- Wider das Vergessen und Verschweigen
Drei Bücher gegen den Konsens: Philip Manow sieht die Volkssouveränität durch die EU ausgehebelt. Monika Marons Tagebücher zeigen eine Autorin, die seit DDR-Zeiten gemieden wird und doch unbeirrbar bleibt. Und Jan Robert Weber erzählt die Geschichte der mittelalterlichen Sklaverei.
Ausgehebelter Volkswille
Philip Manow ist derzeit der interessanteste Politikwissenschaftler Deutschlands. Er verfertigt keine Rechtfertigungsideologien für „unsere Demokratie“. Er fragt nach den Gründen ihrer Krise. Früher war die Konfliktlinie eindeutig: Linke Arbeiter standen rechten Kapitalisten gegenüber. Heute wählt das Proletariat stattdessen eher rechts, die Bourgeoisie eher links. Aber warum? Manows Antwort: Demokratie funktioniere auf Dauer nicht, ohne dass das Volk etwas zu sagen habe. Die EU hebele diesen Mechanismus aus. Anstelle des Souveräns entschieden zunehmend Bürokraten und Gerichte. Mit der Wahl rechter Parteien pochten die Arbeiter stattdessen auf Volkssouveränität. Kaum ein Wähler weiß allerdings etwas über die komplizierten Beziehungen zwischen den Nationalstaaten und der EU. Und dennoch spüren alle die Konsequenzen: Der Volkswille dringt nicht mehr durch. Kein Wunder, dass die „Demokratie“ so an Akzeptanz verliert.
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Die ersten Sklaven gab es in der Steinzeit. Das Rauben von Menschen aus ihrem natürlichen und familiären Umfeld hat einen evolutionären Background.
Der beste Ehemann hat das gerade bestätigt, schließlich hätte er mich auch geraubt......und behalten;-)
Hätten Sie sich für mich entschieden, würden Sie noch heute hinter mit herlaufen. :)
Wieso?
Weil nicht "geraubt" (*lach*).
Der beste Ehemann von allen lässt ausrichten, dass ein Davonkommen (um sich Dahergelaufenen anzuschließen;-)) in absehbarer Zeit ausgeschlossen sei. Der nächste reguläre Kündigungstermin sei nicht vor Ablauf der nächsten 50 Jahre möglich, außerordentliche Kündigungen sind laut Sklavenvertrag - auch nicht nach den neuesten Regularien für moderne Sklavenhaltung - selbstverständlich ebenfalls nicht vorgesehen.
Sie sehen, lieber Her Böhme: Ein aussichtsloses Unterfangen;-) Ich fürchte, Sie müssen das Script für den Raub der Sabinerinnen umschreiben……
"Mit der Liebe ist es wie mit den Sauriern, alle Welt ergötzt sich an ihrem Tod: Tristan und Isolde, Romeo und Julia, Anna Karenina, Penthesilea, immer nur Tod, immer diese Wollust am Unmöglichen. Ich glaube einfach nicht, dass die Menschen so unfähig zur Liebe sind wie sie vorgeben. Sie lassen es sich einreden von unglücklichen Seelen ohne Jugendlieben, die zu früh, als dass sie wissen könnten wann, sich in Todesangst ihre Liebe aus ihrem Leib geschrieben haben." (Monika Maron)
Der Text ist aus ihrem Buch "Animal triste", zwar eher kein politisches Buch im klassischen Sinn, aber eine Liebesgeschichte eingebunden in ein Stück deutsche Zeitgeschichte zur Zeit des Mauerfalls und der Wende. Ein ganz wunderbares Buch wie ich finde, aber nichts für Stockfische, die aus ihrer Seele eine "Mördergrube" gemacht haben;-)
P.S.: Dank an Herrn Brodkorb für die anderen lesenswerten Buchempfehlungen
Mit der Liebe ist das so eine Sache, wenn sie kommt, dann auf leisen Sohlen, aber wenn sie geht, dann mit großem Getöse.
Das haben Sie schön gesagt, lieber Herr Koester.
