„Angela Merkel und die Flüchtlinge“ - Eine Heldin braucht das Land

Mit dem Doku-Drama „Stunden der Entscheidung“ versucht das ZDF zu erklären, warum Angela Merkel im September 2015 tausende Flüchtlinge über die österreichische Grenze ins Land ließ. Es war der Anfang vom Ende ihrer Regierung. Doch das ZDF setzt ihr ein Denkmal

Heike Reichenwallner spielt Angela Merkel
Vom ZDF zur Heldin verklärt : Heike Reichenwallner in ihrer Rolle als Kanzlerin/ Hans-Joachim Pfeiffer, ZDF

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Antje Hildebrandt

Am Tag, an dem Deutschland die Kontrolle über die Zuwanderung verliert, liegt der Innenminister mit hohem Fieber im Bett. CSU-Chef Horst Seehofer ist im Urlaub und geht den ganzen Tag nicht ans Handy. Und deshalb ist sie es allein, die eine Entscheidung trifft, die die Nachkriegsgeschichte in ein Davor und ein Danach teilt: Angela Merkel. 

Es ist der 4. September 2015, rund 2.000 Flüchtlinge haben sich zu Fuß auf den Weg gemacht von Budapest nach Österreich. Sie wollen nach Deutschland. Dort, so haben sie gehört, bekämen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien Asyl. Sie sind viele. Sie marschieren über eine Autobahn, damit sie keiner übersieht. „March of Hope“, so nennen sie ihren Fußmarsch. Bilder von dem Flüchlingstreck empfängt die Kanzlerin auf ihrem Handy. Und auch den Notruf des österreichischen Bundeskanzlers. Mit Gewalt, da sind sie und Werner Faymann sich einig, lassen sich diese Menschen nicht aufhalten. Also entscheidet Angela Merkel: Die Menschen dürfen kommen. Ausnahmsweise.

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Alice Friedrich | Mi, 4. September 2019 - 08:38

Das Gefährliche an solchen Filmen ist wirklich, dass sie ein fix und fertiges Bild liefern, mit allen Deutungen und Interpretationen. Keine Frage bleibt offen. Die Macht eines solchen Bildes ist eindringlicher und anhaltender , als manche sich das vorstellen. Deshalb lehne ich solche Filme ...für mich jedenfalls..ab. Darüberhinaus empfinde ich sie auch schlicht als langweilig.
Erst kürzlich habe ich mich gefragt, wo 2015 eigentlich unser Geheimdienst war. Kann es wirklich sein, dass nicht bekannt war, dass so viele Menschen auf dem Weg zu uns waren? Dann haben wir weniger Sicherheit als eine mittelalterliche Stadt, die zuverlässig vom Turmwächter des Nachts vor Eindringlingen geschützt wurde.

Christa Wallau | Mi, 4. September 2019 - 11:54

In reply to by Alice Friedrich

Statt an die Verteidigung des EIGENEN zu denken und hierfür alles Erdenkliche zu tun, treiben sich unsere Soldaten am Hindukusch und in Mali herum, wo sie m. E. absolut nichts zu suchen haben.
Weder Bundeswehr noch Geheimdienst oder Bundespolizei schützen uns Bürger vor ungewollten Eindringlingen. Wir werden e r o b e r t , ohne daß sich eine effektive Gegenwehr formiert. Das liegt daran, daß wir keine geistige Elite mehr haben, die unser Land führt. Überall haben sich beschränkte und überfordere Kleingeister breitgemacht. Das große Ganze, dem alle Institutionen zu dienen haben - das Interesse u n s e r e s Landes - ist völlig aus dem Blick geraten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Ausspruch von Thukydides (um 400 vor Christus) hinweisen:
"In einer Gesellschaft, die ihre Gelehrten und ihre Krieger voneinander trennt,
übernehmen die Feiglinge das Denken und die Dummköpfe das Kämpfen."

Genauso sieht es bei uns inzwischen aus.

...... wunderbar knapp auf den Punkt gebracht, Frau Wallau, weder hat dieses Land Gelehrte im klassischen Stil noch Krieger im klassischen Stil.... "Geistige Elite", wo bitte???....postheroisch eben, ja Post-Histoire, das "Geistige Deutschland" ist uns aberzogen worden, muss mir nur den heutigen Bildungskanon meiner Kinder ansehen.... Wehrhaftigkeit, das Eigene zu verteidigen, da wird man heute ausgelacht, das versteht niemand mehr; gute Lektüre, nebenbei gesagt, Frank Lisson: Die Verachtung des Eigenen, und natürlich Nietzsche...

Kleingeister breitgemacht."...welche die Einwanderung in den Himmel heben oder unausweichlich ansehen. Ihnen entgeht dabei völlig das die Auswanderung einsetzt.
Viele Menschen aus der Mittelschicht denken zunehmend darüber nach. Weil sie zurecht denken, dass der Sozialstaat nicht mehr bis zu ihrer Verrentung durchhält.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article199718306/Auswandern-Deut…

Barbara Piele | Mi, 4. September 2019 - 19:15

In reply to by Alice Friedrich

Was mich wirklich aufregt: Für diesen frenetischen Müll muss ich auch noch GEZ bezahlen. Ich dachte immer: ARD ganz schlimm. Nun weiß ich: ZDF: Schleimfaktor Merkel. Die hat die gut erzogen. Wie kann man sich als "Regisseur" zu so einem Schmonzetten-Mist hinreißen lassen?
Heute Abend ist gutes Buch angesagt. Und Hängebacke - ob Fernsehen oder Zuhause - kann ihre Kartoffelsuppe kochen. Soviel Mist wie diese "Dame" angerichtet hat...
da knabbern wir noch laaaaaaaange dran. Trotzdem: Schönen Abend!

Stefan Weber | Do, 5. September 2019 - 07:46

In reply to by Alice Friedrich

Ich kann mich an Berichte von 2015 erinnern in denen geäußert wurde, dass den Geheimdiensten bereits seit längerem entsprechende Erkenntnisse vorlägen, dass sich größere Menschenmassen aus dem arabischen Raum auf den Weg Richtung Europa machen.
Die Geheimdienste sollen auch entsprechende Warnungen an Berlin weitergegeben haben. Dort wurden sie ignoriert.

Hat Frau Merkel je an diesen Lageberichten unserer Geheimdienste teilgenommen? Eine Teilnahme war sicher degoutant und widerspricht der Pflege ihrer kultur-protestantischen Schuldgefühle. Nur Fehlentscheidungen "aus dem Bauch", wie wir mehrfach erleben durften.

Stefan Jurisch | Mi, 4. September 2019 - 08:38

die Realität ein wenig schöner zu zeigen als sie ist/war. Gerade das Persönlichkeitsbild der Kanzlerin wird hier verklärt. Und auch die Folgen sind meines Erachtens nach relativ harmlos dargestellt, denn die Risse in der Gesellschaft reißen tiefer auf als es das Format darzustellen vermag. Man muss nur richtig hinschauen.

Markus Michaelis | Mi, 4. September 2019 - 08:47

Ich glaube nicht, dass Machtinstinkt im September 2015 eine große Rolle gespielt hat. Wie immer im Leben wird es vielschichtig gewesen sein und alles ein wenig wahr. Der große Punkt für mich ist aber, spitz formuliert, dass ein Teil der Gesellschaft (aus dem Bauch, weniger aus dem Verstand) die Chance gesehen gat nach 1990 nun das endgültige Ende der Geschichte einzuleuten. Deutschland empfängt alle geschlagenen der Welt - in unsere Gemeinschaft, mit unseren universellen Werten. Um diese Öffnung zur Welt herum, für eine neue, gute Weltgemeinschaft, wurden viele positiv besetzte und nicht angreifbare Begriffe gesetzt, (universelle Menschenrechte, Demokratie, etc.) und alles zu einer nicht hinterfragbaren positiven Einheit verschmolzen. Wer Zuwanderungsfragen kritisch betrachtet hat, stand schnell als Feind des gesamten Pakets da.

Ich denke hier ging es nicht um Machtkalkül, hier ging es um die ganz großen Weltsichten und Wahrheiten.

Karlheinz Wehner | Mi, 4. September 2019 - 13:58

In reply to by Markus Michaelis

Das ich nicht lache. Das ZDF und Frau Merkel als idealistisch geprägt?
Das ist Hohn oder Kinderei.

Barbara Piele | Mi, 4. September 2019 - 17:31

In reply to by Karlheinz Wehner

Ein Huldigung an Merkel, die uns diesen Brocken vor die Füße geworfen hat.
"Wir schaffen das!" Aber dann seht mal zu wie das gehen soll. Besonders das ZDF ist für mich der Altar für die Merkel. Großer Teppich. Aller drunter kehren. -- War was?
Nö! -- Das Buch war anders. Und nun wird alles so eklig verfälscht. Ich werde mir
diese Merkel-Schmonzette wirklich nicht anschauen.

Jürgen Keil | Mi, 4. September 2019 - 09:06

Wann kommen der Eurorettungs- und der Atomausstiegsentscheidungsfilm? Wer von den beiden Heiligen erhält den Friedensnobelpreis zu erst, Greta oder Angela? Einfach nur peinlich.

Komisch - genau dasselbe habe ich auch gedacht wie ich gelesen habe, dass diese "Doku" kommt.
Irgendwie kam mir spontan ein kleiner dicker Diktator aus Korea in den Sinn der gerne ähnliche Filmchen über seine Großtaten produzieren lässt.

Für mich war eher die Duplizität erschreckend, da die Doubels sehr gut gewählt waren. Wenn auch bloß nur Schauspieler, aber noch eine Merkel, Beate Baumann oder Peter Altmaier wären für mich kaum zu ertragen. Wer eine Recherche über Beate Baumann betreibt, könnte fast zu dem Schluss kommen, dass sie für die desaströse Politik Merkels schuld ist, da sie als ihr Schatten, Strippenzieherin und vorbehaltlose Beraterin klassifiziert wird, die sich nicht scheut, Merkel auch in der Öffentlichkeit zischend zu kritisieren. Wenn man Beates mausgrauen Kleidungsstil sieht, weiß warum auch Merkel im Einheitsschnit-Hosenanzug herumläuft. Für mich sollte dieser Film eher vorbeugend für die CDU zur Bodengewinnung bei der Wahl im Oktober in Thüringen sein, bin aber sicher, dass dort Merkels weiteren Lügen nicht geglaubt wird. Vielleicht ziehen die Thüringer aus den 2 Landtagswahlen im September ihre Schlüsse und nicht aus diesem Märchenfilm.

Klaus Funke | Mi, 4. September 2019 - 09:13

Das ZDF hat sich endgültig geoutet. Der Film ist nicht als Kritik, sondern als Rechtfertigung angelegt. Wer wird darüber jubeln? Man wendet sich empört ab. Ein solcher Film wäre, wenn er von kritischen und verantwortungsbewussten Journalisten gemacht worden wäre, eine gute Gelegenheit, das ganze Ausmaß der Verwerfungen darzustellen, die diese einsame Entscheidung der Kanzlerin in Deutschland und in Europa hervorgebracht hat. Das ZDF natürlich macht irgendwie nun doch eine Heiligsprechung daraus. Ich denke, es wird in den nächsten Tagen einen Shitstorm geben. Man erinnert sich: Kein Unterschied mehr zum DDR-Fernsehen und seiner Honecker-Verehrung. Mit Heinrich Heine könnte man sagen: "Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, ich kenne die Herren Verfasser!" Dem ist nichts hinzuzufügen. Höchstens, wie sehr kann man ein Volk noch verhöhnen?!

Chris Groll | Mi, 4. September 2019 - 09:47

In reply to by Klaus Funke

Das ist wirklich das Letzte, eben deutscher ÖR "Journalismus".
Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar.

alf graef | Mi, 4. September 2019 - 11:07

In reply to by Klaus Funke

Chapeau Herr Funke.
Zitat:
... wie sehr kann man ein Volk noch verhöhnen?!
Zitatende
Sie bringen vieles in Ihrem Beitrag auf den Punkt.

Das öffentlich rechtliche Fernsehen lebt doch förmlich in ihren Nachrichtensendungen, die Flüchtlings / Migranten Darstellung unserer politisch Handelnden! Viele die diese fortwährende Verhöhnung-Gängelung nicht mehr ertragen können, schenken sich mittlerweile Nachrichtensendungen, Anne will & Co........ Und man fährt gut damit. Wie ich finde.

MfG

Bärbel Küper | Mi, 4. September 2019 - 12:02

In reply to by alf graef

Sowohl die ör-Nachrichtensendungen als auch sämtliche Talk-Shows erspare ich mir, da ich dann spüre, wie mein Herzschlag in einen schnellen Galopp verfällt. Das ist meiner Gesundheit nicht zuträglich.
Es wird immer nur über die Grenzöffnung 09/2015 gesprochen, aber was ist mit den immer noch offenen Grenzen??? Auch einige Hundert täglich summieren sich! Griechenland setzt "Flüchtlinge" von seinen Inseln auf's Festland über. Wohin "reisen" diese im Anschluss?

Alfred Kastner | Mi, 4. September 2019 - 11:09

In reply to by Klaus Funke

Sehr richtig, Herr Funke! Ihrem Kommentar ist im Grunde nichts hinzuzufügen.
Die "Heldenverehrung" Merkels nimmt in Deutschland zunehmend groteske Züge an. Der von mir geschätzte Journalist Wolfgang Herles hat in einer Talkshow im Februar 2018 eine vernichtende Bilanz gezogen: "Frau Merkel hat nur Unheil angerichtet". Seit diesem mutigen Statement ist er meines Wissens nie mehr in eines dieser Talkshow-Formate eingeladen worden. Eurorettung, Energiewende, Flüchtlingspolitik: Alles eigenmächtige Entscheidungen der Kanzlerin am Parlament vorbei. Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: Hätte Gerhard Schröder am Abend des 18.September 2005 bloß mehr staatsmännische Größe im Umgang mit Angela Merkel gezeigt...
Vielleicht ist Frau Merkel mit diesem Amt auch einfach nur überfordert?

Wolfgang Brauns | Mi, 4. September 2019 - 11:23

In reply to by Klaus Funke

was Sie sagen, verehrter Herr Funke, doch das mit dem shitstorm ist leider noch immer nur ein Lüftchen. Man denke nur an die Maßregelung der Reporterin mit dem "Versprecher" von der bürgerlichen AfD. Anstatt, dass sich alle Journalisten gegen den Vorgang empören, erklären sie mehr oder weniger dessen "Notwendigkeit".
Und die Cartoons selbst hier beim Cicero lassen mich auch immer wieder "schnauben".

Christa Wallau | Mi, 4. September 2019 - 11:29

In reply to by Klaus Funke

Mehr gibt es über diesen Film des ZDF nicht zu sagen.

Ihre letzte Frage ("Wie sehr kann man ein Volk noch verhöhnen?")
möchte ich so beantworten:
Es hängt davon ab, wie viele kluge und kritische Geister ein Volk hat.
Offenbar ist besonders das heutige West-Deutschland in dieser Hinsicht ganz arm dran!
Wenn es nicht die vielen unbeirrten und mutigen Menschen in Mitteldeutschland gäbe, könnte man verzweifeln.

Sehr geehrte Frau Wallau! Grundsätzlich bin ich mit Ihnen einverstanden. In puncto "kluge und kritische Geister" möchte ich Ihnen allerdings widersprechen. "Kluge und kritische Geister" gibt es zu allen Zeiten. Nur: Sie werden entweder ans Licht der Öffentlichkeit gebracht oder unter den Teppich gekehrt. Ob das eine oder andere der Fall ist, wird von 5 Faktoren bestimmt. In unserer Informationsgesellschaft sind dies erstens, zweitens und drittens die Medien, kurz: die vierte Gewalt. Ein weiterer Sponsor oder Verhinderer sind m. E. immer noch die Universitäten. Man erinnere sich nur einmal an die 68-er Bewegung, die eine komplette Gesellschaft zu erschüttern vermochte. Und die dritte Gruppe? Das sind die Politiker selbst. Schließlich sind Sie ja auch als Meinungsmacher auf vielen Ebenen vertreten (in ihrem Parlament, in den Medien [TV-Nachrichten, Talkshows, Sondersendungen, Zeitungen und Zeitschriften, sozialen Netzwerken]. Bleibt die Frage: Wo steckt nun das aktuelle Dilemma? (ff.)

wer hier die Doku überhaupt gesehen hat. Im Fernsehen läuft sie heute Abend (Erstausstrahlung), in der Mediathek erst seit gestern.

Ich habe sie nicht gesehen, werde sie nicht sehen, halte sie auch so nicht für hilfreich. (Woher kommt mir meine Einstellung nur bekannt vor?)

...läuft seit September 2015 in einer Endlosschleife als ein Deja Vu.
Da brauche ich die Hofberichterstatter des ZDF nicht.
Steffen Seibert hat da wohl noch alte Kontakte geknüft in der Art: Jungs, wir brauchen eine gute Story über meine Chefin aber nur mit guten Zutaten.

Kai-Oliver Hügle | Do, 5. September 2019 - 07:52

In reply to by Roland Völkel

Mit anderen Worten: Sie u.v.a. hier müssen sich einen Film nicht ansehen, um ein (vernichtendes) Urteil darüber zu fällen?
Also ich pflege Texte zu lesen und Filme zu sehen, bevor ich mich dazu äußere und habe mit diesem Vorgehen bislang immer recht gute Erfahrungen gemacht. Von der o.g. Doku habe ich gestern beiläufig etwa 15 Minuten gesehen. Auch auf dieser Basis möchte ich mir kein Urteil erlauben. Daher halte ich die Klappe und staune über das Ausmaß der hier regelrecht zur Schau gestellten Voreingenommenheit.
Sagenhaft...

Da haben Sie zwar grundsätzlich recht Herr Hügele. Nur wurden in einer Pre3ssevorschau der Film in verschiendenen Medien angekündigt und vorrezensiert. Da brauch ich gestern Abnd nicht schauen. Wie einige hier schreiben, wir haben es alle live erlebt. Ob alle Meinungen immer alles exakt kritisieren? Sicher nicht. Muss ich mich betreuend Einlullen lassen? Nein, das muss ich nicht. Muss ich GEZ bezahlen für etwas, was ich so nicht will?
Ja, da müssen wir alle. In meinem GEZ-Vertrag steht nichts von der Pflicht Propaganda für AM anzusehen.

Kai Hügle | Fr, 6. September 2019 - 08:50

In reply to by Ernst-Günther Konrad

Sonst wird "die Presse" ja immer überaus kritisch beäugt, aber diese Rezension übernehmen Sie ungeprüft und versehen den Film mit dem Etikett "Propaganda für AM"?
"Live erlebt"? Ob die o.g. Produktion sehenswert ist, kann ich nicht beurteilen, aber es gibt Dokudramen, die Hintergründe beleuchten und neue Einblicke ermöglichen (z. B. Heinrich Breloers "Todesspiel").
Nein, niemand zwingt Sie dazu, sich so etwas anzusehen (hat ja auch niemand behauptet, glaube ich).

Sie, verehrter Herr Hügle, haben auch eine Voreingenommenheit - nur eine der anderen Art. Sie brauchen sich auch nicht zu erklären, wir wissen längst wie Sie ticken und wo Sie zu verorten sind... und auch dies ist kein Werturteil. Nur eine Feststellung. So bleibt alles so offen wie Sie es lieben...

Herr Hügle, Sie haben ja recht. Man sollte sehen oder lesen, über was man inhaltlich urteilt. Bei unseren Kommentaren geht es aber nicht um den Inhalt im Detail, sondern einfach nur um den Fakt, dass so ein Film überhaupt gedreht wird. Vielleicht hätte Frau Merkel ja einmal selbst klar erläutern können, was ihre Beweggründe waren, was sie veranlasste, die Gefahren die mit ihrer Entscheidung verbunden waren und noch immer sind, zu treffen. Für wie dumm hält man uns eigentlich?

Sehr geehrte Frau Wallau,
wie immer treffender Kommentar.Zu diesem Thema möchte ich auf den Kommentar des Herrn Blohme in der Bildzeitung vom Montag nach dem Wahltag hinweisen.
Empörend, wie die Menschen verhöhnt werden, mancher könnte gar Rassismus gegen "anders Wählende" bzw. "Deutsche, die schon länger hier leben" vermuten.

Wolfgang Sulzer | Mi, 4. September 2019 - 13:09

In reply to by Klaus Funke

Herr Funke,ein vortrefflicher Kommentar.Sehr gut auch, Heine ins Feld zu führen.Auf die Person Merkel und ihre abenteuernden Einflüsterer könnte man auch Vergleiche aus dem 19.Jahrhundert in der Politik anwenden.Einen negativen Sedanstag hätte diesen Leuten schon längst jemand bereiten müssen.Tja,solang es die SPD,die ewige Partei an ihrer Seite gibt,ist alle Hoffnung wohl vergebens.Es gibt immer noch die alte Clique,welche glaubt die öffentliche Meinung zu behorchen und der Dame auf ihrem Theatersessel etws von Siegen und Gewinnen zischelt.

Christine Lamine | Do, 5. September 2019 - 10:16

In reply to by Klaus Funke

Angela Merkel hat ganz genau gewusst, was auf Europa zukommt. Schließlich war es Deutschland und einige EU-Staaten die die Hilfsgelder dem UNHCR nicht überwiesen, oder wie Deutschland um die Hälfte gekürzt haben. Die Nahrung für die Menschen in den FL-Lagern Jordanien und Libanon konnte nicht mehr bezahlt werden, sie müssten hungern und machten sich deshalb auf den Weg nach Europa. ProAsyl hat vor den Toren Ungarns Werbung für Merkel gemacht und eine weitere Werbekampagne in Dauerschleife wurde vom BAMF in arabisch und vielen anderen Sprachen gemacht. Die Lügen Merkels werden uns frech weiter aufgetischt, denn es kommen täglich immer noch sehr viele nach Deutschland oder werden sogar eingeflogen, aber niemand (außer unseren Fachkräften) kommt wieder raus. Die nächste FL-Welle wird jetzt schon vorbereitet, denn Merkel plant, 1 Milliarde € zur Bekämpfung typisch afrikanischer Krankheiten, wie Ebola, Aids, zu überweisen. Lügen sind Merkels Markenzeichen, da hat sie sich perfektioniert.

Bernhard Mayer | Mi, 4. September 2019 - 09:24

....Wären überhaupt kein Problem wenn sich die Kanzlerin hingestellt hätte mit der Aussage: "Alle müssen zurück wenn die Waffen schweigen".

Das traut sich bzw. will in Deutschland aber kein Politiker!

Das hat sie vor 1,2,3 (??) Jahren mal so ähnlich gesagt.Sie glaubte wohl,damit im Moment Punkte zu machen. Aber: Was kümmert sie ihr Geschwätz von gestern? (Z.B. Atomausstieg,nachdem sie den geordnet geplanten gerade rückgängig gemacht hatte.Z.B. „Multikulturelle ist gescheitert“. Z.B. ....Jedem Leser von Cicero fällt da bestimmt noch allerhand ein.

dieter schimanek | Mi, 4. September 2019 - 09:35

Dieses Durchwinken hält bis heute an und geht bis zum Zusammenbruch der Sozialsysteme weiter. Erst gestern gab es wieder die Zusage: Wir nehmen die Migranten der Schlepperhelfer MGOs aus dem Mittelmeer auf. Von den täglich Eingeflogenen, wird nicht mehr geredet und auch keine Zahlen genannt. 2015 hat nie aufgehört!

helmut armbruster | Mi, 4. September 2019 - 09:41

irgendwo dazwischen wäre vielleicht die Wahrheit zu finden.
Doch diese werden wir nie erfahren. Denn niemand hat Interesse daran, nicht die Regierung, nicht AM, nicht die Medien und wahrscheinlich nicht einmal das Publikum.
Solange die Selbsttäuschung den nützlichen Effekt hat, dass man sich den harten Tatsachen nicht stellen muss und der Verantwortung ausweichen kann, so lange wird sie weiter betrieben werden.
Weiterbetrieben mit solchen Doku-Dramen und anderen Nebelkerzen.
Und das immer in der Hoffnung, dass es schon nicht so schlimm endet wird...

Wolf-Dieter Hohe | Mi, 4. September 2019 - 09:42

Bester Film - Bestes Drehbuch - Beste Darsteller - Beste Regie - Beste Kamera - Bestes Motiv
Nach einem Roman von Rosamunde Pilcher

... es fehlt der Oscar-Filmpreis....
Schon beeindruckend, wie diese Regierung samt Staatssender sich beweihräuchern.
Die Zusammenarbeit funktioniert hier hervorragend.

Ein gigantisches (fortlaufendes) Staatsversagen wird mit Hilfe der Medien vertuscht.

ich behaupte der FNP-Preis war anvisiert (ist meine ganz persönliche Meinung). Denn diese spontane Öffnung ohne andere zu konsultieren bei der sonst so zögerlichen sich stets nach allen Richtungen absichernden Regentin war recht ungewöhnlich. Denn als der Willkommenshype nachließ und der FNP vergeben war (gottseidank ging dieser Kelch an uns vorrüber) mussten ganze Familien die zurück geschickt wurden in der Schhlammwüste von Idomeni dahinvegetieren und die Rufe nach "Mutter Angela" drangen nicht mehr an ihr Ohr.

Andreas Zimmermann | Mi, 4. September 2019 - 09:44

Um Himmels willen, was haben Sie denn erwartet Frau Hildebrandt? Wir reden hier über das ZDF, eines der Flaggschiffe der zwangsfinanzierten Systems der Öffentlich-Knechtlichen! Mehr als halbseiden gesponnene und auf Tränendrüse getrimmte Darstellung der armen von Humanismus beseelten Kanzlerin, welche trotz aller Widrigkeiten und gegen allen Widerstand entschlossen ihren Weg geht, ist da nicht drin. Ich habe diesen medialen Ausfluss nicht gesehen und werde das auch nicht tun, es wäre schade um die Zeit. Wenn sie unbedingt einen realistischen Ansatz im Filmformat benötigen, da werden Sie wohl noch 20 Jahre warten müssen. Da müssen andere Leute ran, wahrscheinlich kommt der Film dann aus Osteuropa und ist der Auftakt einer Serie zum Thema "Der Untergang von Deutschland". Und wenn Sie eine realistische Meinung zum Thema hören wollen, dann gehen Sie raus und reden mit den Menschen: Obdachlose, Polizisten, Mittelständler, Alleinerziehende, Arbeitslose und H4-Empfänger und Überlebende.

Carsten Paetsch | Mi, 4. September 2019 - 09:54

Es war nur eine Frage der Zeit, bis so ein Film beim ZDF über die Schirme flimmert. Sich das anzusehen, dürfte starke Nerven erfordern.
Mir war in jenen Tagen 2015 schlagartig klar, was in der nächsten Zeit auf uns zukommen wird. Denn es war schon damals offenkundig, dass die linke Medienlandschaft keine Kritik an dieser sog. „einsamen Entscheidung“ zulassen wird. Sofort wich eine gesunde Hilfsbereitschaft einem hysterischen Humanismus mit Zeigefinger.
Die einschlägige Klientel stand sofort bereit, die so verhasste bürgerliche Gesellschaft endlich mit einer Multi-Kulti-Infusion dauerhaft zu impfen, folgerichtig wird bis heute jeder Kritiker in die rechte Ecke gestellt und damit mundtot gemacht.
Insofern wäre eine seriöse Analyse der Ursachen und Folgen dieser „Stunden der Entscheidung“ weitaus angebrachter, als der Hauptakteurin noch ein verklärtes Denkmal zu setzen.
Aber dafür ist das ZDF ganz sicher der falsche Kanal, denn es feiert sich hier auch selbst.

Gerhard Hecht | Mi, 4. September 2019 - 10:58

Mich erinnern diese Art von Filmen an meine Kindheit. Mittags 13:30 gleich nach der Schule wurden im DDR-Fernsehen Filme über die Helden der Oktober Revolution gezeigt. Großartige Filme waren das für uns Kinder. (Die Nazis benutzten auch dieses Genre). Heute habe ich dazu eine andere Meinung. So wird das auch bei der Geschichtsnachlese von Angela Merkel mal sein. Immer wenn die Heldenverehrung zu Lebenzeiten.......geht gründlich was schief!

Christoph Kuhlmann | Mi, 4. September 2019 - 11:01

Irgendwie wir die vereinigte Medienkamarilla Merkel bis zu den nächsten Wahlen schon über Wasser halten. Wahrscheinlich gilt es jetzt die CDU zu stärken. Aber was erwartet man schon anderes vom Staatsfunk als staatliche Propaganda?

gabriele bondzio | Mi, 4. September 2019 - 11:03

wenn sich hier noch jemand wundert, Frau Hildebrandt, sollte er wohl öfters AFD/ZDF schauen. Die Interviews mit Zeitzeugen, kann man bestimmt mit der Besetzung von Sofas bei Will und Plasberg und anderen TV-Talkshow von ARD und ZDF vergleichen.
Aporie mündet in Moralisieren, ohne dem angesprochenen Problem ein Stück näher zu kommen.
Publikum, Moderator, Gäste handverlesen (meist im Format stramm- staatstragend) und hier ersetzen halt Spielfilmszenen im gleichen Format das fehlende Archiv-Material.
Verklärung von Merkel soll zunehmende Verärgerung, Kontrollverlust u.a., ob der unüberlegten Grenzöffnung übertünchen.
Jedoch geht ARD/ZDF zunehmend die Tünche (und damit die Zuschauer) aus, weil nicht Wunschdenken sondern die Realität ein besserer Lehrmeister ist.
Letztlich sind die Migranten nicht vom Himmel auf Budapest gefallen, die Reaktionsspanne war somit viel länger als man suggerieren will.

Wolfgang Henning | Mi, 4. September 2019 - 11:13

Der Artikel bringt es auf den Punkt - es geht nicht um eine Dokumentation der damaligen Situation, sondern um eine abschließende Verklärung der Kanzlerin als einsame Entscheidungsträgerin. Warnende Stimmen gab es genug, aber sie setzte sich darüber hinweg, um "gute Bilder" für ihr Image zu liefern. Das entspr. Drehbuch vom Autor der ZEIT folgte auf dem Fuße. Nun, zum Ende ihrer Regierungszeit, soll ihr mit diesem Film ein Denkmal gesetzt werden. Die Zahl der unkontrolliert zugewanderten Migranten (längst nicht mehr syrische Flüchtlinge) endet selbst in diesem Artikel mit dem Ende des Jahres 2015. Bis zum Ende 2016 waren es bereits mehr 1,5 Millionen und die Zahl setzt sich bis heute fort. Es kamen nicht die propagierten Akademiker, Ingenieure und Facharbeiter, sondern überwiegend unausgebildete Hilfsarbeiter und Analphabeten, die in unserem Sozialnetz Unterschlupf fanden. Die sozial Benachteiligten in unserem Land müssen sich jetzt zwangsläufig dieses Netz mit den Migranten teilen.

Tom Bast | Mi, 4. September 2019 - 12:10

Sonntag Abend Herzkino ! Oder halt bei KIKA, die Kleinen glauben noch an die gute Fee.

Tomas Poth | Mi, 4. September 2019 - 12:19

übt sich hier in wilhelminischer Huldigung.
Ich dachte Kaiserzeiten hätten wir längst mit Aufklärung überwunden.
Es werden leider noch Zeiten kommen wo sich das Zerstörungswerk der Merkelpolitik noch erweisen wird.
Ein Anfang ist ja schon gemacht, die Spaltung der Gesellschaft!

Maria Fischer | Mi, 4. September 2019 - 14:02

Die ÖR und Merkel bleiben die zuverlässigsten und erfolgreichsten „Wahlkämpfer“ für die AfD.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 4. September 2019 - 14:29

ich habe nur Zeitungsberichte darüber gelesen. Als ich Ihren Artikel las Frau Hildebrandt, kochte in mir die Seele. Ich hätte gern mal derb und zornig meine Gedanken herunter geschrieben. Nicht Wut, aber Zorn kam kurzzeitig in mir auf.
Ich las soeben alle Kommentare zu dem Artikel. Ich habe mich wieder beruhigt.
Insbesondere Herr Funke und Frau Wallau, aber auch alle anderen haben vielschichtig gesagt, was sie davon halten. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt nicht eine Meinung gelesen, die von meiner Meinung auch nur in Bildzeitungsstärke abweicht. Chapeau an alle.

Heiner Hannappel | Mi, 4. September 2019 - 14:54

Wer das Buch von Robin Alexander "Die Getriebenen"gelesen hat, ahnt wir diese Führungsspitze versagte und den obersten Polizeichef Dieter Romann zurück pfiff, der für eine Grenzschließung alles vorbereitet hatte.Innenminister Thomas de Maiziere hatte es in der Hand und versagte, tingelt aber heute wieder durch jede angebotene Talkshow. nein, einen Heiligenschein hat diese Kanzlerin gewiss nicht verdient, schaue ich auf unsere sich dadurch verändernde gesellschaft mit allen Ängsten zur falschen zeit am falschen Ort zu sein. Ich weiß wovon ich spreche.5 Mrd € in 5 Jahren für die Digitalisierung unserer Schulen. 250 Mrd. € für die Alimentierung und Beherbergung von bis zum Jahresende 2,2 Millionen Flüchtlinge/Wirtschaftsflüchtlinge, Tendenz steigend, da die Grenzen weiterhin gegen alle Gesetze offen sind. So sehen die Prioritäten im Kanzleramt aus und dementsprechend sehen bald auch die Wahlergebnisse aus.Es ist still geworden im Kanzleramt. Gut so. Es geht auch ohne Merkel.

Ingo Kampf | Mi, 4. September 2019 - 15:15

Wenn sich die Regierung einen eigenen TV-Sender leisten würde, wäre der Film in seiner Diktion gleich gewesen. Frau Merkel denkt ja angeblich immer vom Ende her. War ihrem Beraterstab und ihren Ministern nicht klar, welche Art von Menschen da kommen und das wg. der großen Zahl die Gesellschaft gespalten wird. Gab es kein Bundeskriminalamt das bereits um den NRW-Polizeijargon „NAFRI“ wusste. War ihr nicht klar, was sich in den Vorstädten französischer Großstädte abspielte?
Ja es haben sich viele weggeduckt. Sie wollten nichts damit zu tun haben. Also war die Problematik bekannt.
Und wenn dann ein Finanzminister, der heute Parlamentspräsident ist, einfach sagt, das wäre nun Deutschlands Erfahrung mit der Globalisierung, dann ist das ganz dünn. Wir werden sehen, wie das weitergeht. An Schmitz‘ Backkes ist die Regierung ja noch nicht vorbei. Das Türkeiabkommen hält nicht und Italien findet den Weg zurück zur Humanität. Die Schlepper lachen sich tot. Und auch die AfD erhält Auftrieb!

Bernd Muhlack | Mi, 4. September 2019 - 16:08

1984 in perfekter Vollendung.
Dem ZDF gebührt allergrößter Dank für sein segensreiches und aufklärendes Wirken!

Kann ich höhere Gebühren zahlen oder spenden?

Christine Lamine | Do, 5. September 2019 - 11:30

In reply to by Bernd Muhlack

aber es ist bereits beschlossene Sache, dass Sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk/Medien ab 2023 monatlich mit 19,20€ (könnte auch mehr sein) unterstützen MÜSSEN! Die Erhöhung der Zwangsgebühren dient den ÖR dazu, damit sie auf YouTube alternative Portale initiieren können, da ihnen bei den normalen Sendern die Zuschauer abhanden kommen. Des Weiteren wollen die ÖR unbedingt vermeiden, dass ihre Pensionäre am Hungertuch nagen oder vor den Einkaufscentern betteln müssen.

Josef Olbrich | Mi, 4. September 2019 - 16:35

Diesen Film anzusehen ist Zeitverschwendung. Aus beiden Diktaturen sind mir solche Lobeshymnen bekannt. Jetzt in einer Demokratie - wie grauenhaft.

Sigelind Berckhemer | Mi, 4. September 2019 - 17:03

Was für ein Aufstieg! Von Mutti zur Heiligen...

Lisa Werle | Mi, 4. September 2019 - 17:16

...an alle Kommentatoren. Es tut gut, wenn man merkt, dass man mit den eigenen Empfindungen Meinungen nicht alleine ist. Jetzt fehlt noch eines: WIR müssen grundsätzlich sichtbarer und hörbarer werden.

Jochen Wegener | Mi, 4. September 2019 - 17:51

wird schon in wenigen Jahren zu einem kräftigen Schimpfwort mutiert sein und das auch in jenen Kreisen die sich jetzt noch als bürgerlich-liberal empfinden und 2015 an ihre eigenen Märchen von der guten Tat in der schlechten Welt glaubten.

Urban Will | Mi, 4. September 2019 - 18:09

wäre sie, wenn sie eigene Opfer gebracht oder gar ihre Karriere auf's Spiel gesetzt hätte, um ihren Prinzipien treu zu sein.
Eine einmalige, kurzzeitige Rettungsaktion für die in Ungarn Gestrandeten war nachvollziehbar und verständlich.

So aber hat sie ihre Entscheidung auf dem Rücken ihres Landes und dessen Bürger getroffen.
Nie wird sie die Folgen ihrer Entscheidung zu tragen haben, ihre Zukunft ist in jeglicher Hinsicht abgesichert.
Zu zahlen haben andere, nicht nur mit Geld, sondern mit Einschränkungen jeglicher Art, manche mit dem Leben.

Aufgrund ihre persönlichen Situation kann Merkel gelassen in die Zukunft blicken, auch direkte Nachkommen hat sie keine, um die sie sich Sorgen machen muss.

Merkel ist keine Heldin.

Sie hat ihrem Land großen Schaden zugefügt, sie hat ihren Amtseid gebrochen. Nicht ihr Ego, das Land sollte an erster Stelle stehen.

Monika Templin | Mi, 4. September 2019 - 20:21

Sicherlich nicht AM. Ich tue mir schon lange nicht mehr die sogenannten Talkshows an und schon gar nicht diese Propaganda Dokumentation vom ZDF. Die "Macher" haben wohl zuviel abgeguckt vom DDR-Staatsfunk. Wer anderer Meinung bzw kritisch ist, wird als gaaanz rechts sogar als rechtsextrem abgestempelt Nicht die AfD spaltet die Gesellschaft sondern die Politiker und die ihnen hörigen Medien. Hoffentlich wachen endlich die Wähler in den "westlichen " Bundesländern aus ihrem Tiefschlaf auf.

Brigitte Simon | Mi, 4. September 2019 - 23:06

Cicero schreibt, das ZDF versucht mit der Doku "Stunden der Entscheidung" Merkel reinzuwaschen. Das wird ein erfolgloser Versuch, Ihre Rehabilitation vorzunehmen.
Oder ist diese Dokumentation bereits die Ouvertüre
zur Tragödie "Der Dolchstoß der Angela Merkel",
Merkels erneute Kanzlerinkanditatur 2021.

Im Jahr 2015 fieberte die Regierung der Verleihung
des Friedensnobelpreises entgegen. Für einige Re-gierungsmitglieder war Kanzlerin Angela Merkel
international die einzige Favoritin.

Begründung:
In der Ukrainekrise und der Flücht-
lingsfrage zeigte sie Führungsstärke in Europa.
Die Jury des Osloer Komitees ließ sich nicht täuschen. Sie zeichnete das "Nationale Dialog-
quartett" für seine Bemühungen aus. Für deren
Kämpfen um eine pluralistische Demokratie
in Nordafrika.
Solche H e l d e n braucht jedes Land.

Merkel ist das nicht. Ihre Machtgier, der Griff
nach dem Friedensnobelpreis ließ sie die deut-
schen Grenzen öffnen. Sie opferte Deutschland!

Hans Schäfer | Do, 5. September 2019 - 08:59

nach lesen der Kommentare komme ich zu der Erkenntnis, dass ich richtig gehandelt habe, in dem ich die Märchenstunde mir nicht angetan habe.
Das Volleyballspiel der Damen zwischen Polen und Deutschland war jedenfalls spannend.

lisa zimmermann | Do, 5. September 2019 - 09:43

ich habe mir diesen Film bewußt nicht angeschaut; was wäre vom ZDF schon Anderes zu erwarten gewesen ?
Es gibt vermeidbaren und unvermeidbaren Ärger.
Schonen muss man sich selber.

Herr, laß Hirn regnen !

Henning Magirius | Do, 5. September 2019 - 10:07

Angela Merkel wusste im August / September 2015 ganz genau, dass sehr viele Menschen aus Nahost in Richtung Mitteleuropa / Deutschland unterwegs waren. Die Geheimdienste haben sie informiert. Frau Merkel w o l l t e dass sie kommen. Denn sie will es jetzt immer noch: Weiterhin kommen täglich 500 Migranten illegal über die deutsche Grenze. Und sie tut nichts dagegen und lässt Deutschland ohne Grenzen dastehen. Frau Merkel w i l l, dass sich Deutschland nachhaltig in ein anderes Land verwandelt. - Und was wollen wir?

Helmut Sperlich | Do, 5. September 2019 - 10:23

Ob man dieser Person ein Denkmal setzen muss oder doch besser ein Mahnmal halte ich für diskussionswürdig. Physisch würde ich dieses Mahnmal auf dem Berliner Breitscheidplatz verorten, umgeben von 12 Stolpersteinen mit ihrem Konterfei mit Inschrift "Danke Mutti". Als weitere Orte für Merkel-Stolpersteine sehe ich den Weg entlang der Dreisam bei Freiburg, im Supermarkt in Kandel, im Freibad in Düsseldorf, auf verschiedenen Bahnsteigen, in den Clan-Hoheitsgebieten und viele andere mehr an welchen Orten auch immer ihre "Kinder" einen Beitrag zum gedeihlichen Zusammenleben in diesem unseren Land, in welchem wir die wir hier schon länger und gut und gerne leben, geleistet haben.

Hans Page | Do, 5. September 2019 - 12:14

denn es demonstriert auf frappierende Weise mit welcher Inkompetenz diese Land geführt wird. Ich kann mich an andere Dokudramen erinnern, z.B. zu RAF und Landshut und Schleyerentführung, da hatte ich das Gefühl dass Leute das Lsnd regierten die sich ihrer Verantwortung für Land und Leute sehr bewusst waren. Dieser Film erzeugt nur Fassungslosigkeit und die Erkenntnis dass es offensichtlich noch schlimmer ist als man dachte: komplette Ahnungslosigkeit in der Regierung. Nicht einmal eine Szene die eine Beratung mit dem BND zeigt. Die einzige Parallele zu 1989: die offensichtliche Ahnungslosigkeit der damaligen DDR Führung und der heutigen BRD Regierung 2015-2019 - in allen Bereichen, egal ob Alterssicherung, Energiewende, Brexit und Migration.

Brigitte Simon | Do, 5. September 2019 - 21:47

Was läuft z.Zt. ab? Merkels Idealisierung, ihre
Reinwaschung in der Doku "Stunden der Ent-
scheidung", das heutige vorgezogene Politba-
romether im ZDF? Stimmungsmache nach die-
ser Soapdoku? Wunderbarerweise legt die CDU
zu und Merkel erhält einen Beliebtheitswert von
78 % mit der Bitte weiterzumachen. Mindestens
bis Ende der Legislaturperiode 2021.

Das dicke Ende dieser Kampagne erscheint in der
heutigen SZ. Der Journalist Alexander Hagelücken
konstruiert einen Artikel Migration "An die Arbeit".
"Seit 2015 flüchteten viele Menschen nach Deutschland, wird hier geraunt. Um hier zu arbei-
ten, raunt mancher, hätten die Flüchtlinge zu we-
nig gelernt. Oder die sind zu faul".
Hagelückens Fazit: "Wer vier Jahre nach Angela
Merkels Satz "Wir schaffen das" die Fakten sich-
tet, sieht etwas anderes. Die Integration der
Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt klappt ganz gut".
Und:
"In einer idealen Welt würden diese Fakten das
Geraune beenden."

Was kommt auf uns zu?