Alexander Schweitzer (SPD) und Gordon Schnieder (CDU)
Alexander Schweitzer (SPD) und Gordon Schnieder (CDU) / SWR (Clemens Traub)

TV-Duell in Rheinland-Pfalz - Ein Abend, der schnell in Vergessenheit geraten wird

Alexander Schweitzer (SPD) und Gordon Schnieder (CDU) blieben im TV-Duell auffallend zurückhaltend. Der erwartete Schlagabtausch blieb aus, stattdessen dominierte die Aussicht auf eine Große Koalition – strategisch nachvollziehbar, demokratisch problematisch.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Cicero-Redakteur. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Future For Fridays?“ im Quadriga-Verlag (Bastei Lübbe).

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Mit großer Spannung wurde das TV-Duell erwartet: Am Dienstagabend traf der amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) im SWR auf seinen Herausforderer Gordon Schnieder (CDU). Für beide ging es um nichts Geringeres als den Einzug in die Mainzer Staatskanzlei – und für die SPD womöglich um das Ende einer Ära.

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Heidemarie Heim | Mi., 11. März 2026 - 13:18

Denn auch ich gehöre zu den Glücklichen, die am 22. den Gang durch diese hohle Gasse gehen müssen😓! Begriffe wie Wahlurne oder Urnengang haben seit geraumer Zeit deshalb für mich auch etwas "morbides" an sich;) Und solche TV-Duelle nehmen nur die Predigten voll des Eigenlobs vorweg bevor in der Trauergemeinde hernach dem ein oder anderen Mitglied der zum Kaffee gereichte Kranzkuchen im Hals stecken bleibt. Man muss es halt mit Humor nehmen lieber Herr Traub! Danke für Ihre Nachlese! Und wie die aktuellsten Zahlen der Umfragen ausschauen, dürfte es Ihre Prognose bzgl. Regierungsbildung bestätigen. Denn wenn die FDP oder FW die Biege machen oder eine Linke die 5% nicht wuppt reicht es ohne die 19% der Parias sowieso für nix anderes mehr als ne Groß-Koa. +-Grüne mit ihren 9%
PS: Wahlhilfe bzw. Vorschläge bitte an meine Adresse hier im Forum schicken;-)! LG

IngoFrank | Mi., 11. März 2026 - 13:55

O.k. Ich habe mir das „Duett“ nicht angesehen, und mit dem Begriff „Duett“ ist mehr als alles gesagt. Was soll denn erquickendes von einem SPD Kandidaten und einem fast SPD gleichem, mit einem Schuss Grün zugetanen CDU Mann herauskommen ? Nix ! Letztendlich kommt‘s in RPf. genau so wie in BW in dem der Wähler Mitte rechts wählt und eine rot vergrünte CDU samt einer nach links gerückten SPD oder wie in BW gleich das Original bekommt.
Die einzige spannende Frage wird sein , ob die AfD im ersten West- BL die prognostizierten 19% mit 20% + übersteigt und auch ihr Ergebnis verdoppeln kann. Aber sonst ? Im Westen nichts Neues würde ich behaupten außer vielleicht einen steigenden Weinkonsum der der möglicherweise die politischen Unzulänglichkeiten erträglicher macht. Helfen wird’s wohl nicht.
Einen vorhersehbaren Wahlsonntag mit einer Landesgroko ….. und vielen Grüßen aus „Flügel“ verleihenden Erfurter Republik

Wusst ich`s doch lieber Herr Frank! Auf Sie kann man sich als persönlichen Wahlhelfer oder (alle die es gruselt bitte überlesen;) heißt das richtig "Wahlhelfender"? Echt bescheuert oder? Doch kommen wir zu Ihrer Anregung. Soll ich meinen Konsum eines Getränks in welchem außer Weib,bin ja selbst eines und Gesang auch "Wahrheit" liegen soll, vor dem Urnengang oder danach steigern. Um Zeit-sowie genauere Mengenangabe in Litern wird gebeten!🤪 LG aus RLP

Sicher haben Sie auch so verstanden.Das war die Vorfreude auf die Wahl oder der Weingeist von dem ich des Öfteren VERLASSEN werde. Ganz bestimmt! LG

IngoFrank | Mi., 11. März 2026 - 17:00

Antwort auf von Heidemarie Heim

Manchmal weiß ich nicht mehr was ich mit diesem Land noch anfangen soll.
& frage mich, träumst du und bist wieder in der Mitte der 80ziger Jahre ?
Gehst zu Wahl in dem Wissen, dass die „Parteien d Nationalen Front unter der Führung der SED“ mit 98.xx% gewonnen haben und sich nix am politischen Kurs ändert. Ob ich Monitor oder den schwarzen Kanal sehe, nur das Feindbild hat sich von den bösen Bonner Ultras geringfügig nach rechts verschoben. Im Fernsehen wird genau so gelogen ob heute Journal ARD od. aktuelle Kammera. Unser Sozialismus wurde in „unsere Demokratie“ umgewandelt, Demonstranten gegen Rechts erhalten 1 Bockwurst und 1 Bier wie wir, wenn wir am 1. Mai fröhlich winken mußten beim demonstrieren. Ich frage mich was ist aus diesem Land geworden. Hoch gebildet,, das Land der Ingenieure. Heute ? der Experten, vorrangig der Philosophen, Politik und Sozialwissenschaften. Wenig Arbeiten, um so besser!.
Was wird aus meinen Kindern, Enkeln frage ich mich mit meinen 72 ?
MfG a d E Rep.

Obwohl Sie eine 1/2e Biografie voraus haben, was ich einmal endlich aller Klischees bereinigt was unseren Zusammenschluss betrifft als großen Vorteil betrachtete. Nach dem Motto: So was wie heute bei uns abgeht an linkem und sonstigem politischem Einheitsbrei konnte ich mir angesichts von sozialismusgeschädigten;) Menschen im Osten und insbesondere Leuten, die beide Systeme erlebt haben wie Sie auch, selbst sollten wir Schlafmichel im wohlstandsverwöhnten Westen diesbezüglich weiter vor uns hinpennen,beim besten Willen nicht vorstellen. "Irrtum" sagte der Igel und stieg von der Bürste wie es zu meinen Jugendzeiten ohne Fähnchen-Appell u. Bockwurst hieß. Und hätte ich Kinder oder gar Enkel wüsste ich nicht, ob ich sie wie annähernd 250
000 gut ausgebildete Deutsche, die im Schnitt jedes Jahr unser Land verlassen, nicht auch zu diesem Schritt ermuntern würde. Auch wenn mir wahrscheinlich das Herz dabei bräche. Bleiben wir heiter und trinken jeder für sich einen Schoppen. LG aus RLP

Denn das Partizip Präsens steht für eine in der Gegenwart (Präsens) stattfindende (!) Tätigkeit.
Deutsches Sprack, schweres Sprack, Gendern ist out.

Danke lieber Herr Koester für die Nachhilfe;)! Ich hoffe doch, dass ich mit meinen zugegeben nicht gerade altersgemäßen Albernheiten niemanden auf die Füsse trete bzw. allzu sehr nerve. Falls doch entschuldige ich mich und gelobe Besserung! Sehen Sie es mir bitte nach! Herzliche Grüße aus RPL

als "Nachhilfe" habe ich meinen Beitrag nicht verstanden, eher als Spott auf die "Gendernden". Und die Ironie in Ihrem Kommentar habe ich sehr wohl erkannt.👍️👍️👍️

Klaus Funke | Mi., 11. März 2026 - 16:11

Denen fällt nichts mehr ein. Große Koalition? Mit dieser SPD? Die wird auch in RP Mühe haben die 5% Hürde zu überspringen. Nach der FDP ist es jetzt Zeit, dass die Hauptverursacherin unserer Dauerkrise, die alte Tante SPD, ihre Handtasche nimmt und davonwatschelt.

Urban Will | Mi., 11. März 2026 - 17:14

Cholera. Links oder Links.Auch die Pfälzer haben noch nicht genug davon und wählen weiter den Abstieg.OK,es gibt in RLP nicht ganz so viel Industrie, die kaputt gemacht werden kann, aber die BASF beispielsweise, wird auch bald in großem Stil Menschen entlassen. Einige von denen werden zuvor übernächsten Sonntag noch brav ihre Zerstörer wählen und dann halt bald den Gang in die Arbeitslosigkeit antreten. Selbst Schafe sind intelligenter, aber man muss es ertragen.
Es gibt nur noch einen Grund, zur Wahl zu gehen. Weiter am Fall der Brandmauer arbeiten, weiter die Blauen stark halten und hoffen, dass das eine oder andere Schaf doch mal merkt, dass es seinen Kopf nicht nur als Hutstütze hat.
Die Winzer, viele davon brave CDU-Schafe, merken immer mehr, dass der Umsatz sinkt. Dass man für guten Wein Geld bezahlen muss (zu Recht, das ist ein hochwertiges Produkt),das man erst mal übrig haben muss, und von dem diese Politik einem immer weniger lässt, scheint ihnen nicht in den Sinn zu kommen.

Denn nicht nur die mit in jüngster Zeit mit einer unüblichen Bürgermeister-Wahl konfrontierten und nun von Entlassungen bedrohten Ludwigshafener könnten den Hut abnehmen lieber Herr Will. Spannend wird es auch wie die von der Ahrtalkatastrophe bis heute nicht oder nicht ausreichend entschädigten Betroffenen das Krisen-Management einer SPD-geführten Regierung sehen o. sich bis heute im Stich gelassen fühlen trotz Amtsnachfolge. Sowas wurde schon anderen Politikern o. Parteien für weniger zum Verhängnis. Und ich denke, die auch aus Brüssel und der eigenen monströsen Bürokratie und von unserem Hochsteuerstaat mit Energiepreisen wie vom Apotheker gegängelten Winzer in den Steillagen an Mosel, Rhein oder Nahe werden von einem weiter ohne Aussicht auf Änderungen so langsam aber sicher ins Denken kommen. Und sollten die Blauen wie in BW Zugewinne verzeichnen,liegt es wahrscheinlich an einer erfolgreichen Mobilisierung von Nichtwählern zu denen Sie wie ich trotz allem Frust nicht gehören. LG