- Spargelstecher und Arbeiter im Weinberg
Die Frage der Lohngerechtigkeit ist nicht nur für Spargelbauern und die aktuelle Gesetzgebung von großem Interesse. Ausdifferenzierte Antworten bietet die christliche Sozialethik.
„Hohe Kosten, harter Wettbewerb: Spargelbauern fordern Ausnahmen beim Mindestlohn“ – so titelte tagesschau.de vor wenigen Tagen. In der Tat: Steigende Löhne und der europäische Wettbewerb machten die kostendeckende Produktion von Spargel immer schwieriger, klagen Landwirte. Aber ist das ein Argument, Spargel-Saisonarbeiter aus dem gesetzlichen Mindestlohn auszunehmen? Die Frage wird man kaum beantworten können, ohne zu wissen, was den gerechten Lohn ausmacht?
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Gerechte Gedanken. Gerechter Lohn. Gerechtes Weltklima. Gerechte Intelligenz. Gerechter Orgasmus. Gerechte Gerechtigkeit.
halte ich für etwas schwammig. Warum zahlt man bei Erntehelfern nicht einen Akkordlohn, der sich an der Arbeitsleistung orientiert? Liegt das an den Gewerkschaften oder der Politik?
Das "vernebelt" mir zu sehr das Nachdenken und Abwägen über Dinge (wie zB Arbeit/Lohn), die viele Kriterien aber eben keine Eine Wahrheit und Gerechtigkeit haben. Das läuft in Sackgassen, weil alle sich nur ungerecht behandelt fühlen und keiner mehr Entscheidungen (und wieder Korrekturen) mitträgt.
Die Überbetonung von Gerechtigkeit presst den Mensch in Normen, die es nicht gibt - der Mensch ist offener, freier, widersprüchlicher (mein Standardansatz).
Arbeit zu verbieten, von der man nicht leben kann, eine Familie ernähren kann, ist verständlich, bevormundet aber auch Menschen. Ein Pensionär, der bereits über die Runden kommt und gerne für 10E/h ab und an im Museum aushilft ...
Ein Staat der alles gerecht vorgibt, engt den Menschen auf diese "Gerechtigkeit" ein. Das ist ein Ansatz, aber nicht der einzig zulässige.
Ich fände ein breites Bewusstsein über all die Gegensätze rund um Arbeit besser, dann entscheidet man sich für was, ist aber auch offen und fähig es zu korrigieren.
Der der viel gelernt hat, qualifiziert ist, & viel arbeitet, kann sich den Spargel aus deutschen Landen leisten.
Der „Andere“ leistet sich „griechischen Spargel“ für die knappe Hälfte des Geldes. ….
Kommt immer auf die Perspektive an. .
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik
Ist ein Lohn erst dann gerecht, wenn ein völlig unqualifizierter Mensch sich das Gleiche leisten kann wie jemand mit Qualifikation? Darauf läuft es doch hinaus. Man muss seinen Lohn letztlich erwirtschaften. Man muss sogar einem Mehrwert erwirtschaften, den auch Betriebskredite, die Steuern, etc. Müssen miterwirtschaftet werden. So funktioniert nun mal Kapitalismus. Wenn durch überzogene Lohnkosten ein Produkt nicht mehr marktfähig ist, dann wird es verschwinden. Mit ihm der Arbeitsplatz. Kapitalismus eben.
Aufgaben und Ziel der Sozialen Marktwirtschaft war es hier zu einem Ausgleich zu kommen indem man Geringverdiener unterstützt. Dafür wurde ein Dschungel von Sozialleistungen geschaffen. Diese sind offensichtlich ineffektiv und wenig zielgenau.Die Verwaltung kostet vermutlich ebenso viel wie die Leistungen selbst. Gleichzeitig befeuert der Staat die Lebenshaltungskosten.Die soziale Aufgabe nicht auf die Wirtschaft abwälzen. Das wäre Sozialismus.Wie das ausgeht ist bekannt.
Wohl war & richtig ! Allerdings mit einem Zusatz.
Alle anderen, mir bekannten Gesellschaftsmodelle, die sich nicht an den Gesetzen der Marktwirtschaft orientieren sind grandios gescheitert und werden auch weiterhin scheitern.
Und genau „Das“ hat der derzeitige Mainstream inkl. der Parteien des Grün- Linken- Blocks bis heute nicht begriffen.
Und die, die für einen weiterentwickelten Kapitalismus, so der sozialen Marktwirtschaft stehen, werden als rückwärtsgewandt, Rechte, & Rechtsradikal samt ihrer Wählerschaft „einsortiert“.
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik
