Frank-Walter Steinmeier
Hat selbst Anteil an den tiefen Spuren in der Gesellschaft: Bundespräsident Steinmeier beim Katholikentag / dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier - Einer, der in der Corona-Pandemie nie versöhnte

In seiner Eröffnungsrede beim Katholikentag in Stuttgart beklagt Frank-Walter Steinmeier die tiefen Spuren, die die Corona-Pandemie in der Gesellschaft hinterlassen habe. Die Diagnose ist richtig, und dennoch herrscht Verwunderung über den Bundespräsidenten. Denn Steinmeier ist seiner Rolle als oberster Versöhner der Bundesrepublik in zwei Jahren pandemiegetriebener Politik nicht gerecht geworden. Man kann nicht mahnen und einen, während man gleichzeitig Teile der Bevölkerung stigmatisiert.

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Ben Krischke ist Redakteur bei Cicero. Er studierte Journalistik und lebt in München.

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„Zwei Jahre Corona-Pandemie haben tiefe Spuren hinterlassen: in den Familien, in den Schulen, in der Arbeitswelt, in der Kultur, im Sport – überall in der Gesellschaft. Jeder von uns ist sich seiner Verletzlichkeit, ja seiner Endlichkeit bewusst geworden. Und gleichzeitig haben wir erlebt, wie wichtig es ist, auf andere Rücksicht zu nehmen. Die Schwächeren zu schützen und als Gesellschaft füreinander einzustehen“, sagte Frank-Walter Steinmeier in seiner Eröffnungsrede beim Katholikentag in Stuttgart.

Ja, lässt sich Steinmeier beipflichten: Zwei Jahre, in denen Deutschland lernte und lernen musste, mit diesem vermaledeiten Coronavirus zu leben, haben in der Tat tiefe Spuren hinterlassen. Und ja, diese ziehen sich – bis heute – durch die gesamte Gesellschaft. Diese Risse haben Menschen aus dem Land fliehen lassen, die sich nicht impfen lassen wollten, und sie zeigen eindrücklich, wohin eine pandemiegetriebene Politik – mit all der Hybris und all dem Irrsinn, der mit ihr in den vergangenen zwei Jahren einhergegangen ist – führt: nämlich nirgendwohin, wo es schön ist, frei und friedlich.

Bis zum letztgültigen Narrativ

Dass es so weit gekommen ist, ist eine Tragödie. Und es ist erstmal gut, dass Steinmeier dies wohl ähnlich sieht. Und doch lässt sich den Worten des Bundespräsidenten nicht lauschen, ohne etwas verwundert auf den Mann im Schloss Bellevue zu blicken, der sich in Stuttgart als Versöhner inszenierte; als Stimme der Vernunft in aufgeregten Zeiten. Das wäre eigentlich die Rolle gewesen, die Steinmeier hätte einnehmen müssen in diesen zwei Seuchenjahren. Als Mahner, als Mäßiger, als Chefdiplomat zwischen den deutschen Gesellschaftsfronten. Eine Rolle, der er nie ausreichend gerecht geworden ist.
 

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Mehr noch: Bundespräsident Steinmeier hatte auch seinen Anteil daran, dass die sich früh abzeichnenden Gräben – als kleine Risse schon während der ersten Corona-Proteste im Jahr 2020 erkennbar – nicht etwa gekittet, sondern über Monate hinweg immer tiefer und tiefer gegraben wurden, bis hin zum letztgültigen Narrativ von der „Pandemie der Ungeimpften“. Selbst gesprochen von dieser „Pandemie der Ungeimpften“ hat Steinmeier, soweit der Autor dieser Zeilen das überblickt, zwar nie. Aber auch er hat mitgemacht, einen Teil der Bevölkerung stigmatisiert und so seinen Beitrag geleistet, dass sich dieser Narrativ in vielen, in Millionen Köpfen festsetzen konnte.

Eine Folge ist, dass bis zuletzt kaum Worte des Bedauerns der politisch Verantwortlichen zu vernehmen waren, weil man die Schuld an dieser Pandemie und ihren Folgen – wohlwissend, dass man es sich damit viel zu einfach macht – längst konsequent ausgelagert hat auf eine Minderheit, die sich im besten Deutschland, indem wir jemals lebten, plötzlich am Pranger wiederfand, beworfen mit Begriffen wie „Nazi“ und „Corona-Leugner“, stigmatisiert von Kopf bis Fuß und zum Abschuss via Schlagstock und Pfefferspray freigegeben. Wider die wissenschaftliche Evidenz, wider jedes Mitgefühl. Ja, zu oft wider jedwede Vernunft.

Steinmeier noch im November 2021:

Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, und sie gefährden uns alle. (...) Ich bitte Sie noch einmal: Lassen Sie sich impfen! Es geht um Ihre Gesundheit, und es geht um die Zukunft Ihres Landes!

Steinmeier noch im Januar 2022:

„Es gibt sie, die große Mehrheit der Vernünftigen in unserem Land, Menschen, die Verantwortung für andere zeigen! Millionen, das darf nicht vergessen werden, halten sich an die Auflagen. Aber – und darum sitzen wir heute hier – es gibt eben auch all das andere. Jede gewaltsame Eskalation ist eine zu viel. Denn es geht nicht nur um die Missachtung von Versammlungsrecht oder Hygieneregeln. Es geht um die Missachtung des sozialen Friedens in unserem Land. Hass und Gewalt zerstören das Fundament unseres Miteinanders."

Und Steinmeier nochmal im Januar 2022:

Ich sehe aber mit Sorge, dass radikale, vor allem rechtsextreme Kräfte, denen es nicht um Corona geht, sondern die unseren demokratischen Rechtsstaat angreifen, dass die die Proteste für ihre Zwecke instrumentalisieren und zunehmend andere vor ihren demokratiefeindlichen Karren spannen. (...) Nur fürchte ich, diese Mehrheit darf nicht still bleiben, wenn Extremisten die Axt ans demokratische Urvertrauen legen.“

Es wäre an Steinmeier, vor allem an ihm als Bundespräsident gewesen, selbst „Rücksicht zu zeigen, die „Schwächeren zu schützen und sich mahnend zu Wort zu melden, dass aus jedweder, vielleicht auch berechtigter Kritik am ungeimpften Teil der Bevölkerung oder an den Corona-Protesten kein undifferenzierter Hass entstehen darf, kein Zustand, in dem sich die einen erheben über die anderen, weil sie deren persönliche Entscheidungen partout nicht tolerieren wollten. Kein angeblich vernunftbürgerlicher Angriff auf die Menschenwürde.

Man kann nicht mahnen und einen, während man gleichzeitig stigmatisiert. Und obwohl sich zweifellos unter den Corona-Protestlern auch Corona-Leugner finden, Extremisten, Menschen, die sich irgendwann politischen Rändern angeschlossen haben, waren darunter auch viele Menschen, die berechtigte und ernstzunehmende Kritik am Handeln der Regierenden hatten. Die sich zu Recht sorgten um die Freiheit in diesem Land. Und deren Sachargumente nicht gehört und nicht toleriert wurden, weil sie teilweise hingenommen haben, dass mit ihnen Menschen auf die Straße gehen, die eigentlich andere Interessen als die ihren vertreten. Aber eine Meinung ist nicht zwangsläufig falsch, nur weil sie auch von den falschen Leuten artikuliert wird.

Toleranz ist etwas, das jede freie und liberale Gesellschaft braucht, um eine freie und liberale Gesellschaft zu bleiben. Und Steinmeier wäre als Bundespräsident selbstredend nicht der einzige politische Akteur gewesen, aber ein ganz entscheidender, der hätte einstehen müssen für Toleranz, für eine freie und liberale Gesellschaft, die auch jene zu integrieren weiß, die manches anders sehen als eine echte oder angebliche Mehrheit – und dabei auf nichts anderes pochten als die ihnen vom Grundgesetz garantierten Rechte. Auf ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit zum Beispiel. Und auf ihr Recht aufzumucken, wenn sie finden, dass sich die Mächtigen auf einem pandemiepolitischen Irrweg mit weitreichenden Konsequenzen über die reine Virusbekämpfung hinaus befinden.

Kein Wort des Mitgefühls

Keine deutlichen Worte des Bedauerns, dass Schulkinder stundenlang in Masken gezwängt wurden, waren von Steinmeier bis heute zu hören. Kein klares Wort des Mitgefühls für jene, die Angst hatten und haben vor einem neuen Impfstoff. Kein starkes Wort der Warnung an jene, die zugelassen haben, dass Menschen auf den letzten Metern ihres Lebens zuerst isoliert und dann beim Sterben alleine gelassen wurden. Kein deutliches Wort der Mäßigung an jene Politiker, die ihre Bevölkerung nach 22 Uhr nicht mehr aus dem Haus ließen oder den Menschen ihr Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit entzogen haben. Dabei müssen sich Grundrechte – und das ist eine Wahrheit, die sich viele Menschen auch wegen Politikern wie Steinmeier nicht öffentlich zu sagen trauen – nicht in Schönwetterzeiten bewähren, sondern dann, wenn es ungemütlich wird. Dafür wurden sie gemacht.

Wer, wie der Autor dieser Zeilen, über Monate hinweg teils hautnah miterlebt hat, was der Staat alles zu tun bereit war, um den Infektionsschutz durchzusetzen, wieviele Polizisten er schickte, um friedliche Demonstrationen im Keim zu ersticken, wie viele Kinder er gegen ihren Willen isolierte, weil irgendein anderes Kind einen positiven Corona-Test hatte, ja, der kann sich nur wundern über den Bundespräsidenten. Und über seine Worte beim Katholikentag in Stuttgart. Waren die Kirchen während der Corona-Pandemie zu leise? So lautete eine Frage in Steinmeiers Rede. Der Bundespräsident hätte auch fragen können: War ich zu leise? Auf beide Fragen lautet die Antwort: Ja. Sich das einzugestehen, wäre ein erster Schritt in die richtige, in die versöhnende Richtung. Denn die tiefen Spuren sind tiefer, als es sich unsere Gesellschaft auf Dauer leisten kann.

Dominik Roth | Fr, 27. Mai 2022 - 15:02

mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde war ein Tiefpunkt in der deutschen Geschichte.

die Figuren mal angeschaut, die diesen Menschen "gewählt" haben? Wie die Kandidatenliste überhaupt war und wie sie zustande gekommen ist? Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: niemand aus diesem Forum hat ihn gewählt, selbst wenn er es gerne getan hätte.

Ms Frei | Fr, 27. Mai 2022 - 15:28

Dieser Mann ist schwer erträglich.
Immer seine Grabesstimme, theatralische Pausen, bedeutungsschwerem Gestus und selbstgefälliger Gutmenschigkeit.
Ich kann mich an keine große Rede oder Tat im Amt erinnern.

Christa Wallau | Fr, 27. Mai 2022 - 15:43

lieber Herr Krischke: Es geht weder Steinmeier noch den meisten Teilnehmern am Katholikentag ums Versöhnen, sondern um das Feiern der eigenen Hoch-Anständigkeit bzw. Tugend.
Da bestätigen sich alle nur, daß sie auf dem richtigen Weg sind, während viele andere - Da draußen! - in ihrer Verirrung, Dummheit oder Bosheit sich auf dem Holzweg befinden.
Mitgefühl für diejenigen, die am meisten unter den rigorosen Corona-Maßnahmen zu leiden hatten? Verständnis für die Zweifler am Sinn der Impfungen u. harten Eingriffe in die Grundrechte?
Warum denn? Alles, was der Staat unternommen hat, war doch nur zum Besten aller! Davon ist Steinmeier bis heute überzeugt.
Genau so geht er weiterhin davon aus. daß die
Menschen, welche AfD wählen oder nicht mehr wählen gehen, selbst die Schuld tragen an ihrer Unzufriedenheit. Bei gutem Willen müßten sie doch klar erkennen, wie aufrichtig sich die Regierungen in trauter Einigkeit mit den Kirchen-Oberen um ihr Heil bemühen.
Eine typische Pharisäer-Haltung.

nämlich dass die AfD davon profitieren könnte, wenn Sie Ihre gar nicht so dezente Werbung für Ihre rechtsextreme Partei jetzt in jedem Ihrer Kommentare unterbringen - unabhängig vom eigentlichen Beitrag. Auf den Sie ja in der Regel nicht einzugehen pflegen, sondern eher versuchen, das Forum zu mißbrauchen um der AfD, einen Heiligenschein zu verleihen - die doch permanent Opfer von Verleumdung ist, sich aber selbst nichts vorzuwerfen hat.
Gleich ob es das Thema Lindner oder Steinmeier ist - Sie kommen immer mit der AfD angelaufen!

Dabei braucht man sich nur die jüngst bekanntgewordenen Chats zu gönnen, um zu sehen, was für eine "grandiose" Partei Sie fast schon obsessiv dem Cicero-Online-Leser aufdrängen wollen. Dass das dem Forum hier überhaupt nicht gut tut, sei nur nebenbei bemerkt.
Tröstlich: Sie werden damit höchstens das Gegenteil von dem erreichen, was Sie hoffen.
Zehn verlorene Wahlen in Folge: Da überschätzen Sie Ihren Einsatz wohl ein wenig.

Frau Wallau.
Pharisäertum. Nichts trifft diesen Herrn besser.
Man sieht ihn förmlich jeden Morgen vor dem Spiegel stehen und „beten“, den Hausherrn von Bellevue: „Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute...“
Steinmeier verkörpert wie kaum ein anderer diesen Typus des Selbstgefälligen.
Er merkt nicht einmal all diese Aspekte, die Herr Krischke hier aufgeführt hat.
Der – und das ist ja gerade das Schlimme – glaubt tatsächlich all den Quark, den er von sich gibt, sonnt sich wohl in dem „Topp – Ergebnis“ (als Resultat der Feigheit d Schwarzen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, nur aus Angst, der könnte eine Stimme d Blauen bekommen, was für ein Kindergarten!!) seiner Wiederwahl.
Er macht politisch mehr kaputt als das sämtliche Ausreißer der Blauen je könnten, trägt zur Abwertung, teilweise wohl auch Verachtung, dieses eigentlich so wichtigen Amtes mehr bei als alle seine Vorgänger zusammengenommen.
Ein „Staatsoberhaupt“, dessen man sich schämen muss.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 27. Mai 2022 - 15:55

Walter der Spalter wird auf Demos gerufen und in anderen Lesefroren gerne zitiert. Eigentlich ungehörig gegenüber dem höchsten Repräsentanten des Staates. Eigentlich. Aber was wahr ist muss auch wahr bleiben, sagt der Volksmund. Und deshalb haben Sie Herr Krischke für mich die Wahrheit geschrieben über Walter, der vom ersten Tag an zeigte, das er niemals unparteiisch der Präsident aller Deutschen sein kann und will. Ich kenne keine Präsidenten vor ihm, bei aller Kritik über den ein oder anderen, der in solch einem Maße den präsidialen Schraubenschlüssel an das Rad der Demokratie und unseres Grundgesetz gelegt hat, so wie er es getan hat. Anstatt das Rad fest anzudrehen, der Politik die Leviten zu lesen und Rechtsstaatlichkeit einzufordern, hat er selbst Hand angelegt, die Schrauben zu lockern bis die Räder gefährlich flattern. Nicht nur seine Person, sondern das Amt hat er schwer beschädigt und inzwischen ist er eine Belastung geworden. Und in den Kreise kath. Heuchler passt er hin.

WD Hohe | Fr, 27. Mai 2022 - 15:57

Zum Thema Versöhnungen braucht es keinen Herrn Steinmeier. Auch zu keinem anderen . Zu Mitgefühl schon gar nicht.
Zu allerletzt nicht in diesem Amt, in das ihn ein 2tes Mal zu wählen er seine Partei gezwungen hat
Es braucht ihn niemand.
Tatsächlich auch nicht seine Erwähnung.
>>>
Insoweit stimme ich Ihrem Kommentar ausdrücklich zu.

Enka Hein | Fr, 27. Mai 2022 - 16:15

....jemand der "einen" konnte, geschweige den wollte.
Ihm fehlt dazu einfach die nötige Distanz zum linksgrünen Politbetrieb.
Und dazu kommt sein einfacher Geist und seine politisch einseitige Ausrichtung. Er ist keiner der sich in andere Leute hineinversetzen kann.
Er ist ein einfach gestrickter Nickaugust der vom Blatt oder Prompter ablesen kann.
Das war's.
Versöhnen und einen sind Fremdwörter im geistigen Nebel eines Steinmeiers.
Er ist zwar kein Bratwurstverkäufer. Aber zur Fischbude für feine Sahne Fischfilet reicht's.

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 27. Mai 2022 - 17:06

Wahre Worte, Herr Krischke, aber die Spaltung der Gesellschaft begann bereits unter seinem Vorgänger Gauck, der dieses Land in einen hellen und einen dunklen Teil spaltete. Auch beim jetzigen war es nicht der erste Akt der Teilung der Nation. Bereits bei dem Mord in Chemnitz hat er eine nach seiner Meinung Minderheit von der politischen und gesellschaftlichen Diskussion ausgeschlossen.
Dafür war er an vorderer Front mit Worten dabei, wenn linke Radikale „protestierten“, da war keine Rede davon, nicht mit Feinden der Demokratie zu demonstrieren. Die Minderheit, die er so marginal, so vernachlässigbar hält, die kann sich aufsummiert haben. Sie wird mit jeder Spaltung größer. Das Problem ist, dass Ihre Stimme in politischen Debatten der Parlamente nicht gehört, ja sogar von vornherein ausgeschlossen wurde und wird. Das mündet zunächst in Resignation, in Hilflosigkeit. Die Gruppe wird jedoch größer und irgendwann kann sie zur Mehrheit werden.
Was dann, Herr Bundespräsident?

Rainer Mrochen | Fr, 27. Mai 2022 - 17:45

So sehr ich ihren Ausführungen folgen kann, diesem Apparatschik, der jetzt den BP mimt, hat für mich, in seiner gesamten, politischen Laufbahn nichts anderes als systemerhaltendes Verhalten (selbstverständlich SPD orientiert) an den Tag gelegt. Exakt in diesem Sinne agiert er weiter. Haben sie ernsthaft etwas anderes erwartet? Der kann ( schlimm genug ) oder will (noch schlimmer ) gar nicht anders ohne dabei aus dem Auge zu verlieren sich selbst nicht ins Abseits zu stellen. Immer schön linientreu. Als BP ein Totalversager, wie im übrigen auch ein substantieller Teil der Ministerinnen und Minister des derzeitigen Kabinetts und das nicht erst seit gestern. Es scheint durchgängige Praxis zu sein, sein eigenes Unvermögen eingestehen zu wollen, selbst wenn das für Land und Leute nachteilig ist. Hatten wir alles schon. Sind das Charaktere oder lediglich blutleere Sachverwalter, ausschliesslich am eigenen Ego, an der Position, der vermeintlichen "Aufgabe" interessiert? Mich widert das an.

H. Stellbruch | Fr, 27. Mai 2022 - 19:51

Der erhobene Zeigefinger ist die übliche rhetorische Geste des Bundespräsidenten. Er ist der Lautsprecher der politisch Korrekten, der Virokraten, kein Präsident aller Bürger, sondern nur der richtig denkenden.
Seine Wiederwahl zeigt ebenso wie die liebedienerischen Urteile des Bundesverfassungsgerichts zum Nachteil der rechtssuchenden Bürger, wie stark die Parteien sich diesen Staat zur Beute gemacht haben.
Es ist keine charismatische Figur in Sicht, die diese Zersetzung der staatlichen Institutionen auf das verfassungsgemäß Gewollte zurückführt.
Wir sind den Parteien ausgeliefert. Hoffentlich wählen sie sich nicht ein anderes Volk. Naja, das tun sie bereits mit der Migrationspolitik....

Sabine Lobenstein | Fr, 27. Mai 2022 - 20:21

für Ihre schriftstellerischen Leistungen in den letzten Monaten. Sie haben mich mit Ihren kritischen und ehrlichen Stimme daran gehindert, zu verzweifeln, in einen gesellschaftlichen Klima des scheinbar legitimierten kollektiven Hasses. Ich selbst bin zwar geimpft, aber mein Gerechtigkeitssinn und mein Verständnis für Grundrechte und Demokratie waren und sind zutiefst erschüttert. Ihre Berichte haben mir das Gefühl gegeben damit nicht alleine zu stehen. Und auch die Hoffnung, dass wir in Deutschland diese nicht enden wollende dunkle Zeit der woken Identitätspoltik mit totalitären Fachismus irgendwann überwinden werden. Sie sind für mich einer der wenigen Helden in dieser Zeit. Sie opfern Ihre "mainstream-Karriere" für die moralische und faktische Wahrheit. Sie geben mir den Mut und die Kraft weiter auf der Strasse zu kämpfen, für die Demokratie und Freiheit des Einzelnen. Machen Sie bitte auch so weiter...

Ronald Lehmann | Fr, 27. Mai 2022 - 23:32

Das Volk sollte endlich Mal den Politikern klarmachen, dass nicht das Volk für die Politiker als Lakaien avanciert & manifestiert wird, sondern das die Politiker dafür Sorge zu tragen haben, dass die Rahmenbedingungen für alle Bürger so gestaltet sind, dass sich ein jeder zum Wohle & Gewinn ALLER entfalten kann & das ausgleichende Gerechtigkeit & Entfaltung durch die Säulen der Macht garantiert & gefördert wird.

Und wie sieht die Realität aus.

Hass, Spaltung & andere niedere Beweggründe, die einem soweit die Röte ins Gesicht treibt, dass das Volk friedlich Aufbegehren sollte.

Nicht das Volk sollte den Staat fürchten, sondern der Staat sollte das Volk fürchten, weil dieses ihr legitimiertes Recht einfordert.

Die Offenbarung, die Aufklärung, Fakten, Zahlen, Wege.
Alles ohne Umwege & ohne wenn & aber.
Und als Bundespräsident immer mit besten Beispiel immer voran.

Was würde jetzt meine Frau sagen?
Träume weiter. 😎

Solange es Wähler wie Otto und Gerhard Normal gibt, die nicht erkennen um was es geht und ihre Befindlichkeiten über die der Allgemeinheit stellen, wird sich nix ändern. Deren Bick reicht nicht bis zum Tellerrand, müsste aber darüber hinaus gehen, damit sich etwas ändert.
Zum Amt des BP! Es ist zum Spielball der Parteien verkommen. Gauck wurde gewählt, weil er den Auftrag der CDU, brisantes Material, das in der sogen. Gauck-Behörde lagerte, verschwinden zu lassen, zu 120% erfüllt hat. Zum Dank durfte er ins Schloss einziehen. Wir dürfen ihm bis an sein Lebensende alimentieren. Und, der jetzige- wie heißt der? Muss ich den Herrn Niemand kennen?

Jochen Röschmann | Sa, 28. Mai 2022 - 01:51

1. Der Krischke ist für den Cicero ein echter Gewinn!
2. An und für sich haben Schranzen am Hof nur was verloren, wenn sie nicht an dessen erstrangiger Stelle stehen.

Ingo Frank | Sa, 28. Mai 2022 - 10:06

Person anzulasten.
Das Auseinanderdriften der Gesellschaft begann damit, das die Entscheidungsträger.=
Regierenden, die strategische Denkweise und die komplexe Betrachtung, ganz einfach dem Zeitgeist unterwarfen. Und dieser Zeitgeist besteht darin, alles was dieses Land auszeichnete in dem wir „gern & gut Leben“ über Bord geworfen wurde. Was hat z.B.
ein Zunami in Japan mit der Abschaltung der AKW in D zu tun? Ein Land welches 2015 seine Grenzen vor illegaler Einwanderung nicht schützen kann, aber in Zeiten von Corona schon? Und dies geschah m.M. unter sehr großen Einfluss der Links Grünen od. Grün Linken
beherrschten Medienlandschaft. Und, anstatt sich im Staat Verantwortlichen dem entgegenzustemmen, wurde fleißig in deren Chor eingestimmt. Eine offene Diskussion wurde schlicht weg mit der Nazi- Keule unterdrückt. Wer wenig zweifelte = kleine Nazi, wer viel Zweifelte = großer Nazi. Und alle Zweifler wählen AFD und sind halt die Obernazis.
Mit f.Grüßen aus der Erfurter Rep.

Armin Latell | Sa, 28. Mai 2022 - 10:53

Corona ist nur ein weiteres "Highlight" in der Geschichte des Totalversagens eine F.W. Steinmeiers. Natürlich liegt es im Auge des Betrachters, ob es ein Versagen oder ganz im Gegenteil, erfolgreich beabsichtigtes Agitieren war. Steinmeier war und ist ideologisierter Parteisoldat, intellektuell absolut unauffällig, der sich gerne theatralisch und vermeintlich staatstragend Schwätzen hört. Er war noch immer bei jedem gesellschaftlichen Krisenthema ein absoluter Spalter, für ihn gibt es nur seine Meinung und die falsche. Unter dem Strich ist er aber, genau wie die ganze Clique der aktuell agierenden "Politiker", das Produkt einer Gesellschaft, die sich in komatösem Tiefschlaf befindet, aber am Tropf der Phrasen, falschen ideologischen Heilsversprechungen, Indoktrination und Manipulation noch am Leben gehalten wird. Irgendwer muss seinen Lebensstil ja bezahlen.

Werner Gustav | Sa, 28. Mai 2022 - 13:05

Jedes einzelne Wort über diese Person ist die pure Verschwendung.

Schlage vor wie bei Verstorbenen zu agieren. Gibt es nix gutes zu sagen, sagen wir lieber nichts. Und NICHTS, passt doch wunderbar. Ein Haufen nichts auf 2 Beinen.

Joachim Kopic | Sa, 28. Mai 2022 - 18:14

... wir müssten nur alle rot-grün werden (vielleicht mit etwas schwarzem Schatten und gelben Leuchtstreifen - also Wespenlook), aber auf keinem Fall blau ... das geht garnicht - langt schon, dass der Himmel so gefärbt ist ... ach was, ich lass es lieber ;)

Karsten Paulsen | So, 29. Mai 2022 - 13:58

Ich bin Jahrgang 1955, bundesrepublikanisches Kind. Fast mein gesamtes Leben und gesamtes Berufsleben habe ich für den Zusammenhalt dieser Gesellschaft gearbeitet, in dem ich half deviante, kriminelle und/oder drogenabhängige Menschen einen Wiedereinstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Oft in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, Gerichten und anderen Behörden. Nachdem ich als Ungeimpfter die letzten 2 Jahre derart kriminell durch Staat, Gesellschaft und Politik ausgegrenzt, angegriffen und beschimpft wurde, bin ich inzwischen zu einer Versöhnung nicht mehr bereit.