Unionsparteien in der Krise - Mehr CSU wagen!

Die CDU befindet sich im Sinkflug. Der offene Disput mit der bayerischen Schwesterpartei und die umstrittene Flüchtlingspolitik der Kanzlerin treiben der AfD die Wähler zu. Deshalb sollte die CSU bundesweit kandidieren, allerdings nicht gegen, sondern mit der CDU

CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer bei einer Klausur der Unionsparteien
Schert die CSU aus? Angela Merkel und Horst Seehofer bei einer Unionsklausur / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z. Sein aktuelles Buch „Wolfgang Bosbach: Endspurt. Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte” ist im Herbst 2016 erschienen.

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Hugo Müller-Vogg

Nicht wenige Kommentatoren behaupten, das Verhältnis zwischen CDU und CSU wäre noch nie so schlecht gewesen wie heute. Nun ja: Wer das behauptet, scheint all die Familienzwistigkeiten vergessen zu haben, die zum Mit- und Gegeneinander der „Schwesterparteien“ gehören wie innerfamiliäre Streitigkeiten unterm Weihnachtsbaum. Zur Erinnerung: Als sich im Juni 1976 CDU und CSU mühsam auf Helmut Kohl als Kanzlerkandidaten geeinigt hatten, ließ Franz Josef Strauß ins gemeinsame Kommuniqué schreiben, dass die CSU ihn, Strauß, unverändert für den „geeigneten Kandidaten“ halte.

Mit Kohl erreichten die Unionsparteien dann im Herbst 1976 ausgezeichnete 48,6 Prozent. Kohl wurde dennoch nicht Kanzler, weil die FDP treu an der Seite der SPD blieb. Der „geeignete“ Möchtegern-Kanzler Strauß wütete einen Monat später in seiner berüchtigten „Wienerwald-Rede“: „Kohl, den ich nur im Wissen, den ich trotz meines Wissens um seine Unzulänglichkeit um des Friedens willen als Kanzlerkandidaten unterstützt habe, wird nie Kanzler werden. Er ist total unfähig, ihm fehlen die charakterlichen, die geistigen und die politischen Voraussetzungen. Ihm fehlt alles dafür.“ So viel zur guten alten Zeit.

Schwesternkrieg wäre besonders brutal

Was lehrt uns das? Dass CDU und CSU sich öfters ohne Sinn und Verstand streiten. Dass sie aber nüchtern genug sind, es lieber weiterhin mit dem unbequemen Partner zu versuchen, als getrennt gegen Rot-Rot-Grün und AfD unterzugehen. Deshalb wird es vor der Bundestagswahl nicht zum offenen Bruch samt einer Ausdehnung der CSU auf das restliche Bundesgebiet und einen Einmarsch der CDU im Freistaat kommen.

Denn das bedeutete einen gnadenlosen Kampf – von Wahlkreis zu Wahlkreis und von Bundesland zu Bundesland. Überall konkurrierten CDU und CSU um Erst- und Zweitstimmen. Da es leichter ist, Stimmen aus dem bürgerlichen Lager für sich zu gewinnen als bisherige SPD- oder Grünen-Wähler zu überzeugen, würden CSU und CSU im selben Teich fischen. Aus der Geschichte wissen wir, dass Bruderkriege besonders brutal und blutig geführt werden. Das wäre bei diesem Schwesternkrieg nicht anders. Die Formel, „aufeinander einschlagen, gemeinsam siegen“, kann deshalb nicht aufgehen.

Gemeinsam neue Wähler gewinnen

Gleichwohl würde es – jedenfalls theoretisch – sinnvoll sein, wenn die CSU auch außerhalb Bayerns auf dem Stimmzettel stünde. Dann könnte sie all die Wähler einsammeln, denen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin ebenso missfällt wie die sozialdemokratische Sozial- und die grüne Energiepolitik der CDU. Und die, die ihre „alte CDU“ vermissen und deshalb bereits zur AfD abgewandert sind oder mit diesem Gedanken spielen. Umgekehrt hätte eine noch deutlicher sozialdemokratisierte, grün imprägnierte CDU die besten Chancen, bei den „modernen“ Wählern links der Mitte zu gewinnen, was sie rechts der Mitte an die CSU verliert.

Bei der vergangenen Bundestagswahl hatte die CSU – aufs Bundesgebiet umgerechnet – 7,4 Prozent erhalten, die CDU in den übrigen 15 Bundesländern 34,1, zusammen 41,5 Prozent. Heute liegt die CSU allen Umfragen zufolge bundesweit auch bei rund 7 Prozent, die CDU aber nur noch bei ungefähr 23 bis 25 Prozent. Könnte die CSU im Bund auf Kosten der AfD jedoch ihren Stimmanteil auf 12 Prozent erhöhen, stünden die Unionsparteien insgesamt besser da als mit ihrer bisherigen Aufstellung. Denn ihr gelänge eine optimale Ausschöpfung ihres Wählerpotentials – links wie rechts der Mitte. Soweit die Theorie.

Keinen Wahlkampf gegeneinander führen

Funktionieren könnte das aber nur, wenn CDU und CSU dies auch wirklich wollen. Die neue „friedliche Koexistenz“ sähe dann so aus: Die CSU träte außerhalb Bayerns mit Landeslisten an, die CDU nähme das hin. CSU-Wähler außerhalb Bayerns könnten demnach mit der Erststimme die Kandidaten der Schwesterpartei wählen; nicht ein einziges CDU-Direktmandat ginge auf diese Weise verloren. Auch der organisatorische Aufwand hielte sich in Grenzen. Da die CSU bereits im Bundestag vertreten ist, müsste sie für die Einreichung ihrer außerbayerischen Landeslisten keine Unterschriften sammeln. Listen aufstellen, Listen beim Bundeswahlleiter einreichen – fertig.

Wenn beide C-Parteien klug vorgingen, einigten sie sich darauf, keinen Wahlkampf gegeneinander zu führen. Die CSU müsste sich zudem verpflichten, auf ihren Landeslisten außerhalb Bayerns nur solche Kandidaten zu nominieren, die bisher nicht Mitglieder der CDU waren. Bei der CDU nicht zum Zug gekommene Bewerber um eine Nominierung könnten also nicht „überlaufen“ und einen „Rachefeldzug“ gegen die CDU führen. Es läge nahe, dass die CSU auch außerhalb Bayerns bekannte CSU-Politiker auf die ersten Plätze ihrer nicht-bayerischen Landeslisten setzt. Eigene Landeslisten sicherten der CSU zudem zusätzliche Medienauftritte und verstärkten so die Unions-Präsenz in Talkrunden und ähnlichem außerhalb Bayerns.

Keine Chance ohne Risiken

Nichts im Leben hat nur Vorteile. Falls die CSU außerhalb Bayerns Stimmen einsammelt, wird der Anteil der CDU etwas kleiner. Daran könnte selbst ein Antreten der CDU in Bayern nur wenig ändern. Selbst wenn die CDU im Freistaat auf 15 Prozent käme, wäre das – umgerechnet auf den Bund – ein überschaubares Plus von gut zwei Prozentpunkten. Mit anderen Worten: Ein Antreten der CSU mit nicht-bayerischen Landeslisten würde die CDU unter Umständen einige Mandate kosten. In jedem Fall wäre das Gewicht der CSU im Bundestag im Verhältnis zur CDU dann größer.

Wie gesagt, es gibt keine Chance ohne Risiken. Aber sicher ist auch: Sollten CSU und CDU völlig zerstritten in die Wahl ziehen, ohne gemeinsame(n) Kanzlerkandidatin(en) und mit sich teilweise widersprechenden Wahlprogrammen, wäre das eine Konjunkturprogramm für die AfD und würde zudem Rot-Rot-Grün helfen. Ein mit der CDU abgestimmtes Antreten der CSU außerhalb Bayerns wäre freilich keine Garantie für einen Unionserfolg – aber jedenfalls eine Alternative zum kollektiven Selbstmord der beiden Schwestern.

 

Zu diesem Artikel gibt es eine Umfrage
Cicero arbeitet mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Civey erstellt repräsentative Umfragen im Netz und basiert auf einer neu entwickelte statistischen Methode. Wie das genau funktioniert, kann man hier nachlesen. Sie können abstimmen, ohne sich vorher anzumelden.
Wenn Sie allerdings  direkt die repräsentativen Ergebnisse – inklusive Zeitverlauf und statistische Qualität – einsehen möchten, ist eine Anmeldung notwendig. Dabei werden Daten wie Geburtsjahr, Geschlecht, Nationalität, E-Mailadresse und Postleitzahl abgefragt. Diese Daten werden vertraulich behandelt, sie sind lediglich notwendig, um Repräsentativität zu gewährleisten. Civey arbeitet mit der Hochschule Rhein-Waal zusammen.

Arndt Reichstätter | Mi, 5. Oktober 2016 - 12:03

Besser sollte sich Bayern von der Bundesrepublik abspalten und wieder ein souveränes Land werden.

Noch besser wäre die Zersplitterung Bayerns in souveräne Gemeinden und Stadtstaaten.

Am allerbesten wäre die komplette Auflösung des Staates und die Schaffung einer Privatrechtsordnung.

Über den freien Markt wäre weltweite Kooperation möglich. Und über Steuerwettbewerb wäre eine Eindämmung von autoritären bayrischen Stadtstaaten gesichert.

Wir brauchen radikale Veränderungen und keine marginale Korrektur der Parteienbuchstabensuppe.

Frank Goller | Mi, 5. Oktober 2016 - 12:10

Ich denke die "Merkel" CDU ist aktuell out of order. Würde die CSU bundesweit antreten, lägen beide Parteien bei ca. 16% - das ist meine Prognose als Ex CDU/FDP Wähler. Bayern wäre für die Merkel CDU eine sogenannte Nullnummer !

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 5. Oktober 2016 - 12:17

Wie erstaunlich scharfsinnig, diese Bemerkungen von Franz-Josef Strauss über Helmut Kohl. Geht das entsprechend folgende Strauss-bashing eigentlich auf die Medienstrategen um Kohl zurück? Dann war es ja schon damals schwer, sich so einer politischen Person zu entledigen.
Ihr Papier ist vor allem getragen vom Wunsch, Rot-Rot-Grün zu verhindern, was ich Ihnen nicht verdenken kann.
Allein, Ihre klugen Berechnungen stellten die Wähler bislang auch so an.
Wir haben noch anders als zu Strauss´ Zeiten jedoch einen so erheblichen Bruch seitens der Kanzlerin zur CSU und wenn man mich fragt auch zur CDU, dass Koalitionsstrategien in Bezug auf die CDU/CSU m.E. nicht weiterhelfen.
Nur wenige Menschen möchten Merkel als Kanzlerin. Sie ist für Konservative unberechenbar geworden.
Nur tritt sie selbst nicht zurück, was aber m.E. durchaus auch dem Politikgebaren Kohls entspricht.
Um Deutschlands Willen mache ich mir Gedanken um die Zukunft der CDU/CSU, die ohne Merkel in der Tat Zukunft hätte.

Die Überlegungen des Herrn Müller-Vogg sind wenig hilfreich.

Auch diejenigen Wählerinnen und Wähler, die zur AfD) abgedriftet sind, bewegt die problematische Entwicklung innerhalb von Deutschland und überdies in Europa.

Nachdem es zur sogenannten neoliberalen Politik, die in Wahrheit eine kalt-kapitalistische ist, kein Pendant mehr gibt (sofern es dies wirklich gegeben hat), entwickelt sich unser Land und auch die Europäische Union insgesamt in eine Richtung, die Kleinen Leuten, also insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, große Sorgen bereitet.

Währenddessen werden die Reichen und Superreichen immer reicher und nutzen ihre Finanzmacht zur Regierungsbeeinflussung.

Weshalb jemand in einer solchen Situation eine rot-grün-rote Bundesregierung verhindern möchte, erscheint unerfindlich.
Eine solche Koalitionsregierung müßte allerdings eine andere, sozial-gerechtere Weichenstellung vornehmen als etwa die Schröder-Fischer-Regierung. Dies wäre ein leiser Hoffnungsschimmer.

"Weshalb jemand in einer solchen Situation eine rot-grün-rote Bundesregierung verhindern möchte, erscheint unerfindlich."

Keineswegs. Auch "kleine Leute" sind halt meist nicht rettungslos dumm und wissen genau, das es bei rot oder rotrotgrün am Ende allen sehr viel schlechter geht, auch ihnen.

Yvonne Walden | Do, 6. Oktober 2016 - 14:54

In reply to by Martin Lürßen

Unterstellt, Herr Martin Lürßen zählt zu den Oberen Zehntausend dieser Republik.
Dann müßte er alles tun, um die sogenannten "staatstragenden" Parteien CDU, CSU, SPD, FDP und gewissermaßen auch die AfD zu verteidigen, sozusagen um des kapitalistischen Machterhalts willen.
Gehört Herr Lürßen jedoch nicht zu den Reichen und Superreichen, die nicht selbst arbeiten müssen, sondern lediglich ihr Kapital für sich arbeiten lassen, sollte er sich mit Alternativen zu den kapitalorientierten Parteien umschauen, die gegenwärtig die Richtlinien der Politik bestimmen.
Und da könnte sich eine rot-grün-rote Bundesregierung durchaus anbieten, wenn diese wirklich beabsichtigt, eine neue, gerechtere Einkommens- und Vermögensverteilung zu realisieren.
Dies wäre doch ein Hoffnungsschimmer, oder?

Hallo,
sehe ich auch so. Außerdem freue ich mich, dass Sie das Wort "neoliberal" anwenden, was bisher, seit ich Cicero lese, in noch keinem Artikel gelesen habe. Dabei ist es gerade, wie Sie auch schreiben, diese Politik, die man nur mit Sorge betrachten kann.
Rot-Rot-Grün könnte ich sehen, aber solange alle zwei (Linkspartei distanziert sich von neoliberal und Krieg) nicht auch von neoliberal grundsätzlich distanzieren und Hartz 4 wieder auflösen, wird es so weiter gehen. Auch ein Ende der Militarisierung muss eingeleitet werden, damit endlich andere Länder in Frieden leben und sich entwickeln können, was, wie es aussieht, die westl. Welt ganz und gar nicht will. Man stelle sich vor: Ein starkes Afrika, geeint und selbständig, wirtschaftlich auf hohem Niveau, Sozialstaaten (nach altem europäischem Vorbild)und ohne neoliberale und kriegerische Tendenzen....Der Himmel auf Erden.

Christoph_Kuhlmann | Mi, 5. Oktober 2016 - 12:36

wäre bei bundesweiten 20% für die CSU weitgehend entschieden. Merkels Migrationspolitik wäre ohne weitgehende Ausschaltung des Konservativismus in Deutschland undenkbar. Das Monopol der CDU/CSU in dieser Frage zerbricht bereits. Eine konservative Partei mit sozialem Gewissen wäre im Bund eine echte Marktlücke. Der braune Rand der AfD stößt wahrscheinlich ebenso viele potenzielle Wähler ab, wie die mangelnde Professionalität dieses gärigen Haufens. Allerdings weiß das die Parteivorsitzende der CDU. Ihr ist vermutlich klar, dass eine Zustimmung zu diesem Plan höchstwahrscheinlich mit einer politischen Niederlage einhergeht. Insofern wird man sich scheibchenweise annähern ohne das Frau Merkel verbal von ihrer Politik abrücken muss. Horst Seehofer wird auf die politischen Inhalte verweisen und die Bedeutung der CSU betonen. Ob das für die bayrische Landtagswahl reicht, hängt ebenso von der Bedeutung der Zuwanderungsfrage für die Wähler ab, wie der Ausgang der Bundestagswahl.

Herbert Trundelberg | Mi, 5. Oktober 2016 - 12:42

MV meint auch der Wähler wäre ....... nun ja lassen wir das. Der Wähler weiß doch das da in Bayuvarien gebrüllt wird wie ein Löwe um anschließend als Bettvorleger um ein paar Pöstchen bettelnd zu den Schwarzen Sozialisten zu kriechen.

Christa Wallau | Mi, 5. Oktober 2016 - 12:54

Wahrscheinlich würde dieses taktische Manöver den Unionsparteien auch nicht mehr viel nützen. Jede Menge desillisionierter Bürger haben es satt, als "Stimmvieh" betrachtet zu werden, dem man vor den Wahlen etwas Futter hinwirft und noch mehr verspricht, um es dann hinterher wieder völlig zu ignorieren. Sie sind der taktischen Spielchen überdrüssig.
Die CSU hat bisher viel gebrüllt und gedroht, aber nichts wirklich getan, um die Schwesterpartei auf den Weg zurück zu bringen, den konservative Wähler von beiden
Parteien erwarten.
Viele Menschen sagen sich inzwischen: Die AfD
mag eine unausgegorene Sammlungsbewegung sein, etwas Schlimmeres, als es die GROKO mit ihrer Kanzlerin angerichtet hat, können die uns nicht antun. Zumindest kann es mit unverbrauchten Leuten in einer neuen Partei die dringend notwendige "Normalisierung" der deutschen Politik geben, wie sie in a l l e n anderen Ländern Europas gang und gäbe ist:
Die Interessen des eigenen Volkes genießen
Vorrang!

Die AfD ist keine unausgegorene Sammlungsbewegung, sie ist die Stimme der Ängstlichen, derer, die in der vermeintlichen Auflösung des Nationalstaates ihren persönlichen Untergang sehen, weil sie zu wenig Selbstbewusstsein und Mut haben und daher wie alle Nationalisten nach der Zugehörigkeit zu einem Volk dürsten, auf dass sie sich größer fühlen als sie tatsächlich sind. CDU und CSU sollten sich klar gegen den Nationalstolz positionieren, auch in den eigenen Reihen, um der völkischen Blödheit von AfD und Pegida zu begegnen und denen den Stolz auf Demokratie, Grundgesetz, Antifaschismus und Freiheit beizubringen. Würde auch den Konservativen gut zu Gesicht stehen.

Die Auflösung des Nationalstaates ist nicht "vermeintlich", sehr geehrter Herr Matzerath, sondern handfest /real. Was vor der Euro-Einführung schriftlich garantiert wurde, nämlich die Finanzhoheit jedes einzelnen Mitgliedstaates in der EU, ist - illegal u. undemokratisch! - zu Makulatur geworden:
Deutsche haften jetzt für die Schulden anderer Europäer!

Was, bitte, ist unter dem Begriff "Nationalstaat" noch zu verstehen, wenn die eminent wichtige Finanzhoheit schon futsch ist???

Es geht im übrigen keineswegs um "Nationalstolz und völkische Blödheit", sondern vielmehr um NATIONALE INTERESSEN und das RECHT AUF SELBSTBESTIMMUNG, Herr Matzerath. Dies sind b e r e c h t i g t e Anliegen, auf die a l l e Völker, welche sich nicht der Selbstaufgabe verschrieben haben, peinlichst genau achten.
Bevor die AfD kam, hatten viele Deutsche allerdings diese wichtigen
Anliegen aus den Augen verloren, und bis heute glauben Menschen wie Sie anscheinend, darauf verzichten zu können. Ich nicht.

eigentlich meist als sehr scharfsinnige politische Persönlichkeit.
Frau Merkel meinte um diese Debatten herumzukommen, eigentlich nocht nicht einmal mit ihrem mantra des Alternivlosen, sondern damit, dass der Bürger sich schon fügen würde in das, wozu m.e. eher ihr nichts anderes einfällt.
Völlig unterbewertet hat sie zudem, was man ihr allerdings als DDR`lerin nachsehen könnte, das Bildungsniveau der westdeutschen Bevölkerung, zu dem der Osten mittlerweile aufgeschlossen hat, der jedoch die Erfahrung mitbringt, evtl. solche Politiker einmal von der Macht verjagt zu haben, die sie alternativlos besetzt hatten.
Eigentlich fasziniert mich derzeit der Mut und das Aufbegehren der deutschen Bevölkerung. und diesmal hat er eine klare Adresse: Frau Merkel.
Und ich würde anfügen, das Problem reduziert sich fast auch nur auf Merkel.

CDU und CSU sollten sich wie alle Parteien zunächst einmal als Vertreter des eigenen Volkes präsentieren und auch entsprechend handeln. Denn dazu wurden sie gewählt. Das hat soviel mit "völkischem Nationalismus" zu tun wie Adenauer mit Zitronenjoghurt. Die Nation ist nach wie vor der einzige Garant von Demokratie und Sozialstaat. Das sollte sogar den Multikultibesoffenen Linken einleuchten.

Es wird sich noch herausstellen, wer hier dumm ist, sehr geehrter Herr Matzerath. Die sog. Überwindung der Nationalstaaten läßt außer acht, daß
Menschen neben ihrer familiären Geborgenheit eine ü b e r s c h a u b a r e
staatliche Heimat brauchen, die ihnen nicht nur etwas gibt, sondern der sie
umgekehrt auch verpflichtet sind. Je größer eine Einheit ist, umso
mehr schwinden Solidarität und innerer Frieden, die für jeden Staat essentiell wichtig sind. Das ist theoretisch und praktisch erwiesen.
Im übrigen geht es n i c h t um S T O L Z, weder um Nationalstolz, noch um Stolz auf Demokratie, Grundgesetz, Antifaschismus und Freiheit.
Vielmehr geht es um V E R N U N F T, die auf Klugheit und Erfahrung fußt.
"Völkische Blödheit von AfD und Pegida" - ach ja, geschenkt!
Überall gibt es Blöde, evtl. auch bei den Menschen, denen Sie sich zugehörig fühlen. Da kann man mit dem gleichen Recht von "weltbürgerlicher Naivität" oder "gefährlichem Realitätsverlust" (Verrücktheit) reden.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 11. Oktober 2016 - 11:23

In reply to by Christa Wallau

möchte ich anfügen, dass ich mir nicht das Recht herausnehme, in dieser Art Merkels Politik zu bewerten.
Ich sage aber ganz offen, dass ich unter schwersten politischen Ängsten leide, dass die Politik von Frau Merkel evtl. nicht in einem politischen Sinne "zurechnungsfähig" wäre.
Bei Schröder hatte ich diese Befürchtungen nie, jedoch in Bezug auf die Hartz-gesetzgebung, die Befürchtung, dass Schröder sie nicht wirklich, vor allem in Bezug auf die Unternehmerseite richtig einschätzte.
Reguliert wurden m.E. in Deutschland vor allem die Arbeitnehmer, dereguliert in ihren Pflichten die Arbeitgeber.
Diese Schuld der rot-grünen Politik gegenüber der Bevölkerung wurde bislang nicht beglichen.
Sie bewegt sich jedoch im Rahmen von Politik.
Merkels Einladung an die Welt evtl. nicht mehr.
Ich persönlich vermag bei ihr keine Dimension zu entdecken, mit der sie sie ausfüllen könnte.
Aber ganz sicher wird man sie ihr "andichten".
In diesem Fall machen allerdings m.E. Kleider keine Leute.

Zumindest bei uns in Hessen. Die neuen Mitglieder fallen nicht vom Himmel, sie kommen aus allen Parteien, vorzugsweise der CDU + FDP. Bei den Versammlungen sieht man die gleichen Gesichter wir früher im CDU Ortsverein, Mittelständler, Anwälte, Handwerker, die von rechter Gesinnung so weit entfernt sind wie die Erde von der Sonne. Rechts und Links kenne ich ohnehin nur aus dem Strassenverkehr. Es gibt gute und schlechte Politik.

Karola Schramm | Do, 6. Oktober 2016 - 13:48

In reply to by Frank Goller

Hallo.
Die AfD ist ja auch von unzufriedenen CDU-FDP-lern gegründet worden.

Bedenken Sie bitte auch, wie leicht es ist, in einer neuen Partei einen Posten zu bekommen, der sich am Ende auch auszahlt. So hat es Merkel gemacht, Gauck auch und viele andere, die jetzt in der AfD sind ebenfalls. Hans Olaf Henkel, mit der AfD ins Europa-Parlament, dann ausgetreten wegen F.Petry. Seinen gut bezahlten Posten hat.

Wie wahr ist Ihr Beitrag, Frau Wallau! Für mich ist dieser Staat unter der Frau Merkel zu IRRLAND geworden! Man kann nehmen was man will, ihre Nach-Fukushima-Panikreaktion, die Banken"rettung", die Eurokrise, die Griechenland"rettung" und nun ihre noch panischere "Alle sind Willkommen-Aktion" Alles ohne Sinn und Verstand, von Vernunft gar nicht zu reden. Jeder - auch die CSU - kann bei einem Zusammengehen neben oder mit dieser "CDU" nur verlieren.
Aus dieser Partei (u. den Medien) wurde den Demonstranten in Dresden vorgeworfen, gepöbelt zu haben. Nicht lange her, da hat der akademisch gebildete Herr CDU-Generalsekretär Dr. (!) Peter Tauber gesagt "Wer gegen Merkel ist, ist ein A....loch!" (der Herr sprach das Wort ganz aus) Wen verwundert es, wenn (vielleicht) weniger Gebildete sich auf dieses Niveau hinaufbegeben? Als "dummer" Wähler möchte man doch so ein wenig dazugehören.
Ich habe meinem CDU-Landesverband in Schl.-H. mitgeteilt, daß ich als Wähler nicht mehr zur Verfügung stehe

Cornelius Angermann | Mi, 5. Oktober 2016 - 13:00

Ihr Vorschlag funktioniert nicht, denn die Bürger sind nicht mehr so blöd zu glauben, dass sich dann an der CDU-Politik irgendetwas ändern würde. Sie würden dieses durchsichtige Manöver, das nur dem eigenen Machterhalt dient und Merkel eine erneute Kanzlerschaft bescherte, die weiterhin ihre Politik gegen die Bürger betreiben will, sofort durchschauen. Darüber hinaus hat Seehofer ja schon mehrfach gezeigt, dass er zwar starke Worte absondert, aber keine Taten folgen lässt. Stattdessen ist er vor Merkel noch stets wieder eingeknickt. Damit hat er seine Glaubwürdigkeit, für einen deutlich anderen als den Merkelkurs zu stehen, längst eingebüßt.

Für die CSU würde sich allerdings etwas ändern: sie verlöre ihre Mehrheit in Bayern und müsste zukünftig mit einer bayrischen CDU koalieren. Aus wärs mit der Alleinherrschaft!

Und davor hat ein Seehofer gewiss mehr Angst als vor der AfD.

Sie haben's auf den Punkt gebracht. Als ich den Vorschlag las, der CSU die Rolle des AfD-Einsammlers zukommen zu lassen, habe ich lauthals gelacht. Das Volk mag ja blöd sein, aber sooo blöd? Der Vorschlag könnte von der Physikerin kommen: andere die Arbeit machen lassen und hinterher kassieren. Uns, dem blöden Volk, reicht die wahltaktische Verarsche schon so: man wählt A und bekommt dann B. Da brauchen wir nicht noch CSU wählen, um Merkel zu bekommen.

Ruth Teibold-Wagner | Mi, 5. Oktober 2016 - 13:11

Würde die CSU bundesweit antreten, dann würde die CDU im Gegenzug in Bayern antreten.

Das wäre das Ende der Herrschaft der CSU in Bayern. Denn die CSU würde Wähler an die CDU verlieren, die der CSU dann für die Mehrheit fehlen würden.

Der Verlust der Mehrheit in Bayern ist für die CSU ein Alptraum.

Die bundesweite Ausweitung wurde innerhalb der CSU x-mal diskutiert und jedesmal kam die Diskussion zu diesem Ergebnis.

Und dann ließ man jedesmal, nachdem die Sache durchdacht und durchdiskutiert wurde, die Ausweitung außerhalb von Bayern. Wegen eben dieser Konsequenz des Machtverlustes in Bayern.

Durch das Aufkommen der AfD hat sich daran nichts geändert.

Man kann es sogar so sehen:

Warum sollte die CSU sich außerhalb Deutschlands ausbreiten? - Da ist doch schon die AfD!

Martin Wienand | Mi, 5. Oktober 2016 - 13:15

Klar. Ein abgekartetes Spiel und nettes PR-Theater. Die CSU sammelt die Stimmen ein, die sonst zur AfD abgewandert wären. Zum Schluss kommen alle wieder in einen Topf, und der heißt CDU/CSU. Das heißt, auch mit der Stimmabgabe für die CSU wählt der Bürger Migration und Islam.

Robert Flag | Mi, 5. Oktober 2016 - 13:42

Die wichtigste Frage wird leider nirgends gestellt:
Wieso gibt es überhaupt eine Partei, die nur in Bayern gewählt werden kann? Den Bayern wird es verwehrt CDU zu wählen, während der Rest der Republik nach Bayern ziehen müsste, um CSU wählen zu dürfen. Der Vorteil für die Union besteht zweifelsfrei darin, daß in allen Fernsehdiskussionen stets zwei Vertreter sitzen. Aber wo ist der Sinn? Scheint niemanden zu interessieren. Ist so, und alle nehmen´s hin. Wie die Schafe.

Willy Ehrlich | Mi, 5. Oktober 2016 - 16:24

In reply to by Robert Flag

Das ist doch ganz einfach. Im Grunde ist die CSU der Landesverband Bayern der CDU. Nicht mehr und nicht weniger.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 5. Oktober 2016 - 18:20

In reply to by Willy Ehrlich

Alle Achtung.
Und jetzt hat es vielleicht auch Frau Merkel begriffen.
Könnten Sie, Herr Ehrlich dem zustimmen, wenn ich sage, dass Frau Merkels Attacke gegen die CSU sich ausgewachsen hat zum Kampf um die Übernahme der CDU.
Nicht als konservative Revolution, sondern evtl. im Interesse von Gruppen, die sich vor allem daran stören, dass die CDU noch Politik für die deutsche Bevölkerung macht.
Könnte sich nennen Globalisierung von Deutschland, wird von Merkel und evtl. dem European Council ... etc. aber geschickt verbrämt?

Robert Flag | Do, 6. Oktober 2016 - 09:46

In reply to by Willy Ehrlich

Das ist keine Antwort. Die SPD hat auch in Bayern einen Landesverband und kann trotzdem bundesweit gewählt werden.
Mir geht es einfach darum, daß wir uns viel zu sehr in Deteilfragen verstricken aber niemand die kranken Strukturen anfasst.
Warum gibt es z.B. 16 Bundesländer inkl. Hamburg & Bremen, die Unmengen für ihre Selbstverwaltung & Wahlkämpfe ausgeben ? Hätte man aus der DDR nicht nur ein einziges Bundesland machen können ? Warum ist Bildung immer noch Länder- und nicht längst Bundessache ? Die Idee der Bildungskonkurrenz hat sich längst überlebt. Warum ist Deutschland kein Einwanderungsland mit einer entsprechenden Quote ?
Die Welt verändert sich aber niemand packt die Probleme bei den Wurzeln. Es wird nur gewurschtelt und geflickschustert. Politiker wollen nur gewählt und dann nicht mehr belästigt werden. So werden aus Demonstrationen Pöbeleien. Und die Medien verbreiten es willfährig, weil auch sie kein Interesse an Veränderung haben.

Willy Ehrlich | Do, 6. Oktober 2016 - 14:37

In reply to by Robert Flag

Sie haben es noch nicht begriffen. Wenn sich in Bayern ein Landesverband "Sozialdemokratische Partei Bayerns" gebildet hätte, wäre die Situation möglicherweise ähnlich.

Ja, hätte. Hat aber nicht. Seien Sie ehrlich Hr. Ehrlich ! Sie wissen´s auch nicht ! Nehmen den Status Quo als gegeben hin anstatt ihn zu hinterfragen.

Dr. Klaus Eckhard | Fr, 7. Oktober 2016 - 08:38

In reply to by Robert Flag

16 Parlamente und deren gesamte Kosten, 16 Parlamentspräsidenten, Vizepräsidenten mit samt aller Pfründe, 16 Landesrechnungshöfe, 16 Landesverfassungsgerichte mit Gerichtspräsident und dessen Privilegien, 16 Lottodirektoren mit ihren exorbitanten Jahresgehältern.
Und warum man bei einem so universalen Gesetz wie dem Grundgesetz 16 mal ein Landesverfassungsgericht braucht, das die Verfassung landestypisch auslegt,wissen nur Politiker und Juristen.
Und ganz wichtig: die Bildung muss zum Bund.

Siegfried Stein | Mi, 5. Oktober 2016 - 13:59

Herr Seehofer lässt bestimmt schon ein verfassungsrichterliches Gutachten erstellen, dass ihm eigentlich die Kanzlerwürde zustehe, damit winkt er dann Frau Merkel zu, und lässt es danach in der Schublade verschwinden.

Sorry, Kopfgeburt.

Hans Page | Mi, 5. Oktober 2016 - 14:26

die aber nur Sinn macht wenn die Wahl für die CSU dann auch zu einer inhaltlich anderen Politik führen würde als die der gegenwärtigen CDU. Dabei muss man schon akzeptieren dass die CSU gegenwärtig mit der CDU überkreuz ist, weil die CSU überzeugt ist, dass die CDU die falsche Politik macht. Und nicht aus wahltaktischen Gründen, die praktisch auf Betrug am Wähler hinaus laufen würde. Der Grund warum die AfD gewählt wird ist ja nicht dass die Leute alle "rechts" sind, sondern weil sie grundsätzlich nicht mit Merkels Politik einverstanden sind und nicht wollen, dass die Merkel durch die Hintertür dann doch wieder da ist. Die Tatsache, dass inzwischen deklariert wird dass 80% der Wähler Merkels Politik wollen, einfach weil sie nicht AfD gewählt haben, zeigt dass die Politiker immer noch nicht kapiert haben dass die 20% für AfD nur die sind die alle Hoffnung aufgegeben haben. Daher ist für die AfD viel Raum nach oben, vor allem wenn die GK "Politiker" sich weigern zu kapieren was lost ist.

Gerdi Franke | Mi, 5. Oktober 2016 - 14:50

Das sind Träumereien eines Publizisten. Was nutzt es wenn die CSU konservative und nationale Stimmen sammelt und eine sture beratungsresistente Kanzlerin ihren Kurs trotzdem einfach weiterfährt? Dann sind die CSU-Stimmen weggeworfen bzw. werden sogar der Kanzlerin zuaddiert. Da ist es doch besser gleich AfD zu wählen!

Im übrigen ist die CSU auch nicht so konservativ wie oft behauptet wird. Eher ist sie populistisch, weil an der Mehrheit stark interessiert. 50+x war lange der Anspruch der CSU in Bayern, das geht nicht mit einer Politik gegen die Wähler. Die CSU ist auch nicht gegen Migranten. Bayern gehört zu den Ländern, die viele Zuwanderer, auch aus anderen Teilen Deutschlands, hervorragend integriert haben. Anders als etwa das Bundesland Berlin, das selbst Schwaben nicht integrieren kann. Wie soll das dann bei Ausländern funktionieren? Auch die niedrige Arbeitslosigkeit, auch bei Migranten, ist vorbildlich, etwa entgegen zu Berlin und dem Ruhrgebiet. Jedenfalls leben wir in politisch interessanten Zeiten und Merkels "Schlafwagen"-Politik funktioniert nicht mehr. Man wird sehen, ob sie sich neu erfinden kann oder ob das halt nicht mehr "ihr" Land ist. Was ich gerade wieder gelesen habe, sie scheint sich als "Kaiserin" der EU zu sehen. Ich denke, ein Fehlschluss.

Reinhard Rogosch | Mi, 5. Oktober 2016 - 15:34

Schlimm, ganz schlimm diese Denke! Dem Autor geht es nicht um politische Inhalte, nicht um eine solide zukunftsweisene Politik, sondern ganz einfach um Stimmenfang. Also, ich als Westfale wähle CSU und bekomme dann doch CDU. Wat soll dat?

Wilhelm Maier | Mi, 5. Oktober 2016 - 15:52

„ohne gemeinsame(n) Kanzlerkandidatin(en)“,
„ aber jedenfalls eine Alternative zum kollektiven Selbstmord der beiden Schwestern. „ das ist doch, im Grunde gesehen, was bei uns alles in den -chaos -wahl 2017 stürzen kann. Die -schlacht :“Was lehrt uns das? Dass CDU und CSU sich öfters ohne Sinn und Verstand streiten“Verstand? Streit ist nicht immer streit!. Da es zur zeit keine Opposition bei uns gibt, die etwas auf den weg reinbringen konnte und die (fast -diktatur ) zum Vernunft bringen, ist das „ in -gottes Hände“, weich ausgedrückt.
Auf „Kanzlerkandidatin(en)“ kommt es am ende an. Alles noch trüb für Fr. Merkel. Wahl in den USA, Bankenkrise, Flüchtlinge, und nicht nur, EU -zerfall -rettung. Frühere (nicht nur) Fehler in der Außenpolitik (-Abhörskandal), Kniefall, „oder Unterwerfung“gegenüber den USA, fast Kriegsrichtung (weißes Buch), Rettung ( oder auch "mithilfe?" bei -untergang Griechenland, Banken usw.) das alles aus meiner -sicht sollte nicht so weit getrieben worden sein.

Wilhelm Maier | Mi, 5. Oktober 2016 - 15:59

Warten wir ab noch ein Jahr. CDU ist für mich im freiem -fall. Obwohl ich CDU wiet- über 25 Jahren gewählt hab. Warum?. Na ja. Den glauben habe ich immer noch, das "auferstehen" wieder was bringt.
Die , die an diesem Politik- -geschäft tätig sing über 12-16 Jahren sind nicht mehr interessiert an dem, was wirklich dem Volk nahesteht. Und , die von „Kindergarten“ in die Politik gehen und immer noch da was zu sagen haben ( Elmar Brok, und auch xx-andere), erinnert mich an die KPDSU. Da war es auch lebenslänglich.
CSU oder auch CDU sollten „C“ nie vergessen (wie es zur zeit fast der -fall ist). Sonst ist -untergang vorprogrammiert. Hoffen darf ich doch.

Johann Kruse | Mi, 5. Oktober 2016 - 16:45

Die Überlegungen Herrn Müller-Voggs dürften rein akademisch bleiben. Jeder, der bis drei zählen kann, könnte ahnen, mit wem Herr Seehofer nach einer Wahl koalieren wird. Schon jetzt spitzt er trotz der Vergewaltigung konservativer Werte seit Monaten nur die Lippen ohne den Mut zu pfeifen. Was sollte sich nach einer Wahl ändern? Jede Stimme für CDUCSU würde Merkel an der Macht halten. Und die macht bekanntlich, was sie gerade nach Tagesform für richtig hält.

Walter Wust | Mi, 5. Oktober 2016 - 16:53

Solange außer der AfD alle anderen Parteien Merkel unterstützen, bleibt es wie gehabt. Die AfD sollte sich die richtigen Leute in Führungspositionen holen, Persönlichkeiten die über jeden "Naziverdacht" erhaben sind. Alles Andere ist Augenwischerei und dient nur dazu, Deutschland als Nation endgültig zu destabilisieren.

Christa Wallau | Fr, 7. Oktober 2016 - 11:34

In reply to by Walter Wust

Sie haben natürlich recht, lieber Herr Wust, wenn Sie schreiben
"Die AfD sollte sich die richtigen Leute in Führungspositionen holen",
aber genau d a s ist eben gar nicht so einfach!
Solche Leute wachsen nicht auf Bäumen oder stehen herum und warten darauf
gerufen zu werden.
Kluge, gestandene Männer und Frauen haben Beruf und Privatleben, die sie ausfüllen, ohne daß sie sich noch zusätzlich täglich mit Politik beschäftigen. Hinzu kommt, daß allen, die sich der AfD anschließen, der Wind derart mächtig ins Gesicht bläst, daß ihre bürgerliche Reputation auf dem Spiel steht. Da erfordert es schon enorm viel Opferbereitschaft, sich in den Dienst der Rettung eines Volkes zu stellen, das in seiner Mehrheit immer noch nicht begreift, wie schlimm die Lage ist.
Von mir z.B. kann ich sagen, daß ich aus Altersgründen und weil ich weiß, daß ich es gesundheitlich nicht verkraftete, das Ansinnen abgelehnt habe, für Parteiämter in der AfD zu kandidieren. So dürfte es vielen Alten gehen. Leider.

Clara Schwarze | Mi, 5. Oktober 2016 - 18:11

Dieser Vorschlag geht gar nicht. Das wäre "gelenkte Demokratie", und zwar plumber, als in Russland. Also wirklich. Nein. Die Merkel-CDU will keine konservative Partei mehr sein und dann soll sie es jetzt auch lassen und ihr Projekt schwarz-grün verfolgen und die Konservativen freigeben. Daraus können dann sich auch wieder neue Lager bilden, die vielleicht sogar zeitgemäßer sind. Schwarz-grün-(gelb) ist dann das neue globalistische Lager, während dagegen ein konservativ-bodenständiges sich rot-rot annähern könnte. Dafür müssen alle zwar ein bisschen schlucken - aber es passt auf den zweiten Blick ganz gut und ist auf jeden Fall sinnvoller, als eine künstliche Riesen-Union, die sich nichts mehr zu sagen hat.

Stefan Riedl | Mi, 5. Oktober 2016 - 18:33

Laut GMS sind aktuell 38 % der Wahlberechtigten Nichtwähler/Unentschlossene. Laut einer heute veröffentlichten Umfrage wäre die CDU in Sachsen bei der Bundestagswahl um 5 1/2 % schlechter als bei einer Landtagswahl - obwohl Landtagswahlen gemeinhin als Protestwahlen gelten.

Sowohl die Nicht- als auch die Jedenfalls-nicht-Merkel-Wähler kann die CDU nicht mehr erreichen.

Die CDU-Vorsitzende hat sich ganz einfach verkalkuliert - wenn nur 15 % der Deutschen Schwarz-Grün wollen, sollte man im Konrad-Adenauer-Haus über die "veränderte Restrisikobeurteilung" (wie das seit Fukushima bei Leuten heißt, die zuvor trotz - oder gar wegen - Harrisburg und Tschernobyl für Atomkraft waren) nachdenken.

Da das nicht geschehen wird, haben wir das gemacht - und die CSU außerhalb Bayerns/Volkspartei gegründet.

Kontakt: csuvolkspartei@gmx.de
015731810510

Steuernummer und Vereinsregistrierung sind beantragt.

Renate Aldag | Mi, 5. Oktober 2016 - 19:29

Ich denke, der Wähler wird mit großer Mehrheit keine Partei mehr wählen, die die "Flüchtlingspoltik" der Kanzlerin mitträgt; und das sind alle parlamentarischen Parteien. Die Menschen wollen keine Migration in die Sozialsysteme und keine Islamisierung.

Gerhard Hellriegel | Mi, 5. Oktober 2016 - 19:36

Jedenfalls eine originelle Überlegung, danke. Da aber Frau Merkel nach der Willkommens- und Weiße-Fahne-Kultur (Merkel bei Will 12.2015: "es steht nicht in unserer Macht, wie viele kommen") schon lang zur Blockade- und Festung-Europa-Kultur umgeschwenkt ist, erwarte ich, dass das Thema nächstes Jahr ausgelutscht ist. Es geht ja gar nicht mehr um das "ob", sondern nur noch um das "wie". Auch werden die europäischen Zeichen die CDU nicht locken, weiter auf die idealistische Seite zu schwenken. Umgekehrt hilft der CSU eine Ausweitung nicht, sie könnte eher ihr bayrisches Alleinstellungsmerkmal verlieren. Es geht doch nur darum, die reaktionären Bayern bei der Stange zu halten. Das hat oberste Priorität. Also wette ich weiterhin auf GroKO.

Hubert Dewald | Mi, 5. Oktober 2016 - 19:45

Der Vorschlag hört sich gut an, scheitert aber an der Wirklichkeit. Stehen der CDU nur Direktmandate zur Verfügung könnte ein Teil ihrer Abgeordneten, die bisher auf der Landesliste abgesichert wurden, nicht mehr im Bundestag vertreten sein.
Ein Beispiel wäre z.B. Herr Lammert mit dem Wahlkreis in Bochum, einer SPD-Hochburg. In NRW dürfte die CDU im Münster- und Sauerland ausreichend Direktmandate gewinnen, wahrscheinlich käme es sogar zu Überhangmandaten.
Insofern ist nicht mit einer Realisierung zu rechen - die "politische Elite" gräbt sich doch nicht ihr eigenes Grab.
PS: Wie sieht es im Wahlkreis der Kanzlerin aus?

Stefan Riedl | Mi, 5. Oktober 2016 - 20:02

Die Bayern-CSU möchte uns die Nutzung des Namens "Volkspartei, die nicht CSU heißen darf" (Paragraf 2 Satz 2 unserer Satzung) untersagen.

Wir werden daher bis auf weiteres nur als Volkspartei auftreten. Der Vorstand hat vorsorglich beschlossen, der Mitgliederversammlung eine entsprechende Satzungsänderung vorzuschlagen.

Die Würde des Wählers ist unantastbar.

Sofern die CSU Merkel erneut zur Kanzlerin wählt, wird sie die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl verlieren - dafür muss die CDU gar nicht in Bayern antreten.

Bernd Fischer | Mi, 5. Oktober 2016 - 20:03

Zitatanfang: Falls die CSU außerhalb Bayerns Stimmen einsammelt, wird der Anteil der CDU etwas kleiner. Daran könnte selbst ein Antreten der CDU in Bayern nur wenig ändern. Selbst wenn die CDU im Freistaat auf 15 Prozent käme, wäre das – umgerechnet auf den Bund – ein überschaubares Plus von gut zwei Prozentpunkten. Mit anderen Worten: Ein Antreten der CSU mit nicht-bayerischen Landeslisten würde die CDU unter Umständen einige Mandate kosten. In jedem Fall wäre das Gewicht der CSU im Bundestag im Verhältnis zur CDU dann größer.Zitatende:

dieser altbackene politische "Kalauer" geht den Wählern seit bestehen der Bundesrepublik ( wie in einer Zeitschleife) ( Entschuldigung werte weibliche Teilnehmer ) aus "Ost;West;Süd; Nord, so richtig auf dem Sack.
Diese Spielereien mit Zahlen oder Prozentpunkten , ist ja eben der Grund das sich die Bürger andere Parteien suchen.

Wann kapieren auch Sie das endlich?

Hella Loris | Mi, 5. Oktober 2016 - 20:35

Warum sollte jemand, der hauptsächlich die AfD
gewählt hat, weil er Merkel nicht mehr ertragen kann, jetzt plötzlich CSU wählen und dadurch die Union mit Merkel an der Spitze sogar noch stärken?
Das haben Sie sich aber ganz fein ausgedacht!
Sie halten wohl das Wahlvolk für debil?

Hermann J Stirken | Mi, 5. Oktober 2016 - 21:23

Der Artikel offenbart das Debakel, in der sich die CDU befindet: Eine Kanzlerin, die den Bezug zu der Realität verloren hat und nicht gehen will, aber sie hat jegliche potentiellen Nachfolger vergrämt. Ein verantwortungsvoller Staatsmann/frau hätte beizeiten für eine Nachfolge gesucht. Hat sie aber nicht. Jetzt haben wir Merkel und einen loyalen vergreisten Schäuble. Dieses Problem sollte durch die CDU selbst gelöst werden und nicht durch Anleihen bei der CSU. Es sind Leute in der CDU notwendig, die Merkel widersprechen und eine neue konservative Mehrheit hinter sich formieren. Dann braucht es keine CSU auf Bundesebene und die AfD wird ihre Funktion als Zuflucht frustrierter CDU verlieren.

Karola Schramm | Mi, 5. Oktober 2016 - 22:13

Das machte doch Sinn, wenn CDU und CSU endlich getrennte Wege gingen. Bisher behindern sich beide gegenseitig und die meisten Kröten musste bisher immer die CSU schlucken.
Nach all den Berechnungen die hier angestellt werden, spielt die Psyche der WählerInnen auch eine Rolle.
Ich hätte nichts gegen einen Kanzlerkandidaten Seehofer. Warum soll ihn ausgerechnet immer die CDU stellen ? Merkel kann keinen Preis mehr gewinnen. Seehofer hat pol.Sachverstand und Mut.
Da es Linkskonversative scheinbar nicht mehr gibt, also die, die für friedliche, gerechte, sozial-staatliche Grundsätze einstehen, muss man suchen, welche Partei diesen bzw. meinen Kriterien entspricht. Der CSU jedenfalls traue ich zu, sich für diese alten Werte wieder einzusetzen.
Was die AfD angeht, so ist sie derzeit ein Sammelbecken für alle Unzufriedenen, Abgehängten und Enttäuschten. Echte Veränderungen im Sinne eines funktionierenden Sozialstaates ohne Kriegsambiotionen wird sie laut Programm nicht einleiten können.

Karl Albrecht | Mi, 5. Oktober 2016 - 23:03

Eine Ausdehnung der CSU könnte tatsächlich Realität werden - doch nur mit dem Ziel, möglichst viele Stimmen doch wieder dem alten Merkel-Kurs zuzuführen. Denn hätte die CSU wirklich in der Sache etwas erreichen wollen (ob beim Euro oder in der illegalen Invasionseinladung), dann hätte sie längst die Regierung verlassen.
Sie tut das aber nicht, da sie nur ein taktischer Vorposten des Establishments auf der Rechten ist.
Zu Kohls Zeiten hat auch die CDU noch ab und zu rechts geblinkt und ist dann doch mit dem Linksstrom geschwommen: Abtreibungkatastrophe, Ostgebiete, Gastarbeiter-Rückführung - in welchem Bereich davon wurde in patriotischem Sinne gehandelt? Nirgends.

Täglich durchschauen mehr Wähler, dass sie im Grunde mit leeren Phrasen abgespeist werden.

Andreas Kuntz | Do, 6. Oktober 2016 - 01:32

Müller-Vogg: mitbürgerfern. Wenn man schon das Interesse des Landes ausblendet und ganz auf Parteiarithmetik blickt, so ist das kommende Problem der CSU nicht die sterbende CDU ("ein entkerntes Haus und in jedem Fenster ein Bild von Frau Merkel")- sondern der Landesverband Bayern der AfD, der bei 8% steht.

Sobald die AfD die CDU überholt wie in MVP (was im Westen nur länger dauert) ist die einzige Rettung CSU die Fusion mit dem AfD-Verband in Bayern. Die AfDler sind nicht der Gegner der CSU und sagen selbst, dass es mit einer CSU-Linie in der Gesamt-Union keine AfD gäbe.

Doch es kommt auf das Momentum an. Weg von der CDU bevor diese wirklich kraftlos am Ende ist, brächte die Merkeltruppe nach Bayern. Zu lange warten hieße als eine einsame Regionalpartei für eine bundesweit erfolgreiche AfD nicht mehr attraktiv zu sein. Doch trifft die CSU den Zeitpunkt, so wäre der "Schwestern-Tausch" eine echte politische Bombe, der sie retten und der entstellten CDU den Rest geben würde.

Larissa Tscherkow | Do, 6. Oktober 2016 - 05:41

Nette Gedankenspielerei. Hätte früher vielleicht funktioniert. Jetzt würden sich Wähler veralbert fühlen.

2017 gibt es Jamika. Vier Jahre. Hier ein kleines Szenario für 2021. Muss nicht so kommen, aber wundern würde es mich nicht. 2021:

Weitere 4 X 300 000 Flüchtlinge sind seit 2017
gekommen. Da es Nachzug gab, leben über 5 Millionen in Deutschland. Die AfD bekommt in Umfragen 31%. Mit Abstand stärkste Partei.

Ich sehe Heute Journal. Hajo Funke und Claus Kleber sagen uns, Seehofers ist Schuld am AfD Erfolg. Im Kölner Dom explodierte eine Bombe.

In Bremen randalieren tausende Migranten, die abgeschoben werden sollen. In Dresden stürmen tausende Rechtsradikale ein Asylheim.

MP Petry weist die sächische Polizei an alle Asylbwerber nach Berlin zu fahren. Zu ihrem Schutz. Sagt sie.

Pro Asyl fordert Flüchtlinge aus Papua Neuguinea aufzunehmen.

Ich schalte auf NOVA Sport um. Warum die Laune verderben? Ist eine friedliche Nacht in Prag.

Um 7 Uhr ertönt der erste Gebetsruf des Muezzin.

Um 8 Uhr startet die erste Angriffswelle der Nazis.

Gleichzeitig verkündet auf nationaler Ebene die IPD (Islamische Partei Deutschlands) nach ihrem Wahlerfolg von 22% den Einzug in den Bundestag. Unverzüglich angesetzte Koalitionsverhandlungen mit den Grünen, Linken, der SPD und CDU lassen auf eine neue, weiterhin erfolgreiche GroKo schließen.

Hallo Frau Tscherkow, amüsant und wahrscheinlich. Allerdings reichen die von Ihnen geschilderten "Zwischenfälle" in der geschilderten Legislatur bei Weitem nicht aus. Es wird sehr viel früher zu Gewalttätigkeiten kommen, weil es den Migranten viel zu lange dauert, bis sie einen Bleibestatus bekommen, weil die Salafisten nach der Bundestagswahl 2017 noch aggressiver um jeden "Flüchtling" werben, bei Vielen mit Erfolg und weil nach der Wahl die bis dahin unterlassene Veröffentlichung der tatsächlichen Migrationskosten und die damit verbundene Erhöhung von ein paar direkten Steuern und Gebühren die Stimmung im Volk noch weiter anheizt. Durch die Weltwirtschaftskrise verlieren sehr viele Deutsche ihren Arbeitsplatz und die EZB verschleudert inzwischen soviele Milliarden Euro an mediterrane Banken, daß der Euro massiv an Stabilität einbüsst. Die AKP hat eine eigene Partei in Deutschland gegründet. Wir schaffen Das.

Larissa Tscherkow | Fr, 7. Oktober 2016 - 15:19

In reply to by Walter Wust

Ich habe nur einen Tag geschildert! Das waren die Nachrichten eines Tag.
Deutschland wird nicht zusammenbrechen. Es gibt viele Länder mit hoher Kriminalitätsrate, täglichen Bombenansschlägen, gewalttätigen Unruhen, einer kollabierenden Währung und unbezahlbaren Staatsschulden. Deutschland gleicht sich nur Schwellenländern an. Das ist Globalisierung, gewöhnt euch dran!

Gottfried Meier | Do, 6. Oktober 2016 - 14:05

Das Problem ist doch, dass - um im Fußballjargon zu sprechen - die rechte Flanke völlig offen ist. Wir haben im Prinzip eine große Koalition von Schwarz über Grün und Gelb bis Rot/Rot. Auch wenn man die CSU wählt, bekommt man nichts anderes. Was hat man dann noch als Konservativer für eine Alternative?

SigismundRuestig | Do, 6. Oktober 2016 - 15:32

Die Unionsparteien setzen alles aufs Spiel, was unsere Gesellschaft in den letzten 70 Jahren erreicht hat!
Darüberhinaus hat die Union schon verloren:
- das Grundgesetz unserer Vorväter
- ihre Haltung, die dem "C" in ihren Parteinamen entspricht ( vgl. den CSU-Skandal um die rassistische Hetze gegen den farbigen Ortspfarrer von Zorneding, LKR Ebersberg: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/zorneding-chefsache-1.290… oder Scheuers "Gleichnis vom fußballspielenden, ministrierenden Senegalesen)
- politischen Anstand und Menschlichkeit ( Seehofer, Söder, Herrmann, Friedrich, ...)
Die Union wird noch verlieren:
- ihre Glaubwürdigkeit
- ihre Wählerschaft
- ihre Kanzlerin
Und Frau Merkel hat schon verloren:
- loyale Minister und Gefolgsleute (De Maizière, Schäuble, Dobrindt, Spahn, Klöckner, Wolf, ...)
- ihre weltweite Reputation
- ihre Privatsphäre (NSA!)
Frau Merkel wird noch verlieren:
- das grenzenlose Vertrauen ihrer Wählerschaft
...

SigismundRuestig | Do, 6. Oktober 2016 - 15:34

...
- ihre Kanzlerschaft
- ihren Eintrag in das Buch der (Erfolgs-)Geschichte

Noch gar nicht breit thematisiert ist ein weiterer Spaltpilz der Gesellschaft - die seit der Währungsreform größte "Enteignung" von Sparern und Rentnern infolge der EZB-Geldpolitik im Zusammenspiel mit der "Schwarzen Null-Politik" unseres "Falschen Fuffziger -Ministers". Das wird die Schere zwischen Arm und Reich dramatisch noch weiter öffnen!
Daran werden auch die jetzt schnell in den Raum gestellten Wahlversprechen für die nächste Bundestagswahl (Steuersenkung, Verringerung des Soli - warum nicht Abschaffung?) nichts ändern!
Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
http://youtu.be/0zSclA_zqK4

Viel Spaß beim Anhören!

Dr. Waltraud Berle | Do, 6. Oktober 2016 - 16:57

ist das denn so schwer zu kapieren, dass die Wähler deswegen AFD wählen (und immer mehr), weil man hier zumindest so etwas wie visionäre Wolken AHNT? Patriotismus, Freiheit des Wirtschaftens statt EU-Diktatur, Schluss mit den überbordenden Gesetzes-Reförmchen, von denen ein Quatsch schon den nächsten nach sich zieht, staatspolitischer Stolz. Da können sie doch nicht ernsthaft solche Rechenspielchen anstellen, Herr Müller-Vogg. Übrigens hat derzeit keine einzige Partei eine Führungspersönlichkeit vom Schlage Kohl oder Strauß. Jemand wie Steinmeier soll Präsident werden, weil er weise-weißes Haar hat und eine schicke Brille ... was für ein Affentheater statt Politik. Weil das viele denken, wächst die AFD weiter, trotz aller Verunglimpfungen. Genau: es fehlt insgesamt an Würde und Stolz und politischem Können mit Aufrichtigkeit.

Dr. Klaus Eckhard | Fr, 7. Oktober 2016 - 07:35

Lieber Herr MV,
Sie zerbrechen sich den Kopf der CDU
mit strategischen Planspielen. Berichten Sie uns lieber von einer Strategie, die sicherstellt, dass wir Merkel weg bekommen ohne AfD wählen zu müssen.

Obwohl ich beileibe keine Parteigängerin der Unionsparteien bin, empfand ich das Regierungshandeln von Frau Merkel in diesen schwierigen Zeiten doch sehr beachtlich.
Deshalb ist für mich unverständlich, woraus dieser subtile Hass gegen die Bundeskanzlerin entstanden ist.
Gerade die Flüchtlings- und Zuwanderungsproblematik wurde durch die amtierende Bundesregierung, die ja nicht nur aus der Kanzlerin besteht, zielorientiert und menschlich-anständig gemeistert.
Um an dieser Stelle eines klarzustellen: Beim Asylrecht kann und wird es keine Obergrenzen geben. Wer aufgrund politischer, religiöser oder sonstiger Verfolgung Asyl sucht, hat hier in Deutschland einen grundgesetzlich-verbrieften Anspruch darauf.
Die Zuwanderungsfrage dagegen sollte schnellstens durch ein entsprechendes Gesetz geregelt werden.
Wir brauchen Zuwanderung, wenn sich das deutsche Staatsvolk aufgrund niedriger Geburtenraten und hohen Sterberaten reduziert.

Dagegen hilft eine Familienpolitik, die diesen Namen auch verdient und keine unkontrollierte Zuwanderung von überwiegend ungebildeten Menschen. Zum Glück sind meine Kinder groß, heute würde ich mir überlegen, ob ich in diesem Land Nachkommen zeugen würde. Zudem, mit einem befristeten Arbeitsvertrag kann man keine Zukunft planen ! Berechtigte Kritik, hat mit Hass absolut nix zu tun. Im Umkehrschluss könnte ich fragen, ob Frau Dr. Merkel eventuell ihre Bürger hasst ;-)

Stefan Riedl | Fr, 7. Oktober 2016 - 10:59

CSU-Ergebnisse:
Landtagswahl 2008: 43,3 %
Bundestagswahl 2009: 42,6 %
Europawahl 2014: 40,5 %
Koalitionspartner im Bund: jeweils SPD.

Wenn eine Große Koalition regiert, ist die absolute Mehrheit der CSU völlig wertlos, weil sie in Berlin ohnehin nichts gegen die SPD durchsetzen kann - also bekommt sie sie auch nicht vom bayerischen Wähler.

Ab 2017 wird die CSU nichts gegen die Grünen durchsetzen können. Ergebnis: Siehe oben.

Lösungen: 1. Opposition im Bund. Darüber hat Berthold Kohler kürzlich bereits in einem FAZ-Kommentar spekuliert. 2. Ilse Aigner wird Bundeskanzlerin und bestimmt halbwegs die Richtlinien der Politik. Sie ist wie Merkel - aber nicht Merkel. Macht ein Plus von rund fünf Prozent in den Umfragen.

Wenn die SPD lieber Gabriel zum Kanzler wählen möchte, ändert sich an der Lage der Union überhaupt nichts: Die Bundestagsmehrheit hat seit 2013 Rotrotgrün.

Wenn Aigner Kanzlerin wird, kann Söder die Landtagswahl so gewinnen wie einst Stoiber gegen Waigel.

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