Collien Fernandes
Schauspielerin Collien Fernandes / picture alliance/dpa | Christoph Soeder

„Spiegel“ unterliegt Christian Ulmen vor Gericht - Vom „Sturmgeschütz“ zum Regenbogenblatt

Das Magazin „Der Spiegel“ hat vor Gericht gegen Christian Ulmen verloren. Das macht den Fall Ulmen/Fernandes jetzt zum Lehrstück. Über Rosenkriege, die Privatsache bleiben sollten, und Journalisten, die ihrer Verantwortung nicht gerecht werden.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Rosenkriege sind Privatsache. Wenn sich Prominente trennen, sollten auch sie das hinter verschlossenen Türen tun. Nicht nur, weil es wichtigere Themen gibt als bekannte Paare, die streiten und keine mehr sind. Das ist nur die Perspektive von außen. Noch viel wichtiger ist die Perspektive von innen. Wer die Öffentlichkeit für Privates nutzt, öffnet die Büchse der Pandora; auch presserechtlich. Der bringt etwas ins Rollen, das er oder sie nicht mehr kontrollieren kann.

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Klaus Funke | Mi., 24. Juni 2026 - 18:40

Keinerlei Filme mit Christian Ulmen und Coleen Fernandes mehr anschauen! Konsequent wegdrücken. Das ist das Einzige, was man als Verbraucher/Normalbürger machen sollte. Keine Bühne für derartige Rosenkrieger. Wegschalten! Ignorieren!

Hier ist Frau Fernandes an die Öffentlichkeit gegangen, mit Hilfe des schmierigen Spiegels. Herr Ulmen ist hier das Opfer. Aber bei ihnen hat der Spiegel sein schmutziges Ziel erreicht.

Klaus Funke | Do., 25. Juni 2026 - 07:57

Antwort auf von Ralf Abranches

Das Wort: "Spiegel, die Bildzeitung für Abiturienten" gilt schon lange nicht mehr. Der Spiegel ist übles Schmutzblatt, das anständige und normal gebildete Leute nicht lesen sollten. Der Spiegel bietet nichts, was man nicht anderswo seriöser und besser recherchiert lesen kann. Überhaupt lese ich die allgemein bekannten deutsche Printmedien sowie ihre Online-Ausgaben nicht. Das ist ausnahmslos minderwertiger journalistischer Schrott: Ich zähle dazu: Spiegel - Focus - TAZ - SZ - FAZ - BILD - u.a.m. Ich lese nur noch CICERO - Freitag - Eulenspiegel - sowie diverse Online-Portale wie TE - Reitschuster u.a. an mir verdienen die o.g. Medien nichts. Auch SPON etc. sind bösartiger journalistischer Schmutz. QED

Kommen Sie mit dem, was ich schreibe, nicht klar? Es gibt keine Lesepflicht bei CICERO. Dann lassen Sie es doch, aber verschonen Sie mich mit unqualifizierter Kritik. Wenn schon Quatsch, dann bitte aufzählen, was Quatsch ist und ein bissel begründen, damit ich und die anderen Leser etwas damit anfangen können. Bitte.

Echt jetzt? Was ist das denn für eine Ideologie? Mich interessiert das Privatleben von irgendwelchen Prominenten überhaupt nicht. Ich will die künstlerische Leistung genießen (naja, auch von Ulmen und Erfandes) und mich auf keinen Fall von irgendwelchen möglichen oder unmöglichen moralischen und von mir aus auch strafrechtlichen Verfehlungen den Genuss nehmen lassen. Wer das will, soll es tun.
Selbstbeschneidung und -beschränkung auf Grund moralischer Bedenken gegenüber den Darbietenden? Gehts noch? Das ist so ein typischer Ami-Schwachsinn, der aus Holywood rübergeschwappt ist. Wenn einer "was gemnacht" hat, dann wird der von einem Gericht verurteilt - werden dadurch seinen Filme so viel schlechter, dass man sie nicht anschauen kann? Bullshit!

Thomas Hechinger | Mi., 24. Juni 2026 - 19:18

Vor der Affäre kannte ich weder Herrn Ulmen noch Frau Fernandes. Und ich habe nicht den Eindruck, daß ich etwas Wichtiges verpaßt hätte. Sehr wohl aber scheint es mir, daß es um mehr als linken Boulevard-Journalismus ging. Wie die Justizministerin ihren Gesetzentwurf just in dem Moment präsentierte, als der „Spiegel“ mit seiner Geschichte herauskam, spricht für ein abgekartetes Spiel. Hier widmet sich die woke Blase einem ihrer Herzensanliegen, von Deepfakes bis zu Catcalling. Nicht daß es im Internet nicht genügend Schmutz gäbe, mit dem Menschen niedergemacht und gedemütigt würden. Dennoch erscheinen mir die sexuellen Übergriffe gegen Frauen bis hin zur Vergewaltigung im analogen Leben wesentlich bedeutsamer. Aber dieses Thema rührt man lieber nicht an, weil man sich sonst mit den Folgen der eigenen Ideologie beschäftigen müßte. Und die Erzählung vom Segen der Migration darf auf keinen Fall als Schauermärchen enden.

S. Kaiser | Do., 25. Juni 2026 - 10:12

Antwort auf von Thomas Hechinger

Sehe ich auch so, insbesondere nach einer Passage aus dem Anne Will Podcast, als sie die federführende Autorin des Artikels, Juliane Löffler, fragte, was den Ausschlag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gegeben hätte, und diese antwortete „und wenn du aber so darauf anspielst, warum jetzt an diesem Donnerstag, Mitte März, es gibt 2 konkrete Anlässe […] Und das zweite ist, dass wir wussten, dass Stefanie Hubig ein digitales Gewaltschutzgesetz plant, das hatte sie auch schon angekündigt und es natürlich dadurch diese politische Dimension gab und deshalb haben wir sie dann natürlich auch dazu befragt, was sie da eigentlich genau plant. Das hat uns natürlich interessiert in dem Zusammenhang.“
Das zeigt, dass letztendlich politischer Aktivismus und eine politische Intention dahinterstanden, und mitnichten ein Boulvardthema.
Inwieweit es direkte Absprachen/Abstimmungen zwischen dem BMJ und der Redaktion gab, verbleibt im Dunkeln, aber es wäre naiv hier an Zufälle zu glauben.

Walter Bühler | Mi., 24. Juni 2026 - 22:59

... zusammen mit der Zeit, der SZ und der TAZ auch in der privaten Medienwelt so durchgesetzt, wie es die ÖRR-Medienhäuser vorgemacht haben.

Faktenorientierter Journalismus ist in diesen Blättern schon lange nicht mehr zu finden, wie im ÖRR.

Welcher vernünftige Mensch liest denn noch diese bräsigen Blätter mit diesen langweiligen Talkschau-"Prominenten" (wie Barbara Schoneberger, aber auch dieser Christian Ulmen und diese Coleen Fernandes ) aus "3nach9", "NDR Talk Schau", " Kölner Treff" usw. ?

Diesen Quatsch muss man sich nicht antun.

Jens Böhme | Do., 25. Juni 2026 - 00:52

Private Trennungskriege gehören nicht in die Öffentlichkeit. In diesem Fall haben NGOs enorm nachgeholfen, so zu tun, als ob die Anschuldigung ausreiche, kein rechtsstaatliches Verfahren durchzuführen. Ob Fernandes hier wirklich die richtige Hilfe erhielt, wird sie selbst irgendwann feststellen.

hatte da wohl mitgespielt. Denn dieser NGO drohte eine Mittelkürzung.
Übrigens - kleines, aber nicht überraschendes Schmankerl: Wenn jemand denkt, er bekommt durch HateAid beim Vorgehen gegen den "Hass und Hetze"-Terror der politisch anderen Seite tatsächlich geholfen, sollte keinesfalls etwas mit der AfD zu tun haben. Sobald HateAid das mitkriegt, ist nämlich anstelle "Aid" die absolute Stille angesagt.

Dirk Nowotsch | Do., 25. Juni 2026 - 08:58

...in den Jahren zwischen 2000-2010 fand der Sinneswandel statt! Bei "SPON" hat man das dann immer stärker gemerkt, dass selbst die Diskussionen in der Kommentarfunktion indirekt durch starke Zensur und Unterschlagung von Beiträgen gelenkt und Moderiert wurden. Ich persönlich habe mein Abbo 2008 gekündigt! Inzwischen kann man den Spiegel als "Zweitorgan" der "Einheitspartei Deutschlands" betrachten! Bei Focus und Welt ist das übrigens genau so! Geframte Kommentarfunktionen, wo den Kommentatoren die Antworten verweigert werden, wenn eine gefällige "Politschranze" eine fiese Note hinterlassen hat, sind echt das letzte! So wird den "Aufrechten immer das letzte Wort gegeben, ohne das sie Fakten bringen müssen.

IH | Do., 25. Juni 2026 - 10:17

In den letzten Jahren wird mit dem Kampf gegen Hass und Hetze und den zahlreichen Meldestellen alles angegriffen, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Warum verklagt niemand den Spiegel auf dieser Grundlage?

Man sollte den Spiegel in einer Flut von Klagen untergehen lassen. Die sollten richtig viel zahlen müssen für Anwaltskosten etc. nur so lernt das System.

Angelika Sehnert | Do., 25. Juni 2026 - 10:39

Natürlich ist es höchst befremdlich, was sich da angespielt hat. Qualitätsjournalismus ist das nicht mehr und zivilisiertes Verhalten seitens der Protagonisten auch nicht.
Es ist tieftraurig,was mit dem Spiegel passiert ist.Ich wurde in den späten Sechzigern mit dem Spiegel politisch sozialisiert. Meine Eltern kauften das Magazin vom ersten Tag seines Erscheinens,hungrig nach kritischer, unabhängiger Information nach der Nazizeit. Die Schockwellen der Spiegelaffäre habe ich sogar als Kind gespürt. Und nun das! Die gesamte Berichterstattung, fast alle Artikel und ihre „Autor:*_-innen“ ,vor allem die :Innen,spiegeln nur noch kritiklos den völlig verque(e)ren Diskurs einer lautstarken, sich penetrant einseitig positionierenden gesellschaftlichen Minderheit.
Der Spiegel ist heute ist das Symbol des Niedergangs, des Verfalls, oberflächlich, ungebildet,faktenfrei emotionalisierend, mit infantilem Gehabe.
Das Ganze ist mehr als ein erneuter Presseskandal.Eher ein Menetekel.

Thomas Hechinger | Do., 25. Juni 2026 - 11:54

Antwort auf von Angelika Sehnert

Im Rückblick wird der „Spiegel“ verklärt. Er war nie, was er zu sein vorgab. Er war das Organ eines speziellen Milieus sich selbst für fortschrittlich haltender Linksintellektueller, die sich ihr Weltbild vom rückwärtsgewandten Adenauer, gemeingefährlichen Strauß und einfältigen Provinzpolitiker Kohl bestätigen lassen wollten. Der „Spiegel“ war so überheblich wie viele seiner Leser. Ich habe immer wieder mal einzelne Ausgaben gekauft, wenn mich etwas interessierte. Meist habe ich mich danach nur geärgert. Schon der Schreibstil, der suggerierte, man habe selbst daneben gestanden, als Kohl mit Biedenkopf oder Reagan telefonierte, verstörte mich. Das war nicht „Sagen was ist“, sondern „Erzählen wie es uns gefiele“. Allerdings hatte der „Spiegel“ eine große Macht, denn was er berichtete, wurde zur Meldung in der „Tagesschau“ und damit zur unumstößlichen Tatsache für den Normalbürger. Das hat sich mit der Demokratisierung der Informationswelt durch das Internet glücklicherweise geändert.

Urban Will | Do., 25. Juni 2026 - 10:45

im deutschen Journalismus, hauptsächlich seiner in seiner linksgrünwoken und somit dominierenden Ausprägung zu kritisieren.
Das größte Totalversagen fand statt, als Merkel die Grenzen öffnete. Lobduselei einerseits und andererseits Dreck ausschütten auf alle Kritiker.
Und nun lesen wir jeden Tag von Angriffen, Vergewaltigungen und Morden. Fast ausschließlich von „Schutzsuchenden“, die der Staat einfach ins Land ließ.
Und noch immer fehlt die Generalabrechnung mit den Schuldigen, ganz vorne Merkel, aber auch die ganze linksgrünwoke Mischpoke, zu der auch große Teile der Union gehören.
Mir sind Ulmen und seine Liesel sch...egal. Wobei ich Ihnen zustimme, dass die mediale Vernichtung von Ulmen ekelhaft war.
Er wird sich davon nicht mehr erholen und das war so gewollt.
Ursache dessen sind aber nicht nur schmuddelige Medien, sondern das Verweigern der Mehrheit, mal nachzudenken. Nur eine Gesellschaft von Dummen nimmt solche Geschichten und Käseblätter wie den SPIEGEL ernst.

Sebastian Habel | Do., 25. Juni 2026 - 13:06

Wie heißt diese sog. Prominente? Collien Erfandez?

Nicht ganz, lieber Herr Habel, nicht "Erfandez", sondern "Erfandes": (Sie) erfand es;-)

Thomas Hechinger | Do., 25. Juni 2026 - 18:50

Antwort auf von Sabine Lehmann

Nichts von Belang. Nur eine Spiegel-Fechterei.

Sabine Lehmann | Fr., 26. Juni 2026 - 18:00

Antwort auf von Thomas Hechinger

Gern geschehen, Herr Hechinger, ich war schon immer stets bemüht;-)