- Das Ende des ESC
Der ESC ist tot. Er starb erst an Verflachung, dann an musikalischer Einfallslosigkeit und schließlich an dem widerlichsten Bullshit überhaupt: Antisemitismus. Zeit, den Unfug zu beenden. Er hat sich ohnehin überholt.
Seien wir ehrlich: Die großen Zeiten des ESC sind schon lange vorbei. Der Abstieg begann eigentlich schon mit seiner Umbenennung. „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ – das hatte was. Ein würdiger Name für eine würdige und europäische Veranstaltung. „Eurovision Song Contest“ klingt dagegen nur vulgär und gewollt international. Vielleicht wäre das nicht einmal ein Problem, wenn zumindest das künstlerische Programm in den letzten Jahrzehnten ein gewisses Mindestniveau erreicht hätte. Aber auch davon kann keine Rede sein. Natürlich war der Grand Prix von Anfang an Massenunterhaltung und wollte das auch sein. Aber in seinen besten drei Jahrzehnten, den 60er bis 80er Jahren, schaffte man etwas, was nur selten gelingt: Popularität ohne Anbiederung und Massentauglichkeit ohne Trash.
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Frage: 'müssen' Sie sich am Nikolaustag mit so einem Schwachsinn wie dem ESC befassen, als Autor, oder machen Sie das freiwillig...? 😉
Schade um die Zeit.
Je schriller, je bekloppter und leichtbekleideter um so höher die Quote….. Mit Unterhaltung oder gar Musik hat das ganze nichts mehr zu tun.
Wann war denn ein Siegertitel in den vergangenen Jahrzehnten als halbjährlicher Dauerbrenner im Radio zu hören oder führte die Verkaufszahlen gar an ? Zur politischen Standort-Ulk- Veranstaltung verkommen, musikalisch eine glatte 6 und das seit sehr langer Zeit ……Ich frage mich nur,wer überhaupt sieht sich diesen Müll noch an? D I E Quoten würden mich mal interessieren 😂😂😂😂
MfG aus der Erfurter Republik
kann man es nicht sagen. Danke dafür.
Jaaaaa, dann könnte man davon vielleicht ja ein tolles Rentenpaket schnüren.
Die NGOs auch gleich mit weg und die Antifa, die heutzutage ja wahrscheinlich doch zu einem großen Teil Antisemiten sind verbieten.
Den ehrlichen Arbeiter und Steuerzahler würde es freuen.
Mal unter uns, was Raab da diesbezüglich veranstaltet hat, war ja auch eher was für mit Weinbrandbohnen weichgespülte Hirne, oder nicht ???
Und Gildo Horn, was mit dem eigentlich derzeit los ... schafft der was momentan ???
Mein Fazit:
Bevor es zu einem politischen Eklat wegen einer abgehalfterten Show kommt, besser weg damit.
Ich kann mich erinnern an Zeiten, als der „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ die Familie vor dem Fernseher versammelte: „Royaume-Uni, sept points.“
„Waterloo“ von ABBA, das war ein Ding! Aber schon „Ein bißchen Frieden“ von Nicole war extrem zeitgeistig. Sowieso kein Freund des Schlagers, habe ich das Interesse bald verloren. Es kehrte noch einmal kurz zurück, als deutsche Sänger wie Guildo Horn oder Stefan Raab die Sache und sozusagen sich selbst parodierten. Das hatte durchaus Unterhaltungswert, und ich kann mich an eine sommerliche Runde im Garten eines Freundes erinnern, wo wir grillten und dabei ins Wohnzimmer sahen und die Sache auf dem Fernseher verfolgten.
Von da ab habe ich den inzwischen zum „Eurovision Song Contest“ mutierten Wettbewerb nur noch in den Nachrichten mitbekommen. Spätestens als eine Frau mit Vollbart den Sieg davontrug, war mir klar: Das brauche ich nicht. Ja, wäre das wie bei Guildo Horn eine Parodie gewesen! Aber die meinten das ernst – und wehe du nicht!
Der ESC ist eine Fernsehshow verschiedenster Länder über deren Fernsehsender. Gibt einmal im Jahr ordentlich Einschaltquoten. Sowas schafft man bei den betreffenden Fernsehsendern nicht ab. Fernsehshows sind Unterhaltung. Neuerdings gehören zur Unterhaltung auch verschachtelte und offensichtlich politische Botschaften dazu. Zumindest finanziert Deutschland mit dem Gebührenzwang außerorderntlich diese Fernsehshow und das allein ist schon Show, da für und wider existent sind.
Eigentlich ist alles mit der Überschrift gesagt! Komplett richtig! Weg damit! Die Osteuropäer haben den Geist dieser Veranstaltung so oder so nie begriffen! Die "Skandis" eigentlich auch nie...!
Ja, der Esc ist ein vieler Hinsicht eine jämmerliche Veranstaltung, aber den Nachweis von Antisemitismus ist uns der Artikel schuldig geblieben. Und das ist keine Lapalie. Der Antisemitismus Vorwurf ist mittlerweile fast so ubiquitär wie die Einordnung man sei "rechts". Weil ein paar Länder ihre Teilnahme abgesagt haben? Ist das ihr Ernst?
Wahre Worte, Herr Grau. Wer schaut sich diese Tristesse an? Ich kann diese vermeintliche und verlogene Israelkritik nicht mehr ertragen, egal wo. In der Regel verbirgt sich darunter der übelste Antisemitismus.
Treffend auf den Punkt gebracht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen Ich werde da nichts vermissen. Und wer glaubt, Antisemitismus sei eine rein deutsche Sache wird auch diesmal wieder eines besseren belehrt. Und da sollen Palästinenser und Juden zum Frieden finden, wenn nicht mal die Welt diesen Frieden will? Ich hoffe sehr, das wird dem ESC endlich den Gar ausmachen und diesem geldfressenden Moloch ein Ende setzen.
Seit ABBA mit ihrem Popsong 1974 die Musik/Vorgaben bei diesem Wettbewerb veränderten, nicht als Eintagsfliegen endeten und ansonsten sich die einzelnen Länder regelmäßig mittels ihrer Juroren und Zuschauer gegenseitig bei der Punktevergabe in die Pfanne hauten, mit Udo Jürgens oder "Nicole" seitdem speziell die deutschen Teilnehmer ein "Waterloo" nach dem nächsten erlebten, bin ich weitestgehend abstinent geblieben. Und verdrehe seit dieser Zeit nur die Augen, wenn Freunde und Bekannte mich darauf aufmerksam machen, wie wenig patriotisch sie mein Verhalten finden;-). Bin und bleibe halt eine "Disko-Mieze" mit Vorliebe für Kool & the Gang und andere aus meinen wilden Zeiten und Nächten;). Ergo würde mir wie Ihnen geehrter Herr Dr. Grau nichts fehlen wenn dieses inzwischen politisch gewordene Ereignis zweifelhaften Musikgeschmacks verschwände. Das wäre ja so, als wolle man einen Satire-Künstler wie meinen geliebten Loriot mit dem "Preisträger Böhmermann😂" vergleichen. Kann weg! MfG
vielen anderen. Aufstieg, Höhepunkt und tiefer Fall. Aber es wird bestimmt weitergehen. Der tote Cowboy wird einmal im Jahr aufs Pferd gebunden und durch die Manege geführt. Die Leute, die sich auf diesem Niveau angesprochen fühlen, schauen zu und die, die an Kunst interessiert sind, lassen es. Und außerdem kann man bei der Abstimmung ungeniert den ungeliebten Nachbarn abstrafen und den geliebten hochjubeln. Euro-Trash, mehr nicht.
