- Wäre ein Beitragszuschlag für Kinderlose gerecht?
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll erwägen, den Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung anzuheben. Das öffentliche Echo darauf ist gemischt. Ein guter Anlass für unsere Sonntagsfrage: Wäre das gerecht?
In der Suche nach aktuellen Themen für diese Kolumne schaue ich regelmäßig darauf, wann die Gerechtigkeit als politisches Argument genutzt wird. Denn wer sich auf die Gerechtigkeit beruft, der argumentiert explizit ethisch. Diese Woche wurde ich fündig beim Vorhaben der Bundesgesundheitsministerin: Nach Angaben aus Koalitionskreisen erwägt sie, den Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent anzuheben.
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... Deutschland seine UN-Beiträge auf den Standard-Satz reduziert und das dadurch eingesparte Geld (ca. 96,67% von 5 Mrd. = 4,883 Mrd.) für Pflege- und GKV-Beiträge nutzt?
Dann würden für die Leistungen der GKV zwar immer noch € 6-7 Mrd. fehlen, aber es wäre ein nennenswerter Anfang gemacht.
1. Derzeit zahlt DE ca. 30mal soviel Beitrag an die UN, wie vertraglich notwendig wäre. Genauer ca. € 5Mrd. statt €168 Mio.
2. Die Aufwendungen der GKVs für Bürgergeld-Empfänger und Empfänger von Leistungen nach den Asylgesetzen übersteigen die Zuschüsse durch den Bund um mehr als € 10 Mrd. /Jahr.
Es geht doch nicht um Gerechtigkeit. Es geht darum, ein schier hoffnungslos zugrunde gewirtschaftetes System irgendwie noch am laufen zu halten bis die aktuell am Fleischtrog Sitzenden auskömmliche Pensionsansprüche erworben haben. Solange immer weiter Menschen finanziert werden, die nichts oder fast nichts einbezahlt haben, kann man von den -zu wenigen- Leistungsfähigen soviel Geld abgreifen wie man will, es wird nie reichen.
Tja, Herr Thüsing. Hätte es in Deutschland eine vorausschauende Familienpolitik gegeben wären diesem Land die jetzigen, chaotischen Verhältnisse erspart geblieben. Sie heben sehr wissenschaftlich auf die Gesetzgebung ab, mag für sie, als Orientierungsrahmen, wichtig sein. Für den Normalbürger, also für mich, stellt sich eher die Frage: Wer wird in diesem Land leistungslos alimentiert, welche Kosten verursacht diese Alimentierung, welcher zukünftige Vorteil ergibt sich daraus, welche Einsparungen wären möglich um die Frage "Wäre ein Beitragszuschlag für Kinderlose gerecht?" erst gar nicht stellen zu müssen? Ich will mich nicht damit abfinden das die Dinge sind wie sie sind. Allerdings scheint mir die Gesetzgebung (Deutschland, EU) in vielem inkonsistent zu sein. Wenn es letztlich immer nur darum geht Beitragssätze zu erhöhen, um anstehende Probleme zu lösen, dann sind Ministeriumsposten jedermanns Aufgabe. Das ist kein Zukunftsmodell.
Meine Mutter im Himmel hat jetzt ein bisschen geweint.
Das Problem der Sozialversicherungen, hier der Pflegeversicherung, ist doch, dass nicht genügend Kinder geboren werden, die so erzogen und ausgebildet werden, dass sie potente Beitragszahler werden. Das hat viele Gründe,das schlechte Bildungssystem ist einer davon, fehlende Wohnungen, der wirtschaftliche Niedergang sind weitere.
Es ist gerecht, dass Kinderlose mehr Beitrag zahlen,löst aber das Problem in keiner Weise. Das Mehr an Beiträgen wird durch den höheren Bedarf verbraucht. Es gibt eben keine Kinder oder Enkel, die pflegebedürftige Kinderlose betreuen,zum Arzt begleiten oder einkaufen.Kinderlose brauchen oft viel früher Dienstleistungen aus der PV.
Das ursächliche Problem ist die völlig falsche, ineffiziente Familienförderung, besonders deutlich jetzt an der Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung für Mütter,die ihre Kinder selbst erziehen und nicht mit 7 Jahren in staatliche Obhut geben wollen.Sie sollen Mittel erwirtschaften für die, die nicht eingezahlt haben.
Das Problem der Sozialversicherungen, hier der Pflegeversicherung, ist,dass nicht genügend Kinder geboren werden, die so erzogen und ausgebildet werden, dass sie potente Beitragszahler werden. Das hat viele Gründe,das schlechte Bildungssystem ist einer davon, fehlende Wohnungen, der wirtschaftliche Niedergang sind weitere.
Es ist gerecht, dass Kinderlose mehr Beitrag zahlen,löst aber das Problem in keiner Weise. Das Mehr an Beiträgen wird durch den höheren Bedarf verbraucht.Es gibt eben keine Kinder oder Enkel,die pflegebedürftige Kinderlose betreuen,zum Arzt begleiten oder einkaufen.Kinderlose brauchen oft viel früher Dienstleistungen aus der PV.
Das ursächliche Problem ist die völlig falsche, ineffiziente Familienförderung, besonders deutlich jetzt an der Einschränkung der Mitversicherung für Mütter,die ihre Kinder selbst erziehen und nicht mit 7 Jahren in staatliche Obhut geben wollen.Sie sollen Mittel erwirtschaften um Löcher in einem kollabierenden System zu stopfen.
