Correctiv
„Correctiv“-Logo nebst Fahnen der die Grünen auf einer Demo / picture alliance / dpa | Britta Pedersen

Weniger Staat, mehr Distanz - Die Streichung von Fördergeldern für linke Medienprojekte ist längst überfällig

Nach dem Gender-Verbot in seiner Behörde streicht Kulturstaatsminister Weimer nun linken Journalismus-Projekten mehrere Millionen Euro Fördergeld. Betroffen ist auch die Truppe von „Correctiv“. Es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Autoreninfo

Felix Huber studiert Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

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Es gibt im Leben eines Politikers und jeder Partei zwei verschiedene Gesichter. Das eine Gesicht, vor der Wahl, verspricht alles, wirkt idealistisch und macht die eigenen Wähler heiß. Das Gesicht nach der Wahl versucht still und heimlich zu retten, was zu retten ist, und macht dann für vier Jahre das, was die Umstände halt zulassen. Im nächsten Wahlkampf folgen dann die Erklärungen, warum man leider kaum etwas habe umsetzen können, unmittelbar gefolgt von dem Versprechen, diesmal werde aber wirklich alles anders. Nach diesem Kreislauf kann man in der Geschichte der Bundesrepublik die Uhr stellen – und grundsätzlich ist das auch nicht verwerflich, nur mit Partei- und Klientelpolitik ist schließlich kein Staat zu machen, und eigentlich sollte so langsam ja jeder wissen, woran er bei dem anderen ist.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 8. August 2025 - 11:11

sehen und hoffe auf eine evtl. bessere und auch breitere Unterstützung einer medialen Präsenz der Zivilgesellschaft, wenn nicht vlt. im Zuge einer Gramsci-Renaissance bei den Linken so etwas wie "Kulturkampf" vielleicht Formen annnahm.
Jeder in dem Sinne publizierte Artikel galt möglicherweise schon als ein Sieg, jedenfalls wichtiger Schritt im Kampf gegen den politischen Gegner?
Rechte werden evtl. gar nicht als politische Gegner akzeptiert, sondern als sicher GG feindlich bekämpft?
Ich glaube das geht so nicht, wobei ich mich frage, wie es um die Akzeptanz der Linken bei den Rechten bestellt ist.
Für mich war es sehr wichtig, von dem Potsdamer Treffen zu erfahren, denn Herr Martin Sellner ist evtl. auch in Österreich ein tendenziell "Rechtsaußen"?
Ich bin noch über ein weiteres Procedere unschlüssig.
Es geht ja auch um die Wahrnehmung der zivilen Gesellschaft in einer verfassten parlamentarischen Demokratie.
Parteien und gemeinnützige Organisationen werden schliesslich auch gefördert

Maria Arenz | Fr., 8. August 2025 - 11:14

Jetzt fehlt nur noch ein Hintern in der Kanzerhose, um den aus Angst vor der verweigerten Kanzlerwahl abgesagten NGO-Check doch noch durchführen zu lassen. Dazu braucht es aber schon die Bereitschaft zum Risiko. Ein Risiko, das mir in Anbetracht des vorhersehbaren Ergebnisses für die SPD allerdings überschaubar erscheint, wenn die zum gar arg frech gewordenen Linksausleger degenerierte ehemalige Volkspartei die Koalition tatsächlich an DEM Thema scheitern ließe. Wenn erstmal "unsere Demokraten" alle wieder auf eigene Kosten demonstrieren, publizieren und hetzen dürfen, wird auch das pervers verschobene Meinungsspektrum wieder gerade gerückt und dann kommt es im öffentlichen Diskurs endlich wieder auf Argumente statt auf staatlich geförderte Gefühle von Omas und spätpubertierenden Studienabbrechern an.

Thomas Veit | Fr., 8. August 2025 - 11:19

bisschen Hoffnung haben... ...

Auf jeden Fall ist es eine sinnvolle Vorbereitung (Wegbereitung?) der CDU auf dem Weg zu eine Koalition mit der AfD hin, nüchtern betrachtet.

/KEINE Ironie!

Und das sehr geehrter Herr Veit erkennen langsam aber sicher auch immer mehr der CDU ler…… ob Mitglieder, Entscheidungsträger oder deren Wähler.

Ein derartig starkes Korsett welches Merkel der Union anlegte, die Koalitionsmöglichkeiten der eigenen Partei damit derart einschränkte und im Gegenzug der SPD & oder der Grünen Sekte die dauerhafte Regierungsbeteiligung = „Macht im Staate“ sicherte, das das auf Dauer nicht gut gehen kann und konträr zur westlichen Demokratie steht, und dem Land Deutschland erheblich schadete, begreifen immer mehr der Deutschen…..
Warten wir den heißen Herbst ab, wenn’s um Steuererhöhungen gehen wird, warten wir auf die weitere Selbstdemontage dieser Koalition und vor allem auf die LTWahlen in West & Ost im kommenden Jahr ….. den Niedergang der Union Richtung 20% und die weitere Pulverisierung der SPD unter 10% Dann muss was passieren in diesem Land ……Dann ist’s vorbei mit der links grünen Dominanz !
Schönes WE und beste Grüße aus der Erfurter Republik

Theodor Lanck | Fr., 8. August 2025 - 11:45

Der Staat ist in Deutschland allzustänfig, natürlich nur aus guten Gründen...

Christoph Schnörr | Fr., 8. August 2025 - 11:55

ein Mitglied der Regierung, das hält was angekündigt wurde; kaum zu glauben. Was die "551 Fragen" allerdings betrifft, so ist die CDU - mal wieder - komplett eingeknickt. Dankenswerterweise springt die AFD ein und klagt die Aufklärung dieses NGO Sumpfes - hoffentlich erfolgreich - ein.

Gisela Hachenberg | Fr., 8. August 2025 - 21:16

Antwort auf von Christoph Schnörr

Werter Herr Herr Schnörr, nach meinem Kenntnisstand ist es nicht die AfD, die die Beantwortung einklagt, sondern RA Steinhöfel, im Auftrag von NIUS. Wie ich gelesen habe, hatte er eine Anfrage an die CDU gestartet, die aber (selbstverständlich) nicht beantwortet wurde. Nun hat er geklagt. Und er bleibt dran, wie er selbst sagt. Ich glaube ihm, da er schon einige Schlachten, auch gegen die Regierung, gewonnen hat. Ich verfolge das mit mit großer Begeisterung. Natürlich lässt man sich Zeit bei der CDU…
Vor der Wahl wollte man es (angeblich) wissen. Nun sperrt sich 13 % Klingbeil. Will sogar (mal wieder, wie auch im Fall Brosius) die Koalition platzen lassen. Unglaublich, wie sich dieser Loser aufführt! Mal sehen, wie es ausgeht! 😉

Stefan | Fr., 8. August 2025 - 12:14

Genau das ist was dem heutigen Journalismus in den allermeisten Fällen abhanden gekommen ist und wieder in den täglichen Ablauf der Tatsachenberichterstattung eingeflochten werden sollte.
Nur so kann ein unverfälschtes Bild dargestellt werden, wozu sich dann jeder mündige Bürger seine eigenen und ich betone eigenen Gedanken machen kann.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 8. August 2025 - 12:40

Okay. Dieser Herr Weimar fängt wenigstens schon mal an auszukehren. Nur geht da sicher deutlich mehr. Bei ca. 551 NGOS sind 20 zwar ein Anfang, aber eben noch sehr viel Luft nach oben. Das er Gender Verbot ausgesprochen hat macht ihn ir schon mal sympathisch. Nur sollten wir nicht vergessen, andere Ministerien müssen nachziehen und nicht wenige NGOS sind in SPD Hand. Da geht nur was, wenn die Koalition platzt. Freiwillig wird die SPD gerade und auch auf die Finanzierung ihrer Straßenkämpfer ANTIFA, Omas gegen rechts und wie d a alle heißen nicht verzichten. Vielleicht erfährt man mal auf Heller und Pfennig, wieviel in Zahlen eingespart wurde. Denn vieles ist ja im Haushalt versteckt und wird nicht sofort erkannt als das was es ist. Und ja, jetzt wo die UNION in der Regierung ist könnte sie mal alle 551 NGOS benennen und konkret Zahlen liefern. Vor allem wieviele Zeitungen "gesponsert" werden oder bleiben die ungeschoren, weil man sie noch braucht?
Mal sehen wie es weiter geht.

Rainer Mrochen | Fr., 8. August 2025 - 13:01

Die Methode "Trump" findet endlich Einzug in die zentrale Steuerungszentrale sogenannter "Politgestalter."; und damit selbstverständlich Wirklichkeitsgestalter.
Es sicherlich richtig die "Methode" Trump zu hinterfragen. Allerdings gilt es zu konstatieren daß dieser Methode ein Grundkonzept zu Grunde liegt; >> Disruption zur grundsätzlichen Erneuerung. Wenn also ein Kulturstaatsminister diesem Konzept folgt und zwar aus innerer, geprägter Überzeugung, darf daß niemanden erschüttern. Erinnere ich mich an seine Vorgängerin, Claudia Roth und ihre überhaupt, parlamentarische Schreckensherrschaft, so sehe ich mich, an dieser Stelle, zumindest, davon befreit. An anderer Stelle weiter so! Aus der Sackgasse Deutschland ein Vorfahrtschild für das Wollen derer zu machen, die auf dem "Teppich" geblieben sind. Will heissen: Vorfahrt der Vernunft, Vorfahrt vor antibürgerlicher Agitation, Vorfahr vor einem Europa, daß, von aussen betrachtet, durchaus faschistische Tendenzen aufweist.

Thomas Veit | Sa., 9. August 2025 - 11:26

Antwort auf von Rainer Mrochen

Länger habe ich mit diesem Begriff innerlich gehadert..., mittlerweile sehe ich es aber auch als einzige Lösung an.

...und man versteht Trump etwas besser..., obwohl ich mit 'einen Trump 1:1' für Deutschland auadrücklich NICHT wünsche... - ein Josef-Strauß oder ein Helmut Kohl/Schmidt würde besser zu uns passen... ..., plus ein bisschen deutliche Disruption. 😉

Heidemarie Heim | Fr., 8. August 2025 - 14:33

Ein Kulturstaatsminister auf Abwegen lieber Herr Huber? Man darf gespannt sein ob oder wie lange er dafür noch den Rückhalt seiner Partei genießen darf wenn sich die gesamte kulturelle und mediale Linksfront dagegen formiert. Und bei den Demos gegen räächts sein Bildnis wie schon geschehen neben dem von Merz und "anderer rechte Narrative fördernden Unionspolitiker" Straßen, Plätze sowie die Wände von Universitäten ziert. Oder dazu passende Parlamentsbühnenstücke aufgeführt werden mit grüner und roter Hauptbesetzung;). How dare you Mr. Weimer! MfG

Dr. Ott | Fr., 8. August 2025 - 17:35

Gestern las ich in einer hiesigen (überregionalen) Zeitung die Formulierung „Frauen und Menschen“. Ich wusste nicht recht, ob ich lachen oder weinen soll.

Thomas Veit | Sa., 9. August 2025 - 12:18

Antwort auf von Dr. Ott

mittlerweile wohl offensichtlich dringend nötig wäre...

Vielleicht würde da auch eine sog. 'Brosius-Gersdorf-Zwangsimpfung' helfen... - in den betroffenen Regionen..., am Prenzlauerberg z.B. ... ...?

/Ironie und unsachlich - tut mir leid!! 😉

Urban Will | Sa., 9. August 2025 - 07:46

das mit correctiv nur die erste Schippe an Mist. Vom ganz großen Haufen. Ob die Union den Mut hat, hier komplett durchzugreifen, bezweifle ich stark, das wird die SPD nie zulassen.
Und ich bin noch meilenweit davon entfernt, zu hoffen oder gar zu glauben, dass die Brandmaurer kapiert haben, auf welcher Seite dieses seit Jahren im Verhältnis 100:1 geführten Kulturkampfes sie stehen.
Um den nach wie vor fast allmächtigen (so langsam bröckelt es, weil immer mehr Menschen kapieren, was in diesem Irrenhaus abläuft und die Blauen an Zuspruch gewinnen) linksgrünwoken Komplott zu bekämpfen, muss man ihn erst mal verlassen. Das ist nach wie vor seitens der Union nicht geschehen, der Ober-Fritz dient sich denen nach wie vor an.
Ich bin mir sicher: ohne Revolution, sprich: Verweigerung der Gefolgschaft ggü dem Lügen-Fritz, wird es nicht laufen.
Und ob die in der Tradition der Duckmäuserei stehenden Unionisten das hinkriegen, bezweifle ich.
Vielleicht dann, wenn d Blauen ihnen davon ziehen.

Sabine Lehmann | Sa., 9. August 2025 - 21:56

Ich habe beschlossen jetzt auch mal Fördergeld zu beantragen. Es gibt da so einige Projekte die mir förmlich auf den Nägeln brennen.
Da wäre zum Einen unsere völlig verkommene Innenstadt. Müll u. Verwahrlosung aller Ortens. Trotzdem latschen demnächst wieder sogenannte "Volksvertreter" mit ignorantem Grinsen durch unsere No-Go-Areas(früher hieß das im Volksmund Fußgängerzone) und verkünden, dass Alles bestens sei, von Infrastruktur bis hin zu bereichernder Einwanderung sei im besten Deutschland wirklich NICHTS, absolut nichts verbesserungswürdig. Und in diesem Tenor möchten Sie dann von uns im "Gegenzug" unsere Volkes Stimme, damit sie auch die nächsten 20 Jahre ihren Allerwertesten vergolden u. alimentieren lassen können. Denn am 14.09. sind in NRW Wahlen.
Da war jetzt sogar unsere Bärbel B. in der "Zone" von Duisburg unterwegs u. konnte ihr erschaffenes Schlaraffenland betrachten. Da diese Klientel aber über eine Realitätsverweigerung verfügt wie die 3 Affen, ist es völlig sinnlos.