Daniel Günther
CDU-Ministerpräsident Daniel Günther / picture alliance/dpa | Carsten Koall

Daniel Günther und die CDU - Der Totengräber der Union

Aus Sicht Daniel Günthers steht die CDU der Linkspartei näher als der AfD. Setzt sich Günther damit durch, wird die Union schneller untergehen als die Titanic. Und auch für unser Land wäre eine Renaissance links-christlichen Denkens verhängnisvoll.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Zuletzt erschien von ihm „Die Zukunft des Protestantismus“ bei Claudius.

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Wenn sich dereinst Historiker der Frage zuwenden, wie es kommen konnte, dass die ehemals stolze Volkspartei CDU, die Partei Konrad Adenauers und Helmut Kohls, sich in wenigen Jahren marginalisierte, ihre Seele verkaufte und ihr Wahlergebnis fast halbierte – dann wird die Figur Daniel Günther in den Betrachtungen dieser Historiker eine Schlüsselstellung einnehmen.

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Dorothee Sehrt-Irrek | So., 24. Mai 2026 - 11:31

könnte Günther trotzdem richtig liegen, denn die Linke hat in Deutschland nur eine Chance mit Grünen und SPD, nicht aber alleine.
Die Deutschen wählen m.E. nicht wirklich links, eher nach dem 2. Weltkrieg im Osten, weil man wegwollte vom Faschismus, besonders die Sowjetunion und die Kommunisten.
Der Faschismus kam in Deutschland aber selbst an die Macht und verteilte sich mehr oder weniger über große Teile der Gesellschaft als evtl. gesamtgesellschaftliches Phänomen?
Das ist mir noch einmal deutlich geworden, als ich mir das NS-Portal bei der ZEIT anschaute.
Sogesehen scheint mir auch die AfD "gefährlicher" nicht nur für die CDU, weil sie eben gesamtgesellschaftlich anknüpfen kann?
Inhaltlich vergleiche ich sie nicht 1 : 1 mit der NSDAP.
Man kann Günther auch nicht vorwerfen, dass er für Schleswig-Holstein die Grünen präferiert.
Könnte es sein, dass er aber mit SPD und FDP fremdelt?
Ich frage nur.
An Dänemarks Nachbarschaft kann es nicht liegen, die haben noch eine "starke" SPD?

unangenehmer als Grüne oder Linke?
Meine These dazu:
In Österreich hatte ich den Eindruck, dass die Grünen in einem Bündnis mit der ÖVP "folgsam" bleiben, weil ihnen die ÖVP den Zugang zur Macht garantiert?
Die SPÖ hätte es evtl. deutlich schwerer mit den Grünen?
Deshalb kann man m.E. besser gleich als SPD mit der CDU zusammengehen, jetzt bezogen auf Deutschland, zu dem ich aber keine so großen Unterschiede sehe.
Es ist wirklich spannend, sich die politischen Konstellationen im Nachbarland anzusehen...
Kann man die AfD mit der FPÖ vergleichen?
Ich hatte sie anfangs als Mittelding zwischen AfD und FDP gesehen, aber nicht mehr, seit es die NEOS gibt.
Die FPÖ scheint aber in Österreich, sagen wir mal, widerwillig akzeptierte Normalität zu sein?
Ich halte es für angemessener, die Entwicklung in der Bundesrepublik auch mit der anderer europäischer Staaten zu vergleichen.
Das liefe auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD hinaus?
Das ist für etablierte Parteien sicher kein Problem

Dass die Deutschen im Osten gar keine Wahl hatten, sollte auch Ihnen nicht entgangen sein. Wir hatten eine Diktatur, und zwar des Proletariats (ha ha), als dessen Speerspitze sich die von Kommunisten dominierte SED begriff. Die Arbeiter selbst sahen das bekanntermaßen anders, siehe 17. Juni 1953. Ich hoffe sehr, Sie galuben nicht an das Märchen vom faschistischen Putschversuch; es ging klar um materielle Zumutungen der russlandhörigen SED-Bonzen. Auch im Übrigen, strotzt Ihr Beitrag von großer Ahnungslosigkeit und Realitätsferne. herr Grau liegt völlig richtig, Genosse Günther ist für die CDU eine der größten (wenn auch nicht die einzige) Katastrophen. Die AfD ist Fleisch vom Fleisch der CDU, und wenn die Parteiführung das nicht endlich einsieht und entsprechend handelt, geht die CDU den Weg alles Vergänglichen. Sie wird, redlich verdient, schneller Geschichte sein, als sie heute vermutet.

vorstellen, dass ihm die Sozialdemokraten seines Landes etwas "zu schaffen machen", da Herr Stegner bei denen das Sagen hat?
Das wäre dann aber nicht besonders konsistent, denn dieses evtl. "Kantige" eignet vlt. allen Parteien in Schleswig Holstein zu und das "Linke" ist bei Linken allgemein zu Hause.
Ich habe mir mal eine Rede von Herrn Günther im Landtag angehört.
So reden Linke m.E. nicht.
Warum will er das dann der CDU "zumuten", bevor er bürgerlichere Varianten mit Grünen, SPD und Liberalen versucht?
Man mag die AfD äußerst kritisch sehen, das tue ich auch, aber man sollte sich überlegen, dass langfristig in der Bundesrepublik nicht gegen, grob, Bürgerliche regiert werden kann.
Wenn sich weder SPD, Liberale, noch die CDU mit dieser wohl doch großen Gruppe befassen möchte - ich kann es verstehen nach dem 3. Reich, das evtl. einer autoritären bürgerlichen Revolution gleichkam - dann bleibt es schwierig in Deutschland?
Es ist interessant, sich die Berufe in der NSDAP-Kartei anzusehen

wenn man sich mit der AfD befasst, dann wird es erst schwierig in Deutschland.
Könnte man sagen, dass aus dieser Gruppe im Osten die Träger der friedlichen Revolution kamen?
Sie haben sich anfangs m.E. sehr folgsam bei den anderen Parteien untergestellt.
Mit Merkel ging das vielleicht einfach nicht mehr?
Nun halte ich persönlich rein gar nichts von Frau Merkel, das war es dann aber auch schon.
Ich finde, dass kluge Politik der etablierten Parteien langfristig eine AfD überflüssig macht.

R. Blank | So., 24. Mai 2026 - 11:54

Die CSU sollte sich ernsthaft überlegen das gemeinsame bundesweite Bett mit der CDU zu verlassen und sich als wahre konservative Partei bundesweit aufzustellen. Das wäre ein Befreiungsschlag und alle konservativen und liberalen Bürger in Deutschland hätten wieder eine sichere Heimat. Sonst zieht die Schwester CDU sie unaufhaltsam mit den Abgrund.

Peter William | So., 24. Mai 2026 - 12:06

Antwort auf von R. Blank

Nicht umsetzbar, ich weiß, ihrer aber auch nicht. Die linke CDU durch die rechte AFD ersetzen und somit Bayern wieder souverän kontrollieren und die linke Altlast im Bund loswerden ;).

Hans v. Weissensand | So., 24. Mai 2026 - 14:10

Antwort auf von R. Blank

nicht mit Söder, der dreht sein Fähnchen im Wind schneller als der Wetterhahn auf dem Dach.

Peter William | So., 24. Mai 2026 - 12:02

Der Kalte Krieg ist vorbei, seit circa 36 Jahren. Eine Konfrontation mit Westasien auf Basis von Ideologieunterschieden nur schwer umsetzbar. Das verwendete Mittel der Entmenschlichung seitens Grüner und CDU: "Russen sind Orks".

Kann man machen, führt aber eben dazu das LNG Terminals gebaut und eben LNG anstatt von Pipelinegas genutzt werden muss, mit der entsprechenden Energiebilanz. Das Erdöl sehr viel teurer erworben werden muss und viele andere Rohstoffe ebenso. Weil ich es mir zu Angewohnheit gemacht habe, welche Rohstoffe und Vorprodukte dürfen denn nicht mehr aus Russland importiert werden? Die EU hat mittlerweile 20 (?) Sanktionspakete auf den Weg gebracht... Nutzen?

Die USA handeln wenig mit Russland, für die ist das kein Problem. Für viele ostdeutsche Unternehmen hat dieses Sanktionsregime vor allem höhere Einkaufspreise zur Folge gehabt. Versenkt mehr und mehr und noch mehr Geld im schwarzen Loch Ukraine! Ist ja nur Steuergeld, vermisst ihr in Berlin also nicht.

Klaus Funke | So., 24. Mai 2026 - 12:10

Daniel Günther wird unwissentlich zum Totengräber der Union. Er glaubt Gutes zu tun und tut vom Falschen das Falscheste. Das ist Fleisch vom Fleische Angela Merkels, deren Vater als christlicher Kommunist seine Tochter wesentlich geprägt hat. Ich verstehe nicht, wieso der Daniel in seinem Bundesland Zuspruch hat. Das Bürschlein müsste doch dringend vom Fenster weg. Erschadet der Union in massivster Weise. Freilich unter Merz, dem schwächsten Bundeskanzler und Parteivorsitzenden, den die Republik und die Union je hatte, geht sowas problemlos durch. Aber gut. Je eher diese Geisterfahrer untergehen, desto besser für uns alle. Leider ist aber eben die Merkel noch längst nicht politisch tot. Sie wurstelt noch herum, und könnte, welch fataler Irrsinn, zur Vorsitzenden einer Allianz für Friedensgespräche mit Putin aufsteigen. Was ist bloß los mit diesem kleinen "lustigen Land" (ein Aussprich von Frau Weidel)?

Markus Michaelis | So., 24. Mai 2026 - 13:05

die Kapelle spielte noch munter weiter. Das ist vielleicht auch das treffendere Bild. Es geht auch nicht so sehr um Günther: er ist kein übergroßer Katalysator wie vielleicht ein Napoleon. Er drückt einfach aus, was Millionen Menschen, auch CDU-Wähler, tief empfinden. Er setzt da eher wenig eigene Akzente. Es geht also um die Millionen, nicht um Günther.

Da wäre eine Zusammenarbeit mit der AfD tatsächlich direkt tödlich für die CDU (ja, diese Sackgasse ist auch teilweise selbstgemacht, aber sie ist real), eine Zusammenarbeit mit der Linken auch tödlich, aber die Kapelle könnte noch eine Weile spielen.

Das tiefere Problem ist nicht AfD oder Linke, das tiefere Problem ist, dass die Millionen der bürgerlichen Mitte (die aber auch nur eine Gruppe von mehreren sind) es über Jahre verpasst haben ein der sich verändernden Realität angepasstes Welt- und Menschenbild mit begleitendem politischen Angebot zu entwickeln.

Und dem nicht vorhandenen politischen Angebot?
War es die „EU-Rettung“ unter Aufgabe aller finanzpolitischer Vernunft und wider alle Gesetze?
Waren es die Flüchtlingsströme – zunächst die in Budapest Festgesessenen, die aufzunehmen sogar mein Verständnis fand – die dann völlig unkontrolliert einwanderten, mit Folgen, die wirklich niemand mehr leugnen kann? War es das „Klima“? Wo D einen komplett geisteskranken Weg ging, den die ganze Welt mittlerweile belächelt und gewiss nicht nachahmen wird und der unsere wirtschaftliche Basis zerstört (sagen alle Sachverständigen)? Ich könnte noch viele Fragen stellen.

Doch, es gab immer Angebote einer anderen Politik. Basierend auf Voraussagen, die heute alle zutreffen und damals als „menschenverachtend“ „klimaleugnend“ etc. stigmatisiert wurden.
Es gab immer Angebote basierend auf der Realität und anderen Welt- und Menschenbildern (die den Linksgrünwoken halt nicht passten). Aber sie durften nicht diskutiert werden.

Jens Böhme | So., 24. Mai 2026 - 13:11

O-Ton Günther:"Man kann AfD und Linkspartei nicht in einen Topf schmeißen. Die AfD ist die deutlich größere Gefahr." - Wer Koalitionspartner als Gefahren sieht, hat das gesellschaftliche System aufgegeben bzw. keine eigenen Grundwerte.

Thomas Veit | So., 24. Mai 2026 - 13:49

welch 'krudes Personal' sich tatsächlich in der gehobenen CDU befindet... - als MP!

Ich dachte bisher der Genosse Wanderwitz (CDU) ist die Schöpfung der christlich-demokratiachen Elite... -von Mutti abgesehen..., die läuft 'außer Konkurrenz'- aber weit gefehlt: mit Günther hat nun auch die CDU einen echten Linken aks MP... ...👍 /🤣

Hans v. Weissensand | So., 24. Mai 2026 - 14:24

ist ein intellektueller Hinterbänkler. Vor dem Hintergrund der Weimarer Republik und den Naziverbrechen kann man die Gedankenspiele eines Ahlner- Programm zumindest nachvollziehen. Mit christlicher Freiheitsliebe und Eigenverantwortung hat dass mit. Das hat der Katholik Adenauer zum Glück aufgeweicht und der Protestant Ehrhardt später revidiert.

Markus Michaelis | So., 24. Mai 2026 - 15:16

Ja, schon, aber das wäre für mich nicht das wesentliche Argument. Wo sich die "links-christlichen" Ideen mit vielen Ideen in "linksmilitanten" Parteien und ich glaube auch religiösen Strömungen (auch im Islam) treffen, ist dass man in vielem ein Menschen- und Gesellschaftsbild hat, dass von EINEM richtigen Menschsein ausgeht, dass dann für alle Menschen gilt und alle Menschen gleich einschließt. Wortketten wie "Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaat, Glaube, Empathie, Verfassung usw" stehen da monolithisch für DAS richtige Menschsein; verschiedene Facetten, sich immer richtig ergänzend. Keine Fragen, keine Widersprüche, keine weiten offenen Felder, kein Nachdenken, keine Grenzen. Vor realen Fragen steht man dann zunehmend hilflos, im kleinen Umfeld wie in der großen Politik.

Das Konzept, des widerspruchsfreien, klar beschreibbaren Menschen läuft gegen die Wand, ist mein Eindruck. Für reale Menschen fehlen die Konzepte.

Ingbert Jüdt | So., 24. Mai 2026 - 16:07

... weil man sich bei einer Koalition mit dieser sehr viel radikaler eigenes Politikversagen in der Vergangenheit eingestehen müsste – von »Migration« über »Energieversorgung« über »Corona« bis zur Außenpolitik, falls Frau Weidel bei letzterer vor lauter Machtgier nicht doch noch am Ende einknickt.

Nun bin ich selbst gar kein Freund der AfD, weil ich dieser über ein Flickschustern der schlimmsten Auswüchse hinaus keinen langfristig soliden Politikwechsel zutraue. Aber wollen die Brandmauer-Parteien, deren Realitätsverleugnung sich täglich neu mit Händen greifen lässt, so lange den Kopf in den Sand stecken, bis es für eine Alleinregierung der AfD langt?

Erst dann, wenn sie auf keine Koalitionspartner Rücksicht nehmen müssen, kann den in der AfD durchaus vorhandenen Großmäulern ihr Erfolg zu Kopf steigen.

Und bei den Parteien links der Mitte wird sich nichts ändern, wenn sie nicht auf längere Zeit von der Regierung ausgeschlossen und zu einer politischen Neufindung genötigt werden.

Ich weiß es nicht und Sie können es auch nicht beweisen die These das es die AfD nicht kann …..
Warum nicht mal nach Italien schauen ?
Was würde über Meloni für medialer Dreck im besten aller Deutschlands ausgeschüttet.Die Medien allen voran der ÖRR taten ja so, als wäre Mussolini in Frauenkleidern wieder auferstanden.
Und heute ? Sieht Meloni ihrer Wiederwahl entgegen …..
frohes Restpfingsten

Achim Koester | Mo., 25. Mai 2026 - 08:40

Antwort auf von Ingo Frank

Einen grundsätzlichen Unterschied zwischen der AfD und den "etablierten" Parteien, sehe ich darin, dass man von der AfD VERMUTET, dass sie es nicht könne, von der CDU, Grünen und SPD WEISS man es.

Chris Groll | So., 24. Mai 2026 - 16:10

Seit ich im Podcast Ausschnitte aus der Sendung Lanz mit Herrn Günther gesehen habe, ist dieser linke CDU Ministerpräsident für mich absolut unakzeptabel.
Polemisch gesagt: jemand, der nicht genau weiß was er ist und evtl. auch wie viele (Polemik), der nicht einmal weiß, was er in einer Fernsehsendung sagt, ist als Ministerpräsident für mich unhaltbar.
Da unsere Gesellschaft generell aber sehr weit nach links gerückt ist, fällt dieses linke undemokratische Verhalten (alternative Medien wie NIUS verbieten) den meisten gar nicht mehr auf. Sie akzeptieren das Gesagte einfach. Sie
akzeptieren auch, wenn die CDU/CSU eine Koalition mit der Mauermörderpartei SED schließt.

Ingo Frank | So., 24. Mai 2026 - 16:48

gegenüber einer Koalition mit den SED Erben !

So dumm ist der „Genosse“ Günther nicht, dass er nicht weiß, vorhin der Hase läuft.
Mit einem erwartbarem weiteren Niedergang der SPD ist mehr als nur zu rechnen. Das gleiche Schicksal wird die CDU ereilen, wie die Wählerwanderung nach Merzens Wahl belegt.

Da reicht eine Mehrheit vielleicht schon nicht mehr aus Union, SPD und grüner Sekte, da sich das BSW weiter selbst zerlegen wird.
Bleiben nur die „“roten Socken der SED Erben“ als Machtbeschaffer für die Union übrig da eine „rein Linke Koalition“ nur, aber auch wirklich nur, in Berlin (als Bundesland) vermittelbar ist. Als Blaupause ist die Wahl in SA zu betrachten, falls die AfD nicht die absolute Mehrheit holt.
Die Frage ist dann nur, wenn’s jetzt schon nicht mit der GroKo funktioniert, wie soll’s erst dann mit Grünen und Linken funktionieren, die viel beschworene „Einigkeit der demokratischen Mitte“ Ein flotter Fünf‘ er der D noch weiter destabilisiert ?
MfG a d Erfurter Republik

"wie soll’s erst dann mit Grünen und Linken funktionieren?"
Man sieht doch, dass es funktioniert, allerdings nur, wenn man sich Rot oder Grün unterordnet, was ja derzeit geschieht.

christoph ernst | So., 24. Mai 2026 - 17:03

verabscheut Meinungsfreiheit, hält sich für den Nabel des postmodernen Fortschritts und alle Andersdenkenden für brandgefährlich.
Ein nachhaltig entkerntes Naturell garantiert den reflexartigen Kotau vor der Macht bei totalitären Allüren gegenüber Schwächeren.
Solch Apparatschiks waren eigentlich ab Herbst 1989 abgemeldet, bis Angela Dorothea sie nach 2005 erfolgreich bundesweit reanimierte. Und so tobt der Zögling der großen Totengräberin nun durch die Reihen seiner einst bürgerlichen, aber längst heillos desorientierten Partei und richtet den dort maximalen Flurschaden an.
Ein tragischer Fall. Geistig reicht es höchstens zum Filialleiter bei Raiffeisen in Eckernförde, aber er fühlt sich zu Höherem berufen und hat leider beschlossen, Politiker zu werden.
Leider ist das nicht ungefährlich. Für uns.

Angelika Sehnert | Mo., 25. Mai 2026 - 07:52

Die CDU ist am Ende, sie weiß es nur noch nicht. Die lange Herrschaft einer in der DDR sozialisierten Vorsitzenden hat die Partei buchstäblich auf links gedreht. Wo ist etwa ein Roland Koch geblieben? Alle etwas klügeren, etwas konservativeren Köpfe wurden ausgeschaltet. Übrig geblieben sind die Wüsts, Günthers und Radtkes.
Die Tragödie der Bundesrepublik ist jedoch, dass die SPD intellektuell genauso verhungert ist.Das Parteiensystem ist eben so organisiert, dass nicht die Klugen, die Gebildeten, die Lebenserfahrenen oder auch Nachdenklichen sich durchsetzen, sondern diejenigen, die schon mit 16 begonnen haben im Haifischbecken Partei zu trainieren, wie man zu Macht und Posten kommt. Wenn dies das Wichtigste im Leben ist, dann kann man auch schmerzfrei mit linksextremen Wirrköpfen koalieren. Günther lässt keineswegs die früheste Nachkriegszeit CDU wiederaufleben. Er ist ein Linker, dem die CDU den Aufstieg ermöglich hat, weil er das beste Netzwerk bei der Listenplatzvergabe hatte.

Mir ist es auch mehr als schleierhaft wie Sie die damals führenden Köpfe der CDU aussortieren konnte,
Vielleicht durch ein von Mielkes Stasi zusammengestelltes „Sündenregister“ ? Man weiß es nicht solange die Stasiakten der Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Es ist für mich ebenfalls im Osten sozialisierter, schon mehr als merkwürdig, wenn ein Pfarrer samt Familie von West nach Ost zieht, seine Tochter Studieren kann und das noch in der UdSSR ?
Da werden wir vielleicht noch Jahre warten müssen, bis die Historiker Zugriff erhalten. Bloß, wen interessierts dann noch ?
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ihre Idee des "Sündenregisters" ist nicht von der Hand zu weisen, lesen Sie mal nach, wie das Edgar J. Hoover gemacht hat (Gründer und Chef des FBI)

Angelika Sehnert | Mo., 25. Mai 2026 - 08:15

Als Prof. Rödder aus der Grundwertekommission ausgestiegen ist war klar, dass die CDU weder die Kraft noch den Willen hat wieder die liberalkonservative, marktwirtschaftlich geprägte und pragmatisch lösungsorientierte Partei zu werden, die sie einmal war. Die Gremien sind immer noch in der Hand der linksgrünen Merkelianer. Gegen etablierte Parteigremien ist kein Kraut gewachsen. Auch die Wirtschaftsrebellen im Bundestag müssen von ihren Kreis- und Landesverbänden nominiert werden. Dort müsste sich viel verändern. Aber die Netzwerke gegenseitiger Abhängigkeiten sind sehr stabil- bis sie unter der Macht des Faktischen,den kommenden Wahlergebnissen, reißen werden. Denn eines ist sicher, wenn man weiter so an der gesellschaftlichen Stimmung vorbeiagiert- regieren kann man das Gezerre in Berlin ja nicht nennen-, dann werden CDU und SPD viele Mandate nach rechts und links verlieren. Das erklärt die orientierungslose Hysterie in der Partei, schriftlich fixiert in einem Pamphlet aus dem KAH.

Urban Will | Mo., 25. Mai 2026 - 10:00

an meinem Beitrag so schlimm war, welche „key-Wörter“ das Aus bedeuteten, weiß ich nicht.
Also nochmal, harmlos, brav, wie gewünscht halt in diesen Zeiten.

Im Anklang an die Anti-AfD-Broschüre der Union: Sollte dies die Parteilinie sein, es also keinen Widerspruch geben, dann vertritt Günther eins zu eins Parteilinie und ist nur der einzig ehrliche.
Und wenn dies die Parteilinie ist, dann gibt es da auch keinerlei Perspektive, von der Union wieder bürgerlich-konservative Politik zu bekommen. Die haben sich dann voll und ganz dem linksgrünen Lager angegliedert.
Wenn man also den Willen hat, dass sich in diesem Land etwas ändert, dass der linksgrünwoke Irrsinn mit allen Folgen, die mittlerweile jedes Kind aufsagen kann, endet, dann muss man hoffen und darauf hinarbeiten, dass die Union den Weg anderer europäischer, einst konservativer Parteien geht. Nämlich den in die Bedeutungslosigkeit.
Daher: lasst den Günther weiter schwadronieren. Er beschleunigt den Untergang und das ist gut so.

Zu Ihren Anmerkungen, das Zensurverhalten von CICERO betreffend: Ich denke, CICERO wird bald merken, dass es sich mit diesem KI-Zensor einen Bärendienst erwiesen hat. Es werden nach und nach immer mehr User abspringen. Und die Lebendigkeit und Farbigkeit dieses Online-Portals wird abnehmen und in fades Grau wechseln. Aber, was soll´s? Lasst sie ihren Weg gehen. Wir können eh nicht ändern. Also auch von mir ein Adieu. Nicht sofort, aber demnächst bald. Was Ihre Anmerkungen zur CDU-Anti AfD-Broschüre betrifft und den famosen kleinen Westentaschenpolitiker Günther, so stimme ich Ihnen ebenfalls zu. Auch die CDU wird noch merken, dass sie im Grunde ihre Abschaffung betreibt. Aber aus jetziger Sicht ist dies nicht schade. So eine Partei wird im Deutschland von heute nicht mehr gebraucht. Zeit ist es ohnehin. Schauen wir positiv in die Zukunft und die wird blau sein, ohne Zweifel, so wie wir ein Europa der konservativen, nationalen Vaterländer bekommen werden. Thats right! Cetero censeo: Mmw

Lisa W. | Mo., 25. Mai 2026 - 18:40

In der CDU gibt es so einige Totengräber, Günther ist nur der unangenehmste davon - natürlich nach Merkel. 'Intellektuell' wurde Günther hier in einem Kommentar genannt. Das wäre er gerne. Der Mann ist allerdings weit jenseits aller Intellektualität. Wer so ideologisch daher redet, so dreist lügt und nicht davor zurückscheut, dieselbe Grütze wieder und wieder zu erzählen, der ist schlicht und einfach nur links-borniert mit autoritärem Gehabe. Diese Trümmer-CDU, die Merkel hinterlassen hat, ist nun endlich im Kreis der Unwählbarkeit angekommen. Schade, aber Merz hat die Chance nicht genutzt.