- Die Mitte ist kein Einheitsblock
Die deutsche Demokratie rutscht in eine gefährliche Zwei-Lager-Logik ab: „demokratische Mitte“ gegen AfD. Doch wer CDU, SPD, Grüne und Linke zum Einheitsblock erklärt, zerstört das, wovon Demokratie lebt: politischen Wettbewerb und die Möglichkeit, durch Wählen etwas zu verändern.
Seit Bestehen der Bundesrepublik gab es immer wieder Vorstöße, unsere parlamentarische Demokratie in ein Zweiparteiensystem umzuwandeln. Helmut Schmidt gehörte zu denjenigen, die diese Idee immer wieder vorbrachten. Geschehen sollte dies durch die Einführung eines Mehrheitswahlrechts nach britischem Vorbild. Aber auch in der Union hatte diese Idee immer wieder Konjunktur. „Gott hat die FDP nur geschaffen, um uns zu prüfen“, bekannte Angela Merkel einmal mit einem Augenzwinkern, aber wohl nicht ohne jede emotionale Grundlage. Und das ist ja auch irgendwie verständlich, wenn man Mitglied einer großen Volkspartei ist. Klug ist es nicht.
Unser parlamentarisches System hat Christ- und Sozialdemokraten auch immer dann einhegen können, wenn sie auf Höhenflügen in die eine oder andere Richtung überdrehen wollten. Sei es bei den Überwachungsfantasien, in denen Rote und Schwarze sich schon immer recht nahestanden, oder als die FDP Scholz die Gefolgschaft in die komplette Überschuldung verweigerte. Rot-Grün hatte nach der Bundestagswahl keine Mehrheit, was rote und grüne und ihnen wohlgesinnte Journalisten nur allzu gerne vergessen hatten. Die FDP sollte in dieser Gedankenwelt nur Vehikel sein, um die rot-grüne Agenda durchzudrücken oder – freundlicher formuliert – umzusetzen, was Rote und Grüne als gerecht und richtig empfanden. Wenn schon kein Mehrheitswahlrecht, dann behindert uns wenigstens nicht. Unser parlamentarisches System zwingt zum Kompromiss. Wenn eine Seite sich kompromisslos zeigt, ist die logische Konsequenz, dass es keine gemeinsame Zusammenarbeit geben kann.
Das Ampel-Aus ist noch gar nicht so lange her, und trotzdem scheint seither etwas massiv ins Rutschen geraten zu sein. Nach der Generaldebatte im Deutschen Bundestag am Mittwoch beschlich mich jedenfalls ein Gefühl der Ratlosigkeit. Was dort präsentiert wurde, war kein Wettbewerb um politische Ideen der fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen. Was zurückblieb, war der Eindruck eines Zweikampfs: „demokratische Mitte“ gegen AfD. Ganz so, als wären nur zwei Parteien im Deutschen Bundestag vertreten.
Wenn die Linke Teil der demokratischen Mitte ist, trete ich au
Und das hat unterschiedliche Gründe. Da ist zum einen der Umstand, dass CDU und CSU der AfD den Gefallen tun, sich rhetorisch und emotional von der linken Seite des Parlaments vereinnahmen zu lassen. Die destruktive Erzählung vom „Parteienkartell“, die die AfD seit Jahren befeuert, bekommt so völlig unnötiges Futter. Es ist mir unbegreiflich, wie Friedrich Merz es zulassen kann, dass der Eindruck entsteht, in der neuen deutschen Lagerarithmetik stünden Linke und Union in einem Lager. Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen: Wenn die Linke Teil der demokratischen Mitte ist, trete ich aus.
Und dann ist da noch die totale verbale Eskalation im politischen Kampf gegen die AfD, die bisher eine Spezialität der Linken war. Ich empfand die Äußerung des Kanzlers, die AfD verfolge mit dem Konzept der „Remigration“ eine „ethnische Säuberung“, jedenfalls als komplett unhistorische Entgleisung. Man kann dumme und gefährliche Ideen – und davon hat die AfD eine Menge – auch als solche bezeichnen, ohne sich zu solchen Bildern zu versteigen.
Was wird da auch für ein Bild von unserem liberalen Rechtsstaat vermittelt? „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – sie hängt nicht an Herkunft, Hautfarbe und Religion. Dieser Satz ist nicht verhandelbar und auch nicht abwählbar. Gleiches gilt für den Satz: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Hören wir auf, einen anderen Eindruck zu vermitteln.
Es macht schlicht keinen Unterschied mehr, ob man Union oder SPD wählt
Die AfD ist auch groß geworden, weil viele Menschen den Eindruck einer schleichenden Sozialdemokratisierung der Union unter Angela Merkel hatten. Friedrich Merz hatte das früher und klarer erkannt als viele andere. Aber seit er Kanzler ist, unternimmt er nichts dafür, dass sich dieser Befund ändert. Im Gegenteil: Sein historischer Wortbruch in der Schuldenfrage hat die CDU auf ein zentrales sozialdemokratisches Politik- und Staatsverständnis festgelegt.
Seine Hoffnung, durch diesen Schritt Luft für eine Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft zu bekommen, hat sich nicht erst seit der Wahl in Sachsen-Anhalt endgültig zerschlagen. Es macht schlicht keinen Unterschied mehr, ob man Union oder SPD wählt. Und darin liegt die große Gefahr.
Denn Demokratie lebt von der Verschiedenheit der Bewerber. In einer Demokratie gibt es Macht nur auf Zeit, und jede politische Idee kann auch jederzeit wieder abgewählt werden. Wenn aber mangels Unterscheidbarkeit diese Option bei den etablierten Parteien fehlt, treibt es die Leute zwangsläufig zu den einzigen Alternativen, die noch für Unterscheidbarkeit stehen. Bei Wahlen geht es darum, einen Unterschied mit seiner Stimme zu machen. Wenn der Unterschied nur noch zwischen Mitte und AfD deutlich wird, muss sich niemand wundern, wenn die AfD so große Erfolge hat und sogar Nichtwähler mobilisieren kann.
Es lebe der Unterschied!
Ich nehme für mich und meine Partei in Anspruch, diese Unterscheidbarkeit zu dem schwarz-grün-rot-roten Mitte-Block einerseits und dem völkisch-kollektivistischen AfD-Block andererseits zu gewährleisten. Aber die Polarisierung in die neue deutsche Zwei-Lager-Wirklichkeit wird nicht nur aus dem Parlament, sondern auch aus dem medialen Raum befeuert.
Die AfD-nahen Medien und Influencer unterscheiden sich da nur in der Wortwahl. Die einen nennen das Lager „demokratische Mitte“ oder „demokratische Parteien“, die anderen „Altparteien“ oder „Parteienkartell“. Aber beide arbeiten mit großer Inbrunst an dem gefährlichen Bild: „Wir gegen die.“
Das wird sich nur auflösen lassen, wenn sich alle Mitbewerber gegen die falsche Vereinnahmung wehren und die Vereinnahmung, die stattgefunden hat, wieder auflösen. Es lebe der Unterschied!
Deswegen finde ich es gut, dass einige Abgeordnete von CDU/CSU rote Linien einziehen, um daran zu erinnern, dass die SPD bei der Bundestagswahl nicht die absolute Mehrheit errungen hat. Das sind sie nicht nur dem Wähler schuldig, sondern auch einem politischen System, das von den Parteien Selbstbehauptung und Kompromissbereitschaft im gleichen Maße fordert. Die gesellschaftliche Mitte ist kein Einheitsblock, deswegen darf es deren politische Vertretung auch nicht sein.
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und SPD sich kaum mehr unterscheiden, Herr Kubicki.
Schön, wieder von Ihnen zu lesen.
Diese sogenannte Mitte wirkte bei Frau Merkel auf mich wie ein "Stuhlkreis im Kindergarten".
Mittig, the one and only Mrs Merkel und die lieben Kleinen saßen brav um sie herum.
Ich fand dieses "Mutti" so schrecklich, weil es m.E. so passte.
Ich weiss gar nicht, warum die CDU sich in die Mitte drängelt.
Ist das nicht "Feigheit vor dem Herrn"?
"Den historischen Wortbruch" von Friedrich Merz kann ich hingegen nicht wegdiskutieren.
Er hat damit, wie weiland Adenauer, Genscher, Schmidt und Schröder eher "ausserirdisch" gehandelt.
Ich beziehe mich damit auf die Rangliste der Vuelta Kommentatoren bei Eurosport:)
Das sind historische Lichtblitze, die die Wege für die nächsten Jahrzehnte schlaglichtartig für einen kurzen Moment beleuchten.
"Ein Wort, Ein Glanz, ein Flug, ein Feuer ff"(Benn)
Dafür müßten Leute schon mal ihre Köpfe heben.
Ich orientiere mich m.E. am Rückgrat unserer Demokratie CDU/FDP und SPD...
wenn weitere Parteien ihren Weg fanden und finden...
Vielleicht können wir dann eines guten Tages "fliegen"?
Dieses Problem ist doch nichts Neues. Deutschland wird doch seit mehr als 20 Jahren vorgegaukelt, dass die Bürger eine Wahl haben. Die drei gröbsten Fehler des Grundgesetzes sind das Fehlen einer echten Gewaltenteilung, eine wirkliche Kontroll- und Sanktionsmöglichkeit für die Regierung und das Parlament sowie das Listenwahlsystem. Die bisher führenden Parteien und ihre Berufspolitiker haben dieses System mittlerweile zu einem Selbstbedienungsladen umgebaut, in dem die Bürger nur stören. Relativ neu ist allerdings, dass Kritiker mittlerweile verfolgt und entweder juristisch belangt oder wirtschaftlich ruiniert werden.
Es wird sich auch nichts ändern, denn die die Probleme lösen müssten, haben es geschaffen! Also werden wir Bürger auch nur weiter Sonntagsreden, Versprechungen erhalten. Und wenn es Reformen gibt, gehen Sie zu unseren Lasten.
Die AfD wird hier auch keine Lösung sein, im Gegenteil.
Es gibt eine vierten Fehler: die fehlende zeitliche Limitierung der Mandate. Ich denke ununterbrochene Mandate über mehrere Legislaturperioden sind sehr schädlich und führen zu Filz, Korruption und Seilschaften. Kohl und Merkel haben es vorgemacht. Nach zwei Legislaturperioden von entweder vier oder fünf Jahren sollte Schluss sein, egal ob für listengewählte Abgeordnete oder Bundeskanzler. Ich wäre flexibel bei direkt gewählten Abgeordneten.
Richtiger Wechsel kommt nur wenn Personen ihre Macht wirklich verlieren und ausgewechselt werden.
Um dem Mandat, das Abgeordnete erhalten haben, wirklich gerecht werden zu können, müsste der Fraktions- und auch der Koalitionszwang abgeschafft werden. Nur dann hätten Anträge oder Gesetzesentwürfe von Parteien, die nicht in einer Regierungskoaltion sind eine Chance auf Umsetzung. So wie es jetzt läuft, werden im Parlament die "Lesungen" durchgepeitscht und dann mit der Mehrheit der Regierungskoalition umgesetzt. Vorschläge der Oppositionsparteien schaffen es doch nicht mal Ansatzweise soweit bzw. fallen gegen die Regierungskoalition durch.
als Gesamtpartei irgendwelchen verfassungsfeindlichen Unsinn zu unterstellen, dann wären Sie noch einen Schritt weiter. Ich kenne keine Passage im Programm und keine Forderung der Parteiführung (bierlauniges Gequatsche aus den hinteren Reihen sollte man vernachlässigen, das ist doch lächerlich und kommt bei allen Parteien vor), die Anlass dazu gäben.
Es ist die AfD, die seit langem fordert, mitmachen zu dürfen, die der Union schon die Hand reichte, als die Union noch stärker war als sie). Es sind die Altparteien, die diese Blockbildung vorantreiben.
Und es sind die Altparteien, aus deren Reihen in Bezug auf Verfassungstreue sehr bedenkliche Aktionen gestartet wurden. Und man wird sehen, was ihnen noch alles an Dreck einfallen wird, jetzt wo die AfD sich anschickt, zu regieren.
Sie haben – außer der recht gratismütigen Forderung, die Brandmauer einzureißen – nichts unternommen, diese Blockbildung zu verhindern. Warum treffen Sie sich nicht einfach mal mit Weidel? Haben Sie Angst?
der AfD 'verfassungsfeindlichen! Unsinn' unterstellt..., auch nicht der Herr Kubicki... ...
>> So schnell geht das... ... 🤔
die Haltung auch eines Kubicki zur AfD.
Und wenn er bspw. die Wähler der AfD zurück in den „Schoß der demokratischen Parteien“ holen möchte, unterstellt er ihr, nicht demokratisch zu sein.
Und soviel ich weiß, erlaubt unsere Verfassung, antidemokratische Parteien zu verbieten. Und somit unterstellt Kubicki der AfD indirekt, verfassungsfeindlich zu sein.
Und jetzt können Sie weiter machen mit Ihrer Spitzfindigkeit.
Text hier wohl keinen Deut besser sind, bezogen auf den aktuellen Artikel des Herrn Kubicki.
Man kann immer irgendetwas... von irgendwann... herbeizitieren... um die eigenen schwachen Aussagen zu rechtfertigen bzw. angeblich 'zu belegen' - ... hier z.B. "Es geht nicht nur um diesen Artikel, sondern allgemein um die Haltung auch eines Kubicki zur AfD."
Ich kann mich nicht erinnern, dass Kubicki jemals öffentlich gesagt hat die AfD sei verfassungsfeindlich...
KI-Anfrage: "Wolfgang Kubicki hält ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD für aussichtslos und warnt davor, die Partei pauschal als verfassungsfeindlich zu brandmarken." -- So viel zu Ihren 'Spitzfindigkeiten', genauer gesagt HALTLOSEN FAKE-UNTERSTELLUNGEN an Herrn Kubicki... ...
Und jetzt können Sie weiter machen mit Ihren frei erfundenen Unwahrheiten... (aka Fakes)
Meinung des Kubicki, welche Sie oben in mehreren Schritten(!) zu tatsächlichen Äußerungen UMDEUTEN..., sorry, DAS ist intellektuell aber ganz schwach...👎, wie man schon direkt beim lesen feststellen kann bzw. muss...
Autor, der wiederholt Texte in einem Magazin verfasst, durchaus daran messen kann, was er allgemein vertritt und nicht nur daran, was er in einem speziellen Artikel geschrieben hat. Ich kritisiere Kubicki schon immer wegen seiner Haltung zur AfD. Das nennt man Meinungsfreiheit.
Darunter fällt auch die des Herrn Kubicki in Sachen „verfassungsfeindlich“. Mein oben gebrachtes Zitat stammt von ihm. Das können sogar Sie herausfinden.
Ich habe nie behauptet, Kubicki wolle die AfD verbieten, wieso behaupten Sie hier solches Zeug? Und reden dann noch von „intellektuell schwach“.
Schauen Sie mal in den Spiegel.
Und bleiben Sie bei den Fakten.
Nun ja,ich nehm‘s mit Humor wenn ich noch an unsere Wette vor dem FDP Parteitag denke. Ok. Können wir 27 in den letzten Tagen vorm 1. Mai nachholen da bin ich zum 49 Jahrestag unserer Diplomiering in WE
Aber, auch Sie votierten damals für die Öffnung der BM durch Kubicki. Das Ergebnis ist hinreichend bekannt.
Wagenknecht, samt SPD Linken Einflüsterer Lafontaine. waren schlauer und suggerierten vor der Wahl in SA was sie nach der Wahl und vor allem ihrem „Hupf“ über die 5% wieder relativierte.
Kubicki hatte & hat das „besagte Hinterteil eben nicht in der Hose“ und scheiterte fulminant an der 5% Hürde, in SA und ebenso vorhersehbar in MV & Berlin.
Bestes Rest WE & Grüße ins Weimaer Land
Die Hand der AfD reichen das wird auch die FDP nicht.
Ein Grund, dass die FDP in der Politik nicht mehr gebraucht wird.
Im Moment haben wir 4 Parteien die sich vom gefüllten Drog nicht entfernen möchten dazu braucht es die 5.Partei FDP nicht auch noch dazu.
Mit den 3 Parteien CDU, SPD und FDP
war ein regieren für das Volk möglich. Mit den Grünen fing die Zerstörung an und mit den Linken dazu ist das Chaos perfekt. Das Volk muss lernen, dass die Grünen und Linken wie die FDP dem Volk schaden.
Vielleicht CDU, AfD und Freie Wähler können Deutschland retten.
Demokratie wird ohnehin schwierig, wenn etablierte Gruppen ein Monopol darauf erheben("unsere" Demokratie) um Menschen ausgrenzen zu können, die andere Auffassungen haben. Nur dass weder der "Kampf gegen Rechts" noch die Verteidigung "unserer" Demokratie kein einziges der drängenden Herausforderungen gelöst haben. Einzig die Wählerschaft scheint sich dafür zu interessieren und nimmt die vermeintlichen Reformen als fortschreitende Geldentwertung wahr. Nichts würde "Rechts" mehr Nährstoffe entziehen, als bloße Polemik durch Sachpolitik zu ersetzen. Was schwierig wird, wenn man die Realität nicht wahrhaben will oder die selbst produzierten Probleme für Wohltaten hält.
"wenn man die Realität nicht wahrhaben will..." ff.
DA genau hapert's halt noch... bei der 'Alt-Union', die leben alle incl. des Königs politisch noch in der (Ur-) ALTEN Bonner Republik..., hat neulich hier sogar der Herr Müller-Vogg festgestellt... ... - und das will was heißen. 😉
Wenn man das Ergebnis der bisher durch die Regierungsparteien umgesetzten Ideen im Hier und Jetzt betrachtet, frage ich mich, was schlimmer ist. Die Unterstellung, dass eine Partei per se dumme und gefährliche Ideen verbreitet oder die Umsetzung von Ideen, die Wirtschaftsverlust, höchste Energiepreise, abstürzende Bildungserfolge, nicht funktionierende Migration, Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit real werden lassen.
gibt es freie und geheime Wahlen, seit einiger Zeit, möchte ich ergänzend anfügen. Vor einer Woche erst geschehen..., mit Korrekturcharakter.
PS: JETZT muss/wird man sehen... ..., was die AfD leisten kann..., oder ob sie nur mit absoluter Mehrheit kann...?
Um wählen zu können braucht man Alternativen! Die gibt es hier nicht, wie wir seit mind. 20 Jahren erleben. Und zu glauben, dass die AfD daran etwas zum Besseren ändert, ist naiv.
Es gibt einige Alternativen, u.a. die AfD... - ob das 'gute Alternativen' sind steht auf einem anderen Blatt..., aber das ist Demokratie..., und dazu gehört auch, dass man sich in den seltensten Fällen seine 'Wunschpartei' als Wähler 'frei konfigurieren' kann, wie einen selbst gebauten neuen PC. Man muss nehmen was angeboten wird... -- oder alternativ selbst neu gründen: die "Sunstreet 🌞 Partei" z.B. ..., klingt doch gut...!? /😉
dass Sie mit Wahlen und dem herrschenden Parteiensystem in dem Land etwas verändern können, bewundere ich Ihren Optimismus. Legislative, Exekutive und Judikative sind doch längst von den Parteien und ihren Gefolgsleuten besetzt. Die lukrativen Macht- und Gehaltsposten werden mit Proporzverträgen untereinander aufgeteilt und ansonsten plündert man die Staatskasten über angeblich unabhängige Institutionen, Stiftungen, Arbeitsplätze und Aufträge. Da sind und waren sie alle sehr kreativ. Können sie auch sein, denn es gibt ja keine wirkliche Kontrollmöglichkeit.
Da haben Sie nicht ganz Unrecht, mit Ihren Ausführungen... ... 😉
Aber für "Auf die Barrikaden...!!" bin ich schon zu alt bzw. gesundheitlich angeschlagen... [und dann treffe ich da womöglich noch Frau Reichinnek...? 🤣]
Ansonsten bin ich schon auch 'verhalten optimistisch' - gerade! wegen der aktuellen Entwicklungen..., es braucht halt alles eben nur auch seine Zeit, erfahrungsgemäß, und 'sofort!' wäre natürlich besser, aber unrealistisch... ...
Das Wichtigste ist mMn dass wieder normale demokratische politische Verhältnisse hergestellt werden - heißt dass die Brandmauer fällt...!!, und wenn das eintritt - und das wird es... - braucht die AfD auch keinen Welpenschutz mehr, im Gegenteil. Dann müssen sie wirklich beweisen, was sie drauf haben... - oder auch nicht...!? 🤔😉 (...dann rumzujaulen weil man nicht die absolute Mehrheit hat...? Sorry - "Cry me a river"...)
wirklich 'Auf die Barrikaden!' gehen würde - sinngemäß - wäre ein tatsächliches AfD-Parteiverbot auf der Grundlage der aktuellen (Schwurbel-) Erkenntnisse des Verfassungsschutzes u.ä. - DAS wäre eine rote Linie für mich..., allerdings wohlgemerkt NICHT aus Liebe zur AfD sondern zur Demokratie allgemein.
Ich hoffe, dass es nicht so kommt...
Auf die Straße kann ich aus den von Ihnen ganannten Gründen auch nicht mehr. Vor 5 Jahren war ich noch dabei und es ging um unsere Grundrechte, als wir von der Polizei auf Befehl der Politik und mit Akzeptanz eines Großteils der Bevölkerung bei den friedlichen Demos drangsaliert und teilweise durch die Stadt getrieben wurden.
Ich halte dieses System nicht von innen heraus reparierbar, wie ich bereits geschrieben habe. Die Politik würde nur auf Druck der Gesellschaft reagieren und davon sind wir weit entfernt, das heilt auch die Zeit nicht. Im Gegenteil. Es wird alles vorbereitet, auch gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen.
Schönes Rest- Wochenende...
Danke !
Die Aussage,“viele Menschen [hätten]den Eindruck einer schleichenden Sozialdemokratisierung der Union unter Angela Merkel..“ist ja ziemlich untertrieben. Die CDU ist unter Merkel eine sozialdemokratische, grüne Partei geworden. In vielen Positionen,der Wirtschafts-Energie- und vor allem Gesellschaftspolitik ist sie kaum unterscheidbar von Grünen und SPD. Das ist doch das Problem. Übrigens auch das der FDP! Die CDU ist keine konservative Partei mehr, ihr Führungspersonal verkörpert den Konservatismus nicht mehr. Was Merz abliefert ist eher eine Karikatur des Konservativen: von oben herab, herrisch, unduldsam. Die CDU hat die Werte,die sie einmal ausgemacht haben, aufgegeben, aus purem Machtkalkül.Das entfremdet die Bürger,denen diese Werte wichtig sind.Wenn dann noch Führungspersonal ganz unverfroren gegen Werte und sogar Beschlüsse handelt und trotzdem in führenden Positionen verbleibt, dann geht das verloren, was Konservativen wichtig ist: Glaubwürdigkeit,Anstand und Wertefestigkeit.
vielleicht liegt das am Begriff "Konservatismus".
Ich glaube, man kann es auf die Prussen zurückführen, dass in Krisenzeiten Menschen die Anhänger zusammenhielten, schützten und führten, die dann aber wieder in die Menge zurücktraten.
Menschen haben aber ein Gedächtnis.
Ich nehme an, dass sie es sich merkten, wenn und wo aus "Führung" Selbstverständlichkeit wurde.
Ich habe mir nur gemerkt, dass es diese Leute gibt, wenn man sie braucht, liebe ansonsten die uns alle tragende Alltäglichkeit.
Liebe Frau Sehrt- Irrek, ich verstehe bei besten Willen nicht,was Sie ausdrücken wollten.
Konservatismus ist eine recht gut definierte Form der politischen und gesellschaftlichen Haltung. Kurz gefasst: man bewahrt das Bewährte, entwickelt es gegebenenfalls kritisch weiter und ist offen für Zukunft, vor allem für technologische Entwicklung.
Im Moment sehe ich keine Partei, die diesen Anspruch erfüllt, zum Leidwesen der AfD Fans hier: nein, auch bei der AfD sehe ich da in manchen Punkten schwarz. Konservativ sein heißt nicht zeittypische Entwicklungen rückabwickeln zu wollen. Man muss schon akzeptieren, dass sich Dinge ändern. Die entscheidende Frage ist aber: was an Veränderungen ist positiv, zukunftsweisend und was ist an Hergebrachtem unverzichtbar. Zum Beispiel ist eine gründliche Bildung mit der Förderung der Besten, Begabtesten unverzichtbar, gleichwohl sollen auch diejenigen,die nicht mithalten können,die beste Ausbildung bekommen,um sie auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten
ich dachte, Sie sehen beim Konservativen zu sehr auf den Selbstbehalt, das Bewahren.
Merz ging meines Erachtens nach vorne, Verständnis dafür sehe ich kaum.
Übrigens dachte ich das anfangs auch bei der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel.
Hoffentlich ist Merz seinen Neuerungen besser "gewachsen"...
Danke für Ihre Darlegung.
"Ganz so, als wären nur zwei Parteien im Deutschen Bundestag vertreten." Ist das nicht so im gemeinsamen, undemokratischen Furor gegen die Opposition? "...völkisch-kollektivistischen AfD-Block andererseits..." Traditionsbewusst an der Lebensrealität, so sehe ich dass. Diese Gemeinschaften sind enger an gemeinsamen Streben interessiert und schaffen Mehrwert für die Gesellschaft! "„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Hören wir auf, einen anderen Eindruck zu vermitteln." Also ich habe da einen anderen Eindruck, Herr Kubicki. (§188). Die FDP soll also den Unterschied machen. Na dann erklären sie sich mal. Ich will nicht allzu pedantisch gegenüber ihrem Text sein. Allerdings, daß Blockdenken ist eine originäre Merkelangelegenheit und findet seine Manifestation als Einheitsblock, um der Macht Willen (nicht der Demokratie), im >Gegen< die Opposition. Von ihren AfD Bashing wollen sie ja ohnehin nicht abrücken.
Schönes Wochenende.
Die gleiche Vehemenz hätte ich mir vom Autor beim Buschmann-Geschlechter-Selbstermächtigungsgesetz gewünscht, eine der Ursachen für den Niedergang der FDP. DIE LINKE schafft es in der Tat, die politische Mitte zu okkupieren und den Unvereinbarkeitsbeschluss der Union zur SED-Nachfolgepartei auszuhebeln. Das ist perfekte Lenin‘sche Vorgehensweise, die ich eher Frau Wagenknecht zugetraut hätte. Wenn nicht die SA-CDU beim Einreißen der "Brandmauer" die Kurve kriegt, ist die CDU erledigt.
Immerhin haben sie, hat Ihre FDP während ihrer Regierungsbeteiligungen kräftig das Pferd der angeblichen *demokratischen Mitte* mitgeritten. Und wenn Sie schreiben: * Man kann dumme und gefährliche Ideen – und davon hat die AfD eine Menge – auch als solche bezeichnen, ohne sich zu solchen Bildern zu versteigen.* So, welche Ideen wären das denn? Nur weil die beim Thema Russland eine andere Meinung vertreten und Gas aus Russland fordern ist das vielleicht eine andere Meinung. Aber für Frieden eintreten halten Sie vielleicht für eine gefährliche Idee? Sorry Herr Kubicki, Sie sind nicht besser als die, die sie hier jetzt so kräftig, sicher auch zu Recht kritisieren. Auch sie haben AFD-Berührungsängste und übernehmen gerne den Alltagssprache der etablierten Parteien, zu den Sie ja mit der FDP gehörten. Es hat einen Grund warum sie unter oder knapp bei 5% herumdümpeln. Auch Sie haben nicht gelernt und anstatt ganz konkret thematisch sich an der AFD abzuarbeiten, machen sie das gleiche.
Meistens "dümpelte" die FDP so um die 5%?
Sie war nie eine Volkspartei, nahm dann aber unter Westerwelle Fahrt auf?
Jetzt schwächeln die bisherigen Volksparteien CDU und SPD sehr stark und "hinterlassen" eine Lücke, die die Grünen, Linken und jetzt AfD auffüllen? Anders gesehen türmen sich neue Probleme auf?
Ganz wegdrücken kann man die neuen Parteien nicht, wenn überhaupt?
Sie sind vielleicht auch beweglicher?
Das wird noch sehr spannend.
Schauen wir doch bitte genau hin...
Eine fröhliche Randnotiz zu den Lantagswahlen in Sachsen-Anhalt:
Es soll dort ein "gallisches Dorf" geben?
Aus welcher Mottenkiste haben Sie verehrter Herr Kubicki diese Weisheit denn ausgegraben ?
Aller aller spätestens seit dem Jahr 2015 hatte sich der Einheitsblock aus Union, SPD, grüner Sekte den SED Erben und auch der FDP in der Überheblichkeit und Machtbesoffenheit des Gutmenschentums formiert, und das immer unter der SPD als tonangebende Kraft, da sie immer in der Koalition od. auch Kanzlerpartei war…
Wenn ihnen „linker Block“ missfällt, versuchen Sie doch mal mit „Parteien der nationalen Front unter Führung der SPD“ kommt ihnen das bekannt vor ? Nein ? Aber mir …….weil so die Blockflöten der SED genannt wurden …..
MfG a d Erf. Rep.
.
Sie, Herr Kubicki, „nehmen in Anspruch, die Unterscheidbarkeit zu dem schwarz-grün-roten Mitte Block und dem völkisch-kollektivistischem AfD Block andererseits zu gewährleisten.“ Unterstützen Sie dann auch das Unterfangen der NRW Regierung, jetzt schon im Hinblick auf die Kommunalwahl im nächsten Jahr (!) Landesverfassung und -Gesetze zu ändern, um der AfD, falls sie (jemals) sie in Regierungsverantwortung kommen sollte, Steine in den Weg zu legen und Riegel vorzuschieben? Wie bekloppt ist das alles? In diesem Land dreht sich nur noch alles darum, die AfD zu verhindern, ihr Steine in den Weg zu legen. Die Angst vor Verlust vor Pfründen, vor allem Macht, scheint immens groß zu sein bei den „Demokraten“. Hubig und Frei bringen Bundeszwang ins Spiel, Staat nimmt AfD Jägern Waffen weg, usw., usw. Dürfen AfD Politiker und Mitglieder demnächst noch „Menschen“ sein, noch am
normalen Leben teilnehmen, arbeiten, Familie haben, feiern? Hört sich an wie Science Fiction. Ist aber leider real.
Weiter im Text:
Wie stehen Sie dazu als Freiheitsliebender und Liberaler, Herr Kubicki? Es würde ein Schrei der Entrüstung durch das Land gehen, träfe es Politiker der „demokratischen Mitte“! Aber AfD‘ler. Puh, die haben‘s verdient, oder? Ich bin gespannt, was denen (CDU, SPD, Grüne, Linke, ja und auch FDP) noch einfällt, um der AfD zu schaden. Leider wollen alle nicht einsehen, dass sie damit der AfD nicht schaden. Im
Gegenteil, die Menschen im Land wenden sich immer mehr ab von den Einstigen. Lesen Sie mal die Leserforen in den großen Medien. Aber das kommt unseren abgehobenen Politikern ja nicht in den Sinn. Es ist zum Fremdschämen, was abgeht. Aber demnächst ist es sowieso zu spät, denn dann ziehen noch mehr (inzwischen auch große Firmen) ab. Deutschland, ein ehemals reiches und stolzes Land…
Ich habe heute von einer repräsentativen Umfrage zu BT Wahl im Osten gelesen, bei der die AfD bei 45% liegt …..
Das hält weder der linke Block, noch die paar Demonstranten gegen Rechts, noch ein mögliches Verbotsverfahren auf. Die Dämme brechen immer mehr weg und durch Risse in der Brandmauer ist der blaue Himmel schon sehr deutlich zu erkennen ……
was bitte schön ist an der "demokratischen Mitte" demokratisch?
(Stichwort Komunalwahl Niedersachsen, RLP, Richterauswahl, Wahl der Verfassungsrichter, Rückgängig machen der Wahl in Thüringen)
Und was bitte schön ist an der Mitte "Mitte"?
Die Linke, die von der Mauerpartei SED abstammt und inzwischen auch von der Führung der CDU zur Mitte gezählt wird, wenn es um Abstimmungen gegen die AfD geht?
Die Grünen, die zwar unter anderem von Herbert Gruhl (ehemalls CDU), vor allem aber von K-Gruppen (Kommunistischen KleinGruppen wie KBW ua) aus den Grossräumen Frankfurt/M, Hamburg, Hannover und Berlin mit gegründet und im weiteren inhaltlich / partei programmatisch beherrscht wurden.
Die SPD die schon lange nicht mehr die Partei von Brandt und Schmidt ist, sondern mit Klingbeil, Bas, Scholz, Faser, Mirsch und anderen nicht mehr von der SED zu unterscheiden ist?
Die FDP, die für überbordende Migration, für Energiewende und damit für die Zerstörung der wirtschaftlichen Basis der BRD, für Geschlechterbeliebigkeit und mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann für einen Krieg mit Russland steht?
Die CDU, die behauptet bürgerlich in ihren Ansichten und der Politikgestaltung zu sein, hat eine überzeugte Kommunistin zur Parteivorsitenden und Kanzlerin gewählt, hat das Energiedesater ohne hinreichenden Grund (Der Gau in Fukushima hat keine Toten verursacht!) mit der Abschaltung aller Atomkraftwerke begonnen und mit dem ErneuerbareEnergienGesetz finalisiert und damit das Ende Deutschlands als erfolgreiche Wirtschaftsnation herbeigeführt, hat mit mit Kanzler Merz alle Wahlversprechen wie "Links ist vorbei" gebrochen und so könnte ich beliebig weiter aufzählen!
So rechtsextrem kann die AfD gar nicht sein wie "die Mitte" inzwischen linksextrem ist!!
Die Sozialdemokratisierung der CDU ist schleichend nicht allein mit Angela Merkel gekommen. Durch den Zusammenbruch des Ostblocks zerbröselte die Notwendigkeit der konservativen Politik, nicht nur in Deutschland. Die Idee des "besseren Sozialismus" durchzog sämtliche Gesellschaftsebenen in ganz Europa. Diejenigen, die das direkt oder indirekt erkennen und versuchen politisch gegenzusteuern, werden zu Rechten oder Rechtsextremen gebrandmarkt. Niemand wäre vor dreißig oder mehr Jahren auf die moderne Idee gekommen "Demos gegen rechts" durchzuführen.
Sie sind doch als Jurist auch Staats- und Verfassungsrechtler, Europäer und könnten jetzt beschreiben, wie wir vom Dualismus wieder zum Pluralismus kommen...
5% Hürde abschaffen, Partei Neugründungen wie in allen anderen EU Ländern, Direktwahl des BP und BK oder Referenden einführen?
Wie sähe Ihre 2. Bundesverfassung mit den entscheidenden Änderungen des Parteibrechts etc. pp aus?
