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Demo: "Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern", 22.03.2026 / picture alliance / dts-Agentur | -

Collien-Fernandes-Demos - Die fragwürdige Renaissance des gesunden Volksempfindens

Der Fall Collien Fernandes hat eine Welle der Empörung ausgelöst, die alle Grundlagen des aufgeklärten Rechtsstaates beiseite fegt. Vor allem aber zeigt sich einmal mehr: Moralische Urteile sind vom jeweiligen Weltbild abhängig.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Zuletzt erschien von ihm „Die Zukunft des Protestantismus“ bei Claudius.

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Eines vorneweg – nicht aus Opportunismus, sondern aus Überzeugung: Was der Schauspieler Christian Ulmen seiner ehemaligen Frau Collien Fernandes mutmaßlich angetan hat, ist unentschuldbar und abstoßend. So etwas darf man nicht verharmlosen. Und ja: Es ist ein großes Verdienst von #MeToo, dass Männer mit solchen und anderen widerlichen Machenschaften nicht mehr durchkommen. Viel zu lange wurden sexuelle Übergriffe aller Art, ob im Büro, im Backstage-Bereich oder in der Ehe, als ein Kavaliersdelikt abgetan. Doch das sind sie nicht. Die Fälle um Epstein, Weinstein und Strauss-Kahn zeigen, dass es sich hier um ein grundlegenderes Problem handelt, das – sagen wir es deutlich – mit männlicher Macht zu tun hat. Und dabei geht es nicht immer gleich um Vergewaltigung im engeren Sinne. Viel zu viele Männer in leitenden oder prominenten Positionen nutzen offensichtlich immer noch ihr Prestige und ihren Einfluss aus, um Frauen gefügig zu machen. Und es ist daher unbedingt an der Zeit, diese schmierige Verbindung von Sex und Macht zu durchbrechen.

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Urban Will | Sa., 28. März 2026 - 11:59

ist eines Intellektuellen, für den ich Sie (und Sie selbst sich wohl auch) halte, unwürdig.
Zu spät kommen Sie auf das eigentliche Thema:
das ideologisch motivierte Verschweigen dessen, was in Deutschland zu Alltag gehört: Vergewaltigungen von Frauen seitens – meist illegal – eingewanderter Männer.
Scheinheiligkeit, Bigotterie, Einseitigkeit und Verlogenheit, all die Widerlichkeiten der linksgrünwoken Szene müssen immer wieder erwähnt und öffentlich gemacht werden.
Auch wenn es dort nichts ändern wird, die Menschen, v.a. die Unions-Wahlschafe müssen immer wieder daran erinnert werden, wem die Union sich da unterworfen hat.
Denn auch wenn Merz oder wer auch immer mal den einen oder anderen Spruch raus lässt: beim Thema Brandmauer stehen sie Seit an Seit.
Und genau dort wäre der Ort, an dem man ansetzen und ein Ende der Allmacht dieses linksgrünwoken Geschmeißes einleiten könnte.

Sabine Lehmann | Sa., 28. März 2026 - 12:22

Irritierend schon der erste Satz. Da steht zwar „mutmaßlich“, aber am Ende wird es eine Feststellung: „angetan hat“?! Die Feinheiten der deutschen Sprache, ein dünnes Eis, wenn es um die Reputation und die Unschuldsvermutung einer Person geht. So ist es m.E. doch gerade deshalb angebracht hier den Konjunktiv zu benutzen:
„angetan haben k ö n n t e“.
Gerade vor dem Hintergrund, dass inzwischen eine offizielle Stellungnahme von Ulmens Rechtsanwalt vorliegt, in der die Hauptvorwürfe bestritten werden bzw. in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. So sollen die körperlichen Tätlichkeiten laut spanischer Polizeiakten auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Verbreitung von sog. Deepfake Videos wird komplett bestritten.
Wie dem auch sei, die Sache ist nebulös, ihre Aufklärung Sache der Justiz.
Deshalb ist der wahre Name der Frau Fernandes vielleicht auch Collien Erfand..es…..

Meinen Dank dafür. Aber ich bin ein Mann. Darf ein Mann heutzutage überhaupt einer Frau danken? Dass dies nicht missverstanden wird. Deepfake! Das Ganze, ich rätsele noch, ist entweder insgesamt ein Fake oder ein Ablenkungsmanöver erster Klasse. Vielleicht will Frau "Erfandes" bloß ein paar tolle Rollen abstauben, damit sie nicht ganz im schauspielerischen Nirwana verschwindet. Ich sah sie früher mal ("Wilsberg"?) in ein paar kleinen Nebenrollen, unbedeutende typische Stichwortrollen, und auch da fiel sie nur wegen ihres "südländischen" Aussehens auf, nicht durch schauspielerische Brillanz. Oder sie macht die Klinkenputzerin für die Bundesjustizministerin. Oder es ist die Freundschaft zur Frau von Klötenberg. Klar ist, bald wird sich die Versenkung öffnen und die ganze Bagage verschwindet darin. Das Ganze läuft schief wie der Irankrieg. Aber alles hängt bekanntlich immer mit allem zusammen. Egal. Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter. Mehr ist nicht dazu zu sagen. QED

Dass diese Bagage wieder in der Versenkung der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet, ist leider reines Wunschdenken, lieber Herr Funke. Denn der Jahrmarkt der Eitelkeiten hat gerade erst begonnen.
Es gibt so viele Trittbrettfahrer und Mitnahmeeffekte bei dieser moralinsauren Orchestrierung, das Angebot ist unerschöpflich. All diese Gutmenschen und Totguten kommen immer dann hervor, wenn sie auf den Zug vermeintlich moralischer Unfehlbarkeit aufspringen können, um persönliche Defizite wie fehlende Prominenz, Präsenz, Potenz, oder einfach nur nicht vorhandene Integrität und andere Unzulänglichkeiten kompensieren zu können!

Klaus Funke | Sa., 28. März 2026 - 16:58

Antwort auf von Sabine Lehmann

Nein, natürlich verschwinden diese vom Staat gepamperten Statisten nicht, aber die öffentliche Wahrnehmung wird schwach und schwächer. Weil die nächste Sau schon am Dorfende wartet. Nein, da müsste schon noch etwas Kräftigeres passieren. Wie wäre es mit einem kleinen Mord? Oder eine Entführung? Oder einem Attentätchen auf eine der lieben Protagonistinnen (komisch, es sind immer Frauen - warum nur?). Frau Erfandes trug doch jetzt schon eine die Brust betonende schussfeste Weste. Und sie konnte nicht zu "ihrer" Demo gehen - wegen zu viel Jubel? Nein, wegen Fremdgefährdung. Ich sage, wir sollen abgelenkt werden. Der Krieg rückt näher und näher, und nicht etwa der um die Ukraine. So dumm ist der Putin nicht. Nein, die iranischen Raketen redet man uns jetzt ein. Dass aber die viel größere Gefahr von dem Fanatiker Netanjahu ausgeht, von ihm und seinen heimlichen Atomwaffen. Und von der Ausrufung des Notstandes in Israel und damit der Ausrufung der Samson-Option (wer weiß schon, was das ist)!

Ich weiß schon was das ist, lieber Herr Funke. Ich glaube nur nicht, im Gegensatz zu Ihnen, dass es dazu kommt. Und ich halte Netanjahu auch nicht für einen Irren. Das sieht bei dem Orangenen auf der anderen Seite des Atlantiks allerdings anders aus. Von daher halte ich, was das Thema Unzurechnungsfähigkeit anbelangt, den für weitaus gefährlicher inzwischen......

Klaus Funke | Sa., 28. März 2026 - 21:37

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ich wünsche nicht, dass es wahr wird, was ich befürchte. Und im Jom-Kippur Krieg 1973 wäre es ja beinahe soweit gewesen. Ich hoffe nicht, dass Sie den Falschen die Daumen drücken. Seit Netanjahu den Messias ins Spiel gebracht hat und damit die Karte des religiösen Fanatismus spielt, halte ich alles für möglich. Fakt ist, die Amerikaner überlegen derzeit krampfhaft wie sie aus der Nummer wieder herauskommen, es könnte sogar eine Palastrevolution im Oval-Office geben. J.D. Vance hält zwar noch treu zur Orangelocke, aber wer weiß wie lange. Ich weiß nicht, liebe Frau Lehmann, warum Sie den Juden so sehr verbunden sind - ich hätte dazu mehr Anlass - und ihnen sozusagen einen Persilschein ausstellen, aber leider stehen die Deutschen, und derzeit besonders die Westdeutschen, häufig auf der falschen Seite und glauben alles richtig zu machen. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie nicht enttäuscht werden. Alles Liebe und Gute für Sie.

Gisela Hachenberg | Sa., 28. März 2026 - 22:36

Antwort auf von Klaus Funke

Woher wissen Sie denn, lieber Herr Funke, dass die Deutschen und (das betonen Sie!) die Westdeutschen häufig auf der falschen Seite stehen? Soll heißen, dass die Ostdeutschen, vor allem Sie, auf der richtigen Seite stehen??? Ein bisschen schräg, würde ich sagen. Sie scheinen immer noch ein Problem mit „Ost“ und „West“ zu haben! Schade!

hat ein Problem vor allem mit den Ostdeutschen: Warum ist der Anteil der Ostdeutschen in Führungsgremien und in staatlichen Positionen selbst anteilig zu niedrig? Warum werden Ostdeutsche noch immer wie Menschen zweiter Klasse behandelt? Warum wird uns das "AfD-Problem" schuldhaft" angelastet? Warum sind die Renten und Löhne noch immer nicht angeglichen? Tausende Beispiele könnte ich nennen. Wie sagte mein Freund, der Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle: "Die Einheit ist erst vollzogen, wenn der letzte Ostdeutsche aus dem Grundbuch gelöscht ist" Im Grunde hat er Recht. Meine Tochter lebt in München und sie schämt sich Ostdeutsche von Geburt zu sein. Man lässt sie das spüren, jeden verdammten Tag. Nee, liebe Frau Hachenberg, die Deutschen sind noch lange nicht wiedervereint. Und kommen Sie mir nicht damit, die Exbundeskanzlerin wäre ja eine Ostdeutsche gewesen. Erstens war sie das nicht und zweitens hat sie uns elendig verraten. Ich jedenfalls bin stolz, vor allem Dresdner zu sein.

Sabine Lehmann | Sa., 28. März 2026 - 23:23

Antwort auf von Klaus Funke

Auch wenn man zuweilen den Falschen vertraut, bei der Einordnung der sogenannten Guten und Bösen differiert und über Kreuz liegt, wünschen wir uns beide, und sicher nicht nur wir beide alleine, dass die Irren sich am Ende nicht durchsetzen, den Terminus des „Gewinnen“ spare ich mir an dieser Stelle wohl besser! Ich bin nicht blind, lieber Herr Funke, ich weiß auch, dass nicht alle Israelis und nicht alle Menschen jüdischen Glaubens gleich ticken, und niemals würde ich von „den Juden“ sprechen, aber wir haben eine historische Schuld, Generation hin oder her, und dass der israelische Staat und seine Bürger von allen muslimischen Seiten in ihrer Existenz bedroht sind, unabhängig auf welche Art und Weise, ist unumstritten. Von daher ist seit der Zäsur im Oktober 2023 meine Solidarität u. Verbundenheit wegen dieses bestialischen Massakers noch gewachsen. Daher…
So viele Zeichen Platz hat der Kommentarbereich nicht, aber vielleicht ändert ein längerer Moment des Innehaltens etwas..Alles Gute

Hans Jürgen Wienroth | Sa., 28. März 2026 - 12:31

Da war der Autor aber sehr „nett“ zu denen, die auf die Straße gingen. Insgesamt gibt es weitere Kritikpunkte.

Das Unschuldsprinzip des Rechtsstaates wurde bereits in der Ära Faeser zumindest für die Beamten abgeschafft. Da genügt die Beschuldigung für die Entlassung, der Beschuldigte kann ja seine Unschuld dann beweisen.

Was ist mit den Frauen, die ihre „weiblichen Reize“ zum beruflichen Vorankommen nutzen? Ist auch das die Schuld des Mannes? Ist das dann Patriarchat oder Matriarchat? Ist letzteres genauso verwerflich? Ich habe noch nichts davon gehört, ist ja das „schwache Geschlecht“, oder?

Bei dem Fall in Neukölln kommt hinzu, dass Jugendclub und Jugendamt bewusst weggeschaut haben, um die jungen Männer mit Migrationshintergrund (aus patriarchalischen Ländern) nicht zu stigmatisieren.

Für mich ist das alles verlogen und verkommen, ein schmieriges politisches Schauspiel, wie es Fleischhauer in seiner Kolumne sinngemäß nannte.

Walter Buehler | Sa., 28. März 2026 - 13:03

... Scherbengericht, Volksgerichtshof, ...: es gibt viele bunte Gewänder, in die sich die Barbarei einkleidet, wenn sie wieder einmal das Gesetz und das Recht in einem Land verdrängen will.

Die neudeutsche mediale Pseudo-Prominenz, die sich im Dschungelcamp tummelt und im Bordellmilieu ihre Heimat zu haben scheint, interessiert mich persönlich nicht besonders. Mein Mitleid mit Frau Fernandes hält sich durchaus in Grenzen. Mit solchen Leuten habe ich nichts zu tun.

Dass SPD-Frau Bas gleich einen passenden Gesetzesentwurf präsentieren kann, gibt dem Ganzen einen merkwürdigen Geschmack.

Kleine Korrektur, lieber Herr Bühler. Es ist nicht Frau Bas, sondern ihre Kollegin von der SPD, die Justizministerin Hubig, die das neue Gesetz direkt nach Bekanntwerden der Fernandes Schmieroper aus dem Hut gezaubert hat. Ein Schelm, wer Böses dabei vermutet. Man hält halt den Bürger für blöd! 🥺

Man wird älter, aber nicht unbedingt gescheiter.

Karl-Heinz Weiß | Sa., 28. März 2026 - 14:23

Nach meiner Kenntnis wurde in der Berichterstattung bisher nicht erwähnt, wer die Demonstrationen in Berlin und Hamburg angemeldet hat. Das "Muster", die öffentliche Wahrnehmung in einem sehr frühen Stadium zu "prägen", kommt mir bekannt vor. Und das frühere "Sturmgeschütz der Demokratie " ist dabei erneut prominent vertreten. Auch in diesem Fall wurde die ursprüngliche Berichterstattung des SPIEGEL durch nachfolgende Medienveröffentlichungen "umgelenkt“. Das erschwert (wieder einmal) gerichtlich dagegen vorzugehen.

Hier wird manipuliert, dass die Schwarte kracht. Eine Frau führt ihren Privatkrieg an zwei Fronten: auf der einen Seite ihr persönlicher Rosenkrieg, auf der anderen Seite lässt sie sich bewußt manipulieren für Astroturfing – eine perfide PR-Technik, um die Meinung einer Minderheit als angebliche breite Mehrheitsmeinung zu etablieren.

Keine Frage, Porno-Fakes verabscheut jeder. Aber hier geht es um etwas anderes: die aufgeputschte linke Berufsempörung soll dafür genutzt werden, ein Gesetz zu etablieren, das die Anonymität der Meinungsäußerung abschafft, den Art. 5 GG weiter aushöhlt und IP- Adressen speichern soll. Was Ubig plant, geht weit über die Erfordernisse der Deepfake – Bekämpfung hinaus. Und das soll es sicher auch.

Fernandes lässt sich instrumentalisieren und änderte in den letzten Tagen ihre Vorwürfe, jetzt ist von DFakes nicht mehr die Rede. Ulmen streitet ab, überhaupt kompromittierendes Material ins Netz gestellt zu haben.

Mein Eindruck: die Frau will Ulmen vernichten.

S. Kaiser | Mo., 30. März 2026 - 10:53

Antwort auf von Hans-Hasso Stamer

... ist genau das Stichwort, das auch ich anbringen wollte.
Als treibende Kraft hinter der Kampagne steht die NGO „HateAid“ und Fernandez wurde mMn als Gesicht der Kampagne bewusst gecastet. Den persönlichen Schaden, den Fernandez/Ulmen (und ihre Familie) dadurch nehmen und noch nehmen werden, wurde billigend in Kauf genommen. Tatsächlich traue Frau Fernandez nicht zu, die negativen Folgen, die sie – aufgrund der Tatsache, dass sie sich hier instrumentalisieren lässt - davontragen wird, abzuschätzen. Die jetzt händchenhaltenden elitären Feministen dieser NGO (ALvH, JB), prominenten Aktivistinnen (LN) und grün-linken Politikerinnen werden sie nach Vollendung ihrer Mission in ihr C-Prominenz zurück fallenlassen, und ihre schauspielerische „Karriere“ wird endgültig vorbei sein, weil ihre Person „verbraucht“ ist. Nicht gut durchdacht.

Sabine Lehmann | Sa., 28. März 2026 - 14:30

Skurilitäten ist man seitens der Grünen ja gewöhnt, die SPD-ler sind ihnen zwar dicht auf den Fersen, aber Ricarda Langs frommer Osterwunsch, der Bundeskanzler möge sich jetzt einschalten, ist selbst für das politische Berlin ein Tiefpunkt, im Grunde schon ein Abgrund.
Dass Friedrich dann fast brav übers Stöckchen sprang, war abzusehen, schließlich kann er sein wahres Ich als Avatar der Unheiligkeit aus der östlichen Uckermark kaum mehr verbergen, aber WAS er dann genau sagte, das entsprach nicht so ganz der grünen Wunschvorstellung und der rosaroten Matrix, die man sich im grünen Universum von der deutschen Realität so mühselig geschaffen hat. Denn oh Schreck, der Kanzler meinte doch tatsächlich, dass man beim Thema Gewalt gegen Frauen die Migranten-Problematik nicht vergessen dürfe! Oh Mann, Friedrich, Treffer, versenkt! Ob das mal gut geht? Ich gehe jede Wette ein, spätestens am Montag gibt es die 360-Grad-Wende....oh sorry, ich meine natürlich 180 Grad...mir ist so schwindlig;-)

Hans Page | Sa., 28. März 2026 - 15:07

Mit Volksempfinden hatten diese Demonstrationen wohl eher nichts zu tun. Sie waren gut organisiert und mobilisiert von einschlägigen Gruppierungen die höchste Kampagnenfähigkeit haben und schon oft bewiesen haben. Dass Frau Neubauer da führen mitmacht zeigt ja schon dass da nichts spontan ist, das Gegenteil ist der Fall.

Sehr geehrter Herr Page, mit Volksempfinden hatte diese Demonstration nichts zu tun aber mit dem "gesunden Volksempfinden". Dieses hatte bei den NationalSOZIALISTEN Hochkonjunktur.
"Der Begriff gesundes Volksempfinden ist eine mindestens seit dem wilhelminischen Kaiserreich verwendete Umschreibung für die angeblich unverbildete Meinung einer „gesunden Volksgemeinschaft“. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde daraus ein für die NS-Justiz fundamentaler Rechtsbegriff."
Diese Einfügung nur, damit ich nicht morgens Besuch bekomme.

Sabine Lehmann | Sa., 28. März 2026 - 15:45

Ja, deshalb sendet unsere öffentlich rechtliche Erziehungsanstalt heute Abend zur Prime Time einen Krimi mit erheblichem Erziehungsauftrag, er trägt den vielsagenden Titel "Ostfriesentotenstille". Jetzt mag man sich fragen, wer sich solche intelligenten Filmtitel ausdenkt und welche Motivation man im Vorfeld im Schilde führte als das Script geschrieben wurde, aber wie immer ist das ZDF ganz nah bei den Menschen, am Puls der Zeit quasi. Man(n)/Frau kann den brutalen Atem der Realität für Frauen in Deutschland direkt schon beim bloßen Anschauen des Trailers auf der Haut spüren. Weil, wie kann es anders sein, der Feind in Deinem Bett(ja In DEINEM: Frau, Mädchen oder was immer Du glaubst zu sein!) liegt direkt neben Dir, wohnt neben Dir, sitzt Dir am Schreibtisch gegenüber und steht an der Supermarktkasse hinter Dir: Der Teufel. Der Böse Weiße Mann. Wie Du fragst Dich, wo der Migrantenanteil bleibt? Echt jetzt? Wie bist Du denn drauf? Etwa Nazi oder gar AfD-Wähler? Also schäm' Dich doch;-)

Ja, bei den deutschen ÖRR-Krimis muss auch nach meinem Eindruck inzwischen wohl jeder Drehbuchautor für jede Verbrechergestalt eine Art Ariernachweis vorlegen. Nicht-arische oder nicht-deutsche Verbrecher kann es in der ÖRR-Welt nicht geben, und eine weibliche Verbrechergestalt darf - ebenso wie eine intakte Familie (mit einem normalem Vater) - nur manchmal und dann nur mit Sondergenehmigung vorkommen.

Die Welt als Wille und Vorstellung, wie sie in der Phantasie der divers-woken Journalistenschar herumgeistert. Herr Relotius und Frau Relotia denekn wohl wirklich so.

Andreas Peters | Sa., 28. März 2026 - 17:48

Hr. Ulmen schon mal vorab zu verurteilen. Dabei kommen jetzt wohl gerade Dinge ans Licht, die die Aussagen von Fr. Fernandes anders aussehen lassen. Selbst die spanische Justiz scheint skeptisch zu sein. Und daß das Ganze orchestriert aussieht (Fernandes - Hubig - vorbereitete Demo) ganz im Stil der Potsdam-Konferenz, ist nicht von der Hand zu weisen.

Nach derzeitiger Erkenntnislage hat die spanische Justiz das Verfahren von Frau Erfandes gegen C. Ulmen wegen Körperverletzung inzwischen ausgesetzt, was immer das heißen mag, lieber Herr Peters. Vermutet wurden wohl gegenseitige Tätlichkeiten.
Sorry mit dem Namen dieser Frau, aber jedes Mal wenn ich "Fernandes" schreiben will, spinnt meine Tastatur und raus kommt immer "Erfandes", wie das nur zu erklären ist? Sachen gibt's.......

Heidemarie Heim | Sa., 28. März 2026 - 18:58

Auch ne Form von Bürokratieabbau. Rechtsprechung, Gerichte und Gedöns brauchen wir nicht. Machen wir kurzen Prozess!
Nannte sich früher mal Lynchjustiz!
Alles ganz harmlos und völlig normal im modernen Rechtsstaat. Und gefährdet die Demokratie kein bisschen geehrter Herr Dr. Grau. Und bezugnehmend auf Ihre Forderung nicht nur für virtuell vergewaltigte Promis, sondern real missbrauchte, gequälte und öfter auch dabei ermordete Kinder, Stichwort Kinderpornografie, oder für die tagtäglichen Opfer von Vergewaltigung auf die Straße zu gehen, wie stellen Sie sich das vor? Bei täglich statistisch gesehen 37 und z.B. in 2024 13.320 registrierte Vergewaltigungen. Das wäre doch ein bisschen viel für unsere Aktivisten. Meinen Sie nicht? MfG

Jens Böhme | Sa., 28. März 2026 - 21:10

Wenn Männer auch zu Hyänen werden - da ist die Gleichmachereiorgie im Artikel überspannt worden. Männliche Hyänen sind das Letzte in der Hyänenrangordnung, werden vom dominierenden, weiblichen Rudel drangsaliert und haben weniger Testosteron als weibliche Hyänen.

Gerhard Fiedler | Sa., 28. März 2026 - 21:17

werter Herr Grau!
Sie schreiben: "Was der Schauspieler Christian Ulmen seiner ehemaligen Frau Collien Fernandes mutmaßlich angetan hat, ist unentschuldbar und abstoßend."
Ohne Vorverurteilung hätten Sie schreiben müssen: "Was der Schauspieler __________ _____ mutmaßlich angetan HABEN SOLL, ist unentschuldbar und abstoßend."
Es fällt mir schwer, Ihnen dieses "hat" als Versehen durchgehen zu lassen. Ich tue es dennoch.

das tue ich nicht, weil es war kein versehen, zumal bei Hochschulbildung kann man entsprechendes Wissen samt Umgangs mit eigener Muttersprache erwarten, besonders bei sensiblen Themen.
Ohne deutsche Schulbildung, ich habe angefangen zu lesen, und nach diesen ersten Zeilen gleich wieder aufgehört!

H. Abele | So., 29. März 2026 - 12:24

"Was der Schauspieler Christian Ulmen seiner ehemaligen Frau Collien Fernandes mutmaßlich angetan hat, ist unentschuldbar und abstoßend."
Ein solcher Satz sollte erst formuliert werden, wenn auf das Wörtchen "mutmaßlich" verzichtet werden kann.

Angelika Sehnert | So., 29. März 2026 - 16:39

Der Verdienst von MeToo ist, dass Männer nicht mehr mit Frauen im Aufzug fahren und bei Besprechungen mit weiblichem Personal die Bürotür offen lassen. Die angeblich schmierige Verbindung von Sex und Macht mag es geben,ist aber doch kein Massenphänomen. Es wird ja so getan, als ob jeder männliche Vorgesetzte ein potenzieller Täter wäre. Übrigens fällt völlig unter den Tisch, wie sehr auch Frauen ihre Macht missbrauchen können. Schließlich gehören immer zwei dazu: eine Person,die Macht missbräuchlich ausübt und eine, die es sich gefallen lässt. Als Frau frage ich mich immer häufiger, was all das Gedöns mit der Emanzipation gebracht hat, wenn sich Frauen im Jahr 2026 immer noch zum Opfer machen lassen.
Das Ganze ist eine linke,aufgebauschte Erzählung bei der es um etwas ganz anderes geht, im konkreten Fall derzeit um die Eliminierung unerwünschter nicht -linker Meinungsäußerungen. Ein fein abgestimmtes Vorgehen von NGOs,Politik,ÖRR und einer Frau, die Krieg gegen ihren Ex-Mann führt

Markus Michaelis | So., 29. März 2026 - 19:43

Als Gesellschaft finde ich es wichtig zu unterscheiden, was man per Gesetz regeln will, was moralisch verwerflich sein soll, was privat sein sollte und was man politisch aushandelt. Das sind jeweils verschiedene Dinge, die verschieden zu behandeln sind.

Was man welcher Sphäre zuschlagen will, was im Graubereich ist, was jeweils sicher nicht dazugehören soll, ist (bei einem Blick in die Welt) bei vielen Dingen kulturabhängig.

Für unsere Gesellschaft fände ich es wichtig zum Einen zu akzeptieren, dass eine Gesellschaft sich immer wandelt und man prinzipiell auch akzeptieren sollte, dass ziemlich vieles die Verortung prinzipiell wechseln kann (etwa ein bestimmter Sprachgebrauch prinzipiell strafbar beleidigend werden könnte: Nicht-Gendern, N-Wörter etc.).

Zum Anderen ist es aber auch wichtig, dass eben nicht alles dasselbe ist. Ich kann Dinge scharf ablehnen (Frauenwitze, Männerfantasien), aber sie sind nicht strafbar, sondern politisch oder privat auszuhandeln.