Merz und Reichinnek
Soll er sich ihr öffnen? Bundeskanzler Friedrich Merz und Linken-Chefin Heidi Reichinnek / picture alliance / dts-Agentur |

Zusammenarbeit mit der Linken? - Die SPD erteilt der Union vergiftete Ratschläge

SPD-Politiker raten der CDU, mit der Linkspartei künftig pragmatisch umzugehen. Dahinter steckt parteipolitisches Kalkül: Die Sozialdemokraten wollen Die Linke – zusätzlich zu den Grünen – als weiteren inoffiziellen Koalitionspartner ins Boot holen, um die Union stärker unter Druck zu setzen.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Wenn eine Partei einer anderen einen Ratschlag gibt, dann ähnelt das eher Schlägen als wohlwollenden Hinweisen. Das gilt besonders bei Ratschlägen zwischen Koalitionspartnern. So auch bei der Aufforderung mehrerer Sozialdemokraten, die CDU solle ihre Abgrenzung zur Linkspartei aufgeben. „Die CDU täte gut daran, ihr Verhältnis zur Linken neu zu bewerten“, sagte Jochen Ott, designierter Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen SPD für die Landtagswahl 2027, dem Spiegel. Die Gleichsetzung von AfD und Linkspartei sei angesichts der fortschreitenden Radikalisierung der AfD „längst nicht mehr zeitgemäß“ und verharmlose die AfD.

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Peter William | Do., 19. Februar 2026 - 18:13

ist total am Ende. Die einstige Volkspartei die früher 40+ % an Zustimmung bei Wahlen erhalten hat kommt nicht mehr über 15 % auf Bundesebene. Und das auch nur weil ein wirklichkeitsresistenter Teil der Bevölkerung halt wählt was sie immer schon gewählt haben!

Kann man machen, man könnte als CDU aber auch einfach die Reißleine ziehen, diese Koalition verlassen und eine Minderheitsregierung bilden oder endlich eine Koalition bilden die auf gemeinsamen Inhalten basiert.

Da würde natürlich an erster Stelle die AfD auftauchen mit der die inhaltliche Schnittmengen bei 71 Prozent liegt. Oder man lässt sich halt vorführen, fordert Zensur usw. usf.

Das wird aber nicht helfen liebe CDU, wollt ihr an der Macht bleiben müsst ihr schon die Wahlen abschaffen, da gab's eine Partei in der deutschen Vergangenheit, die ging genauso vor wie ihr jetzt, deren Lösung hieß Ermächtigungsgesetz. Ich würde aber ein anderes Ablenkungsmanöver empfehlen, den Reichstag ständig abzufackeln ist dann doch öde!!

Günter Johannsen | Do., 19. Februar 2026 - 19:05

1989 hat der Souverän deutlich, klar und ein für allemal entschieden: nie wieder Kommunismus - weder Roten, noch Grünen! Mit einer SPD, die ihrem Koalitionspartner einen solch vergifteten Vorschlag unterbreitet, ist weder Staat zu machen, noch in einer Koalition zu verweilen. Will die CDU nicht den gleichen Fehler machen, wie Kohl seinerzeit mit IM-Erika, muss Friedrich Merz jetzt Mut beweisen und aus dieser Koalition mit einer nunmehr kommunistischen LINKE-SPD aussteigen. Dann können die Menschen auch erkennen, dass es ihm nicht nur um die Kanzlerschaft geht. Und er hätte die Chance, bei Neuwahlen mit einer starken CDU/CSU als starker Kanzler hervor zu gehen!
Offensichtlich haben die SPD-Genossen Willy Brandts Warnung vergessen: „Wer sich mit der kommunistischen Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!“

Günter Johannsen | Do., 19. Februar 2026 - 19:15

Da gibt es nur eines: die Brandmauer nach rechts abzutragen und mit der AfD Gespräche zu führen, denn da gibt es die meisten Schnittmengen. Diese gegenwärtige SPD muss sich jetzt fragen lassen: ist linker Faschismus besser? Wollt ihr Sozial-Demokraten, oder Sozial-Faschisten sein?!

IngoFrank | Do., 19. Februar 2026 - 19:54

lange gefordert die CDU gegenüber den SED- Erben zu öffnen.
Außerdem ist es doch in Sachsen und vor allen in Thüringen gängige Praxis, entweder die SED- Erben zu zu tolerieren wie in der vergangenen Legislatur Rammeliw & Co. Oder wie derzeit die Brombeere samt Dr. mett nur Mehrheiten dank linker Stimmen erreicht.
Die schwarzen Seelen sind längst an links grüne Teufel verkauft ……
Was denken Sie denn was die CDU bei den beiden LTWahlen die in diesem Jahr anstehen macht, wenn es gegen die AfD mit einer Koalition ohne den SED Erben nicht reichen sollte ? Sie glauben gar nicht, wie schell das Koalitionsbett für die SED Erben angewärmt ist. Das wird am nächsten Tag schon proklamiert.
Das die SPD den gleichen Schritt in MV mit den SED Erben macht, ist auch klar, weil es diese Art der Zusammenarbeit der beiden „Einheitsparteien“ schon nach 88 praktiziert wurde. Schon vergessen ? Die roten Socken Wahlkämpfe der CDU zum Thema ?
MfG a d Erfurter Republik

sind meiner Meinung nach U-Boote der Linken Einheitsfront, wie IM-Erika. Wer auf Samtpfoten daherschleicht und - wie Gregorius Notar - und einen auf Volksnah macht, dem sollte man mit Vorsicht genießen ... zu deutsch: misstrauen.
Vom Ende her denken ist da angesagt: was kommt dabei am Ende heraus!

Theodor Lanck | Do., 19. Februar 2026 - 20:48

Vorab: Ich halte generell nichts von Ausschlüssen oder Brandmauern, egal ob nach links oder rechts. Wie eine Zusammenarbeit konkret aussehen könnte, muss sich an Inhalten entscheiden.

Aber dass die SPD der CDU eine Lockerung des Ausschlusses der Linken ausgerechnet in einer Zeit nahelegt, wo die Linken wieder radikaler werden, sagt mehr über die SPD, als ihr lieb sein kann. Die Ramelow/Ringstorff/Gysi-Linken der 90er und 00er Jahre wurden inzwischen abgelöst von neokommunistischen und offen antisemitisch-islamistischen Jungkadern, die offen gegen den pluralen Austausch agitieren. Wenn die CDU sich darauf einlässt, mit denen engere Bande bis hin zu einer Koalition zu knüpfen (und mit der AfD nicht), dann bekennt sich die CDU offen zum Wechsel ins Linke Lager.

Da ich Harald Ringstorff (SPD!) nicht Unrecht tun möchte: Ich meinte Dietmar Bartsch, ebenfalls aus MV, aber in der Linkspartei/PDS.

sind für mich grundsätzlich demokratiefeindlich und demokratiezerstörend!
Für die Grün-LINKE ist es ein Vehikel, und ihre undemokratischen Absichten und Ziele zu verdecken. Wenn demokratische Parteien und Vereine darauf reinfallen, wird es in einigen Monate sie selbst treffen. Die Propaganda und Hetze gegen demokratische der linken ÖRR und NGOs hat längst begonnen. Wer sehen kann, schaue nicht weg, sondern genau hin!

Urban Will | Do., 19. Februar 2026 - 22:28

heit in der neueren deutschen Geschichte „einzigartige“ Union springen. Man baut schon mal vor, um dann im Spätsommer bei den Ostwahlen AfD-Verhinderungskoalitionen zu bilden, in denen alle noch über die 5% gesprungenen Altparteien sich zusammenschließen. Fünf Jahre noch wird man den Wählern zeigen, wie sehr einem deren Votum am Ar... vorbei geht, aber dann werden, sollte den Wählern nicht noch das letzte bisschen Verstand abhanden gekommen sein, die Blauen im Osten absolute Mehrheiten holen. Vorher kapieren es diese unsäglichen Lügner und Feiglinge der Union halt nicht.

Ich wiederhole mich: am kommenden Wochenende wird die zur Lächerlichkeit verkommene Union ihren Untergang beschließen. Unter der Wacht der Matrone wird man die Brandmauer verfestigen und das wird nichts anderes bedeuten, als die Linken mit ins Boot zu holen. Fritzchen wird den Schoßpudel machen, zu mehr ist er eh nicht fähig.
Ich kann gar nicht mehr in Worten ausdrücken, wie sehr ich diesen Haufen verachte.

Keinen Wimpernschlag zweifle ich daran, dass Merz und seine CDU den von dieser widerlichen SPD vorgeschlagenen Weg gehen werden, womit sie ebenso widerlich sind, wie eben diese SPD. Aber, und das sehe ich anders, weil die Hoffnung zuletzt sterben sollte, nochmal weitere fünf Jahre müssen nicht sein, bitte nicht! Viel wird von den nächsten Monaten abhängen....

Angelika Sehnert | Fr., 20. Februar 2026 - 07:29

Man kann es drehen und wenden wie man will: die Situation ist verfahren. Die CDU erholt sich nicht mehr von ihrer inneren Entkernung durch die Merkeljahre. Sie hat überhaupt keine Vorstellung, was ein moderner Konservatismus sein könnte. Alle Werte, die sie einmal ausgemacht haben, stehen zur Disposition oder wurden aufgegeben. Ehe, Familie, Schulbildung,Leistungswille , Marktwirtschaft, alles wurde linksgrün eingefärbt, im irrigen Glauben modern und progressiv zu sein. Scharenweise treibt man so die enttäuschten, ehemaligen Wähler zur AfD.
Parteipolitik hat auch etwas mit Marktwirtschaft zu tun: wer kein Angebot hat, das überzeugt, der ist über kurz oder lang weg, siehe FDP. Wer nur Allerweltangebote hat,die dazu noch kopiert sind, ebenfalls.Dann nimmt man doch das Original.Die CDU hat keinen unverwechselbaren Markenkern mehr, sie hat keine Vorstellung von Zukunft, weil sie die Gegenwart nicht versteht. Sie versteht die Sehnsucht der Menschen nach Ordnung und Sicherheit nicht!

Parteien sind lt bpb Organisationen „politisch gleichgesinnter Menschen u verfolgen bestimmte wirtschaftl, gesellschaftl etc. Vorstellungen, die (idR) in P.-Programmen festgeschrieben sind, sowie das Ziel, Regierungsverantwortung zu übernehmen.“
Und die CDU als "Kanzlerwahlverein" zeichnet sich mittlerweile nur noch durch ihre Beliebigkeit aus, da es ihr lediglich um Regierungsverantwortung geht, und Inhalte sekundär sind. Nicht umsonst wurde zum Parteitag die Devise ausgegeben, Klappe zu halten, um nicht Wahlsiege in BW und RLP zu gefährden. Sie ist und bleibt schamloses Fähnchen im Wind.
Ich vermute auch, dass es einen signifikanten Anteil an Wählern gibt, die sich nach Struktur und Verlässlichkeit sehnen, und die sich – genau – einen „modernen Konservatismus“ wünschen. Einen, der an bewährten traditionellen Modellen festhält, aber auch die modernen Errungenschaften wertschätzt und einbindet. Und genau dieses einzufangen und zu vertreten, gelingt der CDU null. Überhaupt gar nicht.

Sie haben recht: "Die CDU erholt sich nicht mehr von ihrer inneren Entkernung durch die Merkeljahre. Sie hat überhaupt keine Vorstellung, was ein moderner Konservatismus sein könnte."
Leider ist es so, trotzdem: die Hoffnung stirbt zuletzt! Viel Zeit bleibt CDU/CSU nicht mehr, endlich aufzuwachen .......
CDU/CSU haben nur eine Chance, wieder von einer starken Mehrheit des Volkes gewählt zu werden, wenn sie Merkels "Modernisierung" nach linX zurückfährt und zu ihren konservativen Werten zurückkehrt, oder sie muss das ´C´ aus ihrem Parteilogo streichen. Christlich-Konservativ ist: „Löscht den Geist nicht aus. Verachtet prophetisches Reden nicht. Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1. Tess. 5, 19-21)

Achim Koester | Fr., 20. Februar 2026 - 08:52

wird die AfD bei den nächsten Wahlen die absolute Mehrheit bekommen, und das mit Recht. Nicht einmal Merkel hat den Wähler so verachtet wie die jetzige ReGIERung.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 20. Februar 2026 - 09:02

lange eine zumindest nominelle Mehrheit im Bundestag hatten, blieben sie Juniorpartner der CDU.
Ich war aber auch deshalb dafür, weil "nominell" nicht unbedingt "reell" bedeutet haben muss.
Aber Herr Müller-Vogg ist immer noch von "bösen" Absichten der SPD überzeugt?
Die SPD ist m.E. integer und loyal und das hat sie historisch auch schon mal zu gut bewiesen bei der Zustimmung zu den Kriegskrediten, dann aber geradezu HEROISCH im Versuch, Hitlers Ermächtigung zu verhindern.
ICH BIN EINE SPD´lerin und ich bin stolz darauf PUNKT

Stolz auf vergangene Größe oder wie jetzt? Was hat die heutige SPD noch gemein mit der der sterbenden Weimarer Republik oder der der "alten" BRD? Von den Kommunisten als "Sozialfaschisten" verunglimpft in den frühen 30ern blieben sie konsequent antikommunistisch!! Und Willy Brand und Helmut Schmidt muss ich hier nicht zitieren zum Beweis, was sie von den extrem Linken hielten. Die Zeit, zu der man stolz sein konnte auf die Sozialdemokratie, ist Geschichte. Die heutigen Sozis sind zu dem verkommen, was Bismarck ihnen im 19. Jahrhundert nur angehängt hatte: Eine Horde vaterlandsloser Gesellen, denen es zudem nur noch um ihre eignen Pfründe geht und eine überholte Ideologie geht.

sie es noch zu Zeiten Brandts oder Schmitts gab, dann müssten Sie sich angeekelt von dieser Partei abwenden. So aber – mit Verlaub – sind Sie eine der vielen Mitläufer(innen), die in Verblendung, Ignoranz oder was auch immer einer Partei anhängen, die nichts mehr mit der SPD zu tun hatte, die sich mal stolze Volkspartei nennen durfte, weil sie es war.
Und weil Sie vom Ermächtigungsgesetz reden: ja, mit diesem Gesetz begann Hitlers Diktatur, nicht mit seiner Ernennung am 30.1.33.
Und ein wesentlicher Punkt dieses Gesetzes war das Verbot der Opposition.
Und keine Partei schreit derzeit so laut nach genau diesem Verbot der Opposition, der von links beeinflusste und beauftragte „Verfassungsschützer“ unter Bezug auf den größten Blödsinn anhängen, sie sei „gesichert rechtsextrem“, wie d SPD.
Genau solche Methoden sind es, die man totalitär nennt.
Ich würde mich an Ihrer Stelle schämen, einer solchen Partei anzugehören.
Wenn, ja wenn Sie das, was Sie hier schreiben, ernst meinen.

Wohin überall der Stolz hinfällt, am einfachsten haben es die sogenanten "Herdentiere", nur leider sind in einer Gesellschaft solche Menschen oft ein Teil des gesamten Problems, ganz besonders in der Politik.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 20. Februar 2026 - 09:04

Im Osten wird man nach den Landtagswahlen dort Farbe bekennen müssen. Es sieht mindestens in zwei Bundesländern nach einer Mehrheit der AFD aus und dort können sich die etablierten Parteien nur noch halten, wenn sie mit LINKEN kooperieren. Und das werden sie tun, natürlich mit fadenscheinigen und ablenkenden Begründungen, aber ich bin mir sicher, man wird es tun/versuchen, nur um die AFD zu verhindern. Und das sich die UNION damit den Teppich unter den Füßen selbst wegziehen würde ist denen egal. Friedrich und seine inzwischen links-grüne Blase will an der Macht bleiben, egal wie und deshalb mache ich mir darüber keinerlei Illusionen, die UNION könnte nochmal das Ruder herum reißen. Nicht it einem Merz, den Weidel auch nicht wollte. Und wer in der UNION könnte denn das Ruder wieder herum in Richtung konservative Politik reißen? Ich sehe da niemanden. Und wenn die LINKE erstmal den Fuß in der Tür hat, ist nach der FD die UNION die nächsten Partei, die man verbieten lassen will.