- Voltaire auf dem Elektrofahrrad
Wortwitz boomt: Ob „Schnapsidee“, „Kamm in“ oder „Volt-Hair“ – Ladenbesitzer übertreffen sich mit kreativen Namen. Zwischen Sprachspiel, Latein und Goethe-Zitat zeigt sich: Humor und Bildung machen auch vor Schaufenstern nicht halt.
Jeder ist kreativ, das weiß man. Doch wer ist der Kreativste im ganzen Land? Üblicherweise nehmen die Werbetexter in Anspruch, dass ihnen diese Palme gebühre. Doch seit einiger Zeit machen ihnen die Ladenbesitzer Konkurrenz; ihr sprachlicher Erfindungsreichtum kennt schier keine Grenzen. Das Spirituosengeschäft heißt „Schnapsidee“, der Kaffeeladen „Espresso yourself“. Der Teesalon nennt sich „Liber-Tea“, die Bäckerei „Josephine Bakery“. Auch die Friseure zeigen, dass sie vor Kreativität geradezu überquellen; bei ihnen scheint Sprachwitz inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil des Handwerks zu sein. „Haarakiri“. „Haarbracadabra“. „Kamm in“. „Atmosp-Hair“. „Coif-first“ … Die Aufzählung muss hier leider enden, denn Kolumnen dürfen nicht zu lang werden.
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