- Friedenssicherndes Denken
Die Debatte um den Wehrdienst erhitzt die Gemüter. Sie ist eine gute Gelegenheit für eine Standortbestimmung. Und für den Widerspruch gegen den gesellschaftlichen Konsens.
Es gibt Zeiten, in denen erscheint die Nachdenklichkeit über die Wehrpflicht – und letztlich natürlich über die deutsche Verteidigungsfähigkeit in Gänze – bereits ein Fall von „Wehrkraftzersetzung“ zu sein. Die frühen 80er Jahre waren so eine Zeit. In den erhitzten Debatten um den damaligen Nato-Doppelbeschluss war das Land derart aufgewühlt und gespalten, dass jegliche kritische Nachdenklichkeit über die Zukunft der Bundeswehr bereits als gefährlich, ja eben als zersetzend betrachtet wurde. Inmitten der damaligen Zeitenwende erwähnte der Schriftsteller Heinrich Böll im Jahr 1984 in einem noch immer legendären Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit, dass Nachdenken über die Armee eben gerade nicht Defätismus oder militärische Selbstverstümmelung sei, sondern in einer Republik legal und ergo auch nicht kriminalisierbar.
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Die aktuelle Diskussion erinnert sehr stark an die konfusen Debatten bei der Aussetzung der Wehrpflicht 2010/2011. Dabei "profilierte" sich besonders der ehemalige CSU-Star vuz Guttenberg. Und auch die Meinungsbeiträge der aktuellen deutschen Sicherheitspolitiker sprechen nicht dafür, dass von den Fehlern der Vergangenheit (vor allem in der Zeit von Ursula vdL) gelernt wurde.
die uns heute in den großen Krieg mit Russland hetzen wollen, genau die dieselben haben die heutige Wehruntüchtigkeit der Bundeswehr produziert.
Am verlogensten haben dabei die Grünen gewirkt, die heute die giftigsten Kriegshetzer sind.
Insofern ist Gröfaz Merz ein echter Grüner.
läuft. Als ich gemustert und eingezogen wurde mussten alle Männer entweder Wehrdienst oder eben Zivildienst leisten. Bei Ausmusterung Zivildienst? So genau weiß ich es nicht. Also ich fand die BW Zeit nicht nur schlecht und hatte definitiv keine Lust auf Pflege usw. Viele junge Frauen haben damals ein freiwilliges soziales Jahr gemacht. Es ist und bleibt eine Gerechtigkeitsfrage, warum müssen die einen so einen Dienst antreten und andere, vor allem die Frauen bleiben verschont und haben somit einen zeitlichen Vorsprung, auch wenn sie diese Lebenserfahrung nicht machen, welche auch immer.
Noch ein Wort zum Bürger in Uniform, als ich meinen Eid ablegte in Kassel lautete der Wortlaut die BRD zu verteidigen. Es war einer der perfiden Tricks des NS Regimes den Wehrmachtseid direkt auf Hitler abzulegen und somit mit ihm bis in den Untergang kämpfen zu müssen. Zuvor wurde der Eid wohl auf Kaiser und Vaterland abgelegt. Wie es in der Weimarer Republik war weiß ich nicht.
Politisch ideologisierte Gestörte, die selbst fast alle nie gedient haben, die wir alle keinen eigenen Krieg mehr erlebt haben und Leute, die selbst nicht gehen würden, aber andere vorschicken wollen. Eine wehrhafte Armee ja, eine Verteidigungsarmee ja. Aber keine kriegsfähige Armee im Sinne von Einsatz im Ausland, ohne dass wir angegriffen wurden. Aber unsere Diskussion ist doch sehr theoretisch. Warum? Was hat diese Regierung bislang hinbekommen? Nichts. Was wird sie hinbekommen? Nichts. Oder doch, etwas haben sie hinbekommen. Ein gespaltenes Land, Chaos in allen Lebensbereichen. Was bekommen sie noch hin? Meldeportale und Hausdurchsuchungen bei Kritikern ihrer Politik. Und wer wollte für einen solchen Staat aus Überzeugung dienen wollen? Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Schönes Wochenende allen.
Haus, Hof und Familie mit allerlei Versicherungen zu schützen - kein Problem. Haus, Hof und Familie vor Zerstörung, Vernichtung und Tod zu schützen - Palaver und Spinnefax.
viele Menschen erreichen kann.
Jeder vernünftige Mensch sieht ein, daß er sich gegen einen Aggressor wehren können muß. Es sei denn, er ist absoluter Pazifist, der sich (wem auch immer) lieber unterordnet u. von ihm behandeln läßt, wie es diesem gefällt, als daß er sich zur Wehr setzt. Solche Menschen soll es ja auch geben.
Die allermeisten Leute wollen "wehrtüchtig" sein.
A B E R sie möchten sich keinesfalls in einen diplomatisch vermeidbaren Krieg mit Leib und Leben hineinziehen lassen, der sie nicht unmittelbar bedroht.
In der momentanen Situation lockt der Krieg, den Rußland gegen die Ukraine führt, daher kaum junge Männer u. Frauen zum Dienst an der Waffe, wenn auch gebetsmühlenartig wiederholt wird, wir Deutschen verteidigten u n s e r e Freiheit dort auch.
Zig Tausende ukrainischer Männer halten sich im Ausland auf u. drücken sich vor der Verteidigung ihres Heimatlands. Und ausgerechnet in dieser Lage sollen junge Menschen in D sich für den Wehrdienst begeistern???
Allein in Deutschland m.W. über 200 000. Und zu einemm erheblichen Teil aus dem unbesetzten Teil der Ukraine. Wobei sie ihre dort liegenden Immobilen nicht selten an Binnenflüchtlinge vermieten und hier das volle Programm genießen.- einschließlich Miete. Weiß ich nicht aus der "Jungen Freiheit" sondern von einer Ukrainerin, die Mann und Sohn an der Front hat und "so einen Hals", wenn sich ihre ukrainischen Kurskollegen im Sprach-und Integrationskurs darüber austauschen, wo in Stuttgart die ebste Wellness-Oase zu finden ist.
@Maria Arenz, in Westeuropa leben über 650.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter (Quelle: Statista), und durch die Lockerung der Ausreisesperren kommen aktuell zahlreiche weitere dazu. Unter diesem Aspekt "Wehrbegeisterung" in Deutschland zu erzeugen, erscheint illusorisch. Nicht nur die deutsche Bevölkerung ist gespalten, auch die ukrainische.
aus der Zeit, noch bevor sich Merz mit der Ankündigung, die Bundeswehr zur stärksten konventionllen Armee des Kontinents zu reformieren, lächerlich gemacht hat (oder war es gar der Nato?): Gehet dahin in die "Stadtbilder". Sammelt die Talahons und ihre Pendants von weiter südlich ein. Kauft oder least von den Franzosen die besten Ausbilder ihrer Fremdenlegion und ändert unser völlig zur Lachnummer verkommenes Staatsangehörigkeitsrecht so, daß die deutsche Staatsbürgerschaft mit allen damit einhergehenden Privilegien nicht mehr im Discount-Verfahren verschenkt, sondern z.B. durch 10 Jahre Dienst in der deutschen Fremdenlegion verdient werden kann. Wo sollen denn nach 30 Jahren "Hast Du Dein Kind heute schon gelobt"-Verziehung und einem so "vielfältigen" demnächst aber weitgehend ruinierten Land die freiwilligen bzw. zwangsweise eingezogenen und wehrtüchtigen
250 000 Soldaten herkommen die, die russischen Haudraufs nicht allenfalls mittels Totlachen besiegen können?
Es war einmal in der Bundesrepublik, als noch Wohlstand, Demokratie und Freiheit herrschten! Diese Zeiten sind seit der Berliner Republik vorbei!
Ich habe „gedient“ und bin für eine Wehrpflicht, und zwar für Männer und Frauen und ich bin dafür, daß die Ausnahmen reduziert werden. Ich schätze, daß min. 85% derer die damals verweigerten - ich kannte viele - zwar Gewissensgründe vorgaben, diese aber nie hatten, sie hatten nur keinen Bock zu dienen! Den hatte ich übrigens auch nicht.
Gerade die heutige Jugend würde vom Wehrdienst profitieren, auch könnte der Wehrdienst dazu führen, daß die Kriegsgeilheit (bei den Linken) abnimmt, wenn sie erst einmal wissen, worum es geht.
Nach wie vor sehe ich in Putin keine Gefahr und nach wie vor kann ich nicht verstehen, warum gerade wir nicht wesentlich mehr unternehmen diesen sinnlosen Konflikt zu beenden, statt weiter Waffen und Geld zu liefern! Es gibt keinen guten Krieg, Krieg bringt IMMER Tod, Zerstörung und Leid, nur Idioten wollen Krieg!
„…. Es war mal eine Bundesrepublik in der Wohlstand, Demokratie und Freiheit herrschten …..“ Da möchte ich ergänzen : ….. , ein Land das sich lohnt zu verteidigen !
Und heute, stellt sich doch vor allen Diskussionen um Aufrüstung & Wehrpflicht die Frage ganz ganz anders: Lohnt es sie dieses Land überhaupt noch zu verteidigen ? das die Dinge des gesellschaftlichen Konsens, doch völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Ein links sozialistisch ökologisch leistungsverachtendes Gesellschaftsmodell in der statt Lehre Belehrung = Erziehung im Vordergrund steht. In der dem Bürger jegliche Identifikation mit seinem Land, seiner Heimat ausgetrieben wurde und statt dessen eine multikulturelle Gesellschaft z. Zt. existiert, in der jener mit jedem ohne jegliche Regeln und Normen auch nicht beim Geschlecht kann ? In der nichts mehr funktioniert außer einer Dauerbeschlallung von Grün linken Ideologen ? Lohnt es sich wirklich dieses Volk der Denunzianten & Angsthasen zu verteidigen ?
MfG a d Erf. Rep.
Von billigem Gas und dem Trittbrettfahren auf Kosten der Amis und deren stationierten Abschreckungswaffen, die man vor dem Angriff durch den Aggressor Putin auf die Ukraine, seinen Drohungen und hybriden Angriffe auf unsere Infrastruktur, (Im kalten "Krieg-Frieden" waren wenigstens nur die Agenten ab u. an auf einer Brücke ausgetauscht tätig), Jahrzehnte am liebsten zum Teufel gejagt hätte auch mittels regelmäßig stattfindender Proteste vor deren Standorten, unseren BW-Soldaten u. Wehrdienstleistenden bescheinigt wurde, dass sie "Mörder in Uniform" seien und ihnen wie heute unseren jüdischen Mitbürgern bzgl. Kippa u. Davidstern angeraten wurde besser nicht in Uniform, Tarnkleidung o. sonstigen militärischen Erkennungsmerkmalen in der "normalen" Öffentlichkeit aufzutreten, war es nach über 70 Jahren Wohlgefühl u. geleaster Sicherheit ein erstaunlicher Wandel. Aber scheinbar nur in den Hirnen. Denn die Methode "Wasch mir den Pelz, aber mach` mich bloß nicht nass!" gilt nach wie vor! MfG
Guter Beitrag. Natürlich sollte das Land verteidigungsfähig sein, aber eben auch diplomatiefähig. Letzteres fehlt völlig. Der Ukrainekrieg war vermeidbar. Der NATO-Beschluss 2008, ggfs. in die Ukraine zu expandieren purer Irrsinn. Merkel hat sich dagegen zuwenig gewehrt. Wie sooft sind die Europäer den Hardlinern in USA gefolgt. Und jetzt da es brennt, will man plötzlich die Wehrpflicht. "Wir" verteidigen ja in der Ukraine unsere Freiheit ?! Da muss man sich nicht wundern wenn diese Wehrpflicht schlecht ankommt. Sie sollte der Landesverteidigung dienen , nicht der Unterstützung geopolitischer Spielchen der USA . Im Prinzip ist eine "verpflichtendes" Jahr , ob nun Wehrdienst oder Zivildienst richtig. Aber die jungen Leute , ganz abgesehen davon , dass es um gesunden Patriotismus fehlt, misstrauen der Politik zurecht: wer Taurus nach Kiew geschickt hätte, damit man Moskau attackieren kann, dem ist alles zuzutrauen.
