- Barbarossa: Der Anfang vom Ende
Vor genau 85 Jahren marschierte die Wehrmacht in die Sowjetunion ein. Der Feldzug gegen Stalin sollte das nationalsozialistische Imperium sichern, wurde jedoch zum Ausgangspunkt von Hitlers Niederlage – und liefert bis heute Lehren über die Gefahren ideologischer Verblendung.
Als am 22. Juni 1941 die Wehrmacht in die Sowjetunion einmarschierte, verfiel Stalin in eine Art Schockstarre, war für einige Tage wie gelähmt und unfähig zur Entscheidung. Hitler hingegen triumphierte und gab sich siegesgewiss. Er stand scheinbar im Zenit seiner Macht. Vom Nordkap bis zur Bisakya war Europa fest in deutscher Hand. Seine militärischen Berater hatten Hitler in der Illusion bestärkt, er habe in Russland leichtes Spiel. Der Russlandfeldzug sollte die Voraussetzungen schaffen, um eine Weltmachtstellung des Deutschen Reiches insgesamt aufzubauen. Operationen gegen den Vorderen Orient, Einzelvorstöße bis nach Afghanistan und Nordwestafrika, die Besetzung der Azoren, all dies war Teil von Hitlers Programm, wie es am klarsten in der Weisung Nr. 32 für die Vorbereitungen für die Zeit nach „Barbarossa“ 1941 in einer Reihe von Befehlen dargelegt worden war.
Russland war der Dreh- und Angelpunkt von Hitlers Strategie. Sein Rassenwahn und der Antibolschewismus hatten sich in seinem „Lebensraum“-Denken zu einem kruden Gedankengebräu verbunden. Das Riesenreich im Osten sei „reif für den Zusammenbruch“, so lautete ein gebetsmühlenhaft wiederholter Satz Hitlers. Bei seiner Entscheidung, im Juni 1941 die Sowjetunion anzugreifen, waren mehrere Motive ausschlaggebend, die miteinander verbunden waren: die Gewinnung von Kolonialraum für deutsche Siedler, die „Unterwerfung der slawischen Masse“, die „industriell-agrarische Absicherung eines kontinentaleuropäischen Großraums“ – aber das Hauptmotiv war, wie Hitler sich ausdrückte, die „Ausrottung der jüdisch-bolschewistischen Führungsschicht“. Die Vernichtung von Juden durch Spezialeinheiten der SS setzte unmittelbar nach dem 22. Juni 1941 ein. Der Rassenfanatismus war Teil von Hitlers außenpolitischem Programm.
Britannien trotzte der nationalsozialistischen Herausforderung
Ursprünglich hätte der Feldzug bereits im September 1941 zu Ende sein sollen. Im Dezember 1941 aber blieb Guderians Vormarsch unmittelbar vor den Toren Moskaus in Schlamm, Eis und Schnee stecken. Da war das Konzept, Stalins Sowjetunion mit einem großen Schlag niederzuwerfen, bereits gescheitert. Für Stalins Sowjetunion brachte der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten im Dezember 1941 die langersehnte strategische Entlastung. Eine weitere Front sorgte dafür, dass sich die Kräfte des nationalsozialistischen Deutschlands verzetteln und am Ende verbrauchen sollten. Stalins Blatt hatte sich nach wenigen Monaten, Ende 1941, schlagartig zum Besseren gewendet. Es sollte noch dreieinhalb Jahre dauern, bis sich sowjetische und amerikanische Soldaten in Torgau an der Elbe zum historischen Handschlag trafen. Deutschland war eine Trümmerlandschaft, besiegt, und bald darauf wehte vom Reichstag die rote Fahne Moskaus.
Der Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion reiht sich in eine Reihe von folgenreichen Fehleinschätzungen Hitlers ein. Zunächst lautete das Fehlurteil, Großbritannien würde wegen Polen nicht kämpfen. Es folgte die Unterschätzung der sich immer mehr zu einem auf Intervention gerichteten Faktor entwickelnden Vereinigten Staaten, die Überschätzung der eigenen Kräfte und die Unterschätzung der Gegenwehr der Sowjetunion. All dies hat dazu beigetragen, dass die ursprüngliche „Weltblitzkriegsstrategie“, die Idee, in kurzen, duellartigen Gefechten den Gegner zum Frieden zu zwingen, scheiterte. Aus dem phoney war des Winters 1939/40, als das Pulver im Westen weithin trocken blieb, wurde ab Frühjahr 1940 mit dem Beginn der „Operation Weserübung“ am 7. April 1940, der zwei Tage später zur Besetzung Dänemarks und Norwegens durch deutsche Truppen führte, ein heißer Krieg.
Es folgte die Westoffensive von der Nordsee bis zur Südgrenze Luxemburgs unter Verletzung der Neutralität der Niederlande, Belgiens und Luxemburgs am 10. Mai 1940. Großbritannien verhielt sich – aus Hitlers Sicht – nicht programmgemäß. Auch durch scheinbar „großzügige“ Friedensangebote wie dem Appell Hitlers an Britannien in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940, England möge klein beigeben und sich „auf der Basis der Teilung der Welt“ arrangieren, beeindruckte die Regierung Churchill-Halifax nicht. Britannien trotzte der nationalsozialistischen Herausforderung. Für diesen Fall hatte Hitler nicht vorgesorgt. Es ist kein Zufall, dass Hitlers Entschluss zum Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1940 gefallen ist.
Der Einmarsch beendete den Hitler-Stalin-Pakt
Der Einmarsch der Wehrmacht in der Sowjetunion beendete die merkwürdigste Phase des Zweiten Weltkrieges, das Zusammenspiel der Verbündeten Hitler und Stalin vom August 1939 bis zum Juni 1941. Der am Morgen des 24. August 1939 zwischen Deutschland und der Sowjetunion von Stalin und dem mit Generalvollmacht ausgestatteten Außenminister Ribbentrop unterzeichnete Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion, auf den 23. August datiert, hatte eine subjektive und eine objektive Bedeutung. Hitler hatte jetzt freie Hand, Polen auszulöschen. Die strategische Lage Deutschlands hatte sich dramatisch verbessert. Das alte Problem eines Zweifrontenkriegs war über Nacht verschwunden. Und auch Stalins Sowjetunion hatte aus dem Vertragsabschluss zunächst nur strategische Vorteile. In einem geheimen Zusatzprotokoll, das erst nach dem Krieg im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess bekannt wurde, wurden Lettland, Estland und Finnland mit einem Federstrich dem sowjetischen Einflussbereich zugesprochen. „Freiheit der Besitznahme“ nannte man dies in der beschönigenden Sprache der Vertragsdiplomatie. Eine kriegerische Zerschlagung Polens war die unausgesprochene Annahme dieser Absprachen.
Kriege haben ihre eigene Logik. Die Unterschätzung des Gegners und eine starre, menschenverachtende Ideologie wurden Hitler zum Verhängnis. Als seine Militärstrategie gescheitert war, verzichtete der deutsche Diktator ganz auf Politik.
Putin hat im Krieg gegen die Ukraine das patriotische Vorbild des „Großen Vaterländischen Krieges“ der Sowjetunion gegen das nationalsozialistische Deutschland immer wieder aufs Neue instrumentalisiert. Er wird sich auch den 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion nicht entgehen lassen. Er hat, so wie einst Hitler, seine eigenen Narrative und sein festgefügtes Weltbild. Die kriegsstrategischen Lehren, die der Feldzug gegen die Sowjetunion bereithält, sollten ihm dabei zu denken geben. Es war der Verzicht auf Politik, die Unfähigkeit, aus einer veränderten Lage diplomatische Schlüsse zu ziehen, die Hitlers Strategie schon Ende 1941 mit dem Russlandfeldzug scheitern ließen.
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behauptet, Hitler hätte nach dem Scheitern seiner Militärstrategie „ganz auf Politik verzichtet“. Hat er das nicht schon immer? War bspw. das Betteln in Richtung Großbritannien, nicht in den Krieg einzugreifen, Politik?
Ich denke nicht.
Hitler täuschte Politik nur vor und griff an, als er die Zeit für reif hielt, so meine Meinung.
Und was hätte er denn tun können, als er merkte, dass die Sowjetunion nicht zu besiegen war? Den Kampf einstellen? Um Frieden betteln?
Ich denke mal, für Hitler gab es nur totalen Sieg oder totale Niederlage.
Das sagte er doch in der Rede am 1.9.33 nach dem Überfall auf Polen: „Ich habe damit wieder jenen Rock angezogen, der mir selbst der heiligste und teuerste war. Ich werde ihn nur ausziehen nach dem Siege – oder ich werde dieses Ende nicht erleben.“
Das Gemetzel nach Barbarossa war d Beitrag d Sowjetunion, die Welt vor einem siegreichen Hitler zu bewahren, so meine Meinung.
Und das sollte man den Russen auch immer zugestehen.
... dass Sie diesen letzten Punkt einmal so deutlich ansprechen.
Mir scheint, das gehässige Bekritteln des russischen Erinnerns an diese historischen Tatsachen seitens deutscher Politiker, dem ÖRR und den MSM ist einfach nur Teil der revisionistischen Gesamtstrategie in D seit dem WK ll-Ende.
Was Putin darüber hinaus mit seiner Sicht auf den Gesamtstatus der Ukraine historisch, vor Kriegsbeginn und immer noch bezweckt und mit welchem Recht, entzieht sich meiner genaueren Kenntnis, hat aber m.E. mit Ihrem letzten Punkt nichts zu tun.
so wie einst Hitler, seine eigenen Narrative und sein festgefügtes Weltbild. Oha! Mir scheint, dem Autor des Artikels geht es ähnlich, wie der letzte Absatz deutlich macht. Fakt ist, dass Deutschland sich schon wieder mit Russland anlegt, deutsche Politiker sollten doch eigentlich Lehren aus "Barbarossa" gezogen haben. Das Problem: die sind unbelehrbar und dazu noch absolut geschichtsvergessen.
unterschätzt. Napoleon & Hitler wohl die Bekanntesten neben vielen anderen …. Und das ist heute noch so. Vielleicht auch deshalb weil man die territoriale Ausdehnung von Nord nach Süd und vor allem von Ost nach West gar nicht erfassen kann und außerhalb jeglicher rationalen Vorstellung ist.
Russland wird einfach unterschätzt, gerade auch von den so genannten westlichen Demokratien.
Man hätte nach dem Zusammenfall des Ostblocks, sich mit Russland arrangieren können.
Einen riesiger Markt und unerschöpfliche Bodenschätze in einer ungeahnten Vielfalt.
Statt dessen lockte man die ehemaligen Anrainerstaaten mit Geld und Versprechungen in die NATO, zum Preis sich verteidigungspolitisch einen schlanken Fuß, gegenüber den USA. machen zu können. Diese Strategie ist grandios gescheitert und dennoch wird dieser Weg unbeirrt gerade von D fortgeführt in dem man der Ukraine sowohl dem EU als auch dem NATO Beitritt verspricht und damit weiter gegen russische Interessen arbeitet.
MfG a d Erf. Rep.
so und genau so gekommen ist liegt aber nicht originär bei den Europäern oder etwa bei Deutschland - 25. September 2009: "Der russische Präsident Wladimir Putin hielt seine einzige Rede im Deutschen Bundestag am 25. September 2001. Er sprach damals zu einem großen Teil auf Deutsch und warb für eine engere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Partnerschaft mit Europa." >> 100% standing ovations...!!
WER? könnte da wohl (aktiv) gegengesteuert haben..., gegen ein partnerschaftlich mit Russland gemeinsam prosperierendes Europa... ...?? 🤔🤔☹
>> Fragen Sie Herrn Teltschik... (u.a.) 😉
mit Putins Amtsantritt die Grundlagen dafür gelegt was wir heute in der Weltpolitik sehen können, nicht nur gegen Russland.
In einer französischen Doku-Serie zu Xi Jinping, seine Karriere etc., von Arte wurden u.a. Ausschnitte aus Xi's ersten Reden als Parteichef gezeigt... - in 3iner der ersten bot er den USA explizit wirtschaftliche und socherheitspolitische Kooperation 'zum Wohle aller in Frieden und Wohlstand...' oder so ähnlich an...(Wortlaut weiß ich nicht mehr...), ganz ähnlich jener Rede welche Putin 2001 im deutschen Bundestag gehalten hat... - lt. Kommentator ohne Reaktion der USA... ...
>> Zufälle gibt's...!? 🤔
die Grundlagen für seine Politik gelegt, in dem er den Zweiten Tschtschenien-Krieg begonnen hat, 2008 folgte der Georgien-Krieg, Seit 2014 gegen die Ukraine, 2015 folgt Syrien.
Seine "schöne" Rede im Bundestag zählt nicht, da die Realität uns einen imperialistisch eingestellten Politiker präsentiert, so wie man es bei UDSSR Politikern gewohnt war!
NICHT von 'echter Freundschaft', 'Brüderlichkeit' oder gar 'Völkerliebe' [etwas überspitzt ausgedrückt...😉], sondern von NATIONALEN INTERESSEN..., und DIE sind - ich gehe davon aus Russland hat ebensolche... - aus russischer Sicht in Tschetschenien/Kaukasus, gegenüber Georgien und auch gegenüber der Ukraine nun mal deutlich andere als gegenüber der EU/dem Westen...
Ebenso verhält es sich umgekehrt aus EU/westlicher Sicht... - WAS? haben wir hier in Europa/dem Westen davon wenig Georgien zur EU und/oder sogar zur Nato gehört...!??? Ausser Russland 'einzudämmen' und zu pisacken...? Effektiv nichts...!
Mein Buch-Tipp: " Nationale Interessen: Orientierung für deutsche und europäische Politik in Zeiten globaler Umbrüche - AKTUALISIERTE NEUAUSGABE: Die Folgen des Ukraine-Krieges und die Zukunft Europas"
ISBN: 978-3827502087
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beiderseitige!! - gehe ich davon aus, dass Putins Rede 2001 im BT an den Westen getichtet(!!!) aufrichtig und ernst gemeint war... - auch alle die da srehend geklatscht haben kannten im Übrigen die reale russische Politik gegenüber sei en Nachbarn..., und haben trotzdem geklatscht... ... ☝🤔
Aus der Sicht europäischer und deutscher nationalen Interessen war die nachfolgende (US-gesteuerte!) 'Eindämmung' und Abkanzelung Russlands von einer kooperativen Zusammenarbeit auf Augenhöhe ein historischer strategischer Fehler..., Tschetschenien/Georgien hin oder her...., ebenso der Missbrauch der Ukraine durch den Westen/primär die USA als 'Nato-Speerspitze' gegen Russland. Darum geht und ging es - nichts anderes.
>> Mit fatalen Folgen... - Status Quo!
PS: bis zur MSC 2007 sollte man aber mindestens 'historische Kenntnisse' besitzen... 😉
Lieber Herr Frank, weil die Russen von den meisten Europäern nicht unterschätzt werden sind sie der NATO beigetreten, und zwar wollten sie alle so schnell wie möglich beitreten.
Übrigens, die NATO lockt nicht, und verteilt keine Gelder!
Tja, warum hat Deutschland Ihren "Traum" nicht verwirklicht, und ist aus der NATO ausgetreten um mit Russland eine viel versprechende gemeinsame blühende Zukunft zu gestalten? Ja warum wohl?
Vllt. würden wir dann nicht ein weiteres Bundesland namens Ukraine finanzieren müssen? Einen direkten Krieg mit Russland provozieren? Vllt. Gas, Öl und andere Rohstoffe, die wir nicht haben, für unsere Industrie günstig bekommen? Wie vor 2022? Vllt. nicht 5% unseres BIP ins Militär stecken müssen? Auch frage ich mich, was eine Ukraine in der sogenannten Nordatlantische Vertragsorganisation zu suchen haben sollte. Klar, die Nato möchte gerne mit ihrem ganzen milit. Gerät vor der Haustüre Russlands stehen. Natürlich verstehe ich, dass so ziemlich alle Osteuropäer nicht gut auf Russland zu sprechen sind, aber vllt. sollte man auch zur Kenntnis nehmen, dass sich die Zeiten geändert haben. Und vllt., Frau Lubig, sollten Sie sich nicht zu sicher sein, egal, wie lange Sie schon hier leben. Ich lebe jedenfalls schon mein ganzes Leben hier und fühle mich ganz und gar nicht sicher.
was Russland betrifft haben sich die Zeiten des Expansionswillen nicht geändert, da seit Zaren-Zeiten führt dieses Land unentwegt Kriege, und davon wird Russland auch in den nächsten 100 Jahren ungern lassen.
Was Deutschland betrfft, da fühle ich mich sicher, obwohl mir inzwischen vieles nicht gefällt.
imperialen Expansionswillen Russlands - bis nach Lissabon..., wie es lässig öfteren kolportiert wird... - halte ich schlicht und ergreifend für (Kriegs-) Propaganda, auch unsere (D) - (Greul-👹) Märchen für Leichtgläubige und Mitte-Links-Wähler:innen.
Gegenüber seinen direkten Nachbarn und ehemaligen 'abtrünnigen' Sowjetrepubliken im Sinne eines ausgedehnteren Einflußgebiets schon eher bzw. JA. >> sind das aber wirklich unsere Konflikte...?
VOR der Ukraine-Vollinvasion 2022 hat übrigens auch niemand jemals derartiges (Lissabon) im Westen analysiert... ... o.ä. - warum plötzlich jetzt!?!?
PS: ...und bei dem Tempo in dem die Russen vorrücken... ... - WANN? soll das sein...- Lissabon oder Paris? 😉🤣
die hier verbreite "Märchen" mit Lisabon usw., genau so wie alle gefällige "Sonntagsreden", das ist nicht meine Welt, ich halte mich gerne an Fakten, setze diese in einen zusammenhängenden Kontext, dies tue ich, wenn es um Politiker und Politik geht grundsätzlich.
Sie wissen ja, Politiker handeln oft nach dem Motto: "Was interressiert mich mein Geschwätz von gestern", und mit "Märchen" wird man auch fast täglich gut versorgt, meine Erfahrung.
also in dieser Frage keinen Dissens haben...
auch garnicht 'lieben'..., respektieren würde schon ausreichen..., auch mal deren Sicht einnehmen (jetzt nun nicht gerade im Ukraine-Krieg seit 2022 - da ist Russland 100% sicher ein AGRESSOR!!) - generell...; und auf Kooperation zu beiderseitigem Interesse hinarbeiten, auf Augenhöhe, so wie , man es slebst von der Gegenseit erwarten würde... - und die (sowieso verlogene) 'westliche Moralkeule' einpacken, selbige beeindruckt in Moskau nämlich miemanden... ...
DA waren wir übrigens schon mal - theoretisch, ganz kurz... - und zwar genau am Dienstag, den 25. September 2001 ... ...
aber zu diesem Zeitpunkt hat der Putin bereits gegen Tschetschenien "seinem" Krieg geführt, ergo ein Aggresor in die Nato aufzunehmen?
in der NATO /🤣🤣 -- und DAS ist ja genau das Problem... - sie fürchten um IHRE (Aggressoren-) Vormachtstellung... ... die Herren vom 🇺🇸 militärisch-industriellen Komplex 🇺🇸 ...und andere 'Falken'... ... /KEINE Ironie!!
Rede US-Präsident Dwight D. Eisenhower - Warnung vor dem militärisch industriellen Komplex - 17.01.1961:
https://share.google/HALEpobT3Upla2Y9J
NATO-Staaten nicht für IHRE Aggressionspolitik weltweit aus geographischen bzw. logistischen Gründen dringend brauchen - siehe zuletzt Iran-Krieg >> Überflugrechte und Flugplatznutzung; Rammstein... - die Amis hätten sich längst aus Europa und der NATO zurückgezogen - aber sicher! Und Grönland annektiert... ...
Um das ukrainische Mütterchen in ihrem Gemüsegarten geht es jedenfalls am allerwenigsten..., um 'Freiheit' auch nicht - zumindest nicht auf dieser Ebene, NATO. Und Georgien interessiert auch niemanden wirklich - in Washington...
(aber vielleicht würde Russland in der NATO da auch einfach 'voll mitmachen'... - unter Freunden DT&WP?)
Anfang der Nuller-Jahre gab es (inoffizielle) Bestrebungen der Russen (unter Putin!) selbst der NATO beizutreten..., diplomatische Voranfragen diesbezüglich werden seit längerem kolportiert..., die USA sollen abgelehnt haben..., und als 'Ersatz' den 'Nato-Russland-Rat' angeboten haben..., in welchem sich Russland allerdings -nach eigenen Angaben- nicht ernst genommen gefühlt hat mit seinen nationalen Interessen eben... ... Ein Placebo, der NNR.
AUS HEUTIGER SICHT muss man feststellen- hätte man/EU/der Westen die russischen Offerten zur Zusammenarbeit und/oder eine eventuelle Nato-Integraton Russlands mit ernsthaftem Willen für eine breite Zusammensrbeit/Kooperation auf Augenhöhe politisch verfolgt nach 2000+ sähe das heutige Europa gaaanz anders aus..., wirtschaftlich und sicherheitspolitisch.
Die Zukunft Europas, und auch die der Ukraine!, wurde nach dem Ende des kalten Krieges den Hegemonialinteressen der USA geopfert - hunderttausende Tote auf beiden Seiten eingeschlossen... 🤔👎
Ihr Vertrauen in Russland ist groß gewesen, also lassen Sie sich eins sagen, spätstens nach Überfall der Ukraine müsste es futsch sein, und zwar rückwirkend.
Kein vertrauenwürdiges Land überfällt seinen Nachbarn, nur weil es in die EU und in die NATO eintreten will, Punkt!
Unzivilisierter gehts nicht, zumindest in Europa
wie Sie mir das jetzt auslegen wollen... Punkt!
Vollinvasion der Ukraine geschrieben habe...
Und Fakten, die Historie über 25 Jahre und Propaganda (hier wie da...) einfach alles zusammen in zwei oder drei Sätze zu schmeissen... ..., da kommt wohl selten was objektives bei raus... 🤔
Putin-Fans (Hr. Funke z.B.) und Putin-Gegner (Sie) sind die beiden Außenränder der Betrachtung..., die 'objektive Wahrheit' liegt wie auch das Leben schon seehr oft gezeigt hat wohl irgendwo in der Mitte..., mMn.
Aber wir müssen uns da auch nicht 100% einig sein...
Es ist ein alter Menschheitstraum: Aus der Geschichte kann man etwas lernen. Diesem Traum verdankt ja die Geschichtswissenschaft ihre Existenz.
Allerdings wurde die Geschichte schon von Anfang an von vielen Machthabern "instrumentalisiert", um ihre jeweilige Politik zu rechtfertigen.
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Herr Schlie hofft, dass Wladimir Putin etwas aus der Geschichte lernt. Das ist nicht unrealistisch, denn Putin hat sich lange damit beschäftigt.
Anders als Herr Schlie halte ich es aber für noch wichtiger, dass sich die DEUTSCHEN Politiker, die sich samt ihrer Kriegsgeilheit hinter der Brandmauer versteckt haben, endlich einmal ernsthaft und seriös mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen.
Der ÖRR (bes. ZDF) halten permanent die Erinnerung an deutschen Faschismus wach (wohl mit der Motivation, die Brandmauer zu rechtfertigen).
Es ist daher nicht schwer, die historischen Fakten zu finden.
Deutsche Politiker müssen daraus nur noch die richtigen Schlüsse ziehen.
Stalin war der Meinung, dass Nazideutschland nur die aus dem gemeinsamen Zusatzprotokoll der Sowjetunion zugesprochenen Gebiete erobert (Pufferzone). Erst als die Deutsche Wehrmacht ursprünglich sowjetisches Gebiet nicht ausschloss, realisierte er, dass seine Macht in Gefahr war.
...und der durchsichtige Versuch einer Reductio ad Hitlerum Russlands. Im Grunde stellt er eine Projektion des westlichen Verhaltens auf Russland dar. Denn es ist der von den USA angeführte Westen, der seit der Durchsetzung der Doktrinen der amerikanischen Neokonservativen ab dem Jahr 2000 auf Politik verzichtet, der das Völkerrecht zugunsten einer sogenannten »regelbasierten Ordnung« aufgekündigt hat, die nur das Recht des militärisch Stärkeren anerkennt und Politik und Diplomatie durch das manichäische Weltbild einer Konfrontation von »Demokratie« und »Autokratie« ersetzt hat.
Die ganze vom Maidan 2014 bis zum Beginn der »Speziellen Militäroperation« reichende Ereignissequenz war eine fortgesetzte aktive Verweigerung von Diplomatie durch den Westen aufgrund des »festgefügten Weltbilds« des Westens, Russland unwiderruflich als Feind des Westens zu betrachten und damit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu erschaffen.
Herr Schlie bedient opportunistisch das gewünschte Narrativ.
Herr Schlie betreibt Täter Opfer Umkehr. Ja, ja, ich weiß, Putin hat völkerrechtswidrig...
Und sein Karthago-Gedicht. Dies sollte der Kanzlerimitator Merz auswendig lernen. Nein, unsere Politiker, namentlich die der CDU, SPD und den Grünen, haben nichts gelernt aus der dt. Geschichte. Die Frage ist, was will denn Merz von Russland? Will er an die Rohstoffe, will er Russland strategisch besiegen? Oder bloß Rache nehmen an den Russen für seinen Großvater? Was will Friedrich Merz? Oder steht hinter ihm BlackRock, und die wollen sowieso alles? Ich bin mir sicher: Merz wird einen Krieg anzetteln, sich darin verheddern und uns eine Niederlage bescheren gegen die 45 nur ein laues Lüftchen war. Das wird sein Eintrag in die Geschichtsbücher. Nach Merz kommt das 100% zerstörte Deutschland, das von ihm schon innenpolitisch sturmreif gemacht wurde. Merz ist unser Untergang. Es gibt nur eine Wahl. Merz und seine CDU müssen weg und zwar für immer... und vergesst mir unsere Angela nicht mitzunehmen. Mal sehen, was wird, wenn wir noch was zu sehen haben. Adieu Deutschland.
'Meinen Segen' haben Sie zum Untergang Deutschlands..., auch wenn Sie ihn vielleicht garnicht haben wollen...
