Heiner Wilmer
Der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer / picture alliance / HMB Media | Julien Becker

Neuer Münsteraner Bischof Heiner Wilmer - Frommes Selbstbewusstsein „mit Schmackes“

Heiner Wilmer schlägt einen neuen Ton an. Die Katholische Kirche in Deutschland sei „attraktiv“, erklärt der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und neue Münsteraner Bischof. Die Gläubigen seien „gut drauf“. Doch Wilmers wichtigste Baustelle ist der Konflikt mit Rom.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Die Katholische Kirche in Deutschland stellt sich neu auf. Und es beginnt mit einer Überraschung. Noch nie sei bei vergleichbaren Pressekonferenzen der Bischofskonferenz so viel von Gott und Christus die Rede gewesen, wundert sich der Zeit-Journalist Patrik Schwarz und fragt: Bedeutet das einen neuen Stil? 

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Martin Beckmann | Di., 24. Februar 2026 - 17:20

Recht hat er, dieser Verein ist unheimlich attraktiv, das sieht man an den Austrittszahlen.

Wolfgang Z. Keller | Di., 24. Februar 2026 - 19:11

Antwort auf von Martin Beckmann

... als Typ finde ich den Kirchenmann sogar erstaunlich attraktiv. Das freut wohl besonders, aber nicht nur fromme Frauen, und das meine ich NICHT belustigt, sondern entspricht seit den Anfängen der alten BRD immer wieder den Umfragen bei Wahlen und der Sympathie für bestimmte Kandidaten - bei Männern dürfte die einstige FDP-Schönheit Silvana Koch-Mehrin auch etliche Stimmen von Nicht-FDP-Wählern abgezogen haben (bis sie der ein oder anderen Trickserei, u.a. im Europaparlament überführt wurde).
Aber zum Artikel: diese Vorschusslorbeeren erinnern mich an das mediale Vorfeld der Winterolympiade in D: beste Eishockeymannschaft ALLER ZEITEN, hervorragende Biathlonaussichten etc - final hatte D die meisten 4. Plätze.
Mir tun da die Athleten leid, denen wird so mords Druck gemacht und sie können sich nicht wehren. Und obwohl sie wie alle anderen auch ihr Bestes geben, klappt das wie im richtigen Leben teils nicht genau in den SEKUNDEN. Ja mei!
Wie wär´s stattdessen mit abwartender Offenheit?

Christa Wallau | Mi., 25. Februar 2026 - 01:12

wenn sie a n d e r s bleibt als alle weiteren Angebote für Sinnsuchende auf dieser Welt.
Genau das ist sie, wenn sie der Glaubensverkündigung treu bleibt, wie sie über
zwei Jahrtausende gegolten hat. Es gibt genügend christliche Alternativangebote - mit allem, was die Reform-Begeisterten (Synodaler Weg) sich wünschen. Dorthin sollen sich die Unzufriedenen wenden.

Der Glaube an das Mysterium des Eintritts des
Gottessohnes, Jesus Christus, in diese Welt und seine Todesüberwindung in der Auferstehung muß d e r Mittelpunkt des katholischen Glaubens bleiben, ohne Wenn und Aber.
Die heilige Messe ist nicht vergleichbar mit einem Gebets- u. Andachtsgottesdienst beliebiger Art. Sie ist durch den Empfang der hl.
Kommunion direkte Begegnung mit Gott und muß würde- und ehrfurchtsvoll
gefeiert werden. Deshalb ist die Frage der Liturgie nicht zweitrangig für jeden gläubigen Katholiken. Es darf der Kirche nicht um möglichst viele, sondern nur um wahre Gläubige gehen.
Dann hat sie Zukunft!

Tina | Mi., 25. Februar 2026 - 05:20

Hat nicht diese Woche ein Bischof sich hinsichtlich geäußert, dass AfD ler in der Kirche nichts zu suchen haben?
Lassen wir es dabei. Kirche ist die 5. Altpartei.
Ich bin Christ, gehe in die Kirche und bei der kommenden Wahl wähle ich statt Merz, Frau Weidel und wenn ich ausgeschlossen werde bleibe ich trotzdem
gottesgläuig.
Die deutsche Kirche jammert nach Islamisierung es heißt Gottvertrauen haben was passiert.

Gerhard Fiedler | Mi., 25. Februar 2026 - 10:25

verkündete der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Wilmer.
Ob er das wohl glaubt angesichts der hohen Austrittszahlen und dem Schaden, den allein sein Vorgänger mit dem „Synodalen Weg“ und der Ausgrenzung von AFD und deren Wähler angerichtet hat?
Im Schreiben meiner Kirchengemeinde, mit dem sie um einen freiwilligen Kirchenbeitrag bittet, heißt es: „Jede Spende hilft uns, unserer Berufung und Aufgabe treu zu bleiben: Eine offene und einladende Kirchengemeinde zu sein!“
Über dem Eingang ihrer Kirche heißt es jedoch „Unser Kreuz hat keine Haken“. Damit können sich Menschen mit rechter Gesinnung, als Nazis verleumdet, wohl kaum als eingeladen fühlen. Meinen Pastoren schrieb ich daher, dass ein Textband über einem Kircheneingang dem Willen Jesu entsprechen müsse, der nach Matthäus 11,28 sagte „Kommet her zu mir ALLE, die ihr mühselig und beladen seid.“ Damit würde klar, dass ALLE einer Kirchengemeinde willkommen sind, egal welcher politischen Ausrichtung.

Ein schöner Disput zwischen uns Drei und lustig. Anders verlief ein Gespräch
mit Kardinal Bedford-Strohm. Warum legten sie und in Israel unser Heiliges Kreuz ab? Kennen Sie nicht unsere Bibel? Das alte und neue Testament. Warum wollte ich wissen, legten sie und Marx in Israel
unser heiliges Kreuz ab Bigotterie wo ich hinsehe.

Vor einiger Zeit war mein Mann fast hoffnungslos krank. Und Gott half uns.
Wir brauchen Gott.

Vor einiger Zeit schrieb ich hier im Cicero einen aufwühlenden Artikel von "Erzbischof von Aleppo". Er kritisiert die westliche Syrien-Politik" und Deutschland. Deprimierend, leider wahr.

Zum Abschluß etwas fröhliches: Ein fröhlicher Osterbrauch. Meine liebe Frau Pöppel (leider verstorben) und ihre "Weiber" bringen einen selbst gebackenen Osterzopf, Ostereier, Salz...mit. Und teilen alles. Sie nicht. Die Begründung:
Ich backe ihr immer den Zopf. "Nein sagt sie. Dazu schmeckt er ihr zu gut. Zu schade für die Freundinnen. Egoismus ist oftmals angebracht und tut gut.