Danger Dan
Szene aus dem Musikvideo zu „Keine Angst“ von Danger Dan / Screenshot Youtube

„Keine Angst“ von Danger Dan - Wenn der nette Antifa-Onkel über den Bau einer Terrorzelle klimpert

„Keine Angst“ von Danger Dan ist zwar auch bloß Teil eines „antifaschistischen“ Schlagergartens, zu dem auch die Toten Hosen gehören. Ungefährlich ist es trotzdem nicht, wenn der nette Antifa-Onkel über den Bau einer Terrorzelle klimpert.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Beginnen wir diesen Beitrag mit einer einfachen Feststellung: Linke Gewalt hat sich immer schon primär nicht, wie von Linken gerne behauptet wird, gegen „Rechtsextremisten“ gerichtet, sondern zumeist gegen den Rechtsstaat, vor allem in Gestalt von Polizisten, welche die freiheitlich-demokratische Grundordnung verteidigen sollen, und gegen das Bürgertum respektive bürgerliche Rechte. Der „Kampf gegen den Faschismus“ ist also ein Kampf gegen alles Nicht-Linke. Mit Resistance hat das wenig zu tun.

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Bernd Windisch | Mo., 20. Juli 2026 - 14:17

hier geht es längst nicht mehr nur um einige radikalisierte Jugendliche oder um Punkbands, die mit Provokation Geld verdienen. Entscheidend ist die Rolle öffentlich-rechtlicher Medien. Die FAZ kritisierte die Sendung "Die Anstalt" mit den Worten: "Wie die Macher der 'Anstalt' im ZDF größenwahnsinnig wurden."

Aus meiner Sicht vermittelt die Sendung (nicht nur der nette Antifa-Onkel ) das Bild, Deutschland stehe unmittelbar vor einer faschistischen Machtübernahme. Daraus wird die Vorstellung abgeleitet, dass die bestehenden demokratischen Institutionen versagt hätten und außerparlamentarischer Widerstand notwendig werde. Eine solche Dramatisierung halte ich für problematisch, weil sie das Vertrauen in demokratische Verfahren und das staatliche Gewaltmonopol untergräbt.

Das Gewaltmonopol hat der Staat. Dies sollte gerade auch der ÖR berücksichtigen. Nicht nur das Lied sondern die ganze Sendung gehört abgesetzt!

einer (faschistischen) Übernahme stehen. Allerdings sind die Akteure nicht diejenigen, von denen das behauptet wird, sondern diejenigen, die das anderen unterstellen. Also Figuren wie die die Macher der Anstalt, Pseudokünstler wie Daniel Pongratz oder FSF, Extremisten wie Phillip Ruch von ZPS und seinen Spießgesellen, ganz besonders Mitglieder bestimmter polit. Parteien, die Parteiverbote für Andersmeinende fordern, die Schwerverbrecher im Gefängnis hofieren und deren Organisationen mit Steuergeld unterstützen, was dann z.B. Demokratie leben genannt wird, polit. Spitzenpersonal in höchsten Ämtern, das zu linken Gewaltverbrechen geflissentlich schweigt, gleichzeitig auf Grundrechte bestehende Bürger, wenn ihnen diese entzogen werden, verunglimpft, nach deren Meinung der Spaziergang seine Unschuld verloren hat, für die Gesetze und Regeln nur für andere, den Mob, gelten, weil man selbst darüber steht, per Zwangsgebühren finanzierte Medien das unterstützen. Die Büchse ist weit geöffnet.

ich vermute, dass beide Extreme in dieser Republik lediglich eine laute Minderheit darstellen und sich hoffnungslos in ihre Untergangsnarrative verirrt haben.

Die Antifa ist eine peinliche Bewegung, die nicht damit klarkommt, dass der Zeitgeist längst weitergezogen ist und in ihrer Ohnmacht nun sogar so dumm ist, militant zu werden. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt diese Leute ab, und Gewalt schafft letztlich nur die Legitimation, ihre Strukturen konsequent zu bekämpfen.

im Kampf gegen rechts, hat die Antifa außer der Linke, Grünen, SPD, inzwischen auch Teile der CDU, und den DGB gekapert,
wobei Faschist ist jeder, der sich weigert die AfD als eine neu aufgelegte NSDAP zu qualizifieren. Tja, und bei Antifa gilt die Gewalt gegen diese Gruppe als legitimierte Notwehr, nach dem Motto "wehret den Anfängen".

Wir sind inzwischen so weit, dass die "Linksfaschos" bestimmen wer das Recht auf körperliche Unversehrtheit genießt, und die gekaperten Gruppen nehmen es schweigend hin, oder freuen sich gar.

Und der Verfassungschutz, der ..............

"Wir sind inzwischen so weit, dass die "Linksfaschos" bestimmen wer das Recht auf körperliche Unversehrtheit genießt" ganz so ist es nicht.

Dass es linksextreme Gewalt gibt, bestreitet niemand. Daraus aber abzuleiten, die Antifa habe Parteien, Gewerkschaften oder staatliche Institutionen "gekapert", ist eine weitreichende Behauptung, die belegt werden müsste. Ebenso wenig führt es weiter, politische Gegner pauschal als "Linksfaschos" zu bezeichnen. Wer den Rechtsstaat ernst nimmt, sollte Gewalt und politische Einschüchterung unabhängig davon verurteilen, von wem sie ausgehen.

Dagmar Lubig | Mo., 20. Juli 2026 - 22:53

Antwort auf von Bernd Windisch

Mit "Linksfaschos" ist lediglich die Antifa gemeint,
und mit gekapert ist gemeint, dass man mit Antifa gemeinsame Aktionen macht, obwohl man um ihre Gewaltbereischaft, und Hass gegen die Polizei bestens informiert ist.

Günter Johannsen | Di., 21. Juli 2026 - 20:05

Antwort auf von Bernd Windisch

wollen sie beeindrucken oder hinters rote Licht führen?
Ich denke, sie wissen besser als ich, dass der sogenannte Rechtsstaat längst unterwandert wurde von den selbsternannten Demokraten. Die Wahrheit in ihr Gegenteil zu verkehren, hatten die Linksfaschisten der SED-LINKEN in ihrer DNA: allein wir sind Demokraten ... und wer gegen uns ist, ist Nazi und Faschist!
Das Spiel kenne ich schon aus 40 Jahren DDR/MfS-Knechtschaft ...
Das zieht nicht mehr!

Eine ARD-Tagesschau-Moderatorin hat angeblich über eine Drohung Israels gegen Deutschland berichtet. Doch hinter dem Video steckt ein Deepfake. Dafür gibt es inzwischen sogar Vorlagen in der App Capcut.
Soweit sind wir schon wieder: Linke Lügen sollen Stimmung gegen Juden machen. Da hatte Kurt Schumacher wohl recht: "Marxisten sind nur rotlackierte NationalSOZIALISTEN!" Der LinXe Antisemitismus lebt ungestraft weiter!

Heidemarie Heim | Mo., 20. Juli 2026 - 14:43

"Heute liebe Kinder bauen wir uns eine nette kleine Terrorzelle! Eure Omas gegen rächts haben Euch ja schon mal die Grundlagen bezüglich ACAB dank vorhandenen Langzeitgedächtnisse beigebracht.Darauf können wir aufbauen. Und da mit Musik alles besser geht werden unsere heutigen Lerninhalte melodisch begleitet durch unseren
in vielerlei Hinsicht talentierten Danger Dan! Den wir hiermit mit einem donnernden Applaus begrüßen dürfen! Des Weiteren begrüßen wir einen weiteren Gast von Widerstand, dessen Markenzeichen der sogenannte "Zebra-Look" für sich sprechen dürfte!"
Sorry lieber Herr Krischke! Wie immer ein bitte nicht wörtlich nehmen, "Hammer-Beitrag" von Ihnen! Aber zur Verhinderung meines inzwischen chronifizierenden Brechreizes angesichts der grassierenden Blindheit gegenüber den real existierenden Gefahren für die Demokratie, muss ich mich in Albernheiten flüchten wenn es darum geht die Contenance zu wahren. LG

Sabine Lehmann | Mo., 20. Juli 2026 - 15:46

Während draußen auf den Straßen Krieg herrscht, lebt der indigene ZDF-Mitarbeiter im Bullerbü seines Fernsehgartens. So ließ es sich "die Anstalt" nicht nehmen, die Ausladung dieses harmlosen Anita-Onkels zu bedauern u. inszenierte flugs noch einen Sketch in der Folgesendung, der so unangenehm nach linksradikaler Sch….. roch, man hätte glatt meinen können, dem Geruchsfernsehen sei der Durchbruch gelungen.
Und all diese Desinformationskampagnen, die sich Öffentlich Rechtliches Fernsehen nennt, muss von uns allen bezahlt werden, ob wir wollen oder nicht. Jegliche Kritik, jeder Skandal wird nicht nur konsequent von den Herrschaften in Mainz ignoriert, nein, man versteht sich mittlerweile darauf, am nächsten Tag gleich noch einen Kalauer drauf zu setzen. Man kann konstatieren, in Deutschland herrschen unhaltbare Zustände. Leider beschränkt sich dieses Desaster nicht auf Teilbereiche, sondern auf wirklich Alles, was diese Gesellschaft früher funktionieren ließ. Eine dysfunktionale Wüste!

Angelika Sehnert | Mo., 20. Juli 2026 - 22:59

Lieber Herr Krischke, kleine Korrektur: dieser Danger Typ klimperte nicht, es sollte Igor Levit am Flügel begleiten. Ein klassisch ausgebildeter, in Russland geborener Pianist mit jüdischen Wurzeln, der sich eigentlich durch seine Biographie mit autokratischen und faschistischen Systemen auskennen müsste.
Wenn man davon ausgeht, dass man als Pianist und Hochschullehrer durchaus über Intelligenz und Bildung verfügt, so lehrt dieser Fall ganz nebenbei , dass dies nicht vor Dummheiten und Fehlgriffen schützt.
Ansonsten ein gewohnt brillanter Artikel.

Sabine Lehmann | Di., 21. Juli 2026 - 00:51

Völlig normal in einem Land, in dem es wegen Wetter und Klima gefühlt täglich einen Brennpunkt im Fernsehen und dazu passende gesellschaftliche und politische Orchestrierungen gibt, aber nicht einen einzigen Brennpunkt über bestialisch ermordete Menschen, deren einziger Fehler es war, dass sie in Deutschland lebten, und deshalb leider das täglich neue Aushandeln des Zusammenlebens mit Merkels Gästen nicht überlebt haben.
Dafür gibt es lautes Schweigen, aber nicht nur. Stattdessen werden die bekämpft, sanktioniert und am liebsten verboten, die auf diese Missstände hinweisen. Und deshalb sind solche TV-Exzesse völlig normal. Die Hähne, die heute noch danach krähen, landen morgen schon im Kochtopf. Läuft bei uns.

Heidemarie Heim | Di., 21. Juli 2026 - 09:40

Antwort auf von Sabine Lehmann

Genauer wie man gestern noch erfuhr liebe Frau Lehmann nach Landstuhl bei Kaiserslautern,wo ich auch mal wohnte durch unseren Bundeskanzler höchstpersönlich um den Hinterbliebenen des in Trier am helllichten Tag und auf offener Straße erstochen Studenten sein Beileid auszusprechen!Die Motive des korrekt "mutmaßlichen" Täters afghanischer Herkunft,diese Information muss genügen! angesichts früherer Kommunikationspolitik;), bleiben wie so oft der Fantasie des Betrachters überlassen.In dessen Gehirnwindungen sich vielleicht irgendwann auch mal die Logik durchsetzt,dass wenn besagter Angreifer da geblieben wäre wo er herkommt bzw. nicht der gutmenschlichen
Betreuung u. Aufnahme durch uns anheimgefallen wäre ergo seine Möglichkeiten dem Opfer seine Fertigkeit im Umgang mit spitzen Gegenständen zu demonstrieren als äußerst gering bis ausgeschlossen einzuschätzen sind.Aber Logik war noch nie unser Fall bzw. erwünscht wenn es um die Sicherheit des Normalbürgers im nun bunteren Umfeld geht.LG

Sabine Lehmann | Di., 21. Juli 2026 - 19:02

Antwort auf von Heidemarie Heim

Hätte Ihnen gerne geantwortet, liebe Frau Heim, die KI war dagegen.

Heidemarie Heim | Mi., 22. Juli 2026 - 12:31

Antwort auf von Sabine Lehmann

Doch nicht wegen Behinderung meiner Arbeit;) hier durch die KI.Ich kapiere immer noch nicht warum diese meine hochgeistigen;) Ergüsse zu 99,99% passieren lässt,aber Ihre und die Anderer nicht.Was ich so schön es ist nicht mehr Stunden auf die Freischaltung und mögliche Antworten warten zu müssen ziemlich bedauere und froh bin,dass Sie noch nicht die Geduld verloren haben.
Nein,mir vergeht es so langsam,wenn ich wie heute morgen erfahren musste eine zweite junge Frau und Studentin der Uni Trier sei ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden worden.Bezueglich Anrufen schreibe ich meine Gedanken dazu besser nicht auf im Moment! LG

Konrad Paukner | Di., 21. Juli 2026 - 09:05

wo ein Staatsoberhaupt die Band "Feine Sahne Fischfilet", welche vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft wurde, für das "Wir sind mehr"-Konzert gegen Rechts in Chemnitz beworben hatte? Vielleicht gibt's ja demnächst eine weitere Veranstaltung mit dem "Künstler" Danger Dan, die promiente Werbung erhält.

G. Fischer | Di., 21. Juli 2026 - 10:25

Früher war es leichter, sich mit Linken als mit Rechten zu solidarisieren, weil die Linke sich immer gegen die "da oben" positionierte, was dem kleinen Mann immer recht war. Den Rechten wurde immer vorgeworfen, sich aufs Ausgrenzen einzelner Gruppen zu konzentrieren, was den meisten zuwider war. Das ist vorbei. John Lydon (SexPistols) soll es so formuliert haben. "Ich hätte nie gedacht, dass ich den Tag erleben würde, an dem der rechte Flügel zu den Coolen werden würde, die dem Establishment den Mittelfinger zeigen, und der linke Flügel zu den weinenden, selbstgerechten Trotteln werden würde, die herumlaufen und alle beschämen."

S. Kaiser | Di., 21. Juli 2026 - 12:08

Ob das jetzt so schlau vom ZDF war, den Auftritt zu verbieten sei mal dahingestellt. Das Video von Danger Dan hat nach 4 Tagen auf YT bereits 1 Mio Aufrufe, trendet als #1, hat eine hohe like-Quote und über 15k Kommentare, Tenor: Danke ans ZDF, so hätte man einen Supersong entdeckt. Gleicher Effekt wie vor einem Jahr bei Clownswelt, nur diesmal bei Linken.
Zudem, wenn die Intendanz den Auftritt verbietet, die Moderation sich aber rebellisch präsentiert, das ausgiebig thematisiert und sich positioniert – was ist dann zu erwarten?
Mit Auftrittsverboten durch die Managementebene von oben ist rein gar nichts gewonnen. Das Einzige, was man erreicht, sind Aufmerksamkeit und Solidarisierungseffekte.
Und eine Bestärkung des linken Wahns von der „Gefahr von rechts“ und durch "oben".
"Danke" dem ÖRR, der durch bisherige Einseitigkeit dieses Klima der Angst erst möglich gemacht hat.
Damit schreitet die Spaltung voran und eine dringend notwendige Deeskalation rückt in weite Ferne.