- Warum sich die politischen Ränder annähern
Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage zeigt sich in Deutschland eine bemerkenswerte Dynamik. Die politischen Ränder nähern sich an – weil ihre Opposition gegen die liberale Ordnung wichtiger ist als ihre ideologischen Unterschiede.
Iran, Russland, Ukraine: Was auf den ersten Blick wie drei verschiedene Krisenherde wirkt, gehört längst zu einem geopolitischen Zusammenhang. Russland führt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter Härte weiter. Iran unterstützt Moskau militärisch, vor allem mit Drohnentechnologie. Zugleich verschärft sich die Lage im Nahen Osten.
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Meine Höflichkeit verbietet mir, diesen Artikel inhaltlich zu bewerten. Er stellt meiner Meinung nach aber die Realität auf den Kopf.
Es sind keine politischen Ränder, die sich hier berühren. Das ist die Mitte - die "alte" Mitte der Vernunft. Wagenknecht ist die vernünftigste Linke und die AfD der vernünftigste Teil des konservativen Lagers. Hier werden eigene Feindbilder hineininterpretiert und projiziert,
Extremismus findet man heute im linken Mainstream: Ein hasserfülltes universelles Feindbild aus AfD, Putin und Trump, Ressentiments gegen alle, die andere Politik wollen und die Umgestaltung und das Drehen der Gesellschaft auf links sowie eine hemmungslose Überfremdung und Islamisierung nicht mitmachen wollen. dazu eine immer autoritärere Politik bis hin zu starken Anleihen an dem, was ausgemachte Diktaturen unter "Meinungsfreiheit" verstehen.
Dieser Artikel ist komplett enttäuschend. Hier wird die Sicht der linkslastigen Politikwissenschaft vertreten – legitim, aber irreal.
damit erspare ich mir die Mühe und eine Wiederholung.
"Es sind keine politischen Ränder, die sich hier berühren. Das ist die Mitte - die "alte" Mitte der Vernunft."
Die CDU ist quasi linker als die SPD und somit ist politisch gesehen alles miteinander verquirlt sodass keine Profile der Mitte mehr sichtbar sind.
Die CSU in Bayern wurde auch grün lackiert, sodass auch da nix mehr von Mitte zu sehen ist.
Franz Josef Strauß hätte sich wahrscheinlich nicht von den Grünen in Berlin die Kühltürme in Grundremmingen zum sprengen aufdiktieren lassen oder Isar 2 in Bayern abschalten.
Die Mitte der Politik ist maßgeblich die AfD, alles andere ist der Zusammenschluss von politischen Verlierern.
Den Preis den der Bürger dafür zahlt heißt Chaos, wirtschaftliche Instabilität und Überfremdung.
Abseits erkannter Muster erscheinen mir die Unterschiede beider Pole bei allen Überschneidungen wie z.B. die Ablehnung der Mitte oder Ressentiments gegen einen gemeinsamen vermeintlichen Gegner und die daraus resultierende Annäherung doch noch groß genug, als dass ich eine breite Mitte in unmittelbarer Gefahr sähe. Denn wie schnell es mit möglichen Bündnissen, Gemeinsamkeiten und Vertrauen vorbei sein
kann, sah man doch m.E. gerade beim BSW, als es darum ging im Osten mit genau denjenigen gemeinsame Sache zu machen bzw. Regierungen zu ermöglichen u. die AfD mitzubekämpfen gegen die sie vorher stritten.
Ukraine u. Russengas hin oder her. Für mich ebenso "glaubwürdig" wie die Auseinandersetzungen der sich ebenso nicht einigen u. zu Teilen inkonsequenten EU u. ihren Mitgliedern was z.B. die Anerkennung unterschiedlicher Systeme untereinander betrifft. Auch da die vermeintlichen Parias mit allem Für und Wider. Eine akute! Gefahr wie beschrieben, kann ich momentan jedoch nicht
ausmachen.
der "Mitte" heraus entstehen!
Alle Probleme, die Deutschland jetzt hat, sind weder aus einer Herrschaft linksradikaler noch - erst recht nicht! - aus den Fehlern rechtsradikaler Regierungen entstanden.
Alle Parteien, die dafür Verantwortung tragen,
sind die, welche der Verfasser offenbar in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt sieht: CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne.
Diese Parteien haben sich über zwei Jahrzehnte
in mehr o. minder großem Einheitsbrei auf polit. Maßnahmen verständigt, die sich als ruinös erwiesen haben.
Und nun soll ausgerechnet von den "Rändern´" die Gefahr ausgehen?
Das ist lächerlich!
Wie können denn die Bürger anders reagieren als mit der Wahl neuer Parteien, wenn die alten sie permanent enttäuschen?
Natürlich benennen diese die Zustände ungeschönt u. fordern wirksame, harte Maßnahmen zur Abhilfe der unzähligen Mißstände. Was denn sonst?
Wenn man die "Ränder" nicht verteufelte, sondern in die Mitte holte, wäre sehr viel gewonnen. Ist das so schwer zu kapieren?
Ich möchte nur noch hinzufügen, dass die Berufspolitiker, Parteifunktionäre und Journalisten, die die fatale Entwicklung der Mitte organisiert haben, zu großen Teilen von Politik- oder Sozialwissenschaftlern ausgebildet worden sind. Die mangelhafte Leistung der Politiker hat mit der mangelhaften Qualität jener Ausbilder zu tun, die sich im TV und in der Presse so eifrig als "Experten" inszenieren, aber qua Amt selbst dazu beigetragen haben, die Mitte zu schwächen.
Auch wenn ich Ihnen fast immer in allem zustimme, hier machen Sie nach meiner Meinung den Fehler, die Gesäßgeographie des linken Maiknstreams zu übernehmen. Die sogenannten Ränder sind nicht die Ränder. Und die Mitte ist auch nicht die Mitte.
Zwar nennen sich die Grünen gern "Mitte",, aber in Wirklichkeit wollen sie die Gesellschaft so umkrempeln, dass man sie nur als linksradikale Partei bezeichnen kann. Dasselbe gilt für die Funktionär – SPD von heute, die mit der SPD eines Helmut Schmidt nichts mehr mehr zu tun hat.
Die neue Mitte wird besetzt von der AfD, Teilen des BSW und den Kräften in anderen Parteien, die sich tatsächlich noch streng der Gewaltenteilung und den ehernen Prinzipien der Demokratie verpflichtet fühlen. Ich will also keineswegs alle Mitglieder über einen Kamm scheren. ich beziehe mich aber auf den Kurs der gesamtparti.
Die CDU ist auch nicht mehr konservativ, sie ist eine unpolitische Machtmaschine mit beliebig Inhalt – derzeit vorwiegend 🟢, nur wenig ⚫️.
Ich glaube liebe Frau Wallau um die Ränder braucht man sich nachdem was eben im Teletext kam aktuell keine Sorgen mehr zu machen.Denn was da bezüglich Annäherung einer CDU mittels EU-Kommission an eine neu zu fördernde Kernenergie innerhalb Europas auf dem Plan steht, wird wie eine Handgranate nicht nur bei den Grünen und sonstigen Klimarettungskräften, die es zuließen wie man bei uns die Grundlagen dafür in die Luft sprengte einschlagen! Sofern es sich nicht um einen verfühten Aprilscherz handeln sollte;). Saubere Energie mittels Kernkraft und wohl kleinerer Reaktoren in ganz Europa sollen nun explizit gefördert werden um die Preise und wie ich annehme Abhängigkeiten der Wirtschaft von denselben niedrig zu halten. "Ganz Europa ist besetzt von den Reaktoren! Ganz Europa? Nein! Denn eine vor sich hinschrumpfende Industrienation und ehemaliger Exportweltmeister leistet erfolgreich Widerstand!" Nun werde ich wohl doch noch mein Riechsalz los! LG
Der Artikel von Herrn Hartleb wirft sich ins Gewand einer sozialwissenschaftlichen Objektivität, die die Wertbindung des eigenen Standpunkts rhetorisch überspielt und damit das eigentliche Wesen des von ihm beschriebenen Konflikts verdrängt. Alle seine Grundbegriffe sind bereits wertüberladen: »autoritäre Mächte« gegen »liberalen Westen« (ohne zu bemerken, dass er das »ausgeprägte Freund-Feind-Denken« damit selbst einübt), die »politische Mitte« gegen »politische Extreme«, der »Aggressor« gegen den »Verteidiger«, die »liberale Demokratie« gegen die Sympathisanten »autoritärer Blockbildung« und hinsichtlich der Ursachenfindung: eine »Querfront der Ressentiments«, die zur »Delegitimierung des demokratischen Zentrums« führe.
Da er den Streit der Wertungen und Sachanalysen auf diese Weise stillschweigend außer Diskurs stellt, kann er den politischen Gegner ins Reagenzglas der Psychologisierung und politischen Pathologisierung füllen.
Wissenschaft als Aktivismus im Dienst der Machteliten.
