- Vom wilden Osten ist nichts geblieben
Hausbesetzungen und Straßenkampf im Namen des Antikapitalismus gehören zum Berliner Mythos. Doch was bleibt davon heute übrig – jenseits nostalgischer Projektionen und linksalternativer Sozialromantik? Ein kleiner Streifzug von Kreuzberg nach Friedrichshain.
Wenige Straßen in Berlin sind so prominent wie die Rigaer Straße in Friedrichshain. Die Kurfürstenstraße etwa, früher berüchtigt für ihren von minderjährigen Prostituierten bevölkerten Straßenstrich. Die Hasenheide, allseits beliebt bei Verkäufern und Abnehmern harter Drogen. Oder die Schlangenbader Straße in Wilmersdorf mit ihren brutalistisch-seelenlosen Riegelbauten, in denen sich heute die Senioren stapeln. Jetzt also die Rigaer Straße, Terra Firma der autonomen Szene (oder vielmehr ihrer Atavismen), Herzkammer der Antifa, militanter Feministinnen, Anarcho-Bürgergeldempfänger und anderer Höchstleistungsträger der deutschen Bundeshauptstadt.
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Die zerstören sich inzwischen selber, diese linken Idioten. Zwar wird nicht umfangreich berichtet, aber gestern in Leipzig, Antifanten treffen aufeinander. Die einen pro Palästina, die anderen pro Israel. Es soll ordentlich zur Sache gegangen sein. Nur zu lesen ist darüber nichts. Vielleicht morgen bei Euch Cicero. Ich sage mal, beide ANTIFANTENLAGER einkreisen, aufpassen dass kein unbeteiligter zwischen die Fronten gerät und die sich dann ordentlich kloppen lassen. Polizei nur zur Regelung des Verkehrs und Schutz von Privateigentum. Ansonsten sollen die sich doch gegenseitig verkloppen. Die linken Spinner beginnen immer mehr sich gegenseitig zu bekämpfen. Gut so.
. . . ist wichtig, wenn es um Glaubwürdigkeit eines Autors geht. Da ich ein gutes Jahrzehnt meines Lebens in diesem „Kiez“ verbracht habe, musste ich für „2 S-Bahnstatonen von der Oberbaumbrücke zur Rigaer Straße“ und „die Rigaer Straße ist eine Querstraße der Frankfurter Allee“ Maps nicht bemühen. Es mag stimmen, was Sie da über Teile des Milieus schreiben. Aber waren Sie tatsächlich vor Ort?
