- Cicero Podcast Gesellschaft: „Links und rechts haben während der Pandemie die Seiten gewechselt“
Der österreichische Publizist Christian Felber hält der autoritären Versuchung während der Corona-Krise ein „Lob der Grundrechte“ entgegen. Ein Cicero Podcast Gesellschaft über verlorene Freiheiten und politische Verschiebungen während der Pandemie.
Die Corona-Krise stellte einen massiven Anschlag auf die Grundrechte dar. Ganze 25 in der Verfassung verbürgte Rechte wurden in den Jahren der Pandemie eingeschränkt oder beschnitten. Was im Laufe der letzten 250 Jahre Schritt für Schritt proklamiert und in nationales und internationales Recht integriert wurde, wurde damals binnen Stunden außer Kraft gesetzt. Der Publizist und Gemeinwohl-Vordenker Christian Felber analysiert im Gespräch mit Ralf Hanselle, dem stellvertretenden Chefredakteur von Cicero, das oftmals autoritäre Pandemie-Management, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen.
Dabei interessiert die beiden besonders die Frage, wieso es ausgerechnet die Angehörigen der politischen Linken waren, die während der Gesundheitskrise leichtfertig Grundrechte abgeräumt und Freiheiten beschnitten haben. Wie war es möglich, dass der Gedanke der Solidarität zum Teil in sein Gegenteil verkehrt werden konnte, ohne dass es auf Seiten der Linken zu größeren Protesten gekommen wäre? Und wie sähe ein Pandemie-Management aus, das aus den Fehlern der Vergangenheit seine Lehren gezogen hätte?
Das Gespräch wurde am 27. November 2025 aufgezeichnet.
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Ärger von der Seele schreiben muss:
Da fasst sich Herr Felber hoffentlich auch selbst an die Nase?
Ich kann sehr irren und reagiere schon negativ, wenn ich das Wort "Aktiviste" lese, aber waren die sogenannten Aktivisten nicht Teil dieser Entwicklung, die evtl. "links" und "Merkel-konservativ" unter einen Hut brachte?
Unter "Merkel-konservativ" verstehe ich ein "Jetzt ist es mal so", "Scheitert dies so scheitert das" etc.
Zugegeben hatten Aktivisten m.E. mehr Argumente, aber zwischen "Merkel-konservativ" und Aktivismus wurde evtl. die verfasste parlamentarische Demokratie zerbröselt?
Vor allem Parteien?
Es gab nur noch Merkel und "Bewegte", Sorry, sich Bewegende?
Als "Therapie" würde ich da nicht sogleich noch mehr Bewegung "verordnen", aber auch nicht "Ordnung, um der Ordnung willen".
Es geht ganz entscheidend um die Inhalte und da hat Attac in meinen Augen ganz gute Karten vor rechts-konservativen Vorstellungen.
Bitte versuchen Sie es also wieder mit Argumenten.
Meine Bitte an Alle
Vielleicht präferiert Herr Felber die Gemeinwohlökonomie, weil er glaubt, dass der Kapitalismus Krisen brauche?
Nein, braucht er nicht, im Gegenteil.
Allerdings kann die Ökonomie nicht alle Konflikte lösen, die in sie hineinragen.
Der Ukrainekrieg nutzt der Rüstungsindustrie allgemein, ob kapitalistisch oder autoritär produziert, er "schadet" aber der zivilen Produktion MASSIV.
Solange militärische (Geo)Interessen die sozialen überwiegen, wird er nicht beendet.
Wir leben aber in einer sozialen Marktwirtschaft und verfassten Demokratie. Herr Felber möchte sie gerne um eine grüne Dimension ergänzen?
Ein Vetorecht von Gesellschafts-Räten sollte aber nur berechtigter Einspruch sein, keinen Grundsatzcharakter besitzen oder ein Klagerecht nach sich ziehen.
Dasselbe gilt für ein Vorschlagsrecht.
Hatten wir während der Pandemie einen "Ausnahmezustand"?
Wenn der auf mangelnder Information seitens von Regierungskreisen beruhte und evtl. nicht vorhandener wissenschaftlicher Legitimität...hoppla?
