AfD
AfD-Familienfest in Hamburg, 4. September 2026 / picture alliance/dpa | Michael Brandt

Wann löschen wir den Brand hinter der Brandmauer? - Die AfD und ihre Wähler sind nicht die Ursache des Brandes

Die Brandmauer hält zwar bislang die AfD von der Macht fern. Aber sie beseitigt nicht die Ursachen für deren Wahlerfolge. Solange die anderen Parteien die Interessen der AfD-Wähler nicht endlich ernst nehmen, wird der Brand weiter lodern.

Autoreninfo

Frauke Rostalski ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. Sie ist Mitglied des Deutschen Ethikrats.

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Die deutsche Politik durchzieht eine Brandmauer. Die eigentliche Heimat des Begriffs ist das Bauordnungsrecht. Brandwände haben das Ziel, eine großflächige Brandausbreitung zu verhindern. Bereits im Mittelalter wurden als Folge von vielen Stadtbränden sogenannte Brandmauern errichtet, die verhindern sollten, dass ganze Stadtteile den Flammen zum Opfer fallen. 

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christoph ernst | So., 6. September 2026 - 08:43

indem man ihnen den Sauerstoff entzieht. Der Sauerstoffspender für diesen Brand ist eine völlig verfehlte, irrwitzige Migrationspolitik, die das Land spaltet, die Meinungsfreiheit zerstört und das Fundament der Demokratie ins Wanken bringt. Das weiß eigentlich auch jeder, außer einer Handvoll suizidaler Ideologen, die darauf bauen, mit Hilfe zugereister Menschen aus Nahost ihre schwindende einheimische Wählerbasis aufzupeppen.
Dummerweise sitzen die vermeintlichen Nutznießer dieser Ideologen an Schlüsselstellen in Brüssel und Davos. Sie bilden sich ein, sie könnten die 'Teile und Herrsche' Dynamik nutzen, um Europa zu 'transformieren'. Tatsächlich bereiten sie dem Euro-Islam die Bühne.
Doch DEN Brand zu löschen, dürfte sich als deutlich schwieriger erweisen.

Merkel war nicht dumm!! (haben Sie auch nicht behauptet... 😉)

Merkel versuchte (vergeblich...) ab 2016 eine gesamteuropäische Lösung für die Flüchtlings- aka Migrationskriese zu finden..., in diesem Kontext äußerte sie seinerzeit in einem Interview ihre Einschätzung: "Die Flüchtlingsfrage hat das Potential die Europäische Union zu sprengen." -- sehr weise, an sich..., gilt implizit dann automatisch auch für Deutschland... 🤔

So ist es bis heute..., wie sollte es auch anders sein, die FLÜCHTLINGS-/MIGRATIONSFRAGE ist BIS HEUTE nicht GELÖST..., und in Deutschland in ganz besonders krasser Weise... ... >> also, logisch: 🔥🧨😨

Das dänische (sozialdemokratische!) Modell könnte eine erste Abhilfe schaffen... - möchte 'man' aber mitten im Brand VOR der Brandmauer eben nicht... ... - also: LASS BRENNEN...!! 🔥🔥🔥 (LG von Linksgrünwoke!)

Angelika Sehnert | So., 6. September 2026 - 09:13

Historische Fehler lassen sich kaum beheben. Es war schon falsch die Anfänge unter Prof. Lucke, dem politikunerfahrenen Professor mit einem echten Anliegen zu diffamieren. Rückblickend gesehen hatte er so unrecht nicht. Man könnte Bücher schreiben, warum der politische und Gesellschaft Zustand des Landes ist, wie er ist. Übrigens gibt es anderen Ländern ja ähnliche Probleme. Man kann es recht einfach erklären: die Politikergeneration der seit etwa 1975 Geborenen hat einen ganz anderen Ansatz. Viele aus dieser Generation sind unter Obhut und Einfluss der 68er aufgewachsen, also derer, die dezidiert linkssozialistisch, antikapitalistisch, antiamerikanisch und damit antiwestlich eingestellt waren und sind.Sie haben ihren Einfluss in Politik eher schleichend und peu a peu ausgebaut. Aber Sozialismus,auch die milde Form der deutschen Linken, hat nun mal ein Problem mit dem freien Individuum, mit Eigenverantwortung und dem Kapitalismus sowieso. Das ließen die Konservativen, CDU und FDP zu.

Rainer Mrochen | So., 6. September 2026 - 09:32

Brennt es hinter der Brandmauer überhaupt oder wird/ist nicht auf der anderen Seite der Brandmauer gezündelt worden und das Feuer am lodern gehalten? Wann löschen wir den der Brand vor der Brandmauer? -Hoffentlich bald.

Rainer Mrochen | So., 6. September 2026 - 10:07

Antwort auf von Rainer Mrochen

Es sind doch eher die antirepublikanischen Blockparteien >>unserer Demokratie<< deren Gebaren den N-Sozialisten der späteren Weimarer Republik ähnelt, indem sie keine Parteien mehr, sondern nur noch Antirechte kennen und unter dem Slogan >>Nie wieder Deutschland<< die transnationale besserdeutsche Infiltration der westlichen Zivilisation durch selbstlose Islamliebe und multikulturalistischen Vernichtungsantisemitismus betreiben.
Die anderen Aspekte des Deutschen Niedergangs sind zum Überdruss diskutiert.

Rainer Mrochen | So., 6. September 2026 - 10:12

Antwort auf von Rainer Mrochen

...befindet sich in der Warteschlange. Dort wird sie wohl versauern. Die Wahrheit über die antirepublikanischen Blockparteien >>unserer Demokratie<< dürfen halt nicht zu deutlich herausgearbeitet werden.

Rainer Mrochen | So., 6. September 2026 - 10:27

Antwort auf von Rainer Mrochen

Die Bürger dieses Landes werden weniger regiert als erpresst. Noch kulant formuliert handelt es sich beim politischen Personal und ihrer verbeamteten Claqueure sowie ehrenamtliche Brandmauer-Hofschranzen und Medienleute um eine mittlerweile parastaatliche "Elite", die weder durch Vernunft noch durch Sachzwänge oder Partikularinteressen, sondern durch panische Angst zusammengeschweißt wird. Es brennt auf dieser Seite der Mauer.

Angelika Sehnert | So., 6. September 2026 - 09:34

Das Zurückweichen der Konservativen, die Übernahme zentraler linker Forderungen wie uferloser Ausbau des Sozialstaats, der nur Abhängigkeiten produziert hat, der sog. Energiewende, für deren Unmöglichkeit der Durchführung, so wie sie geplant war, jeder Doktorand der Physik valide Gegenargumente hätte vorlegen können.
Aber Politik wird nicht mehr nach Fakten- sondern nach Gefühlslage gemacht. Zum einen, weil bei der Linken Ideologie alles überwölbt.Zum anderen, weil es in der CDU eben an einer ausgeprägten Denk- und Analysefähigkeit fehlt. Man ist einfach nicht in der Lage, die Versäumnissen, die Fehlentscheidungen der letzten gut 20 Jahre selbstkritisch einzugestehen und einen Politikwechsel zu vollziehen.Denn die Konservativen sind mittlerweile in der Minderheit, bei der FDP sind es sogar nur noch Einzelpersonen, die den Konservatismus glaubhaft vertreten können. Aber die Mehrheit der Bürger ist nun mal eher konservativ. Das zeigen die Wahlergebnisse, die einfach ignoriert werden.

Karl-Heinz Weiß | So., 6. September 2026 - 09:51

Repräsentative Demokratie heißt, die Anliegen der Mehrheit der Repräsentierten ernstzunehmen. Das hat nicht nur Rolf Mützenich („Tor zur Hölle") nicht verstanden. In 16 Jahren Schlafwagen-Demokratie ist im deutschen politischen Diskurs Stillstand eingetreten.
In anderen Ländern (USA, Italien, Frankreich, Schweden, Niederlande, Dänemark ) hat der politische Schwelbrand, den eine Diskursverweigerung auslöst, zu politischen Umwälzungen geführt. Deutschland bleibt dieser Weg offenbar nicht erspart.

Angelika Sehnert | So., 6. September 2026 - 10:17

Die Brandmauer war von Anfang an ein politischer und in Folge historischer Fehler. Ihre Mauersteine sind Denkfaulheit, Machterhalt und intellektuelle Armseligkeit. Die einzelnen Komponenten verteilen sich mengenmäßig unterschiedlich auf CDU, FDP und die SPD, die einmal für die mehrwertschaffenden, angestellten Bürger da war.Damit sie ein sicheres, gutes Leben haben konnten. Mit der SPD Helmut Schmidts hat die heutige SPD inhaltlich nichts mehr gemeinsam, nur den Namen. Profitiert von der Brandmauer haben Grüne und Linke. Für sie war und ist sie überlebenswichtig,nachdem ihre politischen Anliegen vor aller Augen an der Realität zerschellen.
Für die einstmals eher konservativen Kräfte sind die Folgen des Mauereinsturzes im
Moment kaum absehbar. Aber die Fliehkräfte in der Union dürften gewaltig werden. Aber auch so ist sie nur noch ein Trümmerhaufen aus einstigen Grundüberzeugungen vor der Brandmauer. Sie wird wohl darunter begraben werden, so stur wie sie an ihren Fehlern festhält.

Ernst-Günther Konrad | So., 6. September 2026 - 10:36

Ja, das man kann so beschreiben Frau Rostalski. Man kann zu Recht fragen, wann der Brand hinter der Brandmauer gelöscht wird. Bei den AFD-Wählern brennt es nicht. Es brennt bei den etablierten Parteien und deren links-grüner faschistischen Parteien und deren fanatischer Wähler. Und sie treten wie wild um sich, wollen den Brand mit *austreten* löschen und schütten dabei täglich mehr Öl ins Feuer. Und die UNION hat ebenso Feuer gefangen und rennt dem Feuer sauerstoffspendend, wie wildgeworden durch die Gegend. Ich sehe da auf dieser Seite keine Feuerwehr, die den Brand löscht. Das können nur die AFD Wähler mit der AFD gemeinsam machen. Denn der etablierte Teil der Gesellschaft hat den realen Blick verloren und sich in einer autoritären Welt verheddert, mit Verboten und Verfolgung von Kritikern. Es wird ihnen aber nichts helfen. Warum? Zu allen Zeiten haben sich Kritiker um Verbote, Angstmacherei, Verfolgung nicht geschert. Inzwischen bekennen sich immer mehr Menschen zur AFD. Gut so.

Wolfgang Borchardt | So., 6. September 2026 - 10:42

Versteck der alten Parteien, die seit Langem bewiesen haben, dass sie die neuen Herausforderungen nicht annehmen wollen.

Jens Böhme | So., 6. September 2026 - 11:00

CDU/CSU und FDP haben einen fundamentalen Fehler begangen. Mit der Errichtung der *Brandmauer* signalisierte man, sie sind links.

Urban Will | So., 6. September 2026 - 11:50

schon tausend mal alles gesagt, auch hier wieder.
Aber hier steht auch der wahre Grund für die Mauer. Es ist die Macht und sonst nichts (mehr). Dachte Merkel, die sie errichtete, anfangs sicher noch, man könne die AfD hierdurch klein halten und wegdrücken, kam es dann halt anders.
Und dann wurde die Mauer zum Macht-Bollwerk der Altparteien.
Das geht natürlich nur, wenn alle mehr oder weniger das gleiche machen. Daher wurde die Union halt immer linker und die FDP verschwand vollends (und wird auch nicht wiederkommen, wenn sie so weitermacht wie bisher). Da links Denkende kaum Union wählen, sondern Menschen, die sich für konservativ halten, muss man diesen Wählern unterstellen, dass sie nicht besonders schlau sind.
Die CDU hat übrigens aufgrund dieser Dummheit, auch in Reihen ihrer Funktionäre, die Chance verpasst, noch als stärkerer Partner mit den Blauen zusammen zu arbeiten. Ihr Schicksal ist das Aus oder eben das des Juniorpartners. Das ist Fakt.

Im Privatleben befindet der sich ganz bestimmt nicht und schon gar nicht ausschliesslich. Der werkelt jetzt im, weil ja nach wie vor Mandatsträger, im Haushaltsausschuss des BT. Wofür das wohl gut ist? Zweite Karriere und so. Den Segen von Markus Söder (Wendehals) hat er ja schon.

Thomas Veit | So., 6. September 2026 - 12:12

Der 'Brand' ist nicht 'hinter!' der Brandmauer zu löschen - dort steht die AfD... - sondern im ureigensten Wirkfeld der etablierten Kartellparteien von Union bis Die Linke..., DORT brennt es, nirgendwo anders...

Klingt zwar nach 'Korinthenkacker' - okay... - ist aber mMn nicht ganz unwesentlich im (politischen) Sprachgebrauch - die Haltung/Wortwahl 'es brennt hinter der Brandmauer' suggeriert klar und eindeutig: "Es brennt nicht (direkt) bei uns selbst..., sondern woanders...!" - GROSSER IRRTUM!!, wie Sie inhaltlich grundsätzlich auch richtig in Ihrem Artikel analysieren. Trotzdem verharmlost und vernebelt das 'es brennt hinter! der Brandmauer' die dringend notwendige SELBSTREFLEKTION DER EIGENTLICH ANGESPROCHENEN!! - mMn.

>> Richtig wäre: "Deutschland brennt!!" - klingt doch schon ganz anders..., oder? 🤔😉

DerStefan | Mo., 7. September 2026 - 14:57

Der Artikel krankt an einem MIßverständnis, welches schon der Titel offenbart.
Machen wir mal ein Gedankenexperiment und versetzen uns in eine mittelalterliche Stadt, in der ein Feuer ausgebrochen ist.
Wohin laufen die Leute, um sich in Sicherheit zu bringen?

Oder wir nehmen zwei Länder, zwischen denen eine Mauer ist und nur auf einer Seite gibt es Bananen.
Das gleiche Bild, die Leute retten sich in eine Richtung.
Ohne es zu wissen, kann man an den Bewegungen absehen, woher die Gefahr kommt. Und "diesseits der Brandmauer" sind die Brandtstifter immer noch aktiv, während die Feuerwehr nicht ausrücken darf, weil die Brandstifter so sensibel sind - oder eine schlagkräftige bewaffnete Truppe steht.

Sowas kannte man im Mittelalter als "Brandschatzen". Und wenn nichts mehr da war, zog man weiter um woanders zu plündern. Deshalb gab es nicht nur im Inneren Brandmauern, sondern außen herum auch noch Stadtmauern, durch die Unerwünschte nicht hinein kamen.

Tore zu und löschen!