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Stefan aus dem Siepen ist "Der Flaneur"

Der Flaneur - Lesedauer dieser Kolumne – fünf Minuten

„Es sind ja nur 100 Seiten." Mit Sicherheit stehen viele von Ihnen vor dem heimischen Bücherregal und wägen ab, welcher Schmöker heute dran glauben muss. Wichtig ist dabei, dass es nicht wieder in einer unvollendeten Leserei endet. Gedanken dazu macht sich: Stefan aus dem Siepen.

Stefan aus dem Siepen

Autoreninfo

Stefan aus dem Siepen ist Diplomat und Schriftsteller. Von ihm erschien zuletzt im Verlag zu Klampen „Wie man schlecht schreibt. Die Kunst des stilistischen Missgriffs“. (Foto: © Susanne Schleyer / autorenarchiv.de)

So erreichen Sie Stefan aus dem Siepen:

Am Eingang zu den Pariser Metro-Stationen liegen manchmal Werbezeitungen aus. Sie sind kostenlos und werden den Fahrgästen mit dem Hinweis „Lektüre für 20 Minuten!“ ans Herz gelegt; dies entspricht vermutlich der Dauer einer durchschnittlichen Metrofahrt. Solche Angaben kannte ich bisher nur von den Artikeln in Online-Magazinen: „Lesezeit: sieben Minuten“. Der Nutzen ist einleuchtend: Jede Lektüre muss sich in den durchgetakteten Gang des Tages einfügen. Sie ist eine „Zeitinvestition“, die sich rentieren muss und das „Zeitbudget“ nicht überschreiten darf. Wer käme auf den unsinnigen Gedanken, ein Buch mit in die Metro zu nehmen?

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