- Kulturpessimismus ist auch bloß eine Masche
Ein völlig konstruierter und blutleerer Text ist mit dem Deutschen Buchpreis prämiert worden. Doch gute Neuigkeiten! Die Anerkennung des kulturellen Bedeutungsschwundes des Landes hat auch etwas Befreiendes.
Keine Frage, Europa steigt ab – politisch, diplomatisch, wirtschaftlich. Auch kulturell ist das Niveau ausgesprochen niedrigschwellig, Flughöhe wäre bereits ein verfehlter Begriff. Erst kürzlich hat mit dem Text „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger ein schlecht konstruierter, völlig blutleerer, ja blödsinniger Text den Deutschen Buchpreis erhalten. Worum geht es? Eine fiktive Autorin hält eine fiktive Rede anlässlich einer fiktiven Preisverleihung. Parallel erinnert sie sich an eine Abenteuerreise in den Amazonas – und an das geheimnisvolle Verschwinden zweier Rucksacktouristinnen aus den Niederlanden.
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Die Zusammensetzung der Juroren beantwortet eventuell das Rätsel, wieso immer blutleerere Autor*innen mit immer faderen Texten reüssieren. Echte Kultur spielt sich längst woanders ab als im etablierten 'Betrieb'. Lesenswerte Bücher findet man nicht mehr in Frankfurt oder Leipzig. Aber mal sehen, mit etwas Glück vielleicht in Halle.
Frau Dorothee Elmiger "Die Holländerinnen" zu lesen und zwar wegen der erhellenden Analyse von Herrn Björn Hayer.
Alleine der Titel "Der abwesende Gott" hat mein Interesse geweckt, ich schrieb m.E. auch etwas vlt. Passendes dazu, das aber keine Gnade vor den Augen der Redaktion bekam.
Ich schreibe, wie wohl die Meisten hier aus der Feder, aus dem Moment, den ich leider so nicht wieder herstellen kann.
Deshalb bleibt der Titel des Textes von Herrn Hayer der wesentliche Gesichtspunkt, auf den ich hinweisen möchte und also der Feststellung, es gehe in dem Buch evtl. um eine höchst wichtige Existenz, zu dem es beitragen möchte.
Das weiss ich erst, wenn ich es gelesen habe.
Zu spät, um den sicher lesenswerten Text von Herrn Pietzcker "auseinanderzunehmen" oder zu bestätigen.
...ein echt geschliffener Text. Ich vertraue mal auf ihre Kritik an der prämierten Literatur. (Habe keinen Bedarf wertvolle Lebenszeit damit zu verschwenden) Die, die so etwas prämieren, sind dann wahrscheinlich an gleicher Stelle und dem gleichem Niveau zu verorten wie die Prämierte(n). Mir hat gefallen, daß sie diese beispielhafte Kritik in einen Gesamtkontext des allgemeinen, geistigen Verfalls entsprechender Gesellschaften stellen. Ich sehe es, in Anlehnung an A. Schopenhauer so, daß "Unsereiner sich selbst die beste Gesellschaft ist", wobei der Blick nach Aussen nicht verloren gehen darf. Das "System" ist überreizt und gebiert in neurotischer Folge ständig mehr Absurditäten, die jegliche Form eines gesellschaftlichen Konsenses fast unmöglich macht. Die Frage ist, wie kann ein dermassen außer Kontrolle geratenes System, schmerzfrei, überwunden werden? Auf der anderen Seite stellt sich die Frage: geht es nur unter Schmerzen oder gar nicht mehr? Ich enthalte mich eines Urteils.
Aus meiner Sicht gibt es nur eine Lösung: Maximale Rückbesinnung auf das Konservative und völlige Entmachtung der Linken!
Viel wird sich aber nicht mehr retten lassen, denn die Linken haben der Gesellschaft das Wissen ausgetrieben, es fehlt der jungen Generation vollkommen die (Wissens-)Basis um Wohlstand zu erhalten bzw. zu mehren!
Auch das über die Jahrhunderte aufgebaute Können auf allen Ebenen haben die Linken ins Negative verzerrt, als ewig-gestrig abgestempelt!
Eine Gesellschaft ohne Vergangenheit hat keine Zukunft, der Linksmensch aber verachtet die Vergangenheit, er konserviert nicht sondern zerstört!
am Niedergang der Kultur alter Prägung in den letzten 10+ Jahren in der modernen Wohlfühl-Konsum-Gesellschaft.
Kaum noch Schmerzen..., dafür reichlich gekünsteltes auf allen Ebenen - Ausnahmen bestätigen die Regel.
/KEINE Ironie oder ähnliches...
"Erst kürzlich hat mit dem Text „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger ein schlecht konstruierter, völlig blutleerer, ja blödsinniger Text den Deutschen Buchpreis erhalten." Ich kenne die Schreiberin nicht, ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich vertraue da Ihrem Urteil Herr Dr. Pietzcker. Warum? Was Sie beschreiben ähnelt doch in frappanter Weise dem, was wir in einem Teil der Gesellschaft und Politik erleben. Warum sollten sich da sog. "Schriftsteller" nicht ausnehmen. Und was Sie da beschreiben: " Vielmehr plätschert der Text im Konjunktiv dahin, oberflächlich und unverbindlich. Anteilnahme mit irgendeiner Figur? " Ist spiegelbildlich der Umgang mit der etablierten Politik mit uns Bürgern, dem Souverän. Mich verwundert das deshalb nicht eine Minute, dass ein solches Buch prämiert wird. Und wir alle wissen, die hier regelmäßig zum Thema Bildung schreiben. Ein Wort, einen Satz fehlerfrei schreiben zu können ist eine Sache, ihn inhaltlich richtig zu verwenden, eine andere.
Das ist IMMER die zwingende Konsequenz, wenn linke (ungebremst) das Ruder übernehmen, denn linke können nur zerstören! Ihre Politik führt zwangsläufig IMMER zu Chaos und Unordnung, unter diesen Bedingungen können Gesellschaften nicht florieren!
Leider ist der Abschwung sehr viel schneller erreicht, als es der Aufschwung ist. Das, was die letzten 20-30 Jahre linker Herrschaft zerstört haben, wird sich nur schwer wieder heilen lassen!
Das Buch kenne ich genau so wenig wie die Autorin und das wird auch so bleiben. Ich habe mich längst daran gewöhnt, das es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Mangel an Qualität und der Häufigkeit der Prämierung gibt. Je schlechter ein Werk bzw. ein Autor/“Künstler“ ist, desto größer ist die Anzahl der Auszeichnungen! Das geht bis zu den Nobelpreisen. Ich habe definitiv keine Angst etwas verpaßt zu haben, schon lange nicht mehr!
Mittelmäßigkeit ist schon zu viel, belanglos/banal trifft es eher!
