Uwe Mundlos - Vom Musterschüler zum rechten Killer

Er war der stille Ideologe des Neonazi-Mordkommandos: Uwe Mundlos (38). Wie konnte aus einem freundlichen Professorensohn ein von Hass geleiteter Rechtsterrorist werden? Eine Spurensuche in seiner Heimat

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(picture alliance/BKA) Eine Bildcombo zeigt Uwe Mundlos dort, wo er war: Im Zentrum des Terror-Trios um Uwe Böhnhardt (l.) und Beate Zschäpe (r.)

Uwe Mundlos schiebt seinen Bruder im Rollstuhl den Hausflur entlang, vorbei an gelber Blümchentapete. Der PVC-Boden quietscht unter den Rädern. Er hilft dem schwer Behinderten, die Schwelle zum Fahrstuhl und die zwei Stufen vor der Haustür zu überwinden. Mundlos begleitet seinen Bruder manchmal zum Arzt, wahrscheinlich zur Dialyse, wegen der Nierenprobleme. Oft fährt er ihn auch im Viertel spazieren. Wenn Käte Hermann*, die in der ersten Etage des sechsstöckigen Plattenbaus wohnt, aus dem Fenster schaut, grüßt der junge Mann in Jeans freundlich.

Zwanzig Jahre, vierzehn Banküberfälle und zehn Morde später jagt er sich in einem Wohnwagen eine Kugel in den Kopf.

Das Leben des Uwe Mundlos, 38, Anführer des mörderischen Neonazi-Trios aus Jena, bleibt ein Rätsel: Wie konnte aus dem freundlichen Nachbarn ein Serienmörder werden? Wie aus dem Gelehrtensohn ein fanatischer Neonazi? Warum stoppte ihn niemand – Schule, Freunde, Elternhaus?

Die Jenaer Plattenbausiedlung Winzerla wurde in der DDR für die Arbeiter in den Carl-Zeiss-Werken errichtet; hier eine Wohnung zu bekommen, galt als Privileg. Nach der Wende wurden viele arbeitslos. Die sechsstöckigen Häuser sind heute immer noch grau und unsaniert. Kinderlachen hört man nicht, Sandkasten und Dino-Klettergerüst sind leer.

Vor der Hausnummer 12 lädt ein Pärchen in Jogginghosen Möbel in einen Autoanhänger. Hier wohnen heute 88 Mietparteien, doch die Spur der Familie Mundlos ist verwischt. Das Klingelschild ist entfernt, der Name am Briefkasten verschwunden. Bis vor wenigen Wochen wohnte hier noch Siegfried Mundlos. Er ist der Vater des Täters, Informatikprofessor an der Fachhochschule Jena.

Uwe Mundlos verbringt eigentlich eine unbeschwerte Kindheit. Mit zehn Jahren geht er auf eine Schule im Norden der Stadt, von Winzerla fährt die Straßenbahnlinie 1 dorthin. Die Polytechnische Oberschule wurde bereits 1961 eröffnet.

Mundlos interessiert sich, wie sein Vater, sehr für die Naturwissenschaften. Seine Noten sind durchgehend gut, sagt eine Lehrerin, die ihn in der fünften Klasse unterrichtete.

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In den nächsten drei bis vier Jahren wächst in dem braven Kind eine giftige Ideologie heran. Mundlos ist wissbegierig, liest Bücher über das dritte Reich. Unter der Hand verherrlicht er den Krieg. In linken Kreisen heißt es, er habe das von seinem Großvater aus Suhl, der einst ein Nazi gewesen sein soll. Seine frühere Klassenlehrerin, die Mundlos‘ Wandlung am besten beschreiben könnte, will über diese Zeit nicht reden. „Ich komme nicht aus einer solchen Familie“, weist sie Anfragen empört zurück.

Spätestens Ende der Achtziger Jahre trägt Mundlos seine rechtsextremen Gedanken nahezu offen vor sich her. Im Werkunterricht, der zu DDR-Zeiten noch „Unterricht in der Produktion“ heißt, sollen die Schüler Modelle aus Blech bauen. Mundlos hat wenig Lust, stattdessen provoziert er seinen Lehrer: „Willst du mal acht Striche im Blech sehen?“ Der Lehrer schaut fragend, Mundlos ritzt ein Hakenkreuz in die Platte.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, wie Mundlos in einem Jugendclub terrorisierte

Der Vorfall aus dem Werkunterricht und viele weitere seien den Eltern gemeldet worden, heißt es. Trotzdem ändert sich nichts. Der Vater galt in der DDR als linientreu. Nach der Wende soll er auf einer Veranstaltung des örtlichen Stasi-Archivs den Sinn der Aufarbeitung angezweifelt haben.

Jürgen Seyffarth* erinnert sich, wie auch Mundlos eines Tages in Springerstiefeln zur Schule kommt. „Aber wir haben das anfangs nicht mit Rechtsradikalismus in Verbindung gebracht“. Nach der Wende sei die faschistische Jugendkultur noch etwas Neues, Unbekanntes gewesen. „Er war ein guter Schüler, aber man konnte nicht in sein Inneres gucken.“

Der Neonazismus wird in der neuen Republik zum angesagten Jugendtrend – zu DDR-Zeiten noch eine Todsünde. Mundlos, der seine rechtsextremen Fantasien zwar im stillen Kämmerlein entwickelt, sucht auch draußen sozialen Halt. In der Winzerlaer Realschule tragen rund die Hälfte der Jungs Bomberjacken, erzählt der Sozialarbeiter Thomas Grund. Auf den Straßen zieht eine Gruppe von rund 20 rechtsextremen Jugendlichen umher; sie nennen sich „Winzer-Clan“. Mundlos schließt sich an.

Im Viertel soll eine Baracke zwischen Garagen und Plattenbauten in ein Jugendzentrum verwandelt werden. Der 18-jährige Mundlos legt Hand mit an. „Wir haben einen Raum gesucht und haben einen Raum gekriegt“, zitiert ihn die „Ostthüringer Zeitung“ im Jahr 1991. „Wenn wir Probleme haben, können wir mit den Streetworkern quatschen, und wenns hart auf hart kommt, gehen wir einen trinken.“

Zur Eröffnung des „Winzerclubs“ erscheint Mundlos in schwarz-rot-goldenen Hosenträgern, Bomberjacke und schickem Seitenscheitel. Nur ein halbes Jahr zuvor trug er noch „explodierte Locken“, erzählt Grund. Ein anderes Mal tritt Mundlos in schwarzer SS-Uniform und Reiterstiefeln vor dem Club auf.

Irgendwann hat er einen vier Jahre jüngeren Neonazi im Schlepptau: Uwe Böhnhardt, der aus einem Elfgeschosser im Plattenbau-Stadtteil Lobeda-Ost kommt. Bald darauf verliebt sich Mundlos in eine Schulkameradin. Das Mädchen mit dem langen braunen Haar und den braunen Augen heißt Beate Zschäpe. Sie hat eigentlich ungarische Wurzeln. Sie gilt als nette Jugendliche, die ihre Bäckersfrau freundlich grüßt und eigentlich nie in Nazi-Kluft auftritt. Ab und zu soll sie geklaut haben, bekommt soziale Stunden wegen Körperverletzung aufgebrummt. Mundlos und Zschäpe werden 1992 ein Paar.

Seitdem tritt Mundlos fast nur noch im Trio mit Böhnhardt und Zschäpe auf. Doch es muss auch Spannungen um das Mädchen gegeben haben. Nach etwa zwei Jahren trennen sich Mundlos und Zschäpe. „Da war dann Böhnhardt mit ihr zusammen“, erinnert sich Grund.

Der Winzerclub wird von den Rechtsextremen belagert. Normale Schüler haben Angst; dabei gleicht das mit Graffiti besprühte Gebäude einer Festung. Die Fenster sind mit weißen Gitterstäben verhauen, außen eine Brandschutztür. Die Faschos behaupten, Auschwitz sei eine Lüge.

Der Sozialarbeiter Thomas Grund blättert in einer Aktenmappe, zeigt auf ein Dienstberatungs-Protokoll: „Da hat der Club beschlossen, grundsätzlich nicht mehr mit Rechten zu diskutieren.“ Grund sagt, junge Menschen wachsen mit 12 oder 13 Jahren in diese Strukturen hinein. Wenn man es in dieser Zeit nicht schafft, sie mit einer anderen Jugendkultur bekannt zu machen, ist das später kaum noch möglich. „Es hat keinen interessiert, was die machen. Und die Polizei hat erst ermittelt, wenn die Anzeigen vorliegen hatten.“

In dieser Zeit versucht der Vater des jungen Mundlos verzweifelt, ein Abdriften seines Sohnes in den Rechtsextremismus zu verhindern, wie das Magazin Der Stern berichtet. Er nimmt Kontakt zur Polizei und zu anderen Eltern auf, deren Kinder in der braunen Szene aktiv sind. Doch die Neonazis lachen darüber nur.

Lesen Sie auf der dritten Seite, wie Beate Zschäpe eine Linke attackierte

Einer dieser Elternteile ist Werner Rehnlich*. Er wohnt im selben Haus wie die Familie Mundlos damals, in seiner kleinen Wohnung liegen Kleidungsstücke auf dem Boden. Auf dem Computerbildschirm sind obszöne Nacktfotos zu sehen, daneben ein Artikel über das Terror-Trio. Ein Foto zeigt den jungen Uwe Böhnhardt mit einem zweiten Mann in Bomberjacke; Rehnlich deutet darauf. „Das ist mein Sohn.“

Seine beiden Sprösslinge seien jahrelang in der Szene aktiv gewesen. Er sagt, er habe nur hilflos zusehen können, ähnlich wie die Eltern des Neonazi-Trios. „Als sich der Ältere einen Baseballschläger wünschte, war ich alarmiert“, sagt Rehnlich. Die Ex-Frau habe dem Wunsch aber stattgegeben. Was dem Vater nicht gelang, schaffte erst der Lehrlingsmeister: Beide Brüder sind heute Aussteiger aus der Neonazi-Szene.

Der jüngere Sohn, Matthias Rehnlich*, erinnert sich an das Trio „von mehreren Saufpartys“.  Er und seine Freunde trinken viel Bier, erzählen sich Witze. Rehnlich lernt Beate Zschäpe „als ganz liebes Mädchen“ kennen. Die Szene unterscheidet zwischen Skinheads und Nazis: Die Skins sind eher fürs Grobe zuständig und hauen auch mal drauf. Die Nazis dagegen gelten als stille Ideologen. „Mundlos war so einer“, sagt Matthias Rehnlich.

Der evangelische Stadtjugendpfarrer Lothar König sieht da keinen Unterschied; er erinnert sich vor allem an die Brutalität der Neonazi-Gang. Der bärtige Geistliche trägt seine filzigen Haare schulterlang, auf Socken in den Sandalen verzichtet er auch im November. Wenn die eher linksalternativen Jugendlichen seiner Jungen Gemeinde Stadtmitte den jährlichen Weihnachtsmarkt besuchten, „hat es keine zehn Minuten gedauert, da eskalierte das. Da kamen Hassparolen, da wurden wir angespuckt, da wurden Drohungen ausgesprochen. Und wir haben uns das nicht anmerken lassen, wir haben nicht reagiert.“

Ein solcher Vorfall ereignet sich Mitte der neunziger Jahre. Ringsum Lichter, Schießbuden, das Riesenrad dreht sich, es riecht nach gebrannten Mandeln. Einige bunt gekleidete Jugendliche tummeln sich auf dem Weihnachtsmarkt. Die Neonazi-Truppe bläst zur Attacke, Beate Zschäpe vornan. Die Nazi-Braut tritt ihrem Opfer, einem linksalternativen Mädchen, brutal mit dem Springerstiefel auf den Fuß. Die Knochen splittern.

Auch vor Böhnhardt zittern die linken Teens. Er prahlt oft mit seinem Dolch, den er immer bei sich trägt. „Und er hat den sicher auch mal guggn lassen“, mutmaßt Pfarrer König. „Immerhin hat er später auch eine Pistole eingesetzt, mehrmals.“ Uwe Mundlos dagegen sei eine „völlig andere Persönlichkeit“ gewesen – kein Schläger oder Proll. „Das Politische lag ihm, aber er war auch kein Führertyp, eher einer, der im Hintergrund agierte.“

Spätestens Ende 1993 übernehmen die Rechtsradikalen in Jena die jugendliche Meinungsführerschaft. „Normalerweise erstirbt eine Jugendszene nach fünf Jahren wieder“, erklärt der Pfarrer. Warum ist da also nicht Schluss mit dem Neonazi-Spuk? „Weil daraus mittlerweile eine politische Bewegung geworden war“, sagt König. Die Anschläge auf türkische Bewohner in Solingen und Mölln werden in der Szene als Erfolge gefeiert. Medien und Politik diskutieren über das Asylrecht. Ausländerfeindliche Thesen treffen auf die dumpfe Zustimmung in der Bevölkerung. In Thüringen verdichtet sich das braune Netz in den Städten Rudolstadt, Saalfeld, Kahla, Weimar und Gera.

Im gleichen Jahr erlebt Grund vom Winzerclub sein „Schlüsselerlebnis“. In der Hütte steigt die Party bei einem Oipunk-Konzert, die Gäste tanzen ausgelassen. Plötzlich unterbrechen die Musiker ihren Auftritt, überlassen einer rechtsextremen Band die Bühne. Die schnappen sich die Instrumente, grölen ungehindert Fascho-Lieder. Die Sozialarbeiter sind entsetzt, werfen die Truppe aus dem Probenraum.

Seitdem machen Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe einen Bogen um das Jugendzentrum. Andere übernehmen das Gelände, darunter die Neonazi-Größen Ralf W., später Landesstellvertreter der NPD, und André K., der mittlerweile die europaweiten Nazitreffen „Fest der Völker“ organisiert.

Lesen Sie auf der vierten Seite, wie Mundlos die Mordserie beginnt

Der braune Terror in Jena spitzt sich zu: An einer Brücke baumelt eine Puppe mit Judenstern. „Wer hier nicht aufpasst, wird aufgehängt“, steht auf einem Zettel. Auf Hauswänden tauchen Graffitis mit dem Schriftzug „nationaler Widerstand“ auf. Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe treten der Anti-Anti-Fa-Bewegung bei, aus der 1996 der Thüringer Heimatschutz hervorgeht.

Mundlos will – wohl auf Betreiben des Vaters – das Abitur nachholen. Der gelernte Datenverarbeitungskaufmann entscheidet sich für das Ilmenau-Kolleg im Süden Thüringens. Er nimmt sich ein kleines Zimmer im Wohnheim. Auf dem Schreibtisch steht ein selbstgezeichnetes Porträt des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß, das Mundlos täglich bewundert. Mitschülern und Lehrern fällt seine Gesinnung kaum auf. Auch hier gilt er als guter Schüler, der gern Udo Lindenberg und die Rock-Band AC/DC hört.

In dieser Zeit muss Mundlos schon angefangen haben, Bomben zu bauen. Für Mundlos, den Hobby-Chemiker, eine verlockende Herausforderung. Ein anderer Rechtsextremist jagt sich bei einer ähnlichen Bastelei selbst in die Luft, erzählt König.

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Das erste Anschlagsziel des Trios: ein von portugiesischen Gastarbeitern bewohntes Haus in Stadtroda. Der Sprengsatz detoniert jedoch nicht, der Zünder ist gestört. Mundlos muss noch üben. Weitere mit Hakenkreuzen versehene Bomben mit einigen Gramm TNT oder Attrappen finden sich an der Autobahn, am Nordfriedhof und vor dem Theater. Im Januar 1998 kommt die Jenaer Polizei der Granatenwerkstatt in einer Garage im Stadtteil Burgau auf die Spur. Die drei werden jedoch nicht verhaftet.

Das Ilmenau-Kolleg wundert sich, dass der gute Schüler plötzlich nicht mehr zum Unterricht kommt. Schulleiterin Barbara Globsch erzählt, dass man noch einen Mahnbrief verschickt habe. Doch das Schreiben kommt als unzustellbar zurück.

Das Neonazi-Trio ist zu diesem Zeitpunkt bereits untergetaucht. Freunde des Thüringer Heimatschutzes organisieren eine Wohngemeinschaft in Zwickau. Viele in der rechtsextremen Szene wissen, dass sich die Terrorzelle in Sachsen eingenistet hat; Neonazis dichten sogar ein Heldenlied auf sie. Ein Spezialeinsatzkommando des Thüringer Landeskriminalamts hat 1998 noch die konkrete Chance, die Gruppe, die sich nun „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nennt, aufzugreifen. Doch die Aktion wird aus noch unbekannten Gründen kurzfristig abgeblasen.

Auf dem Grab des früheren Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Berlin detonieren zwei Sprengsätze. Ein Jahr später starten Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt eine Serie von mindestens 14 Banküberfällen in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

Die Bluttaten beginnen am 9. September 2000 am Rand von Nürnberg. Gegen 15 Uhr wird der türkische Blumenhändler und Familienvater Enver S. in einem Lieferwagen niedergestreckt – durchsiebt von neun Kugeln aus zwei Pistolen. Bis 2006 folgen acht weitere ausländische Kleinunternehmer. Auch der Mord an der 24-jährigen Heilbronner Polizistin Michèle K. könnte ein gezielter Anschlag des Trios gewesen sein. Zwischen den Nazi-Terroristen und der Familie der Beamtin soll es enge Verbindungen gegeben haben.

Warum all diese grausamen Morde? Jenas Stadtjugendpfarrer Lothar König klammert sich an seine Keramiktasse, die Knöchel treten weiß hervor. Die Illegalität muss Mundlos und seine Komplizen in den Wahnsinn getrieben haben, sagt er. „Ich habe selbst einmal einen Ausländer für drei Jahre ins Kirchenasyl aufgenommen. Wer so etwas tut, sperrt sich selbst lebenslang ins Gefängnis.“ Kein Kontakt zur Außenwelt – keine Freunde, keine Sonne, nur psychischer Terror. „Die einzige Rechtfertigung, warum man noch am Leben ist, ist das Morden.“

Das Ende von Mundlos und Böhnhardt passt in diese krude Logik: Nach einem Banküberfall im thüringischen Eisenach verstecken sich beide Männer in einem Wohnmobil. Die Polizei kommt den Tätern auf die Schliche, umzingelt den Wagen. Mundlos, so die Erkenntnisse des Bundeskriminalamts, schießt erst seinem Kumpel in den Kopf und legt dann Feuer in dem Wagen. Anschließend richtet er die Waffe gegen sich selbst. Mundlos, der ehrgeizige Ideologe, ist bis zuletzt Herr über Leben und Tod. Auch über sein eigenes.

* Namen geändert

Fotos: picture alliance/BKA/OTZ

Cihat Cakmak | Mo, 13. März 2017 - 17:21

Bitte andern sie den Bericht vom Selbstmord Mundlos und Böhnhard. Mittlerweile sollte jedem in Deutschland klar sein, dass unser unantastbare Verfassungsschutz bis zur Halskrause in den Fall verwickelt ist und sich die Ereignisse vom 4.11. sich nie so abgespielt haben können. Ich könnte an die Decke gehen. In was für einem Land leben wir eigentlich, dass der breiten Bevölkerung so ein Märchen aufgetischt wird?

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