- Demokratie, Satire, Opferkult
Drei Bücher, die unbequeme Fragen stellen: Ist die Demokratie selbst schuld an ihrer Krise? Kann Humor Hass heilen? Und wie wurde die Gesellschaft zur Therapie-Anstalt? Lektüreempfehlungen für alle, die es genau wissen wollen.
Störenfried
Der Historiker Jörg Baberowski hat ein unerhörtes Buch geschrieben. Er geht der Frage nach, ob die Krise der Demokratie vielleicht von ihr selbst verursacht sei und nicht von den „Populisten“. Das wird vor allem jenen nicht gefallen, die mit sich sehr zufrieden sind. Der Autor arbeitet minutiös etwas Selbstverständliches heraus, das aber nur noch wenige überhaupt zur Kenntnis zu nehmen scheinen: Die Möglichkeit der Krise gehört zur repräsentativen Demokratie wie die Gefahr eines Unfalls zum Autofahren. Es ist ihr Gründungsmythos, das Volk von der politischen Herrschaft fernzuhalten. Und das stößt beim Souverän nicht immer auf Begeisterung.
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