Abwahl von Volker Kauder - Ein politisches Erdbeben

Neue Führung für die Fraktion von CDU/CSU: Ralph Brinkhaus löst den langjährigen Amtsinhaber Volker Kauder ab – gegen den Willen von Angela Merkel und Horst Seehofer. Mit dieser Wahl ist das Machtsystem der Kanzlerin endgültig Geschichte. Es stehen unruhige Zeiten bevor

Angela Merkel und Volker Kauder
Mit Volker Kauder als Fraktionsvorsitzenden verliert Angela Merkel einen der wichtigsten Unterstützer / picture alliance

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Alexander Marguier

Das ist nicht weniger als ein politisches Erdbeben: Mit 125 zu 112 Stimmen hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Nach 13 Jahren im Amt ist Volker Kauder damit, man kann es nicht anders sagen, vom Hof gejagt worden. Denn diese Wahl ist keine wie jede andere: Es galt ja bereits als kleine Sensation, dass überhaupt jemand gegen den 69 Jahre alten Baden-Württemberger antritt. Und nun das! Schon eine Niederlage mit einem auch nur halbwegs respektablen Ergebnis für Brinkhaus wäre ein deutliches Signal gewesen. Denn nicht nur hatten sich die Vorsitzenden beider Unionsparteien, Angela Merkel und Horst Seehofer, ausdrücklich für Kauder ausgesprochen, ebenso wie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Die spektakuläre Niederlage Kauders findet auch noch unmittelbar vor entscheidenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen statt. Und in beiden Bundesländern stehen CSU beziehungsweise CDU laut Umfragen alles andere als gut da. Trotzdem hat dieses Argument nicht für eine Disziplinierung sorgen können.

Misstrauensvotum gegen Merkel

Kauders Abwahl ist vor allem Breitseite sowohl gegen Angela Merkel wie auch gegen Horst Seehofer. Der unionsinterne Streit wegen der Migrationspolitik im Sommer, und jetzt noch das komplett verunglückte Krisenmanagement in Sachen Hans-Georg Maaßen: Da muss sich sehr, sehr viel Unmut aufgestaut haben bei den Bundestagsabgeordneten, deren Wahlverhalten eine gezielte Insubordination darstellt. Insbesondere für die Bundeskanzlerin ist dieser 25. September, der mit einer Gardinenpredigt durch den BDI-Vorsitzenden Dieter Kempf auf dem Tag der deutschen Industrie begonnen hatte, ein absolutes Desaster. Die Wahl des nordrhein-westfälischen Finanzpolitikers Brinkhaus ist nichts anderes als ein Misstrauensvotum gegen Merkel. Der 50 Jahre alte, bisherige Fraktionsvize hatte in einem Statement zwar angekündigt, auch nach der Wahl mit Angela Merkel vertrauensvoll zusammenarbeiten zu wollen. Aber das hatte er natürlich in Erwartung seiner eigenen Niederlage gesagt. Jetzt stellt sich vielmehr die Frage: Wie soll die Kanzlerin mit einem Fraktionschef zusammenarbeiten, der gegen ihr ausdrückliches Votum gewählt wurde?

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Heinrich Niklaus | Di, 25. September 2018 - 18:50

GG Art 67 (1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur dadurch aussprechen, daß er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt und den Bundespräsidenten ersucht, den Bundeskanzler zu entlassen.

Michaela Diederichs | Di, 25. September 2018 - 18:51

Genau das braucht es - unbeschriebene Blätter, die nicht durch das System Merkel beschädigt sind. Nur diese können das Vertrauen der Menschen wieder herstellen. AKK, Laschet, Bouffier, Günther und und und - alle segeln im Windschatten der Kanzlerin und werden mit ihr untergehen. Herrn Brinkhaus gratuliere ich: er hat Mut - genau wie Herr Maaßen. Hab ich nicht noch vor kurzem geschrieben: Neue Männer braucht das Land? Da sind sie.

passt - nach Aussage des Herrn Brinkhaus nicht einmal zwischen Frau Merkel und ihn, das macht nur misstrauisch. Alles eine wohlkalkulierte Schau, als Unmutsventil? Ich jedenfalls sehe da noch nicht "den neuen Mann" nach der Aussage. Ein "neuer Mann" hätte wohl m mindestens einen dicken Aktenordner zwischen sich und ihr! Denn so trägt er all ihre kapitalen Fehler ja mit, wie soll da ein Neu- oder Andersanfang aussehen. Statt Vertrauen schafft das noch mehr Mißtrauen. Und "gläubig" bin ich nicht - also erst einmal Taten!

Ich weiß nicht einmal, ob ich bei dieser Frage lachen oder weinen kann. Jedenfalls erinnert mich das ganze an 1989, wo Honecker abgewählt wurde und sein Nachfolger Egon Krenz mit den ganzem linken Spektrum lauthals verkündete, dass er "die Wende einleiten werde". Erst will ich positive Taten sehen, bevor ich "Gott Danke", denn du sollst keine anderen Götter anbeten ;-)

Was Herr Brinkhaus bislang von sich gegeben hat, lässt leider nichts Gutes erwarten.

Maria Fischer | Di, 25. September 2018 - 19:16

Danke alle CDU/CSU Abgeordnete, die dieses Wahlergebnis ermöglicht haben.
Macht weiter, lasst die Menschen nicht alleine.
Bleibt bei ihnen. Es sind gute Menschen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 27. September 2018 - 09:20

In reply to by Maria Fischer

denn offensichtlich hat diese Partei auch Mühe, ihre eigenen Wähler noch zu erkennen, ein kleines Nebenprodukt dessen, dass um Merkel medial und politisch ständig eine europäische und globale Aura geschaffen wurde als mächtigste Frau der Welt, ergänzen, dass es sich um Millionen Menschen in Deutschland handeln könnte.
Selbst wenn es weniger im Westen wären, als die, die damals in der DDR um Befreiung vom Joch im eigenen Land zitterten und dann FRIEDLICH siegten, zusammen sind es m.E. mehr, also so manches kleine europäische Land Einwohner hat.
Das Ergebnis sind die zu beobachtenden Kultur- und Grabenkämpfe in Deutschland, wobei ich die Menge der im sagen wir linken Lager dazu Willigen für sehr viel geringer halte, als die Medien uns glauben machen wollen.
Umgekehrt ist die AfD evtl. nur ein kleiner Ausdruck derer, die im Stillen hoffen, dass Merkel endlich zu ihrem Ende findet.
Dies zeigt uns, wie stark die parlamentarische Demokratie und der demokratische Konsens im Land ist.

Budde Peter | Di, 25. September 2018 - 19:25

gerecht werden, wenn sie ENDLICH abtreten würde ! Der Scherbenhaufen, den sie in der Union, in Deutschland und in der EU hinterlassen hat ist unübersehbar : Atomausstieg, teuerster Strompreis der Welt, Abschaffung der Wehrpflicht, Marginalisierung der eigenen Partei und der SPD, Wahlhelferin der AfD, Brexit, gescheiterte Euro-Rettung, Staatsverschuldung, Masseneinwanderung von Nichtintegierbaren und Islamisten, steigende Kriminalitätsrate, Spaltung der Gesellschaft bis in die einzelnen Stammtische und Familien, vollständige Isolierung in der EU, Abkoppelung von den USA, Streit mit Rußland, Anbiederung an islamische Diktaturen wie Türkei, Saudi-Arabien und Iran, Islamisierung des Landes, ....
Am deutschen Merkel-Wesen, soll wieder die Welt genesen ! Es reicht ! Die Offiziere der MS Deutschland fangen an zu meutern, nachdem das Schiff den syrischen Eisberg gerammt hat und die AfD-Kapelle "Näher mein Gott zu dir" anstimmt und auf die Wahlen in Bayern und Hessen hofft ! Dank Merkel !

Ich habe absolut nichts mehr gefunden was da noch hinzu zufügen wäre.... super

Zwischen diese "Abrissbirne und Brandstifterin" Merkel und Herrn Brinkhaus passt - nach seinen eigenen Worten - "kein Blatt Papier". Das lässt (nach anfänglicher Hoffnung auf Besserung) nicht viel Gutes erwarten. Vielleicht ist das nur ein Versuch, das Debakel bei den Wahlen in Bayern und Hessen einzudämmen. Politik eben = das schmutzige Geschäft. Herrn Brinkhaus habe ich geschrieben "Es gibt nichts Gutes - außer man tut es!" Wenn die richtigen Taten folgen, dann revidiere ich gern meine Einschätzung.

HUbert Sieweke | Di, 25. September 2018 - 19:25

Trotzdem bin ich überzeugt...genau überlegen, ob sie dann die Groko schleift, denn nach heutigem stand wären nicht nur 50 Mandate futsch, sondern auch die netten Ministerposten, Oppermann und all die Staatssekretäre, Autos, Referenten und Mitarbeiter. An all dem heftet so viel Klebstoff, dass ein Brechen unmöglich erscheint. Nur die Joblosen, wie Kevin oder Ralph, werben für den Neuanfang.

Frank Niedermayer | Di, 25. September 2018 - 19:35

Es wäre wirklich an der Zeit, dass dieses Elend, das sich Bundesregierung nennt, ein Ende findet. Es wäre wirklich an der Zeit, dass diese Bundeskanzlerin ihren Hut nimmt und geht. Und es wäre an der Zeit, dass der Eindruck der Gesetzlosigkeit, der Bankrott-Erklärung des Staates, wie durch Herrn Schäuble geschehen, in der Frage der Durchsetzung des Rechtsstaates bei Abschiebungen, durch ein deutliches Signal bekämpft würde. Doch nichts davon wird passieren. Oder doch? Nur wann? Wann wird es endlich so weit sein?

Bernd Wollmann | Di, 25. September 2018 - 19:51

Für das, was diese Frau in den letzten Jahren angerichtet hat, verdient sie vieles, aber keinen Abgang in Ehren. Der pure Selbsterhaltungstrieb der CDU/CSU-Abgeordneten scheint noch vorhanden zu sein, aber ob sie sich trauen, Merkel offen zu kritisieren, ist zu bezweifeln. Jagen sie Mutti vom Hof, verliert die AFD ihre beste Wahlhelferin...

Dimitri Gales | Di, 25. September 2018 - 19:58

Das kann schon sein, zumal Merkel sich an ihren Kanzlersessel festkrallen wird, aus Selbstbehauptung und wohl auch, weil sie meint, mit ihren Talenten (sie sagte mal tatsächlich, dass sie welche hätte!) das Volk beglücken zu müssen und unersetzlich zu sein.
Fraglich, ob sie den Kreuzgang, der jetzt folgt, aushalten will/kann, oder eine Notlösung anstrebt, wie etwa Neuwahlen. Das Ganze war schon seit langem vorhersehbar, Merkel hielt sich bis 2015, weil keine besonderen Vorkommnisse das Land erschütterten, das Exportgeschäft sehr gut läuft und ein Grossteil der Presse nahezu gleichgeschaltet ist. Nun kommt unausweichlich das dramatische Stück "Merkel-Dämmerung". Endlich!

Norbert Heyer | Di, 25. September 2018 - 20:06

Die Frau, die angeblich alles vom Ende her denkt, muss jetzt schnell Umdenken. Die Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion hat endlich die Faust aus der Tasche genommen. Aber täuschen wir uns nicht - Frau Merkel wird unbeirrt weiter zum Schaden für unser Land weitermachen. Sie wird niemals sang- und klanglos aufgeben. Diese Frau hat eine Mission zu erfüllen, wird Werk ist noch nicht vollendet. Noch niemals hat eine Politikerin einen größeren Flurschaden verursacht, wie diese unscheinbare Person, die alle und alles unter Kontrolle hatte. Ist bestimmt sehr interessant, die jetzt stattfindenden Absetzbewegungen ihrer bisherigen Bewunderer zu beobachten. Es ist immer das gleiche Spiel zu allen Zeiten. Wenn mächtige Menschen langsam im Aufzug nach unten fahren, wird es einsam um sie und alle werden versuchen, sie für alles Negative verantwortlich zu machen. Aber in diesem Fall werden viele sie nach unten begleiten, die Menge der Dauerklatscher, Fans, Dulder und Wegbereiter ist einfach zu groß.

Bernd Lehmann | Di, 25. September 2018 - 20:11

Sie sagte , sie hat die "veröffentlichte" Reaktion nicht erwartet.Die "veröffentlichte" war, wenn jemand so schlecht war, warum wird er dann befördert. Das war die SPDLINKSGRÜN Meinung, offeriert von Tagesschau und Konsorten. Die öffentliche Meinung war, warum eigentlich jetzt Maassen dafür geradestehen muss, das Merkel gelogen hat. Und man versucht die Fliehkräfte innerhalb der SPD zu minimieren. Aber sie haben recht, die SPD krallt sich an jeden Strohhalm, Oppermann hat schon angefangen.

Beat Leutwyler | Di, 25. September 2018 - 20:13

... in der CDU, wenn es seit 1973 nie einen Gegenkandidaten gegeben hat, und man die heutige Weisheit von Angela Merkel als ihr Kommentar nimmt, "das ist die Stunde der Demokratie".

Wenn der Autor also von politischem Erdbeben und von Aufstand schreibt, sollte er sich einmal bei einer Bildungsreise zeigen lassen, was Demokratie bedeutet.

Ich schlage den Weg Richtung Süden vor - ausserhalb der EU.

Elisabeth Ellermann | Di, 25. September 2018 - 20:31

Diese Entscheidung der Delegierten hin zu mehr Demokratie und eigener Verantwortung in der eigenen Partei macht hoffentlich den Weg frei für insgesamt mehr Debattenkultur und Austausch. Die besten Ideen und Maßnahmen zum Schutz und zum Wohle der deutschen Bevölkerung sind gefragt. Abstimmungssklaven der Kanzlerin hoffentlich Geschichte.

Mathias Trostdorf | Di, 25. September 2018 - 20:39

Es wird sicher nicht besser in der Zeit nach Merkel. Dazu haben sie (und die, deren Interessen sie vertritt) in den letzten Jahren zuviel Schaden angerichtet, und Fakten geschaffen, die sich nicht wieder rückgängig machen lassen.
Trotzdem muß Merkel weg.
Denn sie steht für diesen katastophalen Irrweg.

Joachim Wittenbecher | Di, 25. September 2018 - 21:05

Die Aussage von Merkel, die Abwahl Kauders sei eine Niederlage, ist so ziemlich der unintelligenteste Satz, den man von sich geben kann. Zeigt er doch, dass Merkel ihre Regierungsfähigkeit nur mit einem Fraktionsvorsitzenden gesichert sieht, der ihre Interessen in der Fraktion widerspruchslos durchsetzt. Diese Sichtweise stellt die demokratischen Grundprinzipien auf den Kopf: die Abgeordneten - auch die der Regierungsfraktionen - sollen die Regierung kontrollieren. Merkel sieht das offenbar umgekehrt. Der heutige Paukenschlag - die Abwahl Kauders - stellt die Dinge aber noch lange nicht wieder auf die Füße. Fatal wäre, wenn der neue Fraktionsvorsitzende Brinkhaus ständig seine Ergebenheit gegenüber Merkel beweisen müsste oder wollte.

Martin Böhm | Di, 25. September 2018 - 21:21

" Trotzdem hat dieses Argument nicht für eine Disziplinierung sorgen können."
Das ist es doch gerade was die Leute satt haben., ständig müssen die Abgeordneten der Parteidisziplin folgen, da es ständig irgendwo brennt. Erst die Eurorettung, dann die Flüchtlingskrise, bei der letzten Wahl das Debakel, dann eine "Causa Maaßen", wäre sie von den Medien und der SPD nicht so hochgespielt worden, kaum jemand interessiert. Nun dieWahlniederlage von Kauder, höchste Zeit, würde ich sagen. Solche Ja-Sager, schaden dem Land.

Dr. Roland Mock | Di, 25. September 2018 - 21:31

Weitgehend wenig beachtet wird in den bisherigen Einschätzungen, daß die Abwahl Kauders auch eine Klatsche für die CSU ist. Deren Granden Seehofer und Dobrindt hatten sich - zu meinem Entsetzen- gegen Brinkhaus und damit für Merkel ausgesprochen. Und: Ein vergleichsweise unbedeutender Abgeordneter aus der zweiten Reihe kauft dem vergleichsweise mächtigen Seehofer den Schneid ab. Der wieder einmal gekniffen hatte. Und zu allem Überfluß diesmal auch richtig danebengelegen hatte. Schätze mal, wieder ein Punkt weniger für die CSU bei der Landtagswahl.

Sepp Kneip | Di, 25. September 2018 - 22:12

Eine Kanzlerin, die sich derart selbst demontiert wie Merkel, muss von der Legislative gestoppt werden. Wenn sie dann auch noch der eigenen Partei einen solchen Schaden zufügt, der diese in der Wählergunst immer tiefer fallen lässt, muss die Partei handeln. Hier war es jetzt nicht der Parteitag, sondern die Fraktion.

Endlich hat man begriffen, dass es in Deutschland de jure noch eine Gewaltenteilung gibt, die jedoch von Merkel mit Füßen getreten wurde, Der bisherige Fraktionsvorsitzende hat mit getreten und sich und die Fraktion von Merkel entmachten lassen. Gute Zusammenarbeit zwischen Fraktion und Regierung o.k. Aber als Legislative der Exekutive unterwürfig zu dienen, nein. Wo das hingeführt hat, wenn eine Kanzlerin praktisch zur alternativlosen Staatsratsvorsitzenden wird, bekommt man sowohl bei der Union als auch beim Koalitionspartner plastisch vor Augen geführt. Aber auch ganz Deutschland hat diese Kungelei schrecklich geschadet. Hoffentlich markiert das jetzt eine Wende.

Michaela Diederichs | Di, 25. September 2018 - 22:55

"Zwischen uns passt kein Blatt Papier" - so Herr Brinkhaus in Richtung Merkel. Ich ziehe meine Gratulation zurück. Es wird ein neues Gesicht präsentiert und es geht weiter so. Ist es den LTW geschuldet? Ein Versuch, die Karre noch schnell aus dem Dreck zu bekommen? Sieht so aus.

schwebt wieder drohend über zwei Spitzenpolitikern wie vor 20 Jahren über Lafontaine und Schröder, zwischen denen es kurz vor der Bundestagswahl ebenfalls keinen Platz hatte ("kein Blatt passt zwischen uns, wie Zwillinge"). Kaum ein halbes Jahr im Amt machte sich Lafo mit hinterhältigen Argumenten gegen seinen Papierblatt-engen Partner davon... Bleibt nur das Geheimnis, ob der Brinkhaus diesen damaligen Papier-Vergleich nicht kannte oder ihn jetzt bewusst in clever-teuflicher Absicht wieder hervorgebracht hat. Wer weiß, vielleicht macht sich ja Merkel nach den kommenden beiden Landtagswahlen auf und davon, wenn die Ergebnisse für die Union katastrophal ausfallen...

liebe Frau Diederichs, nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen.
Lesen Sie einfach mal nach, wo überall dieser Satz schon "nach hinten losging".

Per L. Johansson | Di, 25. September 2018 - 23:08

Wirklich erschreckend finde ich, was im Zuge dieser Ereignisse auch der breiten Öffentlichkeit bewußt wird.
Seit 1973 gab es bei der Wahl zum Unionsfraktionsvorsitzenden nicht einmal einen Gegenkandidaten?
Die werten selbsternannten Verteidiger der Demokratie praktizieren diese intern also gar nicht?
Vielleicht bin ich altmodisch, aber eine Wahl ohne Auswahl ist für mich keine. Punkt.
Das war bisher wohl eine Showveranstaltung. Erst die „Nominierung“ durch die Machthaber, dann anschließende Akklamation durch die Abgeordneten.
Letztere folglich nicht als freie Volksvertreter tätig, sondern als ein von Mandaten abhängiges, leicht zu disziplinierendes Stimmvieh.
Verglichen damit ist selbst die Papstwahl ein Hort der gelebten Demokratie.
Und ausgerechnet diese Unionsleuste erdreisten sich, jene, die ihnen ihre Stimme nicht mehr zur freien Verfügung überlassen wollen, als Antidemokraten zu verunglimpfen?

Christa Wallau | Di, 25. September 2018 - 23:34

Allein die Tatsache, daß ich das verkniffene Gesicht dieses Merkel-Lakaien jetzt nicht mehr so häufig sehen muß, hat mich dazu veranlaßt, heute abend eine Flasche Wein aufzumachen und mit meinem Mann auf ein hoffentlich baldiges Verschwinden von Angela Merkel anzustoßen.
Man soll ja die Feste feiern, wie sie fallen, und
vor allem: Auch kleine, freudige
Anlässe muß man unbedingt gebührend zelebrieren, wenn man ein glücklicher Mensch werden will!

Brigitte Simon | Mi, 26. September 2018 - 00:42

Alexander Marguiere titelt "Ein politisches Erdbeben".
Das liest sich wunderschön und weckt Hoffnung.
Sicher ist, daß Kauders Abwahl sie in das tiefe Loch - zumindest heute - blicken läßt. Fakt ist auch, ein
früherer Gegenkanditat Kauders hätte längst des-
sen Reißleine zuerschneiden können. Macht Brink-
haus den Wegbereiter für Merkels Niedergang? Da-
zu benötigt er mutige Politiker. Doch wo holen und
nicht stehlen?
Seit der Bundestagswahl 2017 wurde Merkels Re-
gierungszeit häufig totgesagt. Welch falscher Op-
timismus. Wie heißt es treffend "Totgesagte le-
ben länger".Merkel begreift in ihrem narzisstische-
egomanischen Machthunger nicht, daß sie ohne
starken Rückhalt in der deutschen Wählerschaft
gescheitert ist. Ihr intolerantes Freund (Flüchtlinge
der Islam) versus Feind (deutsche Bürger) - spaltet
Deutschland, macht uns zu Fremden in unserem Heimatland.
Merkels unberechenbare Stärke erhebt sie zum Pri-
mus inter pares.

Merkels Coups sind so ausgefuchst, daß selbst ihre Verhandlungspartner nichts davon wissen, was sie denkt.
Wir haben es in Deutschland, in Europa, weltweit, mit einer Gleichzeitigkeit von Un-
gleichzeitigkeitigen zu tun, die härter aufeinanderprallen als jemals zuvor. Merkel
hat versagt, diesen Effekt von uns fernzuhalten

Stefan Zotnik | Mi, 26. September 2018 - 07:45

Ich freue mich wirklich sehr über dieses Wahlergebnis.

Die Kanzlerin tritt die Wertebasis ihrer Partei seit einer langen Zeit - nicht erst seit September 2015 - mit Füßen.

Egal was versucht wurde, ihr war nicht beizukommen.

Nun scheint man in CDU-Kreisen endlich einen Weg gefunden zu haben, die teilweise autoritär herrschende- mit freundlicher Unterstützung des bisherigen Fraktionschefs Kauder - und mitunter für eine CDU erschreckend linke Inhalte vertretende Angela Merkel in die Schranken zu weisen.

ES WIRD HÖCHSTE ZEIT!

#nichtmeineKanzlerin

Jens Rotmann | Mi, 26. September 2018 - 08:05

Der Anfang vom Ende der Merkel-Politik. Jetzt noch der Satz : "Ich liebe euch doch alle".............. und dann ab in die Uckermark.

Thorsten Rosché | Mi, 26. September 2018 - 08:23

Merkel wurde heute von der Partei, die volle Unterstützung und das Vertrauen ausgesprochen. Wenn man bei der CDU auf der Abschussliste steht, wird noch kurz vorher das Vertrauen ausgesprochen - das macht Hoffnung auf ein baldiges Ende !

Heidemarie Heim | Mi, 26. September 2018 - 08:35

Sehen ähnlich wie ihre Kollegen von der SPD ihre Felle und Karrieren in der Partei davon schwimmen. Nothing else! Die große Vorsitzende und ihr Adjudant konnten sich allzu sicher sein solange sie für Mehrheiten, Regierung und somit für die Sicherung und Aussicht dieser Karrieren sorgten. Doch jetzt war angesichts der sich abzeichnenden Gefahrenlage wohl Schluss mit lustig und man legte eine volle Notbremsung hin.
Da waren einem gehörigen Teil der Fraktion wohl das eigene Hemd doch näher als das Kleid der ohnehin scheidenden Kanzlerin. Auch ist dieser Vorgang mal wieder exemplarisch für die mit oberlehrerhaft getroffenen Fehleinschätzungen vonseiten unserer Medien und Demoskopen,die sich ebenso als Abnickverein in Merkellandum in Beflissenheit betätigten. Erste "aufbauende" Reparaturartikel für die einzelnen Image-Baustellen treten bereits in Erscheinung.Ob und inwieweit sich mit dieser Schadensbilanz namentlich Vertrauensverlust ein Land weiterregieren lässt bleibt weiter offen.FG

Brigitte Miller | Mi, 26. September 2018 - 08:43

"Nach einem öffentlichen Fehlereingeständnis in Sachen Maaßen ist dies der vorläufige Höhepunkt ihres Niedergangs."
Es war zwar ein Fehlereingeständnis, aber klar erkennbar eins, das Frau Merkel selber nützen sollte.
Sie hat nicht "„zu wenig an das gedacht, was die Menschen zu Recht bewegt, wenn sie von einer Beförderung hören“, sondern der SPD und den Grünen nachgegeben. Eine echte Entschuldigung wäre gewesen, wenn sie die Voreiligkeit bei den "Hetzjagden von Chemnitz" bedauert hätte.

Alfred Kastner | Mi, 26. September 2018 - 08:54

Es gibt ein rätselhaftes Paradox in Deutschland namens Angela Merkel. In der Öffentlichkeit ist Uneitelkeit ihre Waffe, mit der sie die Sympathien der Bevölkerungsmehrheit einheimst. Normalerweise müsste das Ende ihrer Kanzlerschaft jetzt absehbar sein.
Und doch steht Merkel über dem Ganzen, so als ob sie mit der Regierungskrise und der aufgrund ihrer Flüchtlingspolitik zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung nichts zu tun habe. Das ist die seit 18 Jahren bestens bewährte „Methode Merkel“. Diese Frau geht mit einer Unbeirrtheit ihre Wege, als laufe sie auf feinstem Asphalt. Wer glaubt, dass Angela Merkel sich von der Abwahl Kauders beeindrucken lässt, unterschätzt ihren machtpolitischen Willen.
Mit Merkel können es, was ihre machtpolitische Intelligenz anbelangt, nur wenige aufnehmen. Sie ist die „Jägermeisterin“ der Macht.
Wer sich mit ihr anlegt oder es wagt, ihr zu widersprechen läuft Gefahr, als ihre politische „Jagdtrophäe“ zu enden. Demnächst vielleicht auch Ralph Brinkhaus.

Ich hoffe Sie behalten nicht recht. Totgesagte leben oftmals länder als man denkt. Eine Schlüsselrolle kommt den Mainsreammedien zu. Allederdings mein Eindruck auch hier brökelt es.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 26. September 2018 - 09:10

Gegner der GroKo steht eine mindest so starke konservative Opposition in der CDU als Gegner der GroKo gegenüber. Nur mal überlegt.
Das Wetter könnte auch umgeschlagen sein für die Position einer Andrea Nahles.
Merkel als eher "links" von Nahles stehend, machte evtl. über diese ihre Politik, ohne dass es zu bemerken war, einfach durch Willfährigkeit und "Hin- und Herschieben einer Schachfigur".
Ich sah bei Merkels Entschuldigung vor allem eine innere Freude darüber, dass sie es genauso wie Nahles begründete, als berechtigter Unmut über mehr Geld für Herrn Maassen.
Da interpretiert schon Nahles evtl. etwas einseitig, Merkel aber eigentlich nicht wie eine Kanzlerin der Union.
Wann war sie das denn überhaupt einmal?
Diese Freude, die ich bei Merkel gesehen habe ist m.E. einer Kanzlerin unwürdig und deutet eher auf Politik als persönliche Ab/neigung.
Persönliche Politik, um nicht zu sagen, privat empfundene habe ich bei Merkel immer gesehen, Meilen entfernt von politischem Standpunkt

Christoph Kuhlmann | Mi, 26. September 2018 - 09:17

erholen. Die CDU hätte es genauso nötig um sich über ihren Kurs klar zu werden und eine neue Führungsmannschaft zu etablieren. Auf den ersten Blick drängt sich weder im Kabinett noch in den Ländern jemand auf. Ein gemäßigter Kompromisskandidat ohne Kanzlerbonus wird kaum geeignet sein die Talfahrt zu beenden. Wie dem auch sei, auch ein Wolf würde erstmal im Schafspelz auftreten um alle Flügel der Partei hinter sich zu bringen. Neuwahlen dürften zu weiteren Verlusten der Regierungsparteien führen. Insofern wird diese Koalition noch eine Weile halten, es sei denn die SPD stürzt weiter in den Umfragen ab.

Holger Kit | Mi, 26. September 2018 - 09:21

Es wurde Zeit ! Denn jemand der seinen Souverän, das Volk, den Wähler, beschimpft, weil inzwischen eine Mehrheit eine andere demokratische Partei wählen oder wählen wollen, hat keinen Platz in dem Haus wo ebendieser Souverän nach bestem Wissen und Gewissen vertreten werden soll. Noch weniger wenn man weiss, dass ein guter Teil dieser Wähler ehemals aus den eigenen Reihen kommen. Schämen muss sich ausschliesslich Herr Kauder für seine permanenten Beleidigungen gegen die Wähler und Oppositionsparteien !

helmut armbruster | Mi, 26. September 2018 - 10:13

Merkel klebt bemerkenswert fest an ihrem Stuhl. Ob dieser Zwergenaufstand das Lösungsmittel für den Merkel-Kleber ist, wird sich herausstellen.

Hallo Herr Armbruster,

dieser "Zwergenaufstand" genügt nicht. Nicht mit Herrn Brinkmann.
In den Medien war zu lesen, Herr Brinkmann informierte Merkel d e v o t
von seiner Kanditatur. Nach seiner Wahl äußerte er mehrmals in die Mi-
krofone der Journalisten "zwischen Merkel und ihm passe kein Blatt Pa-
pier". Erneut devot. Diesen Spruch formulierten bereits Schröder und La-
fontaine. Wieviel Papier doch Platz fand, den Ausgang kennen wir.
Merkels Modellierfähigkeiten sind unendlich. Für die Haltbarkeit Ihrer Mo-
delle sind 1000-1500 Grad erforderlich, das übersteht keiner, ihr gefährlich
werdender Gegenkanditat.

gabriele Bondzio | Mi, 26. September 2018 - 10:30

wo ich Ihnen zustimme, Herr Marguier. Aber auch wenn sich vielleicht viel Unmut bei den Abgeordneten aufgestaut hat. Immerhin werden sie unter Dauerbeschuss (in einigen grundlegenden Themen) ihrer Wähler stehen. Kann ich noch kein Ende im Machtsystem der Kanzlerin sehen. Bestenfalls einen kleinen Schritt in Richtung, die Krusten zu lockern. Die Wahl war geheim. Der Angstfaktor (letztes Beispiel für gängige Praxis-Maaßen) gering einzuschätzen. Welche Optionen, Brinkhaus, zur Verfügung stehen ungeklärt. Letztendlich ist doch vielen politisch Funktionären, das Hemd näher als Rock bzw. Hose. Das sieht man immer wider, dass sie sich nach ihrer aktiven Phase ganz anders äußern, als im Dienst handeln.

Jens Rudolf | Mi, 26. September 2018 - 10:34

Ich stelle mir vor, wie Brinkhaus und die Abgeordneten der CDU (selbst erschrocken) gerade geschlossen zu Merkel laufen und sich entschuldigen. Anschließend wird (Merkel sitzend, der Rest stehend) besprochen, wie das System Kauder unter neuen Namen weiter laufen kann.

Henning Magirius | Mi, 26. September 2018 - 14:48

In reply to by Jens Rudolf

Herr Rudolf, ich mußte noch lange nach der Lektüre Ihres Kommentars lachen. Dabei konnte ich mir sehr gut unseren Wahlkreis-CDU-Abgeordneten in der Truppe stehend vor Merkel vorstellen...

Ronald Lehmann | Mi, 26. September 2018 - 11:11

Irgendwie ein Wiederspruch bei der Einordnung von Herrn Seehofer. "Gegen den Willen von A.Merkel & H.Seehofer"!? Also doch bloß alles Show & ein Interessenvertreter der Politik allah Frau Merkel. Da wählt doch bitte lieber das Orginal, auch wenn man in manchen Dingen anders denkt. Aber dieser Politacker muss mal ganz tief umgegraben werden, damit auch die Verkrustungen verschwinden und der Acker mit "Liebe & Demuth" vom Volke bestellt & geerntet werden kann. Und zwar in einer sozialen Marktwirtschaft, keiner Staatsmonopolistischen Gesellschaft, wo wenige über die Gedanken, Regeln & Bedingungen über die Mehrheit des Volkes bestimmen (Und wo das Volk nur noch Wähler & Konsument ist).

Brigitte Simon | Mi, 26. September 2018 - 12:30

Auch dieses Erdbeben wird Angela Merkel aussitzen. Natürlich ist Kauders Abwahl für sie ein großes Fiasko.
Sie jedoch wird dieses im Schutz ihres Teflonpanzers nach der Devise "was mich nicht umbringt, macht mich stark", überleben.
In 2 Schubladen ihres Schreibtisches lauern 2 ver-
schiedene Skripten. Eine mit der obligatori-
schen, auf Jahre hinaus, Dankesrede für Kauder,
eine mit Gratulation für Brinkhaus. Sollte sie
wider Erwarten die Vertrauensfrage stellen, aber
verlieren, steht ihr Plagiat Kramp-Karrenbauer
in den Startlöchern. Merkel zieht weiterhin im
Hintergrund die Strippen.

Günter Johannsen | Mi, 26. September 2018 - 12:58

Merkel wird ihren Sessel nicht freiwillig räumen. Kann sie es gar nicht, weil sie einen (Partei-)Auftrag verfolgen muss?! Ist das etwa jene Partei, die veranlasst hat, Hubertus Heil, aus der Stasi-Gedenkstätte fristlos zu entfernen (zersetzen = O-Ton Stasi) unter dem politisch-motivierten Vorwurf des Sexismus, den man jedem "Klassenfeind" unterschieben könnte?!!
Haben die SED/MfS-Revanchisten schon wieder Oberwasser?

Günter Johannsen | Mi, 26. September 2018 - 16:27

In reply to by Günter Johannsen

Ein Ende mit Schrecken ist für unser Land besser, als ein Schrecken ohne Ende!
Entweder: die CSU löst sich endlich von dieser Merkel-CDU, die der SED immer ähnlicher wird. Sonst ist die absolute Mehrheit weg auf Dauer. Wenn die CSU nicht in den üblen Geruch der Linken Einheitsfront kommen will, muss sie sich JETZT von Merkels linker Gurken-Truppe trennen!
Oder der CDU gelingt es, sich Merkels zu entledigen … auch das wäre eine gute Variante für unsere freiheitliche Demokratie in Deutschland?!

Armin Latell | Mi, 26. September 2018 - 13:42

Mag sein, dass das mehr ein Schuss in als vor den Bug war, trotzdem wird Merkel das angeschlagene, schlingernde Schiff kaum freiwillig verlassen. Und selbst wenn, freiwillig oder gezwungen, wer könnte den eingeschlagenen Kurs wieder korrigieren, die gespaltene Gesellschaft wieder einen, wer wollte das überhaupt, und vor allem, wie könnten die angerichteten Schäden auch nur ansatzweise behoben werden? Wer hätte die Stärke und den Willen, den Verwerfungen in der EU, ausgelöst durch Merkel, entgegenzutreten, die totale Schieflage in der Finanzpolitik der EZB gegen Macron und andere zu korrigieren, das Verhältnis zu Russland und den USA wieder aufzubauen und und und? Noch ist es wohl nicht so weit. So oder so, Merkels Hinterlassenschaft stinkt nicht nur zum Himmel, sie ist giftigster Sondermüll, den
man nicht einfach irgendwie verklappen kann. De wird sehr lange Zeit kontaminiert sein, der Steuerzahler wird in vielerlei Hinsicht lange dafür bezahlen müssen.

Robert Friedrich | Mi, 26. September 2018 - 13:45

Wo ist bitte das Erdbeben? Das ist doch eher nach dem Prinzip "Beten und Hoffen". Die eine Seite, lass es zu Ende gehen und die andere ,lass es noch 13 Jahre dauern.

Frank Rech | Mi, 26. September 2018 - 13:47

Mit der überraschenden und knappen Abwahl von Volker Kauder hatte die Unionsfraktion eigentlich wohl selbst nicht gerechnet. Jetzt befindet sich diese knappe Mehrheit soz. in der Brinkschuld. Ob sie das wirklich will und ob das alles durchdacht war oder ist?
Wie dem auch sei: eine Wechselstimmung in Deutschland ist zwar m.Er. unabweisbar. Aber aus dieser Krise werden die unterschiedlichsten Schlüsse gezogen. Und diese Krise ist nicht nur "politisch", sondern geht tiefer. Es geht um Identität.

Wolfgang Lang | Mi, 26. September 2018 - 14:08

Endlich haben wir die Antwort, was es mit den CDU-Abgeordneten auf sich hat. 125 haben noch Restbestände von Eiern in der Hose. 112 sind auf dem Niveau von Honeckers Volkskammer angekommen. Also geistig vollkommen ausgemerkelt. Thema erledigt.

Ulrich Zischewski | Mi, 26. September 2018 - 15:17

es geht weiter wie bisher nur mit neuen Köpfen und wir werden von den dringend wichtige Themean abgelenkt
Bmerlekemnswert ist es dass alle MSM den Wahlvorgang als erd been beschreben warum tun die das??? sind jetzt alle aufgeregt? Nein diese Blätter wollen nur ein Hype über ein Thema machen das keines ist und Mutti kommt gestärkt aus der Klemme lasst euch nicht verarschen und im Übrigen lest Sun Tzu ...

Arne Bruhn | Mi, 26. September 2018 - 15:50

Bei der Nachricht über die überraschende Wahl des Herrn Brinkhaus keimte erst Hoffnung auf es könnte sich wirklich etwas ändern. Doch die Äußerung von ihm "Zwischen Frau Merkel und mich passt kein Blatt Papier" zerschlug sie sofort wieder, so kann nur ein Merkel-Klon reden, der wie sie denkt und handelt. Es hat offenbar noch nicht genug Warnschüsse geben - es sei, denn er meint, so ein Wort sei opportun.
Dann fehlte die Wahrheit, die es dringend braucht.
Schade. Vertrauen gewinnt die CDU so jedenfalls nicht. Blender und Heuchler haben wir schon zu viele.

RA Ullrich Dobke | Mi, 26. September 2018 - 18:00

Ja ich wünsche mir, das ein solches Beben die SPD mal erschüttert! Aber die Hoffnung darauf ist trügerisch. Es ist, wie es ist bei der SPD:
Die Metzgerin ruft. Die Augen fest geschlossen / Das Kalb marschiert mit ruhigem festen Schritt.
Frei nach Bertold Brecht

Kostas Aslanidis | Do, 27. September 2018 - 06:31

Das fortschrittliche Europa in ein Arabien verwandelt. Und was machen die Deutschen? Nibelungentreue bis zum Untergang. Sie bricht alle Gesetze in der EU, hat das Land gespaltet, Kriminalität in ungeahnten Höhen, Unsicherheit allerorten, Hass gegen Russland mit faschistischen Zügen wie damals. Und die deutsche Presse ist die allergrößte Schande. Kriegshetzer.

Gottfried Meier | Do, 27. September 2018 - 08:20

Merkel ist erdbebensicher. Die müsste schon der Teufel holen.

Ronald Lehmann | Do, 27. September 2018 - 15:36

Für mich wäre ein Erdbeben, wenn bei der nächsten Wahl die AFD mit einer konservativen Partei zusammen die Mehrheit stellen würde, um wirkliche volksnahe Politik & Volksabstimmungen zu machen. Aber: Selbst wenn Sie die Mehrheiten hätten, wären Sie in der Lage, die sich angehäuften Verwerfungen zu berichtigen? Eine wirkliche unabhängige Medienlandschaft, wo jede Sichtweise zum Ausdruck kommt. Eine Justitz, die unabhänig von Politik ist und die hier lebende Wertegemeinschaft zur einer Sippengemeinschaft formt. Meine Glaube daran ist leider verloren gegangen wie der frühere Gedanke, dass sich die politische & kirchliche Obrigkeit ohne Druck, sondern nur mit Argumenten, sich von unten erneuern kann. Sorry