- „In linken Kreisen ist es nicht en vogue zu sagen: ,Wir haben ein Problem mit aggressiven Muslimen‘“
Warum fällt es Teilen der queeren Community so schwer, islamistische Täter auch als solche zu benennen? Im Interview spricht der Kabarettist Kay Ray über den CSD-Anschlag, Homophobie unter Muslimen – und wie Kritik daran als rechtsradikal diffamiert wird.
Kay Ray ist ein deutscher Kabarettist und Entertainer.
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Und immer wieder frage ich mich, wie all dieser Mix aus Irrsinn, Naivität, Verblendung und Arroganz sich so lange halten konnte.
Das „D“-Wort darf man ja nicht mehr schreiben, sonst schlägt die KI zu, aber was war es dann?
Ich kann es nicht begreifen, wie intelligente Menschen so lange zuschauen und sich selbst belügen konnten, daher meine Einstufung mit dem bösen Wort.
Kay Ray benennt die Probleme ja richtig und zeigt eine erstaunliche Offenheit. Ich kapiere nur nicht, wieso es so lange gedauert hat.
Klar ist: die Union und die anderen Altparteien sowieso werden nichts ändern, es wird nicht abgeschoben, außer Worthülsen, die bereits verklungen sind, wird nichts passieren.
Der letzte Anschlag war der vor dem nächsten, so „einfach“ ist das ganze.
Und was Kay Ray auch macht: er redet über die AfD wie über eine normale Partei und zwischen den Zeilen kann ich heraus lesen, dass er im tiefsten Inneren vielleicht hofft, dass endlich mal jemand regiert, der mehr liefert als Worthülsen.
Was in Deutschland passiert, ist ein Paradigmenwechsel. Dass ich heute hier in einem Interview lesen muss, dass man darüber diskutiert, was man sagen darf, was man benennen darf, was man an Problemen verschweigen muss, um nicht verfolgt zu werden - lässt ahnen, dass das Grundgesetz nur ein Stück Papier ist, welches nur noch von Verfassungsgerichten angewandt wird. Die Gesellschaft will kein freiheitliches System mehr. Dass ist bei politisch links und politisch rechts gleichermaßen Ziel.
Ich möchte sehr wohl noch unbehelligt seitens des Staates oder Minderheiten,die meinen sie seien der Nabel der Welt weiter mein Leben genießen lieber Herr Böhme!Und nur weil die auch immer wo verortete sogenannte Mitte schwankt oder sich hin zu links oder rechts bewegt, heißt das doch noch lange nicht,dass man keinen Wert oder den Wert selbst dessen was Freiheit bedeutet negiert.Was, wie ich zugebe Anlass zu Zweifeln gibt,ist die Trägheit o.Desinteresse mit der die Masse auf Übergriffe in die verfassungsmäßigen Rechte,z.B. während Corona überhaupt nicht o. nur in geringem Maße reagiert.Und wie leicht es war diese unsere Gesellschaft zu spalten und gegeneinander aufzubringen nach dem Motto:"Teile und herrsche" Oder die Denunziation ihr hässliches Gesicht zeigte u. sogar durch Portale etabliert wurden ohne bis heute große Beachtung zu finden.Denn ob Nazi-Keulen o.mit Etiketten versehen Wirkung entfalten o. die Boten schlechter Nachrichten geköpft werden liegt doch an uns allen selbst.FG
In der jahrelangen Coronazeit wurden akribisch die Grundgesetzverletzungen von Staat und Gesellschaft verteidigt bzw. durchgezogen. Das ist nur der Beginn. Mittlerweile sind die Überwachungstechnologien derart ausgereift und mehrheitlich bestätigt, dass Denunziationsportale was Selbstverständliches geworden sind. Je länger das etabliert bleibt, desto mehr Generationen finden das gut.
Genau wie Mitbürger,die in Blockwart-Manier ihre Mitmenschen bespitzeln, kontrollieren und gewissenhaft weiter an die Obrigkeit melden mittels dieser Portale.Die meist nach oben Buckeln und nach unten treten oder weil sie Zuhause nichts zu melden haben!Und an anderer Stelle schrieb ich es schon vor einiger Zeit und wiederholen es gern.So lange dieses für eine Demokratie und freie Gesellschaft inakzeptabel "Instrument" egal von wem nicht politisch abgeräumt wird und dahin verschwindet wo es hingehört,bekommen die Verursacher sowie alle aktuell Regierenden o. Goutierenden meine Stimme nicht mehr! MfG
Schon seit langer Zeit glaube ich keinem medien-affinen Aktivisten oder Funktionär mehr, dass er die ideologisch-moralischen Phrasen, die er mir vortrötet, selbst überhaupt ernst meint.
Gerade unter denen, die sich lauthals als heilige Allwissende aufspielen, sind besonders viele schlimme Sünder.
Aktivisten und Funktionäre handeln trotz all der Phrasen, die sie dreschen, in der Regel nur für eigene Karriere-Interessen. Sie sind vom Zynismus besellt und nicht von Moral.
Natürlich versuche ich, die wenigen positiven Ausnahmen nicht zu übersehen, auch unter Politiker, Komikern (Moderatoren), Journalisten und Sozial- und Politikwissseenschaftlern.
Andererseits: vor einer anderen Kategorie der Nicht-Zyniker habe ich Angst: Das sind die verrückten oder dummen Aktivisten, die nicht nur ernsthaft an die eigenen Phrasen glauben, sondern auch bereit sind, ihre Ideologie anderen Menschen mit Gewalt aufzuzwingen. Das sind natürlich die schlimmsten.
Corrigenda: "beseelt" statt "besellt", "Politikwissenschaftler" statt ...
... gehen Sie mal mit einem Namensschild mit meinem Nachnamen durch Berlin-Wedding. Die Gewalt erreicht alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und wir gewöhnen uns leider zunehmend daran. Und der linke Zeitgeist, der es jetzt verbietet, den Islamismus beim Namen zu nennen, befeuert dies ideologiegetrieben.
Max Frisch: „Biedermann und die Brandstifter“. Der deutsche Biedermann reicht dem Islam die Zündhölzer. Und ich sage bewusst Islam und nicht Islamismus, denn diese Unterscheidung macht der Islam selber auch nicht. Was hier die meisten nicht verstehen: es ist nicht nur eine Religion, es ist ein into tolerantes und ursuptorisches Denksystem. Die offene Auseinandersetzung damit versuchen, Linke durch den Kampfbegriff „Islamophobie“ zu torpedieren.
Sie haben recht. "Islamismus" ist ein (schlechter) Notbehelf, um zu dokumentieren, dass es eine bösen und einen guten Islam gebe.
Es gibt nur den Islam und Muslime, die diesen streng, weniger streng oder gar nicht befolgen.
Der ganze Umgang mit dem Islam ist unehrlich.
Ein „Problem mit Homophobie bei Islamisten?“
Was für einer groteske Untertreibung. Es sind nicht Islamisten, Es sind ganz „normale“, islamische Länder, in denen die Scharia gilt: Iran, Saudi-Arabien, Jemen, Mauretanien, Teile Nigerias und Somalias, Sudan (je nach Phase), Afghanistan unter den Taliban u. a. Dort sind homosexuelle Handlungen („Lavat“) bei Todesstrafe verboten und Homosexuelle werden mit einem Sack über dem Kopf vom Hochhaus gestürzt oder an Kränen aufgehangen.
Das ist die Realität! Es macht wütend, wenn dieser Tatbestandselbst von kritischen Stimmen und homosexuellen selbst verharmlost wird.
Berlin die Mittel gegen "Rechts" aufgestockt und die gegen Linksextremismus abgeschmolzen werden, belegt das den Trend hin zu einer Linksdiktatur. Den CSD-Aufmärschen misstraue ich. Wieviele Woke, Zeitgeistige mögen darunter sein? Die wirklich Betroffenen mögen das Gehabe möglicherweise nicht so sehr. Die Hervorhebung von Minderheiten wird von der Masse gewöhnlich nicht gemocht und führt im schlimmsten Fall zu einer verstärkten Ablehnung. Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag, der die Dummheit und den gefährlichen Oppurtunismus dieser Community aufzeigt
... zumindest ab dem 2. Satz (zum ersten fehlt mir persönlich der Hintergund).
Ich wohne seit bald 17 Jahren in einem noch sehr intakten Dorf nahe des Ammersees in Obb., und die Einheimischen vertreten mit deutlicher Mehrheit den Standpunkt, dass jeder machen soll, was er will (hier wird nicht gegendert! :-), aber man will nicht in jedem Tatort einen schwulen Kommissar, ein queeres Pärchen oder eine lesbische Verdächtige sehen, während zum offen schwulen Dorffrisör ALLE incl. alter Bauern oder Bäuerinnen hingehen - bis vor 50 Jahren noch völlig undenkbar. Will heissen: da HAT sich sehr viel geändert.
Was aber "treibt" denn "die Community" (schon dieses Wort!) immer wieder dazu, sich extra aufreizend und provokativ ge- bzw. verkleidet zur Schau zu stellen? Früher haben das in aller Regel nur manche Jugendliche in einer bestimmten Phase gemacht, als Hippies, Anarchos, Punks usw. - heute gerieren sich bei CSD alle Altersgruppen als "besonders sehenswert und ultralocker". Dauerpubertiere?
für seine vernunftbasierten Äusserungen und seinen Mut.So habe ich ihn auch im "Fair Talk " erlebt.
Wenn man andere nicht ausgrenzt, sondern offen mit ihnen redet, sieht man, was für tolle Menschen alle sind usw. Das ist nicht falsch, aber in der heutigen Einseitigkeit halte ich das wie in den aus meiner Sicht klugen Gedanken von Ray für Gedöns. Wie immer ziele ich dabei auch auf die bisherige Mitte ab, die so eine Stimmung erst ermöglicht. Es ist die Mitte, die immer mehr in absoluten Wahrheiten für die Menschheit denkt. Ein schwieriges Ausgleichen all der Plaisierchen der verschiedenen Tierchen gibt es nicht mehr, sondern die eine, echte Menschheit und deren Feinde. Die Feinde sind dann gleich richtige Unmenschen, alle anderen sind DIE EINE tolle Menschheit. Es ist dieses naive Gedöns der Mitte, dass es erst ermöglicht, dass alle möglichen Randgruppen mit harten Gegensätzen argumentieren können: entweder sind wir die Guten oder die Mörder der Gruppe X. In der Mitte trifft das auf eingeübte Denkformen, differenziertere und immer gegensätzliche Abwägungen hat man verlernt.
"In der Mitte trifft das auf eingeübte Denkformen, differenziertere und immer gegensätzliche Abwägungen hat man verlernt."
Ihr letzter Satz bringt es auf den Punkt...👍
...man könnte auch "über fünfzig+ Jahre eingeübte Denkformen" schreiben... ...
Gesellschaftliche Veränderung/Entwicklung geht SO! nicht... - logisch.
