- „Es hat mich schockiert“
Mirna Funk sollte im Comedia Theater Köln über Macht und Schönheit diskutieren. Kurz vor Beginn kommt die Absage. Im Interview erzählt die jüdische Autorin, wie sie davon erfuhr – und was das für sie bedeutet. Ein weiterer Fall von Cancel Culture im Kulturbetrieb.
Mirna Funk ist eine deutsche Autorin, Journalistin und Publizistin. Sie wurde 1981 in Ost-Berlin geboren und arbeitet vor allem zu den Themen jüdisches Leben in Deutschland, Erinnerungskultur und Feminismus. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren Roman „Winternähe“ (2015), für den sie den Uwe-Johnson-Förderpreis erhielt. Neben literarischen Arbeiten schreibt sie regelmäßig Essays und Kolumnen für deutsche Medien. Sie lebt in Tel Aviv.
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Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, daß wir alle einfach nur MENSCHEN sind...?
Das Betonen und Herausstellen von Identitäten ist richtig in Mode gekommen... und natürlich glaubt jede Gruppe von sich selbst, den anderen überlegen zu sein.
Das ist zutiefst "menschlich", denn ohne Unterschiede keine Identität.
Zur Zeit hat das Ausmaße angenommen, die ein friedliches Zusammenleben weitgehend unmöglich machen, auch wenn die Unterschiede weitgehend nur "eingebildet" sind im Wortsinn, denn was ist ist denn der Unterschied zwischen einem Ukrainer und einem Russen oder einem Israeli und einem Palästinenser oder einer Deutschen mit jüdischen Bezügen und einer Deutschen mit christlichem Hintergrund...?
Ein Arzt, der die Leute untersucht, wird zwar Unterschiede feststellen, aber keine Identitäts-bezogenen.
O Herr, laß Abend werden... irgendwann wird's vermutlich langweilig...?
wie bei Otfried Preusslers "Krabat".
Er erkennt seine Liebste an der Angst um ihn, in friedlichen Zeiten dann hoffentlich einfach nur an der Liebe.
Deshalb wählte ich ja mein Pseudonym "Mozartin", während mein Vor- und Nachname für mich leider ein bisschen nach "Jüngstem Gericht" klingt.
Seufz
Mir scheint, es ist ein echtes Dilemma: Wenn wir us nicht unterscheiden, existieren wir scheinbar nicht... unterscheiden wir uns eher stark, werden wir gegenseitig zu Feinden, die man im Zweifel vernichten muß.
Der Mensch ist wohl das einzige Lebewesen, das dieses Problem hat.
Die Ursache...?
Meine Hypothese: Unser Gehirn, das eben wie das ganze Konstrukt, aus der frühen Steinzeit (Paläolithikum) stammt... und relativ leicht über Angst und Mißtrauen in Bedrohungsgefühle kommt... und mit Abgrenzung und "Kampf" reagiert statt in WIN-WIN -Lösungen.
Ein wahrhaft großes Thema, oder...?
des Zu- und Miteinander war, ist, wird, dann wird das Interesse vielleicht schwinden "wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand"(Foucault) oder sagen wir vielleicht besser "die Erinnerung"?
Irgendwann lernten die Pflanzen nicht nur fliegen, sondern auch laufen?
Ich würde also gerne von der "Wurzel" zur "Geschichte" kommen, zur gemeinsamen Geschichte -> Globalisierung.
Was für ein Name, Herr "Schultz-Gora"...
Ich habe mich übrigens erst spät für Namen interessiert, als mir auffiel, dass die Reaktionen auf mich schwerlich nur mit meinen "Taten" zusammenhängen konnten.
Ich neige dazu, "von Luft und Liebe zu leben" und kann sehr gut in der Stille leben.
Seien Sie aber versichert, dass es mir völlig egal war, wer hier im Cicero spricht oder liest.
Ich wollte antworten ... also habe ich mich auch nie nur von mir her oder nur bezogen auf mich definiert oder definieren lassen.
Ich bin immer noch erschüttert, dass am Gendarmenmarkt jemand meinte meine Hand lesen zu können.
Sicher Geschäftsmodell
Sie erkennt ihn unter allen Raben als denjenigen, der um ihr Leben bangt, denn bei Versagen droht ihr der Tod.
Das gibt es aber auch, dann andersherum in einem Märchen?
Da erkennt der Prüfling seine Liebste, weil eine Biene um sie fliegt, die sie so gerne Honig isst oder ass es der junge "Mann"?
Dieses "Suchen, Erkennen und Finden" gibt es überall im Universum? Damit ist "Weiterleben" nicht einmal garantiert, vielleicht aber anders?
RIP Ingeborg Bachmann und Paul Celan
Ich hoffe also sehr, dass wir weg von den Mühen kommen.
In dem Zusammenhang kann ich die neueste ZEIT, besonders zu Ingeborg Bachmann sehr empfehlen.
Kultur, eine der ganz großen Stärken der ZEIT.
Ich bin insgesamt ein Fan, besonders aber von Herrn Assheuer und Frau Radisch.
Ungefragt "genaht": Beste Grüße
Die Angriffe gegen Juden werden meist mit dem Handeln Netanjahus bzw. Israels begründet, dabei wird übersehen, ob wissentlich oder nicht, dass die Juden in Deutschland keine Israelis sind, sondern ein (wichtiger) Teil unseres Volkes.
Aber sieht das Herr Jung soviel anders?
War Frau Funk schon bei ihm?
Man vergebe mir und ich sehe es hoffentlich auch sehr differenziert, aber da ich nunmal seltene Nachnamen habe, schaue ich so gerne auf Listen solcher und zwar ganz allgemein.
Der Nachname "Jung" taucht sowohl in der NSDAP-Kartei auf, als auch in der jüdischer Familiennamen im deutschen Reich.
Der Name "Bach" übrigens auch.
Beim ostpreussischen oder deutschen Adel habe ich noch nicht geschaut.
Da muss es nunmal so gar keine Zusammenhänge geben!
Gibt es Karteien von SPD-Mitgliedern?
Was ich aber damit sagen will ist, dass wir beherzigen sollten, was Herr Precht einmal fragte "Wer bin ich und wenn ja, wie viele".
Liebe Frau Funk, eine kleine Diskussionsrunde mit den von Ihnen genannten "Herren" Jung etc.?
Der Artikel von Frau Lemke-Matwey zum Streit Bayreuth/Friedmann auf ZEIT war wieder hervorragend.
Sie bringt mir vieles nahe, mit dem ich nie in Berührung kam.
Schön, dass wir im Cicero solche Themen besprechen.
SHALOM
darf ich schreiben, dass ich beim Thema "Körper und Schönheit..." "Zusammenhänge" zu ihnen vermute?
"Macht" wüßte ich jetzt nicht.
Vielleicht beziehen Sie sich auf männliche Körper?
Ich würde meinen, wir können uns ALLE sehen lassen.
Szene in einem Indiana-Jones-Film von Steven Spielberg, lieber Herr Schmitt(Filmanalyse), als nach dem Öffnen der Bundeslade, die Schönheit der Kinder oder nur Frauen Israels die Nazis blendete und "verbrannte", während die "Kinder Israel" zum Himmel aufstiegen.
Es lief mir schon ein heiliger Schauer über den Rücken...
Dann meint Herr Spielberg evtl. mit den "weisen Menschen" solche, wie Nietzsche mit den "Übermenschen"?
Nicht zuletzt die Verwurstelung komplexer Zusammenhänge durch die Medien führt zu Simplifizierungen im Sinne des Feudalismus: Da steht dann ein Netanjahu als "Chef" eines Landes für das ganze Land oder ebenso die "Hauptstadt".
Was für ein Schmarrn...?
Was hat ein "Israeli" oder ein "Jude" mit Netanjahu zu tun...?
Die täglichen "Bilder" in den Medien tun ein Übriges.... die "Führer" werden zu "Ikonen".
Andererseits gab es noch nie so viele "Weltbürger", die unabhängig von Nationalitäten und "Grenzen" die Vielfalt und die Ressourcen der Welt nutzen und genießen, um ihre Potentiale zu verwirklichen.
Wo sind die Artikel dazu...?
Wo sind die Artikel, die den Leuten klarmachen, daß Menschen keine "Pflanzen" sind, die ohne Wurzeln verdorren...?
im Gewand des (linken) Gutmenschen, woken, politisch Korrekten, kann nie und nimmer zugeben, dass nicht alle Böse von rechts kommt.
