- Verstrickt und zugenäht
Die in Berlin lebende Japanerin Chiharu Shiota knüpft mit ihren Installationen Verbindungen. Eine Ausnahmekünstlerin in einer Welt der Spaltung.
Bis heute gibt es diese Tradition in Japan: Man bewahrt die Nabelschnur eines Kindes nach dessen Geburt auf. So wird die Ahnenreihe in Ehren gehalten. Auch ihre Mutter habe ihr als Kind immer das Kästchen mit ihrer Nabelschnur gezeigt, welches seinerseits neben dem Kästchen der Nabelschnur der Mutter und der Großmutter aufbewahrt wurde, erinnert sich Chiharu Shiota. Welche Auswirkungen das hatte, war ihr lange Zeit nicht bewusst. Heute ist das Motiv der Nabelschnur als elementarste zwischenmenschliche Verbindung Ausgangspunkt ihrer Kunst.
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