- Wie aus studentischem Aktivismus ideologische Kontrolle wird
Die Studentin Meltem Seker aus Tübingen analysiert das SDS-Wahlprogramm – und erkennt darin ein Symptom einer größeren Krise: Wenn Universitäten zu Orten werden, an denen Gesinnung über Pluralismus steht, wird die offene Debatte zur Ausnahme.
Ich sitze in meinem Politikseminar, als mir etwas ins Auge sticht. Auf dem Tisch liegt eine rote Broschüre. Bald sind Uni-Wahlen, und dementsprechend wird nun Wahlkampf geführt. Es handelt sich um das Wahlprogramm des SDS, also des „Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbands“. Einfacher gesagt: der Hochschulableger der Linksjugend 'solid. Was da wohl drinsteht?
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Den privaten Umgang mit Menschen würde ich unterscheiden - der funktioniert oft anders. Wer mir da sympathisch ist oder mit wem ich aus anderen Gründen gerne zusammen bin, kann ganz anderen Regeln folgen.
Was Politik und Gesellschaft angeht, sehe ich es auch so, dass nicht nur "die Studenten", sondern weite Teile der Gesellschaft irgendwelchen Dingen anhängen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Verstehen tue ich es nicht, was ich verstehe klingt so, als ob es da ein festgefügtes Menschenbild gebe, das widerspruchsfrei mit allen hohen Begriffen wie Menschenrechten, Demokratie, Rechtsstaat etc. übereinstimmt, auch mit Fakten, Wissenschaft und insbesondere Gefühlen und Gerechtigkeit. Das alles wird eine "Soße" und wenn irgendwo irgendwer erschüttert ist oder Gewalt sieht, folgert daraus ein Angriff auf diese ganze Wahrheitskette. Im Zweifel muss man dann gegen Rechts sein.
Wie gesagt, ich verstehe das alles nicht mehr. Ich hätte da viele Fragen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Mut und Kraft diesen Weg durchzustehen.
Die Unis waren zwar immer schon sehr links aber die Intoleranz scheint zugenommen zu haben.
Wenn ich betucht genug wäre würde ich ihnen ein „soziales Jahr“ in Nordkorea finanzieren damit diese „Hirnlosen“ begreifen und vor allem erleben wie sich’s im Sozialismus mit all seinen „angenehmen“ Begleierscheinungen leben lässt.
Alternativ könnten diese „Spaßvögel“ einen Klassen- Ausflug in den Osten machen & sich eventuell mit den ü 70 jährigen in der DDR sozialisierten und noch bei Verstand sind nach der Vor und Nachteilen eines sozialistischen Systems erkundigen. Aber aufpassen, nicht an einen ehemals hohen Parteifunktionär der SED kommen, der sieht den Sozialismus durch die Brille der Privilegierten Parteibonzen, zu denen die Blockparteien der Nationalen Front selbstverständlich auch gehörten, ganz
anders ….
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
... Dummheit gehen offenbar bei manchen "Studierenden" inzwischen eine innige Verbindung ein.
Wie die Photographie aus dem Kupferbau zeigt, haben solche Muddleheads aus dem akademischen Lumpenproletariat eine Bildung durchlaufen, wie sie der Film "Fack ju Göthe" so liebevoll beschreibt.
Wie 1933 ist es erstaunlich, wie schlapp sich die Professorenschaft und das Kultusministerium gegen die wachsende Bildungs- und Demokratiefeindschaft unter ihren Studierenden wehren.
Das Präsidium der HRK schrieb (nach "attempto online") schon am 25.01.2024 sehr zu Recht:
" ...Die steigende Tendenz im öffentlichen und politischen Raum, den gesellschaftlichen Diskurs inhaltlich und tonal zu verändern, um Wissenschaftsfeindlichkeit, Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, Rassismus, Intoleranz und auf Ausgrenzung fußende Ideen und Feindbilder zu normalisieren, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu zersetzen und das Vertrauen in die freiheitliche Demokratie zu untergraben, ist höchst alarmierend..."
wie fast überall in der Gesellschaft:
Radikale linke und grüne Aktivisten bestimmen die Themen und die Agenden, während die große Masse der Menschen - mehr oder minder desinteressiert, verständnislos oder angewidert (aus Bequemlichkeit und/oder aus Angst vor medialem Shitstorm) sich aus allem heraushält.
Auf diese Weise sind wir dahin gekommen, wo wir jetzt stehen:
Ein Links-grünes "Narrativ" hat sich überall eingenistet, und seine Verkünder und Nutznießer denken im Traum nicht daran, ihre Machtpositionen aufzugeben.
Im Gegenteil: Sie wehren sich allen erdenklichen Mitteln!
Es bedarf ungeheurer Anstrengungen, verseuchte Erde wieder neutral und fruchtbar zu machen. So ist es auch auf geistigen Gelände.
Wille und Mut dazu fehlen offensichtlich bisher - sowohl in den Hochschulen wie ganz allgemein in der Gesellschaft, wenn sie denn überhaupt noch jemals in ausreichendem Maße zutage treten werden, um D wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Sie sind viel zu streng mit den armen Studierenden*innen*en. Sich so den Kopf zerbrechen zu wollen müssen hinsichtlich non*existenzieller Fragen über die tranzendal induktivierte Bildungsherausforderung die aktuell und in Zukunft an die frisch Heranwachsenden*innen*den ungerechterweise ohne/mit nicht monäterer Ausgleichszahlung aufgegeben wird ist (nicht) zumutbar, oder doch?
Führt endlich Studiengebühren für Schwachsinnslaberscheiss ein bei dem jegliche Beweisführung unmöglich ist!
SDS, KPD/LM… alles bekannt aus meiner lang zurückliegenden Studienzeit. Der Stuss in den Broschüren ähnelt sich.Kapitalismus wurde durch Patriarchat, Vietnam durch „globaler Süden“ ersetzt, neu ist nur der Pronomenfimmel und diese zur Schau getragene Überempfindlichkeit, permanente Verletztheit und Gefühligkeit.Auch damals konnte man mit diesen Gestalten nicht diskutieren. Wir haben die Spinner nicht ernst genommen.Ein Fehler. Denn plötzlich saßen sie in Schulen,Ämtern, Land- und Bundestagen, wurden sogar Minister in feinen Dreiteilern statt stinkender Jeans.
Diese Generation hat jedoch dafür gesorgt, dass die Universitäten heute mit jungen Menschen geflutet werden, die zu einem guten Teil studierunfähig, sogar lebensunfähig sind. Sie haben nicht gelernt logisch und kritisch zu denken! Die Bildungskatastrophe ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das Werk linker Lehrer, linker Politiker. Gut zu sehen in Baden-Württemberg. Einst Spitze, heute Mittelmaß. Absturz innerhalb weniger Jahre!
Es ehrt Frau Seker, dass sie sich so engagiert. Die Beteiligung an Wahlen an Unis war schon immer gering, auch in den durchaus politisierten 70ern und 80ern. Das Gros der Studenten für die Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung und der Wunsch etwas im Leben zu erreichen selbstverständlich sind will so schnell wie möglich fertig werden. Wer sein Studium ernst nimmt muss viel und hart arbeiten, jedenfalls in den Fächern, in denen ein Abschluss eine dauerhafte und gut bezahlte Stelle garantiert. Da bleibt nicht viel Zeit für politische Betätigung, es sei denn man will in die Politik. Insofern könnte man sich die Sinnfrage stellen: wenn nur 10% wählen, also offenbar kein Bedarf an einen Studentenparlament besteht, warum nicht einsparen? Das mag jetzt radikal klingen. Braucht es in absehbar schwierigen Zeiten so etwas? Vor allem wenn die wenigen,die sich engagieren ganz offensichtlich ein Problem mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit haben? Muss man ihnen eine Spielwiese finanzieren?
"Denn wenn nur noch 10 Prozent wählen und darunter die radikalsten 3 Prozent den Ton angeben, dann ist es höchste Zeit, dass die demokratische Seite die Stimme erhebt." Und da fängt das Problem an. Wer legt fest, wer und was die "demokratische Seite" ist? Eben. Im Moment läßt sich eine schweigende Mehrheit von den " 3%" vorschreiben, was und wie sie was sagen und kritisieren. Für mich ist es noch immer unverständlich, warum sich die Mehrheit der Studenten so herumschubsen lassen. Es bildet aber im Moment den Zustand unserer Gesellschaft ab. Auch da schweigt noch die deutliche Mehrheit mit der Faust in der Tasche. Es wird Zeit das Studenten und der Rest der Republik endlich aufwacht.
in diesem Zusammenhang : das Interview von Max Mannhard mit Pauline Voss, Autorin des Buchs "Generation Krokodilstränen"
"Der Machtrausch der Wokeness – über die Machttechniken der Wokeness“ Pauline Voss im Gespräch" youtube
