- Leipziger Thomanerchor: Jauchzet, frohlocket!
Kann ein Schweizer Katholik Thomaskantor und Bach-Nachfolger in Leipzig werden? Er kann, wie Andreas Reize nicht nur zu jeder neuen Weihnachtszeit unter Beweis stellt. Mit ruhiger Hand führt er den Thomanerchor zwischen Tradition und Öffnung in eine neue Ära.
Der Thomaskantor kommt mit dem Fahrrad. Den Helm noch in der Hand, eilt er in das Internatsgebäude der Thomaner, nur wenige Gehminuten von der Leipziger Altstadt entfernt. Auf den langen Fluren des „Alumnats“ ist es ruhig. Die gut einhundert Sänger im Alter von neun bis 18 Jahren gehen wie ihre Altersgenossen am Vormittag zur Schule.
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der Bachstiftung St. Gallen, besonders von Rudolf Lutz, dies übrigens neben der Niederländischen Bachgesellschaft.
Herr Lutz stand ja nun gewissermassen für den Thomanerchor nicht zur Verfügung, die Vereinigung wird aber 2026 mit der Medaille der Stadt Leipzig geehrt.
Vor dem Hintergrund wage ich zu sagen, dass mich Herr Reize musikalisch nicht sofort überzeugte.
Er war aber doch der Wunschkandidat seines Vorgängers im Amte Georg Christoph Biller (RIP) und der Artikel liest sich, als seien die Konflikte mittlerweile vom Tisch?
Zudem ist ein (ehedem) Katholik eigentlich kein Problem für einen Nachfolger Bachs oder eine Nachfolgerin, da dieser sehr wohl zwischen den religiösen Welten wandelte und die großartige h-moll Messe schuf.
Bach, der 5. Evangelist wird er auch genannt und ist es für mich.
Alles Gute und Herzlichen Dank für das Portrait.
Ich empfehle "Johann Sebastian Bachs Katholizität", Verlagsgruppe Kamprad
