Demokratie - Staatsform der Skandale

Der Schweizer Theatermacher Milo Rau wollte den Reichstag stürmen, um „Demokratie für alle und alles“ durchzusetzen. Parlamentsverächter wie er stellen die bürgerliche Ordnung infrage. Doch es zeigt sich auch, dass sie funktioniert – aller Angriffe zum Trotz

Der Schweizer Theatermacher Milo Rau gibt am 07.11.2017 in Berlin Anweisungen zum "Sturm auf den Reichstag"
Milo Rau gibt Anweisungen zum „Sturm auf den Reichstag“ – und scheitert schon nach wenigen Metern / picture alliance

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

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Am 7. November 2017 wurde das Reichstagsgebäude zu Berlin gestürmt – exakt 100 Jahre nach dem legendären Sturm auf den Winterpalast in Sankt Petersburg. Anführer der Attacke auf den Sitz des Deutschen Bundestags war der Schweizer Performance-Aktivist Milo Rau, der mit seiner Putsch-Inszenierung die bürgerliche Demokratie vom Platz fegen wollte, genau wie einst die Bolschewiken die erste und bisher letzte bürgerliche Regierung Russlands unter Alexander Kerenski. 

Milo Raus Berliner Revolution erinnert in Deutschland allerdings fatal an eine andere Vernichtung der parlamentarischen Demokratie: den Reichstagsbrand vom Februar 1933, der den Nazis Anlass war, die Bürgerrechte der Weimarer Republik außer Kraft zu setzen – ein Schritt hin zur Allmacht Hitlers. 

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Rolf Pohl | Mo, 11. Dezember 2017 - 18:08

Nö! Dieser inhaltslose Ulk ist doch längst vergessen.

Christo hatte etwas drauf als er den Reichstag verhüllte.
Der gute Rau nix, garnix!

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