Alexander der Große

Zwischen "Leben und Legende": die neue Biographie über Alexander den Großen von Alexander Demandt.

Alexander der Große - Mamorbüste aus Schloss Erbach in Erbach (Odenwaldkreis)
() Alexander der Große - Mamorbüste aus Schloss Erbach in Erbach (Odenwaldkreis)
Die ersten Alexander-Biografien wurden noch von seinen Offizieren geschrieben. Seither sind unzählige Bücher hinzugekommen. Alexander könnte auch deshalb der Große genannt werden, weil seit 2300 Jahren Zeiten und Völker danach betrachtet werden können, was für ein Bild sie sich von dem Makedonenkönig machten. Der emeritierte Berliner Althistoriker Alexander Demandt hat jetzt eine weitere Biografie geschrieben. Es ist eine Doppelbiografie, wie es der Untertitel „Leben und Legende“ (C.H.Beck Verlag, München) schon andeutet. In die Darstellung der Ereignisse hinein erzählt Demandt leichthin vom Umgang mit dem Ereignis, wie er in Zeugnissen Späterer auf uns gekommen ist. Von der Schlacht bei Gaugamela geht es zu dem berühmten Mosaik aus Pompeji, von dort zu der Umzeichnung des Mosaiks, das Goethe am 6.März 1832, drei Wochen vor seinem Tod zum Geschenk gemacht wurde. Es folgte breite Vermarktung. Für Kaiser Wilhelm II. gab es auf Schloss Liebenberg und auf dem „Fußboden der Römischen Bäder im Schlosspark von Potsdam“ Kopien. An beiden Orten überstanden sie, „wenn auch arg mitgenommen, wie Demandt zu berichten weiß, „Krieg und Sozialismus“. So bietet diese Biografie, wie man überspitzt sagen könnte, zu fast jedem wichtigen Augenblick im Leben Alexanders einen Querschnitt europäischer Geschichte.

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