Friedhof
Der Friedhof bleibt Zeitlos. Vielleicht besteht gerade darin sein Charme. / Bild: Sören Kunz / Pixabay

Der Flaneur - Vom Charme der Friedhöfe

Meist begleitet ein trauriger Anlass das Flanieren über einen Friedhof. Dabei sind es gerade die Ruhe und Zeitlosigkeit, die der letzten Ruhestätte ihren Charme verleihen. Form und Norm wirken gar spießig. Über einen Friedhofsspaziergang schreibt: Der Flaneur.

Stefan aus dem Siepen

Autoreninfo

Stefan aus dem Siepen ist Diplomat und Schriftsteller. Von ihm erschien zuletzt im Verlag zu Klampen „Wie man schlecht schreibt. Die Kunst des stilistischen Missgriffs“. (Foto: © Susanne Schleyer / autorenarchiv.de)

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Manchmal flaniere ich über Friedhöfe. Darf man hier von Flanieren sprechen? Das Wort passt nicht recht; jedenfalls kann man in Ruhe den Blick schweifen lassen, seinen Gedanken nachhängen. Ernst Jünger schrieb, dass er in fremden Ländern immer zuerst die Friedhöfe aufsuche, denn der Totenkult sage am meisten über eine Kultur aus. Leicht überzogen. Immerhin lernt man beim Besuch der Toten etwas über die Lebenden.

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