Immanuel Kant
Johann H. Claussen liest das Buch „Große Versprechen“ von Detlef Pollack / dpa

Das Politische Buch - Johann H. Claussen liest „Große Versprechen“

Noch geht es vielen im Westen gut – doch wie lange noch? Detlef Pollack erklärt in seinem klugen Buch Wesen, Geschichte und Krise der westlichen Moderne und zeigt, warum ihre Werte auch heute Alternativen überlegen sind. Eine Streitschrift mit Haltung.

Autoreninfo

Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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Karl-Heinz Weiß | Do., 10. Juli 2025 - 16:41

Besteht nicht das Hauptproblem darin, dass die westliche Welt seit Jahrzehnten fast ausschließlich um sich selber kreist ? Besonders augenfällig ist dies bei den Themen Klimaveränderung und Migrationsbewegungen. 1 Milliarde Menschen (Europa, USA, Japan, Australien) will wie selbstverständlich die Agenda für die "restlichen " 7 Milliarden Erdbewohner setzen. Bevor bei den Themen "CO2-Neutralität " und " Willkommenskultur" nicht radikal umgedacht wird, sind solche Ratgeber wie das rezensierte Buch schlicht und ergreifend überflüssig.

Walter Bühler | Do., 10. Juli 2025 - 16:50

Ganz so glatt kann man wohl doch nicht, Theologie und Aufklärung in Eins setzen.
Ich glaube auch, dass die europäische Aufklärung wichtige Impulse aus der christlichen Tradition erhalten hat. Der einstige Erfolg des Christentums bestand aber keineswegs in "Liberalität" im heutigen Sinn.

Das Christentum hat seine größte Wirkung in nicht-demokratischen Zeiten entfaltet. Es ist -wie auch heute wieder - schon immer dem "Fehler" verfallen, den jeweiligen Zeitgeist und die zugehörige Obrigkeit heilig sprechen zu wollen.und den Gläubigen in diesem Sinne zu lenken.

"Pollacks Hoffnung ist die Fähigkeit zu Selbstkritik und -korrektur, die Diktaturen fehlt." Aber auch in unseren Parteien und Institutionen ist kein Hauch von Fähigkeit zu Selbstkritik und Selbstkorrektur zu finden. Das starre manichäische Weltbild ist in unseren Institutionen inzwischen tief verwurzelt.
Und ist die EKD nicht viel zu stark dem Zeitgeist verfallen?? Was unterscheidet sie von den Grünen? Was ist ihr "proprium*