- Die Bundeswehr hat zu viele Offiziere und viel zu wenige Kämpfer
Der Wehrbeauftragte beklagt die absurde Kopflastigkeit der Truppe: In der Bundeswehr tummeln sich fast so viele Offiziere wie Mannschaften. Das ist seit vielen Jahren ein Indiz für die Demilitarisierung des Militärs, das seinen Daseinszweck vernachlässigte.
Der jüngste Bericht des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hennig Otte, macht das größte Defizit der Bundeswehr ziemlich deutlich. Die deutschen Streitkräfte sind eine Truppe, die aus vielen Anführern und viel zu wenigen Kämpfern besteht.
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Passt genau in das Bild dieser deutschen, verkopften Gesellschaft. Studieren um anschliessend rare Plätze für einen gesellschaftlichen Mehrertrag zu ergattern, anstatt ehrliche Leistung für die Gesellschaft auf >>Arbeitsebene<< zu erbringen. Offiziere, zumal in oberen Rängen, sterben im Ernstfall für gewöhnlich in geringerem Umfang als der "schnöde" Soldat. Warum dann schnöde sterben? In Deutschland hat sich eine "Kultur" etabliert (auch auf der politischen Ebene) die Verantwortung für das Gemeinwesen gerne weiter nach unten delegiert und schon gar nicht Verantwortung für eigenes Fehlverhalten übernehmen will. Für mich ist das eine egoistische Gesellschaft die ihr Gewissen (hatte sie einmal) zu Grabe trägt. Es scheint so zu sein das individuelle Freiheit, unter dem Label Demokratie keine, gesellschaftliche, Tragfähigkeit hat. Ist hier, sagen wir der massvolle Zwang, ein gangbarer Weg? Was ich meine ist: zurück zur Verantwortung in Normen die letztlich eine Gesellschaft prägen.
Betrug während meiner Dienstzeit in der NVA von 18 Monaten von 2/1972 - 1/1974 gerade einmal 1 1/2 Minuten ……wie man uns in der Grundausbildung beibrachte.
Da können sich die Herren Brigadegeneräle ausrechnen, ab wann sie in vorderster Front stehen 🙈 Aber es gibt ja offenkundig mehr als genug….. die Kompaniestärker mehr als erreicht !
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
Ich bin ein absoluter Befürworter der Wehrpflicht. Nach eigenem Ermessen war diese Zeit für mich soweit prägend, daß ich sagen kann: eine gute Schule für die >Zeit des Lebens< danach. Das gilt um so mehr für nachfolgendes Studium, Familien- und Berufsleben. All die Menschen mit denen ich es dann zu tun hatte, hatten eine ähnliche Vorgeschichte (Ex-Zeitsoldaten und Wehrpflichtige). Man spricht dann schon die gleiche Sprache und hat ein ähnliches Werteverständnis wo doch heut soviel Wert auf Werte gelegt wird. Palavern ist der neue Standard.
Mit 18 eingezogen, mit 20 entlassen. Mit 20 Studium begonnen mit 24 diplomiert und danach sofort ab an die sozialistische Arbeitsfront ……
Da gab‘s keine Zeit für Selbstfindungsprozesse die heute in Mode sind.
Familiengründung, Kinderwunsch, Haus bauen & Baum pflanzen …..sich in Planwirtschaft, & sozialistischer Ideologie eine einträgliche Nische suchen und sich bescheidenen Wohlstand durch viel Arbeit auch nebenberuflich zu erarbeiten …..Genau so sah die Lebenswirklichkeit in unserem Umfeld in der Thüringer Provinz auf dem Lande eben aus. Von wegen 35 Std. Woche …. Nix da, mit 43 3/4 Std. & 18 Tagen Urlaub mit Anrechnung dreier Samstage ohne Himmelfahrt, und einigen anderen Feiertagen …..
mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
hab ich mir das vorgestellt. Wer die Vita des braven Oberkommandierenden Pistorius kennt, hat nichts anderes erwarten können. Auch der Teil des Volkskörpers (Gen. work-life balance mit 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich), aus dem die fehlenden Mannschaften ja vorrangig aufgefüllt werden müssten, ist dazu doch in keinster Weise geeignet. Deshalb erneut mein Rat: Eine Fremdenlegion aus all den bisher müßiggehenden Talahons, Westafrikanern und Kaukasieren. Frankreich leiht uns bestimmt ein paar zackige Ausbilder. "Bürger in Uniform" werden dabei zwar nicht rauskommen aber Hauptsache, die Buben sind von der Straße und wir hören auf, uns lächerlich zu machen, wenn Merzel wieder mal mit der " stärksten konventionellen Armee Europas" droht.
Ich war nie beim Bund, aber es scheint alles genau so zu sein, wie ich es mir vorgestellt habe. Nur dass es fast doppelt so viele Unteroffiziere wie Mannschaftler gibt, hätte ich mir nicht träumen lassen. Aber klar, wenn man die Wehrpflicht abschafft und weiterhin Unteroffiziere aus Karrieregründen beschäftigt und sich keine Gedanken macht, was die den ganzen Tag machen sollen, muss das das Ergebnis sein. Die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut und der Kopp sowieso nicht, was der A%$€h macht. Und die Politik kommt mit Blödsinnsworten wie "Beschaffungsturbo" um die Ecke. Wissen diese Leute überhaupt, was der Sinn und Zweck eines Turboladers ist? Er ist dazu da, um die Energie aus heißen Abgasen (die sowieso anfallen) zu nutzen um damit einen Verdichter anzutreiben, der mehr Luft in den Motor presst, um Sprit effizienter zu nutzen. Nur statt das vorhandene Geld sinnvoller (effizienter) auszugeben, werfen wir immer mehr Geld durch das geschlossene Fenster hinaus. Quasi mehr Hubraum!
Ein Lichtblick ist allerdings die Beschaffung der neuen Pistole aus Tschechien von CZ. Wurde Zeit, dass HK BW-Aufträge nicht mehr für selbstverständlich hält. CZ baut mindestens genauso gute Knarren, wie HK. Und das für weniger Geld.
Die Bundeswehr/Armeen sind nicht mehr mit 1870/71, 1914/18 und 1939/45 vergleichbar!
Mit Wehrpflichtigen 12-18 Monate kommen sie nicht mehr weit. Ob Infanterie/Marine/Luftwaffe braucht großenteils längere Verbleib und Ausbildungszeiten. Wie wollen sie Spezialisten bezahlen A4-8 oder 9-11. Auch bei den unteren Offiziersrängen besteht kein Überhang. Es sind die Stäbe wie überall in den Behörden.
Vergleichen wir mal den Uboot Kapitän A12-13 oder Fregatten Kapitän A14 in der Besoldung mit Lehrern. Überbezahlt??? Wohl Nichten!
Lehrer am Gymnasium 13-14 an Förderschulen Hauptschulen 12/13/14.
Gute Soldaten gute Besoldung. Die Stäbe müssen weg und die Generalität ist großenteils überflüssig!
So betrachtet stimmt der Begriff "Turbo" und trifft auf unsere Politiker zu: beide produzieren Unmengen an heißer Luft, verdichten diese.
Mit einem Unterschied: ein Turbolader generiert Leistung.
Für gegen den Russen, dem es angeblich pressiert, endlich über Mitteleuropa herzufallen? Für deutsche Energieversorgung in Deutsch-Ölfeldistan? Wenn der Arab uns da hin lässt? Oder für Rohstoffquellen mit Stützpunkten in Deutsch-Selterdengrub? Klauen wir das dem Kinesen? Oder holen wir uns Ramstein mit Waffengewalt zurück, weil der Ami da nicht gehen will?
Könnte mir vorstellen, dass mehr Drohnenpiloten eine gute Idee sind, aber der Generation Playstation müssen wir dafür wohl doch wieder Unteroffiziersränge anbieten.
»Jahrzehnte der militärischen Verwahrlosung« ist ja eine markige Wortwahl, aber ich dachte, dass in einer Demokratie erst mal über eigenständige Militärdoktrin und geopolitische Ausrichtung öffentlich diskutiert wird.
Aber was verstehe ich Stimmvieh schon von Demokratie ...
"Ach, das haben wir schon? Seit wann denn das?!"
Wie bei Vielem fällt der berühmte Groschen bei den Deutschen etwas später als anderswo geehrter Herr Knauss?
Da muss aber sofort und umgehend im Wigwam ein großes Palaver her und einem hoffentlich besseren "Kraut" in der hinlänglich bekannten Friedenspfeife zur Unterstützung der Denkfähigkeit 🫡
Nun könnte ich rechthaberisch wie ich gerne bin behaupten, dass mich spätestens bei der Nominierung der ersten von 3 militärisch unbeleckten weiblichen Verteidigungsministern bzgl. Zukunft unserer BW was Landesverteidigung oder Aufgaben im Bündnis betreffen arge Zweifel überfielen.Doch angesichts dieses desaströsen Ausgangs auf dem Rücken der zur Zeit noch freiwillig unserem Land dienenden einsatzwilligen Soldaten/innen in Mannschaftsgraden ausgetragenen,der unfähigen Politik geschuldeten Zustände bekomme ich Blutdruck!Mein Vorschlag:Kaufen wir uns einfach so was wie eine Fremdenlegion ein,die die Drecksarbeit für alle erledigt. MfG
Ich erinnere mich, dass es in den 80er Jahren einen Vorgang gab, bei dem etwa 5000 Bw-Offiziere vorzeitig in den Ruhestand getreten wurden, nur um die zeitlich überfälligen Beförderungen der nachfolgenden Offiziersgeneration realisieren zu können.
Hat damals ein paar Wellen geschlagen aber im Grunde niemanden interessiert.
So oder ähnlich hat der Hobbykrieger Merz getönt. Mit so einer Truppe halten wir den Russen nicht 2 Tage auf. Aus der BW wird nichts Gescheites. Die muss vollkommen neu aufgebaut werden, vor allem mit gedientem Personal. Kriegstüchtig! Pistorius, ein Sofakrieger mit großem Maul. Man kann nur hoffen, dass wir es nie ausprobieren müssen und dass der Putin noch lange an der Spitze bleibt, denn der ist besonnen und neigt nicht zu emotionalen Überreaktionen. Die Bundeswehr ist wie man sagen könnte, von SPD und auch CDU kaputtgespielt worden. Und vor sowas haben wir im Osten, als wir Wehrpflichtige waren, gezittert und gedacht, was für eine Superarmee, gemessen an unserer NVA. Falsch gedacht. Wir hätten damals zuschlagen sollen. Wir wären als Sieger vom Platz gegangen. Natürlich nur, wenn die US-Army außen vor geblieben wäre. was sie natürlich nicht getan hätte. Alles Sandkastenspiele. Fakt ist: Die Bundeswehr ist total überbewertet. Aber der Russe weiß das. Für die Russen ein Kinderspiel.
Nach seiner Wahl zum neuen Verteidigungsminister gab 1981 Pistorius (SPD) dpa und Deutsche Welle...einen Blick in seine Vergangenheit bei der Bundeswehr.
"Er habe von 1980 bis Ende 1981 Wehrdienst geleistet in der Steuben-Kaserne bei Bremen...
Ich war damals Wehrpflichtiger und "wollte" nicht "sollte" so Pistorius, Fahrer des Gepard-Panzers werden sagte der scheidende niedersächsische Innenminister. Daraus wurde nichts aufgrund mangelnder Eignung.
Der Kommandeur suchte einen neuen Fahrer. Also wurde ich dann für mehrere Jahre Obergefreiter der Reserve, "bis ich dann irgendwann da rausgegangen bin".
Original O-Ton Pistorius.
... unverhofft im United Kingdom, denn seit 1350 wird sie von den Prinzen von Wales im Wappen geführt.
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Das deutsche Beamtentum, das sich offiziell lebenslang in Erfüllung seiner Pflichten, im unermüdlichen Dienst am Staat verzehrt, erhielt in der preußischen Tradition durch Immanuel Kant seine philosophischen Weihen.
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Heute wird die Geschichte des Beamtentums meist milde belächelt, aber es gab Zeiten, in denen diese Beamtenschaft weltweit bewundert wurde.
Zivile Beamte waren in früheren Zeiten oft ehemalige Militärs. "Ham'se gedient?" soll oft gefragt worden sein, und daher wehte auch oft ein soldatischer Geist durch die Amtsstuben.
Die Armee war auch in diesem Sinne eine Schule der Nation.
Warum müssen ältergewordene Militärs heute beim Militär bleiben? Sollte man sie nicht viel häufiger einfach in zivile Aufgabenbereiche eingliedern? Dort besteht ein großer Bedarf an guten Führungskräften.
Nix für ungut - das ist nur so ein Gedanke.
