue Identität aufzwingen lassen, die er nicht selber gestaltet hat.

Susanne antalic | Mi, 25. Oktober 2017 - 15:08

Islam compatibel mit allen Kulturen? Islam ist nicht einmal compatibel mit Islam. In fast allen muslimischen Ländern herrschen Unruhen bis Kriege, in keinem ist Demokratie, nicht eimal mehr in der Türkei. Ich kann mich noch gut errinern, vor 30 Jahren, als meine Tochter in Kindergarten ging, wurden moslemische Kinder zu Geburtstagen eingeladen und keine dürfte, bei Nachfragen der Mütter wurde geantwortet, wir wollen euere Kultur nicht, das ist für unsere Kinder nicht zumutbar.

Torsten Knecht | Mi, 25. Oktober 2017 - 15:08

... wir leben in einem säkularen Staat, wo Religion und Staat getrennt ist und Religion Privatsache ist.

"Deutscher Muslime" ... echt merkwürdig diese Denke. Definieren die Muslime ihre Religion jetzt schon über das Land in dem sie leben?

Sebastian Sandig | Mi, 25. Oktober 2017 - 16:35

Ich vermisse bei dem Artikel den Inhalt. Es sei denn, man betrachtet die Botschaft: "Hey, die schlimmen Burschen definieren ihre Identität in Abgrenzung zu anderen, sie brauchen ein Feindbild, ich grenze mich von ihnen ab, aber das ist etwas ganz anderes, denn ich habe recht", als eine substanzielle Botschaft. Wer sind die Identitären, die sich provoziert fühlen? Martin Sellner etwa? Wann hat man sich gemeinsam unterhalten? Vermutlich nie. Da hier nur Strohmänner aufgebaut werden.

Bernhard K. Kopp | Mi, 25. Oktober 2017 - 16:41

Das sind sicher der türkische Staat mit all seinen Auslegern in Deutschland und Europa, das sind die Öl-Araber mit viel Geld und 'wohltätigen Stiftungen', und die türkischen und arabischen TV-Kanäle und Printmedien. Im Vergleich zur Deutungs- und Propaganda-Macht dieser Seite sind deutsche, identitäre Nationalisten, abgesehen von negativen Einzelfällen, relativ unbedeutend. Ich kann es nicht messen, aber mir scheint, dass es für jede Minute deutsch-identitärer Agitation und auch krimineller Aktion mehrere Stunden an islamischer Indoktrination aus allen Rohren gibt. Und das seit vielen Jahren.

Petra Wilhelmi | Mi, 25. Oktober 2017 - 17:14

Es ist lächerlich zu behaupten, dass der Islam kompatibel mit jeder Kultur sei. Europas Grundlage ist Freiheit, Trennung von Kirche und Staat, Gleichgerechtigung von Mann und Frau, Wissenschaft. Nichts davon ist mit dem Islam kompatibel. Nicht einmal der christliche Gott ist mit dem islamischen Allah kompatibel. Beide stehen sich konträr gegenüber. Der christliche Gott verlangt keine Unterwerfung und keine Vernichtung von Nicht-Allah-Gläubigen. Der Islam ist nicht mal innerhalb der muslimischen Länder kompatibel, wie der Terror untereinander zeigt. Der Islam ist mit keiner Kultur kompatibel die nicht islamisch ist, dass zeigen die Unruhen in allen Ländern der Welt, wo Muslime leben. Das zeigt auch Deutschland, wo Muslime die deutsche Kultur diffamieren und uns als Köterrasse bezeichnen, uns unserer Kultur absprechen, weil es keine nennenswerte gäbe, oder sie gar als Dreckskultur bezeichnen. Kompatibilität sieht anders aus!

Rüdiger Tatus | Mi, 25. Oktober 2017 - 20:16

warum soll ich jetzt, atheistisch, in der DDR aufgewachsen, in einem Land mit christlich-europäischer geprägter Kultur, in Deutschland, nun seit etwas mehr als 2 Jahren mich ständig mit Muslimischer Kultur, Koran und arabischen Schriftzeichen hier in diesem Lande befassen, Morgens, Mittags, Abends auf allen Kanälen, Islam, Koran, Integration. Wo leben wir denn? Wo ist das Recht auf Verteidigung meiner angestammten Rechte und des Erbes meiner Eltern, Großeltern und meiner Vorfahren, die sich ihre Existenz mit großen Opfern erstritten und "erlitten" haben, das einfach einer Beliebigkeit geopfert werden soll von verantwortungslosen Politikern. Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland- und so soll es auch in der Verfassung stehen.- Reden wir doch jeden Tag auf allen Kanälen über: Ehrlichkeit, Direkte Demokratie, Volksbefragungen statt Islam, Islam, Islam.-Leider waren viele so von "Propaganda verblödet" um ihrer einzigen Stimme mehr Wucht zu verleihen und dem Spuk ein Ende zu setzen.

Petra Wilhelmi | Fr, 27. Oktober 2017 - 15:29

In reply to by Rüdiger Tatus

Sie sprechen mir so aus den Herzen, bin ebenso Atheist und ebenso aus der DDR. Ich hatte nie Vorbehalte gegenüber den Islam, er war mir so etwas von egal. Er war dort, wo er hingehört und kaum hier. Jetzt kann ich das Wort nicht mehr hören und bekomme einen Wutanfall nach den anderen, wenn mir tagtäglich aufgezwungen wird - egal ob nun im Fernsehen, in der Zeitung oder woanders - dass ich diese Weltanschauung toll finden soll und sie nicht zerpflücken darf. ICH habe dialektisch Denken gelernt. Ich habe gelernt, über etwas nachzudenken, was mir vorgesetzt wird. Und nun bin ich die böse Dunkeldeutsche, weil ich nicht will, dass all die blutigen Opfern, die Europäer bringen mussten, um unser Land, unser Europa so zu entwickeln, wie es vor dem Herbst 2015 war, umsonst waren. Mit der heutigen Handlungsweise der Politik in Deutschland werden all diese Opfer nachträglich bespuckt. Warum muss ich ein "Zurück ins Mittelalter" dulden?

Kamran Babazadeh | Mi, 25. Oktober 2017 - 20:48

Wenig verwunderlich wie negativ das Echo in den Kommentaren ist, trotz eines sehr ausgewogenen und versöhnlichen Artikels. Die Ressentiments gegen Muslime (ich bin übrigens keiner) sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Doch ich glaube dass sich die Abneigung eigentlich nicht gegen den Islam sondern gegen die Orientalen als Menschen richtet. Da kommt einem die Religion die unbestritten problembelastet ist (wie übrigens das Christentum auch) willkommen um sie als Kritikstütze zu nutzen.

Bezüglich der Kompatibilität:
Ich habe noch nicht einen einzigen Kommentar auf den einschlägigen Newsseiten gelesen der den Islam nicht wörtlich und absolut nimmt. Soll heissen, natürlich steht im Koran das Blut der Ungläubigen soll fließen und schlage deine Frau. Doch wie sieht die Lebensrealität deutscher Muslime aus? Laufen wirklich alle Frauen mit Kopftuch rum?
Auch in der Bibel sind gewalttätige und missionarische Passagen. Ist sie deswegen unkompatibel mit Deutschland?

"Doch ich glaube dass sich die Abneigung eigentlich nicht gegen den Islam sondern gegen die Orientalen als Menschen richtet."

Das ist ein interessanter Gedanke. Wenn dem so wäre, drängt sich die Frage auf, woran das wohl liegen könnte. Warum gibt es in Deutschland so gravierende Probleme insbesondere mit arabischen Menschen, nicht aber mit Asiaten? Liegt das an deren unterschiedlicher Mentalität? Warum gelten Asiaten als fleißig und anpassungsfähig?

wolfgang Spremberg | Do, 26. Oktober 2017 - 13:00

In reply to by Kamran Babazadeh

Ich schreibe es mal altmodisch : Dies ist mein / unser Land.
Wenn ich das Gefühl habe das es mit "Fremden" oder "Neuen" mit dem Zusammenleben nicht klappt ( nicht compatibel, kann auch meine / unsere Schuld sein.) dann lasse ich sie nicht in mein Land / Haus. Warum ? Weil es nicht meinen Interessen entspricht. Von meinen Volksvertretern erwarte ich übrigens das sie meine Interessen (bzw. die Interessen der Mehrheit.) vertreten.
Die vielen religiösen und ethnischen Konflikte sind mir (ohne Schuldzuweisung) Warnung genug. Mir ist "egal" wer in Bosnien, im Kosovo oder in Chicago etc. die Schuld hat. Ich möchte das hier nicht. Ich möchte solche Risiken einfach nicht eingehen. Ich darf doch : "nicht wollen " ?

Nein, er richtet sich gegen diese Nicht-nur-Religion des Islam. Er ist nicht demokratiekompatibel. Wenn der Islam eben NUR und ausschließlich nur eine Religion wäre, könnte kaum jemand etwas dagegen haben. Dann wäre er eine andere Spielart, eben wie der Buddhismus oder der Taoismus oder was weiß ich nicht noch. ABER der Islam ist eben nicht nur Religion. Er durchdringt das gesamte gesellschaftliche und private Leben bis hin zur Rechtsauffassung. Wenn der Islam hier die Oberhand bekommt, können wir unsere Gesetze auf den Abfallhaufen werden, denn dann gilt die Sharia. Außerdem, was ich so etwas von verwerflich finde, unterteilt der Islam nach lebenswerten und lebensunwerten Leben (letztere Ungläubige oder Homosexuelle u.a.) und Frauen werden zu Gebärmaschinen degradiert ohne nennenswerte Rechte. Auch andere Asiaten sehen orientalisch aus und kein Mensch hat irgendwelche Probleme mit ihnen.

Die meisten laufen schon mit Kopftuch herum. Sie wohnen wohl in einer Gegend, die nach 2015 nicht mit denen in Berührungt kam? Schon die kleinen Mächen laufen im Kopftuch herum und oft sieht man die Frauen nicht einmal, weil sie die Wohnung kaum verlassen dürfen. Da sieht man dann mal eine total schwarz verhüllte Person kurz vor dem Dunkelwerden die Fenster kurz überputzen. Je mehr der Islam an Boden gewinnt, desto mehr Kopftücher. Das war auch in Istanbul schon innerhalb von nur 3 Jahren beobachtbar. Wer das nicht sieht, hat seine Augen ganz fest verschlossen oder hat das Glück in einer Gegend zu wohnen, in die man keine Immigranten in die Häuser eingewiesen hat, mitten unter uns. Ganz zu schweigen, von dem Dreck, der sich seit dem breit macht. Ich bin aus solch einer Wohngegend geflohen, wie viele andere vor mir und nach mir. Jetzt herrscht in dieser Wohngegend der Clan, der gerade die Oberhand gewonnen hat. Toll kompatibel, war früher eine ruhige, grüne und saubere Wohngegend

Sven Bergmann | Mi, 25. Oktober 2017 - 23:01

Ich habe einige Jahre regelmäßig mit Funktionären von Ditib und Milli görus an einem Tisch gesessen. Na, danke.

Deutsche Muslime können das bestenfalls rechtlich sein, weil der Islam hier ein Macht- und Bindemittel nationalistischer türkischer Interessen ist.

Was für ein Unterschied zu anderen nahöstlichen Gruppen wie Aleviten oder Bahai'i, denen ich eine potentielle deutsch-Kulturkompatibilität genauso abnehme wie den Sufis.
Alles Gruppen übrigens, die so ihre Geschichte mit den Sunniten haben.
Gleiches gilt für Sikhs.

Komisch: ob man ein deutscher Buddhist, Hindu oder gar Jude sein kann, fragt keiner.

Auch die deutschen Taoisten treten nicht gerade als kulturinkompatibel in Erscheinung.

Die aber, die aus dem kulturellen Umfeld der letztgenannten Religionen stammen, prägen seit Jahrzehnten zB die Szene der klassischen Musik hier.
Nur von den Juden kann man das nicht sagen: Bei ihnen sind es schon Jahrhunderte und oft auch die Komponisten selber.

wolfgang Spremberg | Do, 26. Oktober 2017 - 09:38

Was bedeutet es ein Muslim zu sein ? Das man an einen allmächtigen Gott glaubt ? (dann ist alles so wie es der Allmächtige will ?.) An die durch den Propheten übermittelten göttlichen Offenbarungen ? Die man den jeweiligen Gegebenheiten anpassen muss ? Oder sind sie, die göttlichen Offenbarungen, immer und universell gültig ? Als Gesetzesreligion ? Oder nicht ? Mit dem Propheten, seinem Leben, seinen Taten (Raihana bint Amr ?) als übergroßes Vorbild ? Oder das dann lieber doch nicht ? Und seine Gefährten ? As Zubair al Awwam ? Wartet der im Paradies ? Der Prophet hat es ihm versprochen.( Einfach mal googeln). Möglicherweise wissen Identitäre und andere nicht was denn ein Muslim ist, bzw. was der jeweilige Muslim unter Muslim versteht.
Kann der Autor des Textes zur Aufklärung beitragen ?

Dorothe Gaede | Do, 26. Oktober 2017 - 10:15

Meines Wissens herrscht in keinem "muslimisch geprägtem" Land Demokratie.
Sobald Frauen, Homosexuelle, Nicht- oder Andersgläubige in solchen Ländern gefahrlos leben können, wäre der Islam kompatibel mit jeder Kultur.
Die Wirklichkeit sieht zur Zeit aber anders aus.

helmut armbruster | Do, 26. Oktober 2017 - 10:44

meinetwegen soll jeder anbeten und verehren, was er will.
Aber er soll mich damit in Ruhe lassen, denn es interessiert mich nicht.
Wenn jemand wegen seiner Religonszugehörigkeit bzw. -ausübung in Konflikt mit unseren Gesetzen kommt, dann ist es Aufgabe der Staatsmacht zu intervenieren und ggf zu verhindern oder zu bestrafen.
Der Staat hat dafür zu sorgen, dass seine Untertanen wegen der Religionsausübung einiger nicht belästigt werden.
Wir sind an einem Punkt angelegt, wo das nicht mehr zu funktionieren scheint.

Ruth Müller | Do, 26. Oktober 2017 - 15:21

Warum gibt es keinen Stress mit den Buddhisten, Christen, Taoisten, Sikhs, Nudelanbettern, etc. die in Deutschland leben?
Weil sie keinen als Ungläubigen Menschen bezeichnen.
Das ist der Unterschied und der ist wesentlich.
Das ist der Grund warum in allen Ecken der Welt Stress ist - an der eine bestimmte Gruppe von Menschen anwesend ist.
Bitte keine Blauäugigkeit und besonders sollten die schweigen die es wissen und trotzdem die Augen verschließen.

Werner Makulla | Do, 26. Oktober 2017 - 15:27

Wir leben im Jahre 2017 nach Christus und sind nicht in der Lage Religion vom Miteinander zu trennen. Wer und warum soll einer etwas glauben-ist wiederum Privat. Die Evolution lehrt uns etwas anderes. Und seit es Menschen gibt die denken können und natürlich durch Furcht auf "den "Glauben kamen. Ob Baum Mensch oder Tier Götter. Sollen die vielen Milliarden Menschen etwas glauben. Aber den Rest der Menschen in der Neuzeit in Ruhe lassen. Oder gibt es tatsächlich denkende Geschöpfe die an ein Weiterleben nach dem Tode in der von Ihnen ausgelegter Weise glauben, verstehe ich die Menschen nicht mehr.

Rolf Pohl | Do, 26. Oktober 2017 - 18:50

... völlig unerheblich ob das Muslime oder andere Religionsgemeinschaften betrifft, ist erst dann sinnvoll wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht.

Im Islam und bei Muslimen sind Anhänger anderer Religionen prinzipiell sog. Ungläubige die sich bestenfalls zu unterwerfen haben. Die Rede ist hier von aktueller Zeit nicht z.B. vom Mittelalter Weitere Unterscheidungsmerkmale wie z.B. Akzeptanz von Schwulen und der Gleichstellung von Frauen möcht ich gar nicht weiter ansprechen.

Der Islam wie er aktuell ist, der an die Anderen lediglich Forderungen stellt die er selbst nicht einmal bereit ist zu gewähren, ist in eine moderne Gesellschaft und ihre Grundgesetze, Verfassungen etc.pp, nicht integrierbar. Selbstverständlich werden dann auch die Menschen, die streng nach dem Islam hier leben, nicht so akzeptiert wie eigentlich wünschenswert.

Renate Genth | Do, 26. Oktober 2017 - 18:50

Das Problem ist doch der permanente Hinweis auf die Religion. Das ist doch von sekundärem Interesse. Ich habe noch nicht gehört: Ich bin ein deutscher Buddhist etc. Wen interessiert denn die ständige religiöse Bekenntnishaltung. Seid doch Moslems meinetwegen. Aber es interessiert doch nicht. Religion ist etwas Privates. Die öffentliche Anmaßung, ständig damit genervt zu werden, ist doch eines der Probleme. Selbstverständlich reizt das die Gegenhaltung heraus. Der Gipfel ist die Forderung nach einem islamischen Feiertag. Warum kein buddhistischer bspw. Ich will dann zumindest den alteuropäischen cisalpinen Feiertag: Mittsommer haben.

Selma Palmer | Do, 26. Oktober 2017 - 20:56

Absolut richtig, werte Frau Genth, so sieht's auch unser GG vor. In den 70ern hat Hans Küng - ein in Kirchenkreisen nicht ganz unumstrittener Theologieprofessor gesagt: "Es gibt keine christliche Gesellschaft! Es gibt auch keine muslimische, buddhistische oder taoistische Gesellschaft! Wohl aber gibt es den Christen in einer Gesellschaft, den Muslim in einer Gesellschaft, den Buddhisten, Taoisten usw. in einer Gesellschaft!" Einzig die Muslime aber begreifen ihre Religion nicht als Privatsache, sondern als Gesellschaftsform (die Umma, zu dt. die Glaubensgemeinschaft), der sich alle anderen Andersgläubigen und -denkenden zu unterwerfen haben. Genau an diesem Punkt aber scheiden sich schon die Geister: Religionsfreiheit im Sinne unseres GG kennt der Islam eben nicht - und schon gar nicht die Apostasie, die in den meisten muslimisch geprägten Kulturen mit erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen bewährt ist! Ergo: Die Scharia ist absolut inkompatibel zu unserem GG!

Martin Arndt | Do, 26. Oktober 2017 - 21:01

Warum denn "deutscher Muslim" und nicht "moslemischer Deutscher"? Der Islam war einmal kompatibel zu Zeit des Golden Age of Islam. Dann stagnierte er. Um Missverständnissen vorzubeugen:Auch das Christentum widersetzte sich der Technik (z.B. bei der Erfindung des Blitzableiters), der Demokratie u. der Gleichstellung der Frau. Christentum u. Islam können sich verbünden-z.B. auch in dem furchtbaren u. tödlichen Antisemitismus. Aber die christlichen Kirchenfürsten u. Theologen waren halt schlauer u. geben sich jetzt humanitär.Lüge über Lüge.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 27. Oktober 2017 - 12:03

Religion oder enden sie mit ihm und es beginnt eine neue Zeit?
Ich komme auch darauf, weil wir mindestens in dieser Zeitrechnung leben, jedenfalls in Europa.
Man sagt auch, Christus ist die Menschwerdung Gottes, womit ausgedrückt wäre, dass von nun an der Mensch im Mittelpunkt seiner Geschichte steht.
Entsprechend hat Europa allzu strikte Versuche abgewehrt, aus dem Christentum eine Religion alten Schlages zu machen.
Ich sehe es als spirituellen, transzendentalen Raum und so auch alle anderen die sich Religionen nennen.
Es gibt die Wahl und keine absolute Durchsetzung eines Wahrheitsanspruches, denn die des gewählten/akzeptierten.
Europa bleibt in diesem Raum frei und eigentlich offen für alles das es überzeugt, skeptisch gegenüber allem, das einen Machtanspruch vor sich herträgt.
Solange die Muslime eher vereinzelt in der Bundesrepublik auftraten, konnte man sie im gesell. Diskurs vernachlässigen.
Jetzt nicht mehr.
Die Beleidigungen sollten aufhören, so oder so!
Aufklärung

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