- „Korrelation ist keine Kausalität“
Junge Menschen sind weltweit so unzufrieden wie nie zuvor – zu diesem Schluss kommt eine internationale Glücksstudie. Demnach zeigen 18- bis 25-Jährige heute Rekordwerte an Unzufriedenheit. Angstforscher Borwin Bandelow erklärt, warum man den Alarmismus kritisch sehen sollte.
Prof. Dr. Borwin Bandelow ist Psychiater und Angstforscher und lehrte viele Jahre an der Universität Göttingen. Er war Erstautor der S3-Leitlinien zur Behandlung von Angststörungen und gilt als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.
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Sieht man sich die Conflict of Interests von Herrn Bandelow an, sollte einem schnell klar werden, mit was man es hier zu tun hat: Die Pharma bzw. Therapie Lobby erklärt uns, warum man besser auf die Biologie schauen sollte und meint damit, mehr medikamentive Eingriffe für Kinder anstelle der Beseitigung der Ursachen. Das Interview ist ein Fehler.
Nicht nur Corona ist daran schuld. Wenn Jugendliche von ihren Eltern/Großeltern hören, was " früher“ alles noch problemlos in diesem Lande klappte und man inzwischen sieht, wie alles den Bach herunter geht, braucht man sich nicht zu wundern. Und wenn man täglich die Angstmacherwerbung sieht, Impfung gegen was auch immer hier, Medikamente gegen/für das da. Klimahysterie, Weltuntergang, wenn die rechten dran kommen, Verbote hier und da, Bevormundung in jeder Lebenslage und Lug und Trug inzwischen so, dass es wirklich der "dümmste" inzwischen erkennt und sich angewidert abwendet. Wir alten haben gelernt mit so etwas umzugehen. Aber die meisten Kinder sind konfliktscheu und nicht unbedingt für die schwierigen Lebenslagen, die noch kommen vorbereitet. Und das einst mal so gefeierte "Netz" ist Fluch und Segen zu gleich. Und die Jugend wählt sich ihre Informationsquellen selber aus, die lassen sich nicht mehr kontrollieren und vorschreiben, was der Staat als Fake News einstuft und was nicht.
Als ich in den 60ern ein Kind war, dachte ich: die Urgroßväter waren im WK1, die Großväter im WK2 und da schon so lange Frieden ist, kommt bestimmt bald der WK3 mit Atombomben. Vermutlich wirst Du nicht alt und wenn Du den Krieg überlebst, dann wird die Not danach gigantisch.
Dass dann alles jehrzehntelang relativ zu og. Bezugspunkt schön friedlich und wohlständig war, sorgte bei mir für quietschvergnügte Laune.
Bei den Jungen ist es andersherum. Die wurden in eine Gesellschaft hineingeboren, die wähnte, dass ewiger Friede und unendlicher Wohlstand, den man nur global verteilen muss, ausgebrochen waren. Tatsächlich hatten laut einer Studie der ING-Diba vom 2019 (vor Corona!) 1/3 der Deutschen keine Ersparnisse.
Relativ zum Bezugspunkt, den die Gesellschaft den Jungen vorgegaukelt hat, ist die reale Lage mies, was die Umfrage erklärt.
Die Jungen, die ich kenne, sind eher tüchtiger als meine Generation. Die schaffens trotzdem und D hat sich schon oft aus dem Quark herausgewurschtelt.
Das Nachrichtensystem lebt von der Sensation. Der aufmerksamkeitserregenden Abweichung vom Normalzustand. Die Aufmerksamkeit der Rezipienten beträgt angesichts der reizüberfluteten Welt in der Regel Sekunden bestenfalls Minuten. Präsentieren Sie mal ein polykausales Szenario im wissenschaftlichen Kontext in wenigen Minuten, ohne einen gemeinsamen Wissensstand bei den Rezipienten voraussetzen zu können. Wer jetzt mein, wir brauchen viele junge Wissenschaftler für den ÖRR, der irrt. Bei den Geistes - und Gesellschaftswissenschaften ist deren Ausbildung mit einem intensiven, nachhaltigen Indoktrinationsprozess verbunden und führt oft zur einseitigen Fixierung, die eben jede sachliche Aufklärung komplexer kausaler verhindert, da sie die einseitige Einflussnahme zum Ziel hat. Die Beobachtung des Akteurs ist immer Politik und niemals Analyse. Da bei Covid eine starke Interdependenz zwischen Wissenschaft und Politik bestand, ist von suboptimalen Ergebnissen in Bezug auf Analysen auszugehen.
